Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 8 (12.8.1938)
- Date
- 1938-08-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Himt'.tm ' jj '«*- mGmmuto fä r das Gt Met der ) Hansestadt Hamburg ^>y*J£lL„-*s * Das Gemeindeblatt erscheint vierteljährl. einschl. Bestell seil Geschäftsstelle: Hamb Milte Jeden Monats 1 / Anzeigenpreis S urg 36. ABC-Str. 57 Bezugspreis 0.45 RM. Pf. die 8 gesp. mm-Zeile. Fernspr.3407 71 Angemeldet beim Sonderbeauftragten des Reichsn autklarung und Propaganda betr. Überwachung der tätigen luden im deutschen Reichsge linrsters tQr Volksleistig und kulturell >iet Nummer 8 Hamburg, 12. August 193S t4. lahrgang Spenden; anläßlich des 3a T zur A veswechsels nel lösung der Glückwünsche men wir auch in diesem Jahre, wieder entgegen. Wir bitten diese zu c ' 1 zahlen in bar bei r onsverbandes. Harvestehude. den Wohlfahrtsder Kasse des Religionsverbandes, wochentäglich 9 bis 13 Uhr, oder an das Postscheckkonto des' Relig ' Hamburg 499, oder an eines der Konten des Religionsverbandes bei der Dresdner Bank, Depositenkassedem Bankhaüse Simon Hirschland oder dem Bankhause MM Warburg & Co. K. G. Die Ablösungsspenden wenden je nach Bestimmung der Spender wohltätigen Zwecken bzw. anstalten des Religionsverbandes zugeführt. Soweit die Spender über die Verwendung der Ablosungkbeträga nicht selbst bestimmen, wird der Vorstand des Religionsverbandes entscheiden. Besonders erwünscht sind, Spenden für die Jüdische Mittelstandshilfe, Speisung und Heizung im kommenden Winter Die Namen derjenigen, welche ihre Raurch-Haschono-Glückwünsche bei uns ablösen, werden 'wir in dier Haschono erscheinenden Mitteilungen, außerdem in de/ Septembernummer des Gemeind bekanntgeben. Vorstand des Judischen Religionsverbandes Hamburg Der Reichsverband der Juden in Deutschland e b I a t t e s Der Reichsverband der, Juden in Deutschland ist in der Sitzung des Rats bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland am 27. v. M in Berlin geschaffen worden Aeußerer Anlaß zu dieser Umformung der Reichsvertretung war die Notwendigkeit, die Reichsvertretung, den durch das Gesetz vom 28. März 1938 geschaffenen Rechtsgrundlagen für die jüdische Gemeinschaftsarbeit anzupassen. Er bedeutet die seit langem erstrebte einheitliche Zusammenfassung aller organisierten jüdischen Arbeit in Deutschland. Der neue Reichsverband baut sich noch stärker als bisher die Reichsvertretung auf den jüdischen Gemeinden (Kultusvereinigungen) auf. Diese werden Glieder des Reichsverbandes dadurch, daß sie eine entsprechende Bestimmung in ihre Satzung aufnehmen. Die im Reich wohnhaften jüdischen Personen jüdischen Glaubens werden Mitglieder des Reichsverbandes durch die Gemeinde, der . sie angehören, diese nimmt die Rechte der Einzelmitglieder gegenüber dem Reichsverband wahr, ebenso übt der Reichsverband die Rechte, die ihm gegenüber den Mitgliedern zustehen, durch die Gemeinde aus. Die bisherigen Landesverbände der jüdischen Gemeinden fallen als solche fort. Die Aufgaben des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden weiden auf den Reichsverband' übergehen. Von den süddeutschen Landesverbänden werden der Bayerische, der Württembergische und der Badische Landesverband die Aufgaben einer Bezirksorganisation als ausführender Stelle des Reichsverbandes übernemen und diese Stellung in ihrem Namen zum Ausdruck bringen. Soweit erforderlich können andere Bezirksorganisationen bestehen bleiben oder geschaffen werden. Der