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Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden · 1925-11-29 · 7 (29.11.1925) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
Volume
1 (1925-1926)
Issue
7 (29.11.1925)
Date
1925-11-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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TFT Gemem-ebiatt der IsraelßtifGen Religionsgemeinde Dresden Amtliches Organ des Gemeindevorftandes <«>i>iiiiWlliiWWliiiilWWWiWWiilii«» Veranttvortl ©rf*rfTlfrttnnar Sreftor L. Bloemackier. Dresden Verlag: Jsrmlitilckr Religionsaemeinbe Dresden - Druck: Kaden D Lomb..Dresden-A. 1925 Dresden, öen 29. November WWW Nummes 7 Den dunkelsten Tagen gehen am hellsten der Lichier G anz Sonne erreicht — und wir Mit dem Sabbath kehrt d ein, und beider Lichier Cchei ist ihr Schein, aber deni wi Aus dem chäotischen Streit Ehanukah Von Rabbiner Dr. wir cntgegeii' — da erstrahlt den tiefsten Stand hat die feiern den Höhepunkt des Lutstes, ek-nial das Ehainikahscst bei Uns > vereinen fick, in trauter Harmonie, beider Lichier Flanimen stoimmen von Gott, zu Gott strebe» beide empor, und beider Flammen erzählen von Gott. Mild desten Kampfe sind sie Erinnerung, der Elemente forinte im Uranfang der Ewige sein Schöpfung! wer-k. Seiner Allmacht leuchtend Denkmal ist der Sabbath maßloser Uebermirt steht g« Väter. Aber Gott ist ihnci stnd sein Licht. Finsterer Tyraiihen gen den heiligen Glauben unserer Licht, er zeigt,- datz Geist und Kraft der Neberzeugung üter ^ohe Gewalt triumphiert; der göttliche Lebenshauch der ruiig. der mutzte». Atiders ficht ja den heilige Ideale erfüllen; dieser Ideale, um höherer lUedankcn willen, überhaupt lcbenscJi wert ist. der weitz. datz Got verlassen kann. In tiefer Ergriffenheit Sterbelager seine Söhne. der Leitstern dayinschwindet auch diese düsteren Schalte möchten. Wie verklärender religiösen Idee geht über blinde Gewalt/ das Licht durchdringt die Finsternis. Wie die Stoppel in der Jlamnie stirbt und ras Stroh im Feuer auflodert, so sanken des Syrerkönigs unj ählige Scharen vor Juda und den Seinen dahin. Denn in ihiem Herzen brannte eine Begeiste» diese erprobten Kc inpfer. die.sieggewohnten, erliegen rer Söldling, anders der Man», der weih, datz sein Leben nur uni auf seiner Seite steht, ihn nimmer umstellen des greisen MathiSjohns Wie weh ist ihnen zumute, da sie sehen, wie ihres Lebens strc hlendc Sonne zur Neigc geht, wie der ihnen bisher geleuchtet. iht>cn ihres schweren Daseins Dunkel'erhellt hatte. .Aber Gott scheuäjt die sich über ihre Lichtcrglanz liegt Seele lagern es über her Kahlberg, Halle Abschiedsstunde des tatkräftigen und'fromme» Hohenpriesters. Er wutzte. er konnte es auch noch mit brechendem Auge erkennen. datz der Funke der Begeiste, mig von ihm zu seinen Heldensöhnen hinüberflog. Wie er, so würden auch sie für Gottes heilige Lehre eifern, die innige Liebe zum Judentum, zun, heiligen Vätergläuben lebt wie ein strahlendes GotieSlicht in ieinenr ganzen Geschlecht. — So weist die zum Himmel ernporstrebende Flamme des Sabbath- und des Cdanukahlichtes auch uns auf Gott, nrahnt uns. an seiner heiligen Lehre sestzuhalten. Oder gibt eö eine größere Befriedigung für den Menschen. .als wenn er in deni Bewutztsein sterben kan», daß er nicht umsonst gelebt hat, weil er sieht, wie ein heiliger Gedanke, eine heilige Begeisterung'ihn und das kommende Geschlecht erfüllt! Darum zündeil wir ja unfern verklärtet, Lieben alljährlich an ihrenr Sterbetage das Jahrzeitlicht an, darum lehren wir die Kinder religiöse Gedanken, zeige» ihnen jüdische Werte, zünden ihnen das Licht des Sabbath und des EhanukahfesteS an, auf datz Liebe und Anhänglichkeit a» die Religion und an die Eltern ikilen dasselbe bedeute. „Denn eine Leuchte ist das Gebot, die Thora ein Licht" Religion ist heilige Flamme, Religion leb« vor allein Elternliebe, wie eine heilige Flamme mutz' darum diese Liebe hell auflodern, darf nie erlösche»., Wenn wir darum unseres Glaubens heilige Lichter den Kinde« n entzünden, dann begeistern wir sie für alles Hohe und Edle, niahiien sie, Religion und Elternliebe stets zu wahren. — ES gibt Memchen. namentlich Kinder, die sich im Dunkeln fürchten. Allein wer ein gutes Gewissen hat. dem braucht vor der Finsternis nicht zu bangen. Der Fromme hat immer ein Licht bei, sich, das hell brennt, auch wenn es niemand sieht, und dieses Licht ist Gott. Drum jubelt der Sänger des Malknbäcr-PsalmeS: „Gott ist der Ewige, er ist uns Licht!" Aus vergangenen Zeiten Diese beschränkenden Bist der Jahre 1848, 1849 auf. 1848 gab den Juden die Die Aussührungsordnung Volkes vom 20. April Grundrechte völlige Gleichst den Christen hinsichtlich des bürgerlicher Rechte unter zu 184» Von Emil Lehnrann l Schluß) ' Stimmungen hob die Gesetzgebung Das Gesetz vom 17. November bürgerlichen Ehrenrechte. (8 8.) den Grundrechten des Deutschen betont, datz nach 8 16 dieser ellung der sächsischen Juden mit Genusses bürgerlicher und staats- Aufhebung aller entgegenstehenden Bestimmungen ausgesprochen sei: und selbst das Gesetz vom 12. Mai 1851, welches die Grundrechte im übrigen beseitigt, hat »hinsichtlich der Verhältnisse derjenigen Juden, welche sächsische Unterthanen sind, bis zu einer allgemeinen gesetzlichen Regulirung der Verhältnisse derselben" die Gleichstellung aufrechterhalten. / Sie wurde durch das Gesetz vom 3. Dezember 1868, einige Abänderungen der Verfassungsurkunde betr.. zu einem verfassungsmätzigen Grundrecht erhoben, indem (II) 8 33 öc- Verfassung dahin abgeändert wurde: »Der Genutz der vüpgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte ist unabhängig von dem religiösen Glaubensbekenntnis. Den bürgerliche» und staatsbürgerlichen Pflichten darf das religiöse Bekenntnis Die Lese 1 11 ist täglich von?—10 Uhr abends ü. Sonntags v.,1 I — 1 Uhr vorm.

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