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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1938-05-13 · 5 (13.5.1938) · p. Seite 9

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
14 (1938)
Issue
5 (13.5.1938)
Date
1938-05-13
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nummer 5 Jüdisches Gemeindebiatt Seite 9 JUDISCHER KULTURBUND HAMBURG E.V. SONDERVERANSTALTUNG Zutritt für Mitglieder des Kulturbundes und für Inhaber von K.-Karten Tempel, Oberstraße 118-126 Dienstak 24. Mai 1938, 20.15 Uhr pünktlich ORGEL-ABEND MIT o R c H ESTER An der .Orgel: 'Hermann Cerini. — Mitwirkende: Georg de Haas, Selma Hurwitz, Leon Kornitzer. WELTLICHE MUSIK Orgelkonzert mit Orchester F-dur von Händel. Werke u. a. von Boellmann, Couperin, Frescobaldi, Rameau. Karten 0,50, 1,—, 1,50 RM. SOMMERVERANSTALTUNG III Jüdisches Gemeinschaftshaus,'20,15 Uhr pünktlich. -'■ OPERETTENABEND RUTH LEHNBERG JULIUS KUTHAN vom Jüdischen Kulturbund Berlin ~ Am Flügel: ERNA FENCHEL 5. Mittwoch 1a Juni a ' _ Donnerstag 2. Juni Abend Abend VORANZEIGE! JUNI SOMMERVERANSTALTUNG DAS EXTEMPORALE LUSTSPIEL IN 3 AKTEN VON HANS STURM UND MORITZ FARBER quartett des Judischen Kulturbunde! Rhein-Main schon in vielen Städten des Reiches mit Erfolg konzertiert haben. Was Josef Hayd'n mit seinem top. 76 Nr. 5 bietet, gehö t zu den Musttjrtypen aller Quartettsetzkunst. An Stelle des .später o iliga't .gewordenen ersten Sonatensatzes steht zwar nur eine Variationartige Paraphrase über eine liebliche. , volkstümliche Gesangsweise; al er in ihrer Verarbeitung wird Hayün in höchster Mcistcischaft d ir Wesensart der einzelnen Instrumente gerecht; bei voller Währung ihres 'Eigcncharakters finden sie sich zu einem organischen Klangkörper zusammen. Nach solcher in sich geschlossenen Einleitung erhebt sich 'in überirdisch schöne langsame Fis'-Dur-Satz mit seinen beruhigenden einfachen Harrrionien und in seinem getragen feicrli :hen Gleichschritt' . bis an die Grenze des in Tönen ausdiückbaren Begriffs innerer seelischer Harmonie. Was darauf folgt, ist formal gesehen konventionell, Menutilt und Rondo, inhaltlich durch und durch klastisch; beispielhaft und. Wie es sich bei Haydn von selbst versteht, kurzweilig, in i parsamer Meisterschaft mit den .bescheidensten musikalischen Moti xn bestritten. — Tschaikowsky s op. 11 D-Dur, das die klassisch; Form nicht vorläßt,, erreicht vornehmlich in den Ecksätzen nicht c ic Gipfelhöhe der klassischen Quartette. Ist nicht so zwingend; als echter Romantiker ist Tschaikowsky auf der Suche nach neuen Klangeffekten.- die er besonders im langsamen Satz gefunden zu haben scheint. Eine schwermütige Weise, in einem einzelnen Motiv sogar an den bekannten Gesang der Wolgatrcidler anklingend, bietet sich im verschleiernden, ge-. dämpften Licht der Sordini; . eine Gegenmeludic reckt, sich -empor, scharf profiliert durch ein immer wiederkehrendes! tropfenartig gezupftes, chromatisches Beglcitmotiv des Cello. Und doch, neben dem Empfinden urtümlich bodenständigen Musizierens wird man den Eindruck nicht los, daQ Tschaikowsky dieses sein Jugendwcrk mit einerkünstlichen effekthaschenden Patina überzogen hat. der gangbaren Salonmusik entlehnt.. Großen Strecken dieses kompositionstechnisch interessanten Werkes fehlt die innere Beziehung zum Leben, ganz im Gegensatz zu Smetanas Quartett, dessen .Untertitel „Aus meinem . Leben'' das ausspneht. was vom'ersten bis zum letzten Tone jedem klar wird, und was in einem der Partitur beigedruckten Vorwort nur noch präzisiert wird. Der tschechische Meister ist geradezu besessen von "'usikbegeisterung, leidenschaftlich liebt er den volkstümlichen Tan; " seinen aufpeitschenden Rhythmen, mit inbrünstiger Glut sing* - ein seliges Lied der Liebe, zu taumelnder Ekstase treiben ihn die dei Motive der heimischen Lieder, bis zu dem Gipfelpunkt, wo ein' rh '.iches Schicksal ihn grausam hinabstößt in. die für einen Mus d^opelt vernichtende Taubheit, in der all sein Musikantentum . i vei sinken droht, und aus der er sich erschütternd und erschüfe.; wieder emporhebt, indem er zurückgreift auf die künstlerischer ideale seiner Jugendzeit, die ihm, dem fast Zermalmten, Kraft zum iVeiterleben spenden. Vier Künstler, die sich für einen Konzertabend drei solch verschiedenartige, anspruchsvolle Werke vornehmen, müssen ihr Handwerk ganz souverän beherrschen, ungeheuren Fleiß aufwenden, wenn sie zu einer in sich geschlossenen Gestaltung gelangen wollen. Wenn an Einzelheiten Ausstellungen gemacht wurden, vermutlich ohne genaueren Einblick in die Partituren — da sei das