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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1938-03-11 · 3 (11.3.1938) · p. Seite 5

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
14 (1938)
Issue
3 (11.3.1938)
Date
1938-03-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nummer 3 Jüdisches Gemeindeblatt -r—V- . S«ite 5 Bildungsausschuß des Jüdischen Religionsverbandes Hamburg Wegen Erkrankung des Vortragenden zu einem Zeitpunkt, der noch bekanntgegeben wird Die Kairten gehalten Ihre Gültigkeit Kulturabende des Jüdischen Religionsverbandes im Theatersaale des Gemeinschaftshauses, Hartungstraße 11 Montag, 4 April, 20 30Uhi Herr Dr M. Spitzer vom Schocke Herr Henry Chats«!: Fragen der Auswanderung punktlich Verlag-Berlin: Kulturprobleme des jüdischen Buches Zutritt nur für Mitglieder des Religionsverbandes und nur gegen Eintrittskarten, die kostenlos im 'Verwaltungsgebäude Rothenbaumchaussee 38 abgegeben werden. Schriftlichen Bestellungen sind 0,15 RM für Porto und Schreibgebuhren beizufügen Versammlung des Jüdisch-liberalen Gemeindevereins Am 17. v. M. fand im Gabriel-Riesser-Saal eine Versammlung des Jüdisch-liberalen Gemeindevereins statt. In seinen einleitenden Worten beleuchtete der Vorsitzende Herr Dr. E i c h - holz kurz die Bedeutung des Vereins als Pflegestätte jüdischfortschrittlicher Gesinnung und Betätigung. Er schlug dann einige durch die Zditverhältnisse notwendig gewördenen Satzungsänderungen vor, die einstimmig angenommen wurden. Hierauf hielt Herr Dr. Paul Tentler einen Vortrag über das Thema: „152 1. E;in Rückblick auf jüdische Ereignisse im Welt)gesc^iehen." An einem Cha'riukkaabend des Jahres 1521, so begann er, hielten drei aus ihrer Heimat nach Hamburg verschlagenen sefardische Marranen am Rödingsmarkt Zwiesprache über allgemeine und über jüdische Geschehnisse in der Welt.') In sehr geschickter Weise knüpfte der Redner in seinen weiteren Ausführungen immer wieder an die Jahreszahl 1521 an, wobei er zum Teil Tatsachen vortrug, von denen unsere jüdischen Geschichtswerke nichts berichten. Auf dem Reichstage in Worms (April 1521) erwirkte ,Josel von Rosheim, der verdienstvolle Sachwalter-oder, wii et sich mit Vorliebe nannte, „Befehlshaber" der deutschen Juden, ein für die Juden günstiges Edikt, Eben dort in Worms meldeten sich zwei Juden bei Luther zu einem Religionsgesprfich an, über dessen Inhalt freilich nichts bekannt geworden iit. Ten"crs Behauptung, dieses Gespräch habe ein milderes Urteil ■ Luthers über die Juden zur Folge gehabt, darf sich atjf seihe 1523 erschienene Schrift berufen- „Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei.'" Um so härter und ungerechter hat sich Luther dann allerdings-in späteren Schriften über die Juden ausgelassen. 1521 schrieb der bedeutende Humanist und der mutige Verteidiger des jüdischen Schrifttums Johann Reuchlin einen in klassischem Hebräisch abgefaßten Brief an Jakob Loa n s. Die Tatsache, daß 1521 Corte z'Mexiko eroberte, womit die Entdeckung Amerikas beendet war, gab Dr. Tentler Veranlassung, auf den Anteil der Juden an den Entdeckungsfahrten hinzuweisen, worüber 1892 gelegentlich der Vierhundertjahrfeier der'Großtat des Columbus ein ganzes Buch erschienen ist. Bekannt ist u. a., welch guten Dienste die astronomischen Tafeln des Abraham Z a c u t o dem Columbus und dem Vasco de Glamja geleistet haben. Diese und nocli manche andere Daten führte der Redner vor, an Hand von Dokumenten, die ihm aus seinen emsigen Forschungen zur Verfügung stehen. Es vtflir aber keine nüchterne Aneinanderreihung von Zahlen und liaiSHchen, sondern eine ungemein reizvo le Schilderung geschichtlicher Ereignisse, so daß man mit gespanntester Aufmerksamkeit lauschte. Nicht vielen ist die Gabe verliehen, einen streng wissenschaftlichen Stoff in eine gemeinverständliche Sprache zu kleiden, Herr Dr. Tentler besitzt sie in hohem Maße; die stattliche Zuhörerschaft zollte ihm reichen Dank. no. ') Dieses Zusammensein kann unmöglich im Oktober stattgefunden haben. Denn selbst nach Jdem damals noch Reitenden Julianisehen Kalender konnte Chanujkka allerfrühestens um die Mitte des November beginnen. Jüdisch-kulturelle Renaissance — <in> Hebräische Lniversität Jerusalem ach Ueber das vorstehende Thema spr ladung des Arbeitskrelses der Hebräifcc salem, des. Bildungsausschusses des Franz-Rosenzweig-Gedächtnis-Stiftung Akademischen Klubs Herr Amtgeric Köln. Der Redner schilderle in anscl fassenden wissenschaftlichen Aufgabe^ scherv Gemeinwesen in Palästina gestel der Hebräischen Universität und den ih schaftlichen Institutionen obliegt. Eind hier der Judenheit zum ersten Male di am 2.. d. M. auf Einhen Universität Jetu- Religionsverbandes, der und des Zionistischat i. R. Ott» May-' ulicher Weise die umdie dem neuen jüdisind und deren Losung r angegliederten wissen- -inglieh legte er dar. dal! Möglichkeit gegeben ist htsi i-ha Berichtigung In ,der Dezember-Nummer des GeVneindeblattcs heim es in einem B«*- richt über einer. Vortrag von Frau Hannah K a 'r min 9 k i - Berlin, dal! durch die Berlmei Sprechstunde des Jüdischen'' Frauenbundes täglich ISO Menschen gehen! denen 6 Beraterinnen zur 'Verfügung stehen. Fi au Karminski legt Werl auf die Feststellung, daß sich diese Mitteilung nicht auf den Jüdischer. Frauenbund, sondern auf dje Beratungsstelle de.-» II i 1 f s v e r e i n s in Berlin tiezieht. zur Vollbringung vonwissenschafthehen Leistungen, die geistige Leistungen des jüdischen Volkes bleiben! werden, wahrend das bisher von Juden Geleistete als wissenschuftliche Leistung ihrer Wohnländer gegolten ■ habe und weiterhin gelten werde, Oer- Redner bezeichnete es als die Pflicht der Juden aller Landet an der von ihm umrissenen geistig-WissonschaflliLhcn Aufgabe mitzuwirken, sei es durch Bereitstellung von Mitteln, sei es durch die Förderung der der Hebräischen Universität angegliederten Bibliothek, sei es endlich durch die Förderung ihrer wissenschaftlichen Institute. — Vor L Beginn des Vortraue.-, widmete Herr Dr. Loewen borg dem .in den Morgenstunden des' Tages heimgegangenen Herrn Hermarirti P-h i 1 i p p einen ergreifenden Nachruf, in dem er die BedeutuiVe/des Verstorbenen'!- für das geistig-jüdische Leben der Hamburger Juden treffend umriß Die Anwesenden ehrten in tiefer Bewegungsden Toten durch ErheberY von"den Sitzen Aus <deu Otyautiatiaueu Aec jüdcu am deutscütaud Fortbildungstagung für Lehrkräfte des Liielischen in Lehnitz Die Schulabteilung der Reichsvertretung beabsichtigt, vom 3.—13. April für eine begrenzte Teilnehm^rzahl eine Fortbildungstagung für Lehrkräfte des Englischen in Lehnitz stattfinden zu lassen. Geplant sind Uebungen'in Phonetik. Phraseologie und Stilistik mit schriftlichen Uebungen, Vorträge über englisches' und amerikanisches Leben. Vorlesungen durch englische Lektoren und tägliche Konversationsstunden, an die sich auch Referate der Teilnehmer anschließen sollen. Kosten für Unterkunft. Verpflegung und Kurs: 4 RM. täglich. Meldungen von Lehrkräften, die an jüdischen Schulen englischen Unterricht erteilen, an die Reichsvertretimu, Schulabteilung, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158. SILBERSTEIN O Co. H......iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii miiiitiiiiiiHiiainiiiimiiiiiiiiiiiiii.....iiiiiiiiiitiiiiiiiiiiii.......iiiiitiiiiitiniiiiiiiiitiiiiiiiHiitiiiiiiii.....iiiiiiiiiiinimiiimioiiimiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiMiiiiimiiiuMiiii MÖBELTRANSPORT HA, REPRÄSENTANT: Dr. Ewald Kersten IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIMMIMIII'lllllllllllllimilllllllllllllMIIIIIIIIIII.IIIIIIIII Frei Haus-Lieferungen von Umzugsgut nach allen Plätzen der Welt Gepäcktransporte Lagerung, Versicherung BURG Mönckebergstraße 9 Tel. 32 35 50

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