Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 14 (1938)
- Issue
- 1 (14.1.1938)
- Date
- 1938-01-14
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite. 10 Jüdisches Gemeindeblatt Nummer 1 Dritter jüdischer Schach-Kongreß in Hamburg 7.—14. Marz 1958.. Der 3SC. Blau-Weiß Hamburg, der von der Arbeitsgemeinschaft der 'judischen Schachvereine in Deutschland mit der Durchführung des dritten judischen Schachkongresses beauftragt wurde, hat in diesen Tagen die Einladungen an alle judischen Sportvereine verschickt. Die Ausschreibung sieht vor A Turnier um die ludische Schachmeisterschaft von "Deutschland für 1 9 3 8' — Es wird ein Rundenturnier mit höchstens zehn Teilnehmern gespiett. B Meisters-chaftsturnter. Von der Zahl der Meldungen wird es abhangen ob ein Rundenturnier oder ein Turnier nach dem Schweizer System zum Austrag gelangt ' C. D a m e n t u r n i e r. D. )ugen,dturniei. - Tttilnahmeberechtigt sind Mitglieder der Makkabi und Schildvereine sowie der bayerischen Vereirfe Meldungen bis I5*_n M an Herrn H PerVmann, Hamburg 13. Brahmsallee 25 Der '3SC Blau-Weiß hat aiie Vorbereitungen getroffen, die ein gutes 0elingen des Kongresses erhoffen lassen Frauengruppe im jüdischen Handwerkerverein Mittwoch, 3 C y s n e r : vortragen' Uhr 19. Januar, 20 30 Das jüdische Volksli Johnsallee 54, ed Mit Gesang- Herr Kantor und Klavter- Die Jüdische Nationalbibliothek und das Forschungsinstitut für Hebräische Poesie in Jerusalem suchen die ersten drei Jahrgänge, des israelitischen Familienblattes. —> ist. daß ganze Jahrgange, jedenfalls nannten Jahrgange des Farjwi'enblat judischen Familien befinden, so bi Judischen Nationalbibliothek, Berlin zuzuwenden. Die Zusendung kann erf der Judischen' Nationalbibliothek bürg 20, Eppendorferbaum 6, die auc fernmündliches (53 22 27) Ersuchen die sowie die Jahrgänge 1914—1924 >a mit Bestimmtheit anzunehmen aber einzelne Nummern der getes sich noch im Besitz mancher t et die Zentralsammelstelle der \/ 15, Meinekestraße 10, ihr diese slgen an die Zentralsammelstelle d|er an das Bü.o der HZV, Harnbereit ist, auf schriftliches oder Blätter abzuholen Literarische Mitteilungen — Buchbesprechungen l)r Hans l.ivbeschüt s: „ Die Makkahüerzeit in weltgeschichtlicher Betrachtung Das Buch von E. B i c k .e r m a n n ')• welches der Schockenverlag ■ zum Chanukkafest herausgebracht hat. daiTf mir dem Anspruch auftreten, ein spannun^>i eiches Kapitel judischer Geschichte aus dem historischen Bewußtsein unserer Zeit heraus mit ihren FTaResteUun^en und mit ihrer Methode ne^i zu erzählen" Der-Verfasser beginnt, mit rtnefr Bestandsaufnahme der alten L'eberlieferunjj. die er nach ihren Grundtendenzen kennzeichnet. Er s^o ndert die- Anschauungen, die vom criechischen Standpunkt aus geformt sind, von den j ü d t -' scheri DAjtun^en der Geschichte: die soleukidische Hofh:Monoi!rapÄe hat die Eingriffe des Kön:ys Antiochos Epiphanes mit einer AutsTaTidsbewegnng der Juden gerechtfertigt; eine spätere Darstellung. ■ die aus der hellenistischen Umwelt des Eur Expansion schreitenden1 Makkabäerstaates stammt, hat den Syrerkönig als Vorkampfer der weltk-ultur gegen die durch die jüdische Absonderung dargestellte Barbarei gezeichnet. Auf jüdischer Seite hat man in der seleukidischen Verfolgung entweder e;n Strafgericht gesehen, das durch die Sünden