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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1938-02-11 · 2 (11.2.1938) · p. Seite 7

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
14 (1938)
Issue
2 (11.2.1938)
Date
1938-02-11
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nummer 2 Jüdisches Gemeinde Ii Iatt Seite 7 JUDISCHER KULTURBUND HAMBURG E.V. HARTUNGSTRASSE 9 —>1 F. 44 54 48. Montag bis Freitag 9-16 Uhr. Bankkonto: M. M. Warburg & Co. Postscheckkonto: Hamburg 440 67 Wir bitten unsere Mitglieder um rechtzeitige Zahlung der Mitgliedsbeiträge bis zum 6. des Monats * Von den Mitgliedern, die bis zum 6. eines Monats ihren Mitgliedsbeitrag nicht gezahlt haben, nehmen wir an, daß sie mit Abholung der Beiträge zuzüglich der Inkpssögebühr von 0.25 RM einverstanden sind Telefonische Vorbestellung von Eintrittskarten nehmen wir nicht mehr entgegen. Unsere Eintrittskarten sind im Februar erhältlich: 1. in der Geschäftsstelle, Hartungstr. 9-11, Montag bis Freitag 9-16 Uhr. 2. in den Zahlstellen: a) Jüdischer Buchvertrieb, Eva von der Dunk, Hallerstr. 76b) Alex Loewenberg, Bleichenbrücke 10, 9-14, 16-19 Uhr Die Inhaber fester Plätze, die ihre . Eintrittskarten weiter im Stadtzentrum zu erheben wünschen, ersuchen wir um Mitteilung. Wir werden dann die Karten unserer neuen Zahlstelle Alex Loewenberg, Bleichenbrücke 10, zuleiten.; =j Wir bitten dringend, Privatautos nicht in der Hartungstraße zu parken! ' . ■—— GROSSE VERANSTALTUNG Jedes Jüdisches Gerne M i I g I i e, d hat Zutritt inschaftshaus, 20,15 Uhr p'ünktlich Ein Glas Wasser Komödie in fünf Akten von E. Scribe I Regier H a n s B u x ba » m Bühnenbild: Heinz Condell — Kostüme: Käte Friedheim Technische Leitung: Harry Blumenthal Mitwirken de : Die Damen Jenny Bernstein-Schaffer (voni Jüdischen Kulturbund Berlin), Ursula Lieblich, Ruth Manheirrrer (Reimer). Die Herren Hans Heinz Friedeberg, Fritz Melchior, Kurt Schindler, Max Wächter. 1. Abend Mittwodi, 23. Februar 5. Abend Montag, 28« Februar 2. Abend Donnerstag. 2^1« Februar 6. Abend V , Dienstag,!• Marz 3. Abend Sonnabend, 26« Februar 7. Abend Mittwoch, 2« Min 4. Abend Sonntag 27» Februar 8. Abend Donnerstag, 3« März Die Inhaber fester Plätze wollen bitte die Nummer ihres Theater-Abends beachten und ihre Eintrittskarten bis 3 Tage vor der betreffenden Aufführung abholen. KLEINE VERANSTALTUNG —^_ Jedes Mitglied hol Zutritt Jüdisches Gemeinschaft'sfiaus. 20,15 Uhr pünktlich — KONZERT TEMPELCHOR . Musikalische Leiturjg: Georg de Haas Am Flügel: Hermann Cerin'i RUTH KISCH-ARNDT, Alt ERWIN PALM, Klavier ANNIE STEIGER-BETZAK, Violine Dr. JACOB SAKOM, Cello a) Chorgesiinge von Henle, Kornitzer, Lewandowski, Mendelssohn, Rossi, Schubert. b) Lieder, von Engel, Fromm, Nadel, Schubert. c) Werke für Violine und Klavier von Schalit. d) Klavier-Trio von Mendelssohn (od. 49 d-moll). Klavier-Trio von Dvorak (op. 50 Dumky-Trio). 1.—3. Abend: a, c d; 4.—7. Abend: b, d. e. e) 1. Abend Sonntag, 13« Februar 4. Abend Sonntag, Marz 2. Abend Montag, 14» Februar 5. Abend bitllStag, 8« M:tr/ 3. Abend Mittwoch, lö« Februar 6. Abend 'Mittwodi, 9. It-ir/ 7. Abend Donnerstag, 10» Mar/ - Die Inhaber fester Plätze wollen bitte die Nummer ihres Theater-Abends beachten und ihre Eintrittskarten bis 3 Taue vor der betreffenden Aufführung abholen. Delila von,Franz Molnar Die Gestaltung des Spielplans läßt Wünsche offen. „Amcha" war ein Treffer, wenn auch keine Entdeckung, da Ja der Berliner Kulturbund die, Vorlage geliefert hat, ..Romeo und Julie" ein Versuch mit nicht ganz tauglichen Mitteln. Den Rest machen die Unterhaltungsstücke ungarischer Autoren, deren künstlerischer Wert nicht strittig ist Wo bleiben die im deutschen Kulturkreise lebenden oder verstorbenen jüdischen Dramatiker, die zu pflegen eine der wichtigsten Aufgaben des jüdischen Kulturbundes sein müßte? Was die „Delila" betrifft, so verrät sie wohl die im Knüpfen und Entwirren der Fäden so gewandte Hand von Franz Molnar. Man kann aber nicht übersehen, daß diese Fäden, recht dünn gesponnen sind Das Motiv des Mannes im gefährlichen Alter, der einem raffinierten Luderchen ins Netz gerät, verträgt eine ernste, wie eine heitere Behandlung. Molnar kann sich in den ersten beiden Akten weder für die eine noch für die andere ganz entscheiden. Erst wenn das schwankmäßige dicke Ende nachkommt, stellt sich der Erfolg ein, der die aufgewendete Mühe lohht. Für die beiden tragenden weiblichen Rollen müssen die Vertreterinnen von Frauentypen zur Verfügung stehen, die so grundverschieden sind wie Tag und Nacht, wie Fc/uer und Wasser. Ursula Lieblich und Ruth Manheimer haben den gleichen Ton in der Kehle den gleichen Timbre in der Stimme. Ursula Lieblich Ist Jung, frisch'und natürlich und hat auch Sinn für Humor. Aber ihr fehlt das mannerverzehrende gewisse Etwas, das man gemeinhin mit dem Worte .sex appeal" bezeichnet. Und Ruth Manheimer läßt die Ueberlegenheit der Frau vermissen, die im Spiele der .Marionetten die Drähte zieht. Den ungarischen Grafen von Gleichen spielt Fritz Melchior, der beste Schauspieler des Hamburger Ensembles, mit Ernst und Satire. Julius Kobler mit seiner bezwingenden- Komik ist freilich eine Klasse für sich. Die übrigen Rolfen sind bei den Herren FnedebCig, Schindler und Wächter In guten Händen. Regie: Hans B u x b a ü m. Das Bühnenbild des zweiten Aktes (Anny G o w a) verdient ein 'Separatlob. Alma Mund miiiiiiiMiiiiiiimii......miiiiiiMiiMiiiMiMiiiiMiiiniiiiHiiiiiMni|iiiHiiMiiiiiMiiiNiiiiiiiiiliiiiHiiiiiMiiiiiiiiHiinMmiiiHiiMiiiiiHiiraui Max M. Warburg Uber „Fünf Jahre Hilfe und Aufbau" ) Hilf* und Aufbau hat in den letzten Jahren vielen geholfen. Die Not ist größer geworden, noch mehr Hilfe tut daher not! So stark die Ansprüche sind, die an jeden einzelnen gestellt werden: . . . Gebt für Hilfe und Aufbau! Mai M. Warburg. >) Vgl den Aufruf An dl* Jud«n in Deutschland, Nr 1 des Gemeinde bUtls. S 5. und Di Baecks Worte in derselben Nummer. S 3

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