Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 10 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nummer 10 Jüdisches Cemeindeblatt SeifeS FRANZ - ROSENZWEIG * GEDÄCHTNIS - STIFTUNG in Zusammenarbeit mit dem BILDUNGS-AUSSCHUSS DER DEUTSCH-ISRAELITISCHEN GEMEINDE HAMBURG (JÜDISCHES LEHRHAUS) 'M Arbeitsgemeinschaften und Vorträge im Herbstquartal 1937* im Gemeindehause Johnsall eNe 5 4 I. Bibel und Liturgie 1. Oberrabbiner Dr. Jos. Carlebach: Die Bibel, das Lebensbuch der Juden, achttägig, 2 Art je Quartal, Beginn der Vorlesungen wird bekanntgegeben. 2. Rabbiner Dr. Paul Holzer: Thema und Begipn wird nach Wiederherstellung des Dozenten bekanntgegeben . "... 2 Art je Quartal 3. Oberkantor Herrn, lieber: Einlührung in die Gesänge des jüdischen Gottesdienste; (mit Beispielen durch Gesang, Klavier; Schallplatte), 4 bis S Abende, achttägig. Dienstags, Beginn: 9.'November, 1 An. II. Gesetzeslehre und Brauchtum I. Rabbiner Dr. Max Eschelbacher - Düsseldorf-: Große Lehrer des Talmuds (Besprechungen von ausgewahlten Quellenstuckenin deutscher Uebersetzijng), 3 Abende im November .. 1,50 ‘Art J. B. S. Jacobson: Gesetze und Brauche des Schabbat, 2—5 Abende, achttägig, im Dezember... 0.80 Art III. Geschichte und Gegenwart 1. Prof. Dr. I. Markon : Die Makkabäer, 2 Abende. Sonnabend, 27 November, I8y Dezember . .*.0,50 rtn 2 Dr. W. Bacher: Palästina und die großen Machte, 2. TeiT (Ein lieberblick /Von der arabischen Eroberung bis zum Ausbruch des Weltkrieges), 5 Abdnde, fttagig, Donnerstag, Beginn: 4 November.1,50 Art 3. Dr. Hans Liebeschütz : lieber pic Bedeutung der Bibel in der Gei schichte des abendländischen Mittelalters, 2 Abende, Montag, 13. und 20 Dezember.;.0,50 £)/ 4 Meir Gert ne r: Tradition und Moderne in der ostjüdischen Literatur, mit Besprechung von Textproben in Uebersetzungen. 4 Abende, achttägig, Mittwochs, Beginn: 3. November.1.20 u'rt S. Franz-Rosenzweig-Abend im Dezember; Redner und Datum werden noch bekanntgegeben. , IV. KunstbetracMung r* 1. Professor Friedr. Adler Hand und Maschine als stilbilde'nde Elemente im kunsthandwerklichen Schaffen. (Eine vergleichende Betrachtung alter und neuer Handwerkskünste 3 Abende, achttägig, Mittwochs. Beginn: 10. Növember...1 >?rt 1 Dr. Rosa Schapi re : Rembrandt und seine Zeit 5 Abende, achttägig, Montags. Beginn: 1 Novpmber..1 Art 3. Dr. Ernst Loewenberg: Einführung in Shakespeares Romeo ünd Julia; Vortrag für Jugendliche, im Dezember ,j f, ........ Eintritt frei Alle Vorlesungen beginnen pünktlich 20.15 Uhr und können nur stattfinden. wenn sich die notwendige Teilnehmerzahl von mindestens 20 Hörern verpflichtet. — Um rechtzeitiges Erscheinen wi/d geböten. — Voranmeldungenbeim Sekretariat,.G Engel, RotHenbaumchaiJssee V Erdgeschoß Montags bis Freitags.. '10 bis 1 und 4 bis 6 Uhr. Fricilogs *u/ vormittjas (Fernsprecher 55 71 35) Teifnahmebedingungen Die Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen ist hur den Inhadern von Hörerkarten gestattet. Die Karten, müssen bei affen, Veranstaltungen vor* gezeigt werden. — Personen, die nicht im Besitz einbr Karte s ng körnen von den Veranstaltungen ausgeschlossen werden Gebühren: 1. Für Mitglieder Der Mitgliedsboitraq für - das lahr betragt, mindestens 3 .K:>. Die Aushändigung der Mitgliedskarte etfoigt nach Eingang des Beitrages. . Die Mitglieder haben das Recht.- sich eine Horerkarte,* welche zum kostenfreien Eintritt für eine der im Vorlesüngsverzelchnrs aufgefuhrten Vortragsreihen berechtigt, apzufordern -Für die Teilnahme an «alleren Vortragsreihen bezahlen öfe Mitglieder die Hälfte der im Vorlesungsverzeichnis'festgeset&ten Gebühren Für die als S otn d e r v e r 4 n s t a I 4 t ungen bezeichneten Elnzetvortrage werden den Mitgliedern ebenialls Ermäßigungen eingetäümt Die Mitgliedschaft wird durch das Sekretariat beim Vorstand beantragt. 2. Für Jugendliche (Schüler, Lehrlinge und Mitglieder d£r Jugendbunde bis zum Alter von 22 Jahren) Für diese werden>Karten für den Preis von 0,50 >:ti für das Quarta! ausgegeben weiche zur Teilnahme an allen im Vorlesungsverzeichnis erwähnten Vortragsreihen berechtigen — Sondcrveradstaltungen bedürfen besonderer Vereinbarungen. 