im eigenen Volke herbeigeführt war. oder den Frevelmut der den Frieden brechenden Heiden in den Vordergrund gerückt. Die Darstellung der Makkabäergeschichte in der spateren Historiographie hat. wie Bickermann meint, über diese Auffassung nicht hinausgeführt. Sie wechselte, zwischen den durch die antike Tradition gegebenen Deutungsweisen, wobei die eigene politische und religiöse Haltung des Schriftstellers Jeweils die Auswahl bestimmt, brachte es aber zu keinen wesentlich neuen Einsichten. Wie kommt nun unser Autor zu solchen neuen Ergebnissen und wodurch ist sein Anspruch auf stärkeren Wahrheitsgehalt gegründet? '1 Elias*'ß i c k c r n] J n n . Der Gott der Makkabaer. Untersuchungen über Sinn und l'r^prunß der makkabaischen Erhebung. Berlin. Schocken 1937. Es handelt sich dabei kurz gesagt uni ein Beiseiteschieben der.. Be- ' grenzungen, innerhalb derer die jüdische, aber auch die griechische Geschichtsschreibung ihre Stoffauswah trafen und das Bild der Ereignisse zefchne,ten. Bickermann sucht 'auch die Tatsachen, welche in unserer jüdischen Uebetiieferung stehe», als ein Stück Weltgeschichte zu begreifen, in welchem sich in Wirkung und Gegenwirkung die Kräfte der Zeit ausdrücken. Vor allem aber! kann er als abendländischer Historiker des 20. Jahrhunderts die rechtlichen, sozialen und religiösen Motive, die hinter den politischen Aktionen hellenistischer Reiche stehen, mit einem ganz anderen ReaMsnHus fassen, als es Geschichtschieiber früherer Zeiten mit einem geringeren Grade historischer Bewußtheit vermocht haben. Bickermahn schildert den Jerusalemer Tempelstaat mit seiner Priesteiaristokrptie auf dem Hinteigrunde der seleukidischen Reichsorganisation und arbeitet tiie Eigenart des Priesterstaates heraus .durch Heranziehung zeitgenössischer Erscheinungen, die als Sozialgebilde einen verwandten Charakter zeigen. Die großen Geldnöte des Königs Antiochos IV.. von denen seine Personalpolitik bei der Besetzung des Hohenpriesteramtes und seine, ersten gewaltsamen Eingriffe in den Jerusalemer Tempel diktiert sind, bekommen ihre geschichtliche Erklärung durch den Druck, den Rom seit der Kriegsentschädigungsabmachung von 188 auf das Seleukidenreich ausübte. Die Bedeutung" der Gründung eines „Gymnasiums", d. h. einer Stätte für Körperausbildung im griechischen Sinne durch die Jerusalemer Oberschicht wird in ihrer Bedeutung für; die kulturelle Assimilation gewürdigt; die sozial gewichtigen Klubs, zu denen sich in Asien und Aegypten Menschen zusammenschließen, welche sich durch ihre Bildung zum Griechentum> bekennen, liefern die Parallelen. — In Alexandria kennzeichnete der vorschriftsmäßige Durchgang durch den Lehrgang des Gymnasiums den künftigen Stadtbürger, und der Kaiser Clauditis warnt in seinem berühmten Vermittlungsschreiben die dortige Judenheit davor, sich in diese Einrichtung einzudrängen. — Von 168 bis 162 war. wie Bickermann ausführt, der jüdische Tempelstaat aufgehoben. Die Herr- BELO PORTOS BONDOGIST +Spezi»tit»t. Federlos«! Bruchband Autokrat amerik. System ■• •> Corsicos« Leibbandagen nach Maß ej-^H >- B e 1 p a « SenkfaBeinlagen nach Fuflabdrnck ^"^^ Einziger jüdischer Bandagiit in droit-Hamburg Schulterblatt 88, trkri) qcntnulx-r d>r Flora ' Tri. '368.10 Alle Krankenkassen RUF 2684 44 Sämtl. 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