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Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg · 1937-09-17 · 9 (17.9.1937) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für das Gebiet der Hansestadt Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
9 (17.9.1937)
Date
1937-09-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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} Jüdisches GemeindehMt für das Gebiet der ßTW Hansestadt Hamburg Das Gemeindeblatt erscheint Mitte jedep Monats Bezugspreis 0.45 RM. vierteljfihrl. einsdil. Bestellgeld z Anzeigenpreis 8 Pf. die 8 gesp. mm-Zeile. Geschfiltsstelle t Hamburg 36, ABC-Str. 57, Fernspr. 34 07 71 Angemeldet beim Sonderbeauftragten des Reichsministers für Volksautklirung und Propaganda befr. Überwachung der geistig und kulturell tätigen luden im deutschen Reichsgebiet Nummer 9 Hamburg, 17. September 1937 13. jahrgang Die Reichsvertretung zum Jahreswechsel Die Reichsvertretung ubersandte nach Erscheinen der letzten Nummer des .Gemeindeblattes der ' jud.ischen Presse den nachstehenden Neujahrswunsch an die Juden in Deutschland, den wir hiermit hoclvgachträgiich zum Abdruck bringen. : ■ ■ Die Reichsvertretung der Juden in Deutschland' sendet allen ihren Gemeindeh, allen, die in ihnen leben, den Alten und Jungen, den Männern und den Frauen, am Beginne des neuen Jahres herzlichste Wunsche Wir sind in eine Zeit hineingestellt, diej voll ist von geschichtlicher Bedeutung und Kraft Von uns ist gefordert — und alles kommt hierauf an — daß wir diese Bedeutung begreifeniefaß wir diese Kräft in uns aufnehmen Es ist in unserem jüdischen Leben eine Notwendigkeit, daß wir den großen Zuc^, diejweite Linie erlangen Kleinheit und Kleinlichkeit wäre unsere eigentliche Gefahr. Nur von der Höhe unserer Selbstgq&rißheit, nur von diesem Aufstieg zu unserem. Eigenen und Besonderen geht der Weg. zu unserer Zukunft. / ■ ‘ ' : " Für jeden von uns hat sich die Welt gedehnt. FUlhe ist zur Farne geworden Zur Entfernung, zur Entfremdung wurde sie nur dort, wo Juden ihr Judentum einbüßten, wo sie sich selber und damit einander verloren. Wenn jeder um seine Seele weiß, dann werden sie alle um einander wissen, sie alle «usammenstehe-n und Zusammenhalten. Wenn wir unser Judentum besitzen, dann ist alles Scheidende, auch das des Raumes, überwunden; das Ganze umfängt alles einzelne Wir leben in eilenden und sich wandet nden Tagen, wie ein Abschnitt der Geschichte ist, jedes einzelne Jahr Was kommen mag, das steht in des Ewigen Fand. Aber wie wir sein sollen in allem, was werden wird, darin fliegtrunsere Aufgabe. Von uns wird das Unsere erwartet. Geschehnis und Mensch begegnen einander;, damit das Gebot Gottes zur i Wirklichkeit werde. Unser Wunsch für a Jahr den Juden zu seine'm Neujahrsfest hi und fest sei dein Herz, und hoffe zu dei e, für die Gesamtheit und jeden in ihr ist darum ausgesprochen in dem Psalmwort, das Jahr um nführen will: 'n mp -p^t foiri ptn 'n mpHoffe zu dem Ewigen. Ser stark, m Ewigen! Psalm 27, 14. iiiiiimiiiiiiMiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiMNiiiiniiiiiiimiiiMiimiiiMiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiliiiiiiiniiiimiiiiiiiHiiii! iiiimiiiiiiiimiii«iimjiiiiHitiiiiuiiiiimiiiiMiiHiiiimHmiiiiiiiiiiiiMiiiiiifiiilmniiimMHinimiiimiiiiiimiiimimmimimiimimii|mmiim<miiiiHimimiiiHiii||i" ZU SUKKAU gleichen.die- 1. Ein Gleichnis1) Dem Etr'og, der schmackhaft ist und duftend, jenigen in Jisrael, die über großes Wissen verfügen und zu gleieh-gute'Werke verrichten. Mit der Frucht der Palme], der Dattel, die wjohl schmackhaft ist, aber ohne Duft, sind jene zu vergleichen, die viel Wissen besitzen, aber keine guten Werke vollbringen. Der M y r t h e , die duftet, aber nicht schmackhaft ist. gleichen diejenigen, die gute Werke stiften, aber unwissend sind.. Der Bachweide, die weder sphrnackhaft noeft duftend ist. gleichen diejenigen in Jisrael, die weder gelehrsam sind, noch wohltätige Werke ausüben. Wie aber verhält sich Gott diesen Menschen gegenüber? Er vernichtet säi O möchten sie sich doch alle zu einem festen Bu^tde vereinen, um sich gegenseitig zu ergänzen! ' Ml :t. I.ubbhüttenfest vorbei11 verschiedenen Arten von e nicht, sonderrl spricht: ajjikra rabba ~u 23 JO. 2. Aus iden Hoschanot-Gebeten') Gebet des Bcuter|n Hilf doch! Der Erde vor "dem Fluch, dem Vieh vor Fehlgeburt, der Tenne vor dem Käfer, dem Korne vor dem Brand, dem Weizen vor der Heuschrecke, dem Weinberg vor der Raupe; den Fruchten vor dem Wurm,. den Schafen vor der Seuche, der Fülle vor dem Schwund, dör Seele vor dem Schrecken, h lf doch! Der Festtag'vorbei. ' ■ t Was ist das Gebetbuch so schwer? Von Tränen sind die Blätter schwer ... Zerbrochen, zerschlagen die grüne Hütte, Der Etrog verwelkt, verdorrt das l.auh. 1 Der Palmzweig bleich, wie ein Toter so bleich, Zertreten am Boden . . Die Weidenäste. . Zertreten am Boden. Das ist, mein Freund-. Dein Wünschen und Hoffen: Da liegen verwelkt die süßen Träume. Da sind zertreten die schönen Freuden, Da ist gestorben das Gluck. Das ist Deine Liebe. - Das ist Dein Sehnen, - . Das ist. mein Freund. Deines Lebens ein Bild. Das Blattwerk wird Staub, die Weiden verfaulen. Das Ende korrvnt. ist nah, ist da. Und weiß doch niemand. Woher es kommt. Der Etrog verschrumpft. der Palmzweig zerbröckelt. ■ Der Tempeldiencr fegt den Vo'rhof , Und fegt hinaus Frucht ur.d Lgub und Staub... Es weht ein Wind. Wie ein Pfeil aus dem Bogen Ist alles verflogen. Morris Roseujeld. Machsor. ') Aus dein in clor Augyst-Nurnmer des Geineindcblatts tiereits kurz ange/.eigten ausgezeichneten Quellenheft . S u k k u 1 und S v m.c ti a Tora von l>r. i:. 1.. Khmi.tnn. Nr. lfi der von A. I.esehmtzer herausgegebenen Jüdischen Lese hefte. Im Schocken Verlag. Xlerlm 1937. * i

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