Cello zu schwach, die erste Violine zu forsch, dort wiederum das Tempo verschleppt gewesen usw. —. so könnte man antworten: Gerade so hat es der Komponist gewollt. Gewiß, trifft eine derartige Zurückweisung gerade bei unserem Streichquartett zu. Denn in diesem Ensemble scheint im großen und .ganzen ein jeder Spieler ernsthaft darauf bedacht zu sein, daß ihm von dem. was ihm innerhalb des Rahmens seines Parts zusteht, nichts geschmälert wird, aber auch, daß er den anderen nicht unbilligcrweise ins Gehege kommt. Wohl riß die führende Hand des energischen Primgeigers Emst Drucker die Mitspieler in Tempo und Rhythmus mit. der innere Schwerpunkt akzentuierenden, ruhig überlegenden i: weise des Bratschisten Theo Hain Partner in dem zweiten Geiger R.- R*a b Grete Hoff. Als Ensemble ist es Ib schaff einen vollen Kunstgenuß zu ver bei der erfreulicherweise nicht klej gerade an Quai tettvercinigungen höchst sind. II. Paul Beitwar /. gab Mitte Mär/, mtli Er war von Kopf b;s Fuß auf Heitel k .■ diese leichte Muse' gerade nicht jüngerefi ,.Ur - (Uhr) - zeltkonzert". Die stimmlic Sänger durch eine brcif .»eratene Conf« italienische Serenade gewann durch di Rhythmik zusammen mit dem romanisch Ausdruck gelang wohl Gl iegs „Joban Lebhaften und wohlverdienten Appl P r o s k a ü er . der Paul Seh w 84 z seinen Soloniunmern; Drbussys" ..Ver ihren leise anhebenden und immer jnj .klängen ein Vineta aus der Märehentie und Rachmanrnoffs ..Preiude",- dettei prachtvoll zur Geltung kam. . aber* lag hautig in dey scharf id überlegten sauberen Spieir; beide hatten Maatflverli npwici und. in der Cetilstin. nfcn allen gelungen, Oer Horcr^ fnitteln; das will etwas, heißet! Zahl kritischer llöietr <l.e Maßstäbe anzulegen gewohnt l)r Jos. Jucnbtcn ■ I holte sich der lähmst Flügel begleitet hatte inkene, Kathedrale".' die chtiger' ansehweitenden I te des Meeres aufsteigen rauschende Akkordwü M ).,l„h ■ Fahrt ins Grenzenlose (Outuard September 1923 wurde ..Outward lioi ■ aufgeführt und rhehr als achthundet tmal beispiellose Erfolg blieb dein Stucke i Eine Fahrt zur Unterwelt, auf einem m Bar. wo es umsonst .Whisky gibt, der s nimmt, wo alles in banger Erwartung 4 Strafe zu verteilen hat. wahilich ein sen: und ein erregender für die gläubigere Bestürzt oder interessiert, wir muwfi Gestalten, die . trinken und rauchen, st mehr am Leben sind. Wir sehen die dl phantastischen Einfalls, der die Seele{n Wahrheiten aussprechen läßt und Anlaß gibt. Dann w;teder lälit uns die Erdr Dialogen, die wirkungsvoll Vorderhaus gestellte. Eingebildete und Dcmütme der Schluß würde eine unerwartete, aber Ufn so entwaffnender wirkt die Nai\ Akt unsere hochgespannten Erwartung" den Richter über Gut und Böse vollko erdhaft, mit leisem Humor, doch allzu blasphemisch. Shaw hat in seiner im und Brüskierang verbindend, in dei ähnliches gewagt, aber er erzählt wovon man sich kein Abbild machen Unbekümmertheit, zeichnet V a n e das des Hier, mit Villen. Dienstboten. Eh wird .dadurch das Grauen abgeschw Tiefe.' die die Einleitung versprach. Eir den Ernst spaßig, den Spaß traurig zu banal nimmt und hinter dem Banalen rere Liederr und Arn n I it eingestellt. Allen Dalums, es war vielmel l* Indisposition verwchl ronce wettzumachen —. temperamentvolle Glut en Wohllaut dei Sprach isnacht'* am besten. l.u'z- , mit loujidl von sultull Vahr qd" in London zum .vi hintereinander gegeben. Dieser Amerika und in Pens fieu..— rnen Ozeandampfer mit. einei teward nur unwillig Trinkgeld Prüfers harrt, der; Lohn und ationelleV Stoff-für die Pariser« mgelsachsische Welt, erkennen, daß dieseblutvollen fiten' und scherzen.' gar nicht amatische Fruchtbarkeit dieses hüllenlos macht.- ungesagte zu eingehendster Selhstprufwng ihe und der Humor in ■ den jnd Hinterhaus. Che* und Anneinanilerstellrn. leise hoffen, natürliche Aufklärung bringen, ität. mit der V a n e im dritten abspeist. — K o b I •■ r spielte im Sinne des Autors: ganz schlich für unser Gefühl, fast ahmlichen Art.' Tiefe. Ironie der Ueberraschungen" etwas r. läßt fins nicht selbst sehen. ani> noch soll. Mit kindlicher en'seits als genaues Spiegelbild nnern und Golfspiet. Wohl . aber da*- Stück verliert s*n Zwitter entsteht, in. dem man nehmen geneigt ist, das Tiefe ' Tiefe sucht. gci:c gc 1 m me men: n ich .Insel dma acht FÜR IHRE AUSWANDERUNG Transporte leaer «rt nien auen Teilen der weit. 6eplckDetorderung. Lagerung, Verpackung. Versicherung. Brasch & Rothenstein INHABER HARRY W. HAMACHER HAMBURG 11/ RöDINGSMARKT 69/Fernsprecher361841

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