Reichsverband wird alle Kräfte konzentrieren und die einheitliche Planung und Leitung der Arbeit auf allen Gebieten, auch auf solchen, bei denen die Reichsiln erster Linie jiuständig war, gewähr- Öeichsvertretungf Präsident, Präsidialausschuß und Rat bleitaer. als Organe des Reichsverbandes bestehen; der Präsidia eusschuß wird Vorstand des Reichsverbandes. gung der verichkeit auszu- Vertretung bisher nicht leisten. Die Organe der Die Zusammensetzung Verbandes auf den Großgemeinden übrigen Gemeinden vinzen. Die freien judisch im Rat vertreten. Die Ge gliedern sich über den Reichsverband ein. Wie Gemeinden unmittelbar zusammen des Rats trägt dem Aufbau des Reichsdadurch Rechnung, daß die ihre Vedreter entsenden, die gefaßt nach Ländern und Proen Organisationen bleiben wie bisher neinden der Unabhängigen Orthodoxie Bund gesetzestreuer Gemeinden dem bisher wird e)ne Anzahl von Persönlichkeiten durch Rat und Vorstand unmittelbaf gewählt werden (Virilstimmen), darunter eine Frau auf Grund einer Vorschlagsliste des Jüdischen Frauenbundes. Die bisherigen Mitglieder des Rats bleiben bis Ende 1940 im Amte. Soweit d e Satzung des Reichsverbandes eine Vermehrung der Vertreter der Großgemeinden vorsieht, werden Neubennungen er/olgen. Hieroe sind Mängel in der gleichmäßigen Berucksioht schiedenen jüdischen Richtungen nach Mög gleichen Um die einheitliche Führung des Reichsvorbandes und der größten jüdischen Gemeinde zu cjewährleisler, ist bestimmt, daß 6 Mitglieder des aus höchstens 15 Köpferi bestehenden Vorstandes in Berlin ihren Wohnsitz haben jnd daß 4 davon durch Hauptbeschluß der Jüdischen Gemeinde Berlin vorgeschlagen werden müssen Als Vorstand amtie't-— gleichfalls bis Ende 1940 —» der bisherige Präsidialau isc iuß. Eine Neu besetzung findet auch hier nur insofern statt, als durch Ausscheiden von zwei bisherigen Mitgliedern und Vermehrung der Sitze Plätze frei geWörden sind. Die He reu Dr. M'a y und Dr. Landau wurden neu in den Vorstand gew* hlt fc ' Herausgehoben ist die Stellung des Präsic enten des Reichs . Verbandes. Er wird durch übereinstimmenc en Beschluß von Vorstand und Rat für 3 Jahre gewählt. Er ve tri t den Verband nach außen, führt in Vorstand und Rat den Vors tz ohne Stimmrecht und entscheidet bei Stimmengleichheit. ■- Die Amtszeit des Präsidenten Herrn Rabbiner Dr Baecl jedoch ist unbe; fristet, er hat auch das Recht, die Wahl der Vorstandsmitglieder zu bestätigen. Zu Beginn der Tagung wies Herr Rabbiner [Ir. Baeck die Aufgabe: Zusammenführung der jüdischen Me ischen, einheitliche Planung, Erfassung aller Kräfte, nicht« rla imende Pflichterfüllung, Opferbereitschaft bis zum letzten. Herr Dr. Otto Hirsch zeigte in einen Ueberblick die wesentliche Verschlechterung der Lage der Ju den in Deutschland seit der letzten Ratstagung auf. Trotzdem keine jüdische Organisation in Deutschland auch die österre chischen Juden umfaßt, haben doch die Verhältnisse in Oeste reich eine tiefgehende Rückwirkung auf die Lage der Juc en im Altreich gehabt. Die wirtschaftliche und seelische Nol wird verstärkt durch die Erschwerung der Auswanderung, leid und Sorge bereitet der Gedanke an Palästina, das Land, dem die jüdische Gemeinschaft und jeder einzelne aufs innigst«» Dabei ist besonders schmerzlich, daß in gewisse jüdische Kreise glauben, Terror mit zu müssen, eine im tiefsten Sinne unjüdiscie mutigung gegenüber all dem Schweren empfa ld Dr Hirsch dia verbunden ist letzter Zeit auch ror beantworten Antwor; Als Er~ Te