3. Für N i c h t.m I! g I i e'd e r * Alle Nlchtmitgliedor zahlen die bei jedem Kurse eingesetzten Eintrittsgelder Es gelangen hierfür- Horerk-arten. die nur tut ‘das jeweilige Quartal und die betreffende Vortragsreihe Geltung haben, zur Ausgabe _ . " * - 4 Minderbemittelte können auf Gruna eines Antrages der auch . im Sekretariat - entgegengenommen werden kann, eine Ermäßigung erhalten oder in besonderen. Fallen auch ganz von den Gebühren befreit werden. Alle Karten sind in unserem Sekretariat in den oben angegebenen Sprechstunden gegen Barzahlung örhaltüch — Bei einer Ueberweisüng an unser Postscheckkonto Hamburg 7 0 3 8 9. werden die Karten nach Eingang des Betrages zuzüglich 0,1S für Porto und Schreibgebubre*»; per Post zugesan'dt Weitere Auskünfte Im Sekretariat. G Engel. ’ Rothenbaumichaussro 77 55 71 35. zu xSen festgesetzten Sprechstunden ' An allö diejenigen, die dazu in der Lage sind, ergeht die dringende Bitte, einen höheren Beitrag zu bezahlen, wafc — wie dankend anerkannt wird — vielfach auch bereits geschieht. . II. Zum Vortragsabend von Julius Bab am 30. September 1937 im Jüdischen Kulturbund Lieber Julius Bab! » Als Sie Ihre fast zweistündigen Ausführungen über „Fünf Generationen jüdischer Schauspieler“ beendet hatten, gab es einen Beifallssturm des vollbesetzten Saales, wie man ihn sonst ,nur nach großen Theaterpremieren erlebt. Es war der Dank des Publikums für einerf Abend von außerordentlicher Anregung. Gebannt vom ersten bis zum letzten Wort, hörte man Ihnen zuHd es sich nun um jene Schauspieler-Generation handelte, die den Heutigen nur von der Historie bekannt ist, wie die Rachel und die Sarah Bernard, wie Davison oder Sonnenthal, oder um Künstlergestalten, die wir selbst noch auf der Bühne sahen. Beglückt' frischte man die Erinnerung an Rudolf Schildkraut wieder auf und gedachte der letzten Vergangenheit in Max Pallenberg. Aber nicht nur der Stoff packte die Menschen, sondern auch die Art, wie er von Ihnen geformt und dem Publikum näher gebracht wurde. Ihre unendliche Liebe zum Theater und zu den Menschen des Theaters riß ebenso fort wie der liebenswürdige Humor, der über der ganzen Vortragsweise schwebte. Wir vom Theater danken Ihnen besonders, danken Ihnen besonders für die ewig gültige Feststellung vom Wesen des Schauspielers: daß Schauspielersein nicht heißt sich verstellen, sondern sich verwandeln, und daß Theaterspielen den Mut und die Kraft zur letzten Wahrheit erfordert. , In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehn, grüße ich Sie als Ihr ergebener Hans Buxbaum. „ Personalien u. Kleine Mitteilungen Amtseinführung des Herrn Rabbiners Einanuel Köninsliüf-r In der Synagoge der Vereinigten alten und; neuen Klaus tand am 10. d. M. die feierliche Amtseinführung des Narhfd)gct> des verewigten Klausrabbiners Dr. S. Bambelger. des Herrn F.manuel Königshöl'er, statt, im Beisein der I meisten in C-Vioß-. Hamburg amtierenden Rabbiner und im Beisein von, Vertretern des Vorstandes und des Repräsentanten-Kc llesiums der Gemeinde und; des Synagogen-Verbandes. Der Versitzende der Vereinigten alten und heuen KlauS, Herr Joseph R e h d s b u r g , gedachte in.seinen Begrüßungsworten zunächst des heimgogangenen Herrn Dr. Bamberger und dankte der Herren Rabbiner Joffe und Groß mann dafür, daß sie während der Vakanz sich der Klaus zur Verfügung gestellt hätten und begrüßte sodann die Anwesenden, unter ihnen besonder: die Herren.Rabbinen und die Vertreter der Gemeinde, der t r besonders dafür dankte, daß sic der Klaus die neue Wahl ermöglicht hätte. Er hieß alsdann Herrn Rabbiner Königshöfer willkommen, v»n dessen Wirksamkeit er sich für\die Mitgliecer der Klaus, die jüdische Jugend und die gesamte Gemeinde : eichen Segen verspreche. Dann betrat Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach die Kanzel, um nach einem Worte ehrenden i C edenkens für d'e letzten drei Klausrabbiner, die Herren. Steirgut, Kohn und Dr. Bamberger, seinen Amtsbruder Willk immen zu. heißen.' Ihm gehe ein besonders großer Ruf als Charakter und Mensch voraus, und er, der Redner, hoffe, in gemeinsamer Arbeit mit ihm die Ehre der. Tora zu wahren und zu meh en. Er verspreche sich von der Tätigkeit des jungen Rabbiners v el für die jüdische Jugend, unter der es, wie Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach an Hand einer talmudisehen Erzählung ausführte, viere Jeremia gebe, die erst gewonnen werden müßten. Er erflehe Gottes E. GAERTNER & Co. -(ö Internat. Spedition HAMBURG 1 . . . ._r._n _ 1 _ .. > Ii..g Ji.. u.(. Ruf 3316 08 Ruf 3316 08 Altstadter Straße 17 e »Altstädfer Hof« Gepäckbeförderung Sammelverkehr nach Palästina LAGERUNG UMZUGE n. Ausland ,'Ubersee v. Haus zu Haus Gütertransport VERSICHERUNG PASSAlSEVIRMITTlUNG