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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1925-11-29 · 7 (29.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
1 (1925-1926)
Issue
7 (29.11.1925)
Date
1925-11-29
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Gemeindeblatt der Israelitischen ReligionsgemeindeDreSden stets war ein gew sser Zwiespalt vorhanden, ob sie sich als jüdische Frau bekennen vier sich in die-Gemeinschaft ihrer deutschen Mit» schwestern cinreih n solle. Tas Dilettieren in der Wohlfahrtsarbeit ist noch verheerender als auf andern Gebieten. Tie Mitarbeit der Frau btt der jüdischen Wohlfahrtsarbeit ist unumgänglich nötig. Tie Frauen müssen persönliche Opfer bringen können, Verzicht leisten können und laicht nur in steter Unabhängigkeit vom Manne verweilen. - Fräulein Lidonie Werner, Hamburg, ergriff, ganz erfüllt von den Aus ührungen des Fräuleins Pappenheim, das Wort und schilderte mit bewundernswerten Worten die Förderuitg, die der Jüdische Frau« nbund durch seine Gründerin, Fräulein Pappenheim, erfahren ha:. Eine solch starke Persönlichkeit wie Fräulein Pappcnheim, die e n Mcnschenalter hindurch für die Aufgaben des Jüdischen Frauenbundes gelebt hat, hat sich den Platz als Führerin und Vorkämpferi i unauslöschlich erworben. Wir sind Frau Brenner zu großein Tank verpflichtet, daß sie die schwere Aufgabe übernommen hat, die Nachfolgerin einer Bertha Pappcnheim zu werden. Fräulcir Werner schilderte dann mit beredten Worten die katastrophalen Lcrhällnijsc der zugewanderten armen Juden in Amerika. Wir so len nicht Unterschied machen zwischen Ost- und Westjuden, sonder i stets daran denke», daß wir nicht nur eine Religions-, sondert eine Schicksalsgemeinschaft sind. Wenn wir von Pogromen h» reu, sollen wir daran denken, datz es unsre . Brüder sind, die le den.' Nach den mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Fräulein Werner utröffuelc Frau MatterSdorff die Tiskufsio l. Eine lebhafte Diskussion septe ein, an der die Tomen T. Hirsch, (tzera, Markuse, Breslau^ Zanders Leipzig, .Goldschmidt, Lffenbach, Köhn-Dägnus, Eharlottenburg, Pappenheim, Frankfurt, Bixuner, Leipzig, Karminski, Berlin, sowie verschiedene Dresdner Tamen sich bcteilikte». Besonderes Jnterepe wurde der Frage des Wahlrechtes.der F all in der Gemeindeverwaltung zugcweiidet. «Aus dem Vereinsleben Nachstehendes ' Lliiterprogroninl gibt einen lieberblick über die Arbeitsleistung >es Jüdischen I u g e n dv e r e fii s z u Dresden. Dienstag den 2). Oktober, Aß Uhr. war Erössnuugsabeud. Vortrag. von Herrn fabbiner Tr. Emil Bernhard Eohn, Berlin: „Geistesfreiheit urd Seelenfreihcit" (Vom Sinn der Traditionen). Leitung: Elsa Hir'chel. — Donnerstag den 29. Oktober, Aß Uhr, war Vortrag unsv s Mitgliedes, Herrit Tr. Gerhart Eohn-Vofien: .Tie Gcschichlsauf ässung Spenglers". Leitung: Herr Tr. Erwin Leyfer. — Dienstag den 3. November, Aß Uhr, war Äammermusik- Äbend. Mozart, Trio H-Tur, Schubert, Trio 0-Tur, Op. 99, Mendelssohn, Trio v-Moll, Op. 49. Ausführende- Jozio Goldstein l Klavier «, Er ich Sachs iViolinci, T. Zeihe (Eelloi. Leitung- Heinz Feuerstein. — Tienstag den JO. November, Aß Uhr, itKir Vortrag unsres Mitgliedes Hans -alin >zur Zeit Berlin): .Kunst und Jugend". Leitung: Alfred.Feige. — Dienstag den 17. November, Aß Uhr, rxrr Vortrag von Herrn Tr. John Levy: .Völkerbund und Judenfr »ge". Leitung: Rechtsanwalt Bernhard Hirschel. — Tienstag den!4. November, Aß Uhr, sprach Otto Bernstein: .Taniel". Eine (irzählung von Ernst Weih. Zu diesem Abend sind die Angehörigen unsrer Mitglieder eingeladen worden. Eintritt gegen Karten. Leitung: Kurt Hirschel. — Dienstag ben-1. Dezember, 549 Uhr, 2 ortrag unsres Mitgliedes Hede Klein: .Jugendfürsorge und Jugendbewegung". Leitung: Lucie Walter. — Dienstag den 8. Dezemter, Aß- Uhr, Ordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht, Winterprogramm. 2. Kägen» bcricht, Mitgliedsbeitrag. 3. Wahl des Vorstandes und des 1. Vorsitzenden. 4. Aussck utzwahlen. 