Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 5 (13.5.1938)
- Date
- 1938-05-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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rwy 3 jthfM- ■ 1 Jüdisches Gemeindelnatt /»jdas Gebiet der Hansestadt HamburgM Das Gemeindeblatt erscheint Mitte jeden Monats j» Bezugspreis 0.45 RM. viertelifihrl.einschl. Bestellseid / Anzeigenpreis 9 Pf.die 8gesp. mm-Zeile. Geschalfsstelle: Hamburg 36. ABC-Str. 57. Femspr. 3407 71 Angemeldet beim Sonderbeauftragten des Reichsministers tüi Volksaulklarung und Propaganda betr. Überwachung der geistig und kulturell tätigen luden inji deutschen Reichsgebiet Nummer 5 Hamburg, 13. Mai 193» 14. lahrgang Bekanntmachung betr. die Vorauszahlung auf die Beiträge für den Jüdischen Religionsverband am 10. Juni, 10. September, 10. Dezember 1938, 10. März 1939 usw. Nach Erlaßj des Gesetzes über das Rechtsverhältnis der jüdischen Kultusvereiinigungen vom 28 Marz 1938 erfolgt mit Wirkung vorn 1. Januar 1938 ab die Veranlagung und Einziehung der Beitrage für den Judischen Religionsverbänd Hamburg nicht mehr durch die Finanzämter, sondern unmittelbar durch den Vorstand des Jüdischen Religionsverbandes Hamburg. Steuerzahlungen für die Zeit bis zum 31. Dezember 1 937 sowie die am 10 Marz fällig gewordene erste Vorauszahlungsrate für das Kalenderjahr 1938 werden noch von den Finanzämtern erhoben urd sind ao diese abzuführen i Die weiteren Vorauszahlungen für das Jahr 1938 und der endgültige Beitrag für das Jahr 1938 sind ari den Jüdischen '' Religionsverbänd Hamburg unmittelbar zu entrichten. Gemäß de' für das Jahr 1938. erlassenen Steuerora nung des Judischen Religionsverbandes Hamburg werden tur das Kalenderjahr 1938 24 v. H. der Reichseinkommensteuer bzw. Lohnsteuer oder, falls dieser Betrag hoher sein sollte. 35 v. H. der Reichsvermögensteuer erhoben. Die endgültige Festsetzung des Beit agesi den der einzelne Zahlungspflichtige auf Gi(und dieser Bestimmung zu entrichten hat, wird erst im nächsten Jahre erfolgen, wenn die Einkommensteuer bzw. Verrrjögensteuer für das Jahr 1938 veranlagt worden ist. Bis dahin sind - - ebenso wie in den Vorjahren — Vorauszahlungen! nach der letzten endgültig festgestellten Reichssteuer zu leisten. In der Regel der Fälle werden die nächsten Vorauszahlungen auf Grundlage der Sleuerbescheide für 1936 zu leisten >ein mögensteuerpfliähtige jedoch den endgültigen Steuerbescheid für 1937 erhalten h< ben Grundlage der Steuerbescheide für 1937 zu entrichten. Da voraussichtlich noch etwas Zeit darüber vergehen wird, bis dem Vorstanc deAJüdischen Religion'sv«-rbandes Hamburg das für] das Jahr 1937 festgesetzte Steuersoll der einzelnen zahlungsverpflicjhteJrcn Juden Hamburgs zugehf, muii der Vorstand die meisten Vorauszahlungen nach dem Steuerscll für 1936 anfordern, Erbittet jedoch die;"f»i ,_,n Zahlungspflichtigen, bei denen die Einkommen- bzw. Vermögens! euer für 1937 wesentlich abweichend von derjenigen-de** Jahres 1936 festgesetzt ist, unter Vorlage des Steuerbescheides für 1937 ihm Mitteilung zu machen, damit die Vorauszahlungen entsprechend geändert werden können. Entgegen der Regelung bei der Einkommensteuer wird der Vorstand des Jüdischen Religionsverbandes HamDurg bei der Bemessung des Beitrages an den Jüdischen Religionsverband auch für 1937 die früher übliche Kinderermäßigung in Ansatz bringefi. Soweit dies aus Versehen unterlassen sein sollte, wird um Mitteilung gebeten - Der Vorstand des Jüdischen Religionsverbandes Hamburg Soweit Einkommen- bzw Versind die Vorauszahlungen auf i Oberrabbiner Dr. J. Carlebach Fi IE ..Bewahren