Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1937-04-16 · 4 (16.4.1937) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
4 (16.4.1937)
Date
1937-04-16
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4891256-6725285-5445093--1376-4892482
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

S«-iU- 4 - meindeblatt di-r Deuts ch-lsraclitisr h «j* n Cfim-inde NlllMUMT 4; Unseire KimdlemeirsdhiidkiLiiißg | U ieder einmal steht das Jugendamt der Gemeinde im Hochbetrieb. Die Verschickung der erholungs- und kurbedürftigen Kinder in die Verschiedenet Heime wird vorbereitet. Kein Uneingeweihter ahnt, mit wieviel Sorgfalt und Ernst bis in die hie:liste Einzelheit ein einziger Transport vorbereitet werden muß. bis endlich die zur Verstrickung kommenden Kinder nhjahrtbereit in der Halle des Hauptbahnhofes stehen. Da müssen Meldungen und Antrüge entgegengenommen werden, da werden Verhandlungen geführt mit den Eltern, den Krankenkassen und anderen Versicherungsträgern, über die Aufbringung der Vcrschickungskosten. da müssen die Kinder auf ihren Gesundheitszustand untersucht und je nac/i dem Befund auf die verschiedenem Heime verteilt werden, da müssen die Fahrtausweise besorgt und in letzter Stunde noih Hals- und \asennbstriebe gemacht werden, um. soweit das in Mensdienkräften liegt. Gewißheit zu erhalten, daß kein Kind als Bazillenträger zur Verschickung kommt und dadurch unter Umstünden die ganze Belegschaft eines Heimes gefährdet. Aber: endlich, endluh sind alle Vorbereitungen des Jugendamtes erledigt, endliik sind auch die Kinder — mit einer Menge Proviant versehen, als gelte es eine tagelange Expedition — fahrtbereit, und nun geht es in die Heime. Jetzt aber geben wir diesen Schilderung das \\ ort: soweit sie in diesem Jahre ihre Arbeit wiederaufnehmen — zu einer kurzen Selbst- Die Israelitische Kindeiheilstütte — Bad Nauheim Am Ostabhang des Tallinns liegt Bad Nauheim^ einer der schönsten und. heilkräftigsten Badeorte der Welt. Die haupt- -adilidien lleilanzeigen sind Merz- und Gefäfikrankheiten -ow ie rheuiQuli-ciie Krkrunjkungeji für Patienten aller Lebensalter: nicht genügend bekannt scheint, dal! Bad Nauheim ein ganz vorzügliches Kinderlcad ist. Davon gehen Zeugnis die \M'r graten Kinderheime mit ilircn ausgezeichneten Erfolgen,' •Die Israelitische KioderBeitstätte, IS9I als eine Stiftung der Kiiiii Baronin Mathilde vofi Rnth-child geschaffen, besitzt ein nm-tergultig gebautes Hank. das. nach .religiösen Vorschriften geführt wird. Es liegt etwas abseits «1er Stadt, so daß <lie Kinder in dem große« paikartigen Garten nach Herzenslust Die Aufnahme geschieht auf Grund Kimler mit ansteckenden krank« Aufler Kindern mit Herzkrankheiten kommen vor allem! auch solche mit Erkrankungen des Stoffwechsel-, der \lu-kem und Gelenke, Skrofulöse. Rachitis, Blutarmut tu Krage. Gerade bei Herzkrankheiten im Kindesalter sind die Heilerfolge? mit Nauheimer Bädern sehr gut. I eiierhuupt hat das Heim ganz ausgezeichnete Erfolge in jeder Beziehung aufzuweisen. Tauch bei Rekonvaleszenten nach' schweren, schwächenden Krankheiten und Operationen. bei nerviSsen kimlern. bei Entwicklungs-Störungen und allgemeiner Köriier-ihwäcbe. Zur Aufnahme kommen Kinder von 4—16 Jahren. An Heil-' Mitteln -tehen, zur Verfügung: natürliche kohlensäurebäder. natürliche Solbäder. Inhalationen, Brunnenkuren, schöne, grüße Salinen, /ander-ln-titut. [Turnübungen: auch orthopädisches spielen und tollen können, eines ärztlichen - Atteste heiteu sind au-ge-dilo—eil. I Urnen w i rd im I leim unj er Anleitung von geschulten] Persounmittelbarer Nähe iles Heims gcingen .werden zu Spaziergängen l>eii.il geirienrn. ferner verwenden wir künstliche Höhensonne -ow ie Liegekuren. Die in legenen ozonreichen Wald nützt. Mt . Das Heim steht untei Dr. G r ii u b a u m - Bad Händen eilte i besonders Oberin, die Küche i-l a der ärztlichen Auf-iiht des Herrn Nauheim, «lie Leitung liegt in den i|m l.Hinang mit kimlern erfahrenen lie Erfordernisse einer kimllidien K- Ernährung und auf den Geschmack von Kimlern eingestellt j-t da- C1IKC Jahr geöffnet. Die Belt-gzuhl betrügt H> Betten. Die Schlaf räume -iHd sehr schön und luftig, große fagesränme für Spiel und Beschäftigung der Kinder Ihm schlechten Wetter sowie zur Kinnahme der Mahlzeiten -iud reichlich I vorhanden. So wird «las Heim' alle« Anforderungen in jeder Weise gerecht. Di'r Preis i-t niedrig gehalten, um möglichst weiten Kreiseil die Inanspruchnahme zu ermöglichen. Und deckt kaum die Selb-rko-len. , "! Das Raphael- und Jