Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 5 (13.5.1938)
- Date
- 1938-05-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 5 Jüdisches G e m e i n d e b 1 a 11 Personalien u. Kleine Mitteilungen Dem Gedächtnis von Professor William Stern Die Verdienste, die sich der Ende März d. J. in Durhum. USA., verstorbene William Stern um die Wissenschaft durcn seine grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiete der experimentellen Psychologie, deren Mitbegründer er ist, erworben hat, sichern ihm ein dauerndes Gedenken. Nur ein Mann seines eigenen Arbeitsgebietes kann sie. erschöpfend umreißen und würdigen. , Bei William Stern waren die besonderen Fähigkeiten des Wissenschaftlers mit denen des vorbildlichen Lehrers in selten hohem Maße vereint. Jeder, der das Glück hatte, seine Vorlesungen zu hören, empfand wohltuend die geschickte Art, wie er zum Verständnis auch ,der schwersten Probleme heranführte. Wer je an seinen Arbeitsgemeinschaften teilnahm, wird ihm immer in dankbarer Erinnerung verbunden bleiben, für die geniale und pädagogische Leistung, den Lernenden in einen Mitarbeiter zu wandeln. Unsere Gemeinschaft, die die großen Kulturgüter unseres Volkes der kommenden Generation zu übermitteln hat, ist ihm zu besonderem Dank verpflichtet. All seine Arbeiten zur Erforschung der Psyche der Kinder und des Jugendlichen trugen dazu bei, die Elternhaus und Schule gestellte Aufgabe der Erziehung zu ermöglichen. Um Sterns Lcbensleistung zu verdeutlichen, erinnern wir nur an Sprangers Begriffsbestimmung: Ei/.icluiim ist also der von cinei gebenden Liebe zu der Seele des anderen uetraucne Wille, ihre totale Wertemplannlichkeit und WcrtucstalHingsfahiiikcii von innen heraus zu . entfalten. Lebensform S. 338. Ohne Kenntnis und Einfühlung in das Erhplinden der Jugend und in ihre, gestaltenden Fähigkeiten bleibt alle Unterweisung mechanisch. Sterns der Voraussetzungen, an die erzieherische Aufgabe, die uns das Judentum stellt, gehen. Trauerfeier, bei der und Rabbiner E. Worten würdigten rein wissenschaftliche Arbeiten bilden eine der Hoffnung auf einigen Erfolg heranzu- B.S.J. ■k Schw»stcr Grete Diamant gestorben Am 22. v M. verstarb die seit mehreren Jahren im Krankenhause des Religion iverbandes tätige Krankenschwester Grete Diamant, die Tochter des vor mehreren Jahren verstorbenen Klausners Wolff D amant. Zu ihren Ehren veranstaltete die Verwaltung der Synagoge des Krankenhauses am 3. d. M. eine die Herren Oberrabbiner Dr. Carlebac h Juckcsz ihr Gedächtnis in herzlichen Berufungen in das Repräsentanten-Kollegium des Religionsverbandes Anstelle der aus dem Repräsentanten-Kollegium des Religionsverbandcs, ausgeschiedenen Herren S. Horowitx und J; Pohoryles sind die Herren Dr. K Freundlich und Ludwig Loewcnthat in -das Kollegium berufen worden. Wahl in den Vorstand der Beerdigungsbrüdrrs. halt des Religionsverbandcs Die Vertrauenskbmmiss'ion der Beerdigungsbrudcischait hat am 8. d. M. Herrn Paul Möller in den Vorstand der *»^gpcrdigungsbrinlerschalt gewählt Aus dem Haniburgischen Deutsch-Israelitischen Waisen - Institut Infolge des Ausscheidens mehrerer, Mitglieder hat der Verwaltungsausschuß des Waisen-Instituts eine'Anzahl von Neuwahlen vorgenommen. Der Vorstand des Instituts besteht jetzt aus den Herren Max M. ,W a r b u r g . Vorsitzender. Carl E 11 e r n , Ernst K a 1 1 m e s . Emil B a d.r i a n und Eduard Mathiason. der Verwaltungsausschuß aus den Herren Dr. Bernhard Blcichröder. Alexander F e 1 d b e r g . Julius Flaschner. Moritz Frank. Emil O. Grünebaum. Rudolf Hirschfeld. Nathan Jusler und Max Krönh e i ni e r. I i. *' .