Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Religionsgemeinde Dresden
- Volume
- 1 (1925-1926)
- Issue
- 1 (25.5.1925)
- Date
- 1925-05-25
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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.1 Seite 4 Gemeindeblatt der I i r a e l i I i s ck e n R e l i g i o n s g e m e i n d!e Dresden Nr. 1 Gemeindesteuer Die Gemeindeverwaltung hat im April Steuerbescheide für eine Gemeindestcuerabschlußz«rhlung für das .Kalenderjahr 192-1 ausgesandt. Es zeigt fick nun. daß darüber nicht allentbalbcn die gewünschte .silarhcis berrschl. ivic diese Abschlnßznhlung zu berechnen in. ' Mir dem rosafarbenen Zettel, der im Oktober 1924 allen Olemeindemitglicdcrn zugencllt ivurdc. in gebeten nwrde», eine G c in e i n d c ir e » e r v o r a u s z a K l n n g für das .sialcndcr^ jahr^El in Höbe von 19 vom H n » d e r t der -Porauszahlnngen an? die Rcichseinkommcnikcucr für 1924 an die Gemeinde abzufübren. Da damals andre Unterlage» jtirfii z„r Beriügung standen, waren dieBoraiiszablungen auf! die ReichSeinkonnnenilcuer sür' das 1. Piertelsabr 1921 mit 4! zu multiplizieren. - um auf dicic Weise einen Jahressap zu errechnen. In zivei Beispielen am Rande des erwähnten roiasarbenen Oerrels wurde die Art der Berechnung erläutert. In dem Zettel .in weiter bemerkt, daß. auf t^runü der endgültigen Rcichseintdmincnneuer des Sabres lk>24 der Hundertsay der l^emeindciteucr iür 1921 fcitgesctzi werden soll. Nach dem grauen Steuerbescheid vom'März >925 beträgt die 'Abschlußzahlung -für das lkalenderjabr I‘.K*4 5 v. v». der gesamten Borauszahlungen auf die - Reiwseinkeinmcnncucr für das gagze Zlalenderjalir 1924k", hiernach ircllt sieb die . G c m e i n d c n e ti e r iür das J a f: r 1921 ani 15 Prozent-der Boranszgbl."ngen auf die Meichscinkommcn neuer für f92i. - Da der GemcindevLrg'alLiing bis jevl—Porauszahlungeir auf die Reichscinkommenncuer für das^7D;PiertcIjahr 1!>24 von den Steuerbehörden mi/geteilt worden sitzt» und da ierncr ' über die Rcichscin kam inen skruervoranszablun.zen der Feitbeioldeicn im allgemeinen überbaupt keine Nachrichicn vorliegend so richtet die Gcmcindcvcrivaltung an alle lilcmeindciniigliedcr aus diciein^Wcge die Bitte, die gesamten Reichsein- ' konimeniieucrvorauszalUungen ijir das, ganze Jahr 1!»2t zu addieren undiodnnn den Betrag feikzustellen. der sich ergibt, wenn von der Gesamtsuinme ä» Rcichscinkommennener 15Prozent genommen lvcrden. Bon diesem Betrage ist die etwa schon geleistete Gemeindcsteucrzablung abzuzicbcn. Der verbleibende Betrag'.in die noch zu entrichtende Abschlußzahlung »ür 1924- Beispiel: Reichseinkomriensteuervorauszahlung: "Rir Januar . . .. . 100 Mark Februar . . . 120 .. März . . . . 150 ,. "April. . . . 150 ., Mai . . . .. Juni . . . . 150 Juli . . . 160 ,. August . . 160 .. September . . 160 „ Oktober ■ . . 140 ,. November . 140 .. Dezember . . 140' ' 1720 Mark 15°/, davon sind.. . 258 Mark Gezahlt sind auf den rosafarbenen Zettel 10 % öon 109, 120 unb 150 370 'SR. x 4 — 1480 M, in zwei - Raten von je 74 M. — . . . . . 148 Mark ES bleiben somit als Gemeindesteuer^" abschlußzahlung zu entrichten .' , , 110 Mark Diese erste* Rümmer )cs (bcmcindebltzttes bietet der Gcmcindevertvaltur g ivillkommenc Veranlassung, in aller Ocsfentlichkcit einmal auszusprechi n, was bisher nur von Fall zu Fall gesagt Norden kmnte: Di ' pflichtmäßigc iSteucrabführung an die (sicmcinde leßt iin alltiemcinen recht ztz lvünschen übrig. Die Gemeint everivaltutg verschließt si<ih durchetus nicht der beklagenswerten Tatsache, i»aß weite .lkreisg der Gemeinde durch die Zeitvcrhältn sie in wirtschaftliche Nöte! geraten sind. Aber auch dir Gemeinde selbst befindet sich fortgesetzt in größter finanzieller Bed ängnis. Ihre Notlage droht zu einem Dauerzustand zu iverten, wenn nicht jedes Ge ncindcmitglied seine Pflicht gegen die Gemeinte ivillig erfüllt, Die Gemeindeverwaltung ist nich! selten irJ btc peinliche?Notwendigkeit versetzt, die Hilfe des 9 atsvollslreaungsamtcs bei der Einziehung der Diener in Anspitnsizu nehmen, eine Maßnahme. zu der sie sich immer mit» größtem Widerstreben und nur dann entschließt, wenn alle änder t Mittel versagen. Die Gemeint cvcrjr>alti»ig richtet deshalb an alle die Ge meindeniitglicdcij, die mit | i&rer Steuerlcistung für das Jahr Alle.Luxus- und Gebrauchs-Artikel im Jüdische Bücher Abteilung N e ul. Rcldio-Abteilung / Pneumette- ' , ' Kostenlos: Moden-Zeitung / ^inder-Aeitung . - ' . -' 2 malmonatlich f Residenz Kaufhaus m. b. Sfr. I