sollt ihr diese Sache als feste, unbegreifliche Satzung für dich jund für deine Kinder bis in Ewigkeit... Und es wird seinj wenn zu euch eure Sohne sprechen; WM *;3ll euch diese Zeremonie? Dann sollt ihr bekennen: ein Uebeischreitungsopfer ist es dem Ewigen, der die Häuser dei Kinder Israels in Aegypten überschritten hat, als er Aegypten schlug und unsere! Häuser rettete. Da (verneigte sich da:; Volk und bückte sich. 2 Mos. 12; 24—27. Dazu bemerkt (die Mcchilta: Eine Unglückspost ward damals verkündet, dall eins! die Tora in Israel vergessen werden würde. Andere aber sagen: nem. eine Glückspost ward dem Volke Israel zuteil. daü es in allen Zeiten [Kinder und Kindeskinder haben werde. R. Jose der Galiläcr sagte: Dies Bekenntnis von der Rettung des Volkes zeigt, daß so lange noch die Vernichtung über Israel-schwebte, bis der letzte in Israel sein Pcßachopfer dargebracht hatte. 1 t - ' zur Feier des 70jährigen Bestehens des oynagogen-Verbandes Harr.buru am zweiten Tage Peßach 5698 (17. April 1938 In dieser Stiidt war die Gründung des Synagogen-Verbandes die große Sicherung der Gesetze: treuen gegen die andrängender. Wellen der Zeitströmung. Die Rückschau in die damaligen Schlachten des Geistes ist für Ulis heute um so bedeutsamer, äl inzwischen aul der Uhr der Geschichte der Zeiger eine Stünde vorgerückt ist und v ir erneut an einer Zeitenwende stehen, die ein anderes Gesicht , Fragestellung vor. damals wird unter eine neue, ins Her/, sehne wieder um rügt als die rbr 70 im Schlaghehl der dende Aktualität g'e Herzworte aller" Kultur, wären damals zu berückenden Schlagwörtern der Stunde geworden. Der Ruf nach?• ciheii erfüllte die Gemüter; Freihe-jt der Gewissen. Recht au; Indivi- Ve •nunfl alsi-ihe-i der Gewissen. Ree ii oji menschlicl FragT-n — das waren die Lo Hochgeehrte Festversammlung! Ehrwürdige und geehrt) Gäste! Löbliche Vertreter Unserer Verwaltung! Der geschichtlichen Erinnerung an die vor 7(1 Jahren erfolgte Gründung des Synagogen-Verbandes soll der Ausklang unseres heutigen Festgottesdienstes als Dank und Feier gewidmet sein. Damit wird eine große Zeit, des Kärnpfens und Ringens vor unserer Seele Gl undfragen des .Judentums Problem historische Zeitenwende, die' Epoche der Aufklärung, die Uiiveränderüchkcit unserer Tora"esetze und die Gültigkeit der Umherlieferung in den Zweifel der Xagesder hellsehenden Geistessirömunge'i in den Strudel Gewaltige Ideen strahlten damals meteorgleich am' ' loderten. Jn . .welcher die er mcinung. hineinriß. Horizont der Menschheit Scheine den Glanz der Tfora zu verschalten dualität. Alleingültigkeit höchster Instanz in allcfi unter denen man kämpfte. Berauschend wirkten göttlichen- Feuer durchglühten , Klänge, die vom 19. Jahrhunderts an ihren Siegeslauf durch die Welt nahmen, in Ohr und Herz der sich emanzipierenden Judenheit Gerade weil ein messianischcr Odem diese •Forderungen durchpulste, gerade deshalb blieb die Zurückhaltung und.«.- geschichtliche Skepsis der Geselzestreuen so unvers' ungs wörte 4je-;c vom Herrin des JOropäischei ade deshalb konnte sich der Kjimpt der feindlichen indischen Lager so zuspitzen, d: und keine Verständigung zwisi Die Gemeinde in Hamburg mden. geßrüder :rh ß es scheinbar .kc'Jieh Au, .K u h, hen ihnen geben durfte. . war diejenige jüd sei gerne ivn.iiiviii.iv i»i .»»»»•»...,«*> ..... —---jntte, in we'eher die Flammen des Ki.rnpfcs zösrsl auf,und drohten mit ihrem blendenden . zw ischchv den Moderner. unrf/.U-n Traditmrislrene sclux'iblicher Leidenschaft die Herzen uuseinunoei r»6ttesd(en*t licht ahreit. Die Gegen wari tickt. Trcrrtn mit unl nli. l'm