5. Anträge. Verschiedenes. Leitung: Tr. Emil Hurwitz. Anträge sind biözutn 30. November schriftlich an ein Vorstandsmitglied zu richten. Gäste haben keinen Zutritt. — Tienstag den le. Dezember, Aß Uhr, Chanuktafeier (Teeabend). Anzünden der Lichter. Ansprache. Aufführungen. Tanz. Mit- Wirkung des Jugendorchesters. Leitung: Margot Goldschmidt. — Tienstag den 22. Dezember. Aß Uhr: Bibliotheksabend. Auslage der Bibliotheksbücher. Bekicht über Neuanschaffungen. Besprechung interessanter Neuerscheinungen. Ausstellung der Buch- Handlung Strauß und Butlula. Referenten: Lucie Walter und Karl Strauß. Leitung: Heinz Feuerstein. — Dienstag den 5. Januar 1826, Aß Ishr, Zcitungsschau. Referent unser Mitglied Tienstag den 12. Januar 1926, Aß Uhr, Vores Herrn Rabbiner Tr. Albert Wolf: »Wisien- — Voranzeige. Stiftungsfest mit auswärtigen den 9. Januar 1926. Leitung: Erich Siodmak. — An jedem zweiten Tonnerstag-Abend. Beginn Aß Uhr, vom 6. November an:> .Philosophische Arbeitsgemeinschaft" unter Leitung von Herrn Rabbiner Tr. Wolf. Aenderungen des ProgrammS Vorbehalten. Tie Vorträge finden Dienstags pünktlich Aß Uhr in den Räumen der:Fraternitasloge, Moritzstraße 1b, statt. Werner Rehfisch, trag unsres Mitglie schaft und Religion^ Gästen. Sonnabend Rach den Vorträge» auf Wunsch sammensein. Jugendliche sind nab! einem Vorstandsmitglied als Gäste Aussprache. Geselliges Zuvorheriger Anmeldung bei willkommen. eife o fen. Machfike Thora, Q Von.Jacob R Die Bedeutung eines Unterneß Hindernissen und Hemmnissen zu gegenstellen. Es ist dem Nntergcfn Erfolg bei Beginn der Arbeit als r Rur wenn dem Erfolge Mißerfolgs Erfolg erkämpft, erarbeitet, erstrittet Die kleine Gruppe ostjüdischer vor 18 Jahren zusammenschloß. u gründen, rechnete zwar mit unter den eigenen Glaubensgen nehmen nach 13jährigein Bestehen kennung findet, dürste auf die Unke > mrückzusüvren sein. Unsere Ma darben, und kann selten die seht Lehrer pünktlich bezahlen; als ver einzustürzen'drohte und der Rat zr desselben eine Nachfrist stellte, hat das Gebäude wäre zuiamniengebr > der Schule in dankenswerter Wei Was ist der Zweck der Mach Religionsunterricht, hebräi'ch leier übersetzen und lernen, sowie alles, auf religiösem Gebiet beigebracht Tbora, Cranachstraße 6. unterricht Religionsfächern täglich 5 Smnden und zwar >32 Knaben und 40 Mö von 3 Lehreni erteilt. Der sehnlichste Wunsch des erst« dessen unermüdlicher Arbeit und Zeit und Geld die Machsike Tkwr^i hat, war der. einen Schulleiter zu st nunmehr glücklich erfüllt; in haben wir eine' wertvolle Kraft der Schüler gewonnen. Die Schüle Einnahmen halten aber nickt gle wachs an Schülern. 65 Schüler denn man kann und will mitiello zumal diese armen Kinder sehr elUärlick. daß die Geldnot im ostjüdischen Kreise haben vielfach LebensunterhcÜj zu kämpfen, sich alle Kreise unserer Gemeinde volle Schulwerk interessieren, daß Hilfe und seinen Beitrag angedei sind unsere Zükunft! Man niögi Blick in dieie Zukunft tun. möge welchem Ernst und Elfer die alten m der Machsike Thora lebendig e Je > lf)r fierrestraße 5/7 ft'A'denT#'* Nr. 7 Dresden einhold. mens ist vielfach nach den bewerten, die sich ihm entge. geweiht, wenn ihm der Frucht in den Schoß fällt, vorangehen, nur wenn der werden muß, hat er Bestand. Nememdemitglieder, die sich in eine „Machsike Thora" zu sition und Gleichgültigkeit daß aber dies Uniernoch nicht allgemeine Anermnis der Ziele des Vereins hsike Thora muß dauernd bescheidenen Gehälter der kjangenes Jahr das Lehrhaus Dresden zur Instandsetzung sich keine Hilfe gefunden; chen. hätte nicht ein Gönner e eingegriffen, ike Thora? Erteilung von beten. Bibel urid Mischna was einem jüdischen Kinde werden muß. Die Machsike et in sämtlichen jüdi'chen Die Schule hat 172 Schüler, dchen. Der Unterricht wird n Vorsitzenden. Herrn Burg, dessen großen Opfern an ihr Bestehen zu verdanken engagieren. Dieser Munich Herrn Rabbiner Dr. Maier als Leiter und als Lehrer rzahl wächst beständig, die chen. Schritt mit dem Zu» Werden kostenlos unterrichtet, e Kinder nicht zurückweiien. gut lernen. So ist es mer kritischer wird. Die schon um ihren eigenen t ist es an der Zeit, daß für dieses große und wertkeiner zurücksteht, ihm seine n zu lassen. Unsere Kinder doch kommen und einen ich davon überzeugen, mit Heiligtümer unserer Religion i halten werden. > jbes>j/z/ Weltru Hildarlli -WaldaalalatraSa Str«lt*b*linllni» 30 — AatobMhd testaia Kfonpmu—puu ■ BEI PREIS ABBAU TAGESPREISE!«

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