-<. [ Berufung nach Breslau Herr Martin Norden ist zum Direktor der Israelitischen Waisenverpflegungsanstalt in Breslau gewählt worden und tritt sein Amt am 15. n. M. an. Ute HrtsUUidsUMfe wirft Sammlungen der jüdischen Notstandshilfe n den acht Monatpn von is geschieht. Während im. ganzen Reich die Beitragskarte für „Hilfe und Aufbau)- das ganze Jahr"hinjdurch ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, wird in Hamburg diese Aktion, die mit der Werbung der vereinigt worden ist. ausschließlich Oktober bis Mai durchgeführt. EL. Sammlern wie Besammelten in der Sommerzeit eine Atel zu belassen, hat aber zugleich als inriire Voraussetzung, d; Ergebnis als Ganzes durch diese IJJnterbrechung nicht sihlechtert wird y Noch immer wird die Notwendigkeit der Notstandshilfe, die ihre Mittel allen wichtigen sozialen Arbeitsgebieten unsere-! Gemeinschaft zuwendet, in vielen K Das mag zum großen Teil daran 1 distische Schlagkraft nach außen etwa die der Jüdischen Winterhilfe. Fürsorge und Existenzerhaltun Wanderung können aber ohne die ergänzenden 'Zuwend der Notstandshilfe des Jüdischen R ausreichendem Maße durchgefühlt \\ gäbe der Notstandshilfe," und es mud daß nur durch die äußerste Pflichte Vcrantwot Hing auf sich füUun'g des einzelnen und durch seinen unermüdlich bekundeteti Opfciwillcn die jüdisch.- Sozialaufgabe «unserer Tage geleistet weiden k;frrn. Wfcr. in dieser Zeit versagt, hat schwerste geladen. Sagt deshalb nicht: Schon-wieder " eine Sammlung wieder ein Opfer. Bedenkt, daß ur.sci trauen. Menschen voll Sorgen sind. Lasten zu tragen haben und'die doejh trotz allem noch Sonderlast des Wer.bens, des treppauf-, Tn-ppab- Willig auf sich genommen haben Hausfrauen, sondett auch noch int Hausblocksammlung von Eurem Wi schafts'teute und Berufstätigen, die I ir monatliche- Spendi zten Sarnmelmon.it ch einmalige Spende zeichnet habt, crlüllt auch im lejt Zusage. Und Ihr. die Ihr Euch dur teiligt habt, ergänzt sie durch.ein abschließende.* Opfet erneuter Aufruf, zur Mithilfe ist nfitig geworden! weil Sammelergc'bnis durch die vielen wirtschaftliche Not sich verschleclpeit hat. Deshalb unsere Bitte: Laßt in Kuren) Opfer nicht Seite 7 ß1 lauen St|yoh1 PT'äu'-e ß das vereisen nicht richtig/erfaßt egeny daß ihre propjgann nicht so groß u Umschichtung und ligionsverbandes nie erden. Hier liegt die jedem von unsklai e Sammler die gleich .hon eplagtc Ha'iis- Kuch -scjrwent! *»- diese ftfetf- M.h Eure Spende fii die ■ tschaftsgeld ab. Irn Get* Auswanderungen ttn i <iun.ii Ii ii 11*1 spendet im Mai als Abschluß unserer Sammlung eine doppelte monatliche und Ii :ier Spende! Denkt auch im Sommer an unser Werl werbet dalür. wo immer sich Gelegenheit bietet! Auswanderer beteilige sich Müll Abschied nochmals lurrh Werk der Gemeinschaft, die er ver seine Spende lassen muß! Tu .Deine Pflicht liir die Bankkonten: M. M. War bürg «X C (Reichsbank). Dresdner Bank. D -K. '* konto: Hamburg iidisehe Notstand^ hil o.. Simon H i r > c- Harvestehude. Poi>tsi u- Isis 893 KO. Geburtstag von Frau Else Plaut Aus Kreisen' des Waisen-Instituts erfahret) wir. da Gattin des Leiters des Waisen-Insti :uts! Frau'Else Plan Fränkel. am 16. d.M. ihr.60. Lebensjahr vollendet. Alle, dij.- Gelegenheit haben, einen Einblick in das Leben des, W^iisery Instituts zu tun. wissen, in welch verständnisvoller Weist) Frau- Plaut ihrem Gatten zur Seite ,steht, wie sie auch schon an Ott seiner früheren Tätigkeit, in ihrem Geburtsort- S 0 hr a u . plx Schlesien, als Mitglied des Jüdischen und des Vaterlandi Frauenvereins, insbesondere während des Krieqcs, eine i soziale Tätigkeit entfaltet hat. Den Wünschen, die cid ,1uh)\< in diesen Tagen zufeil werden, schließt das Gerrcindebla' von Her/.eh an. '' * '. " i I lojähriges Jubiläum des Israelitischen Kamilienblaftfl» Das Israelitische Familienblatt, (las in Hamburg beg: ün : '- wurde und mit Hamburg Seit langen eng. verbur den 'ist. könnt im vergangenen Monat auf sein 4C jähriges Bestehen zurückblicken, und beging dieses Jubiläum dutch Herausgabe Jubiläumsnummer, die den meisten Lesern des GVrheindebpättc AUsingen ht in ' Aüf- SC f IV. n g$ F.yiv T tjl- Jnpei im ci iimg\ sicherlich bekannt geworden ist und ein erschöpfendes von der Bedeutung der jüdischen Presse in Deutschland gab. eh deren hervorrageneisten Vertretern das Familienblatt gihöt Bil Sueudet Mt Jmsete Hikdetethotökos&ksem Gütige S p e iden erbeten am Jüdischer Religionsverband Hamburg M. M. Warburg & C Postscheckkonto: Hamburg 499 mit dem Zusatz für 1 o. / Sim Cindervi c » w n Hirsch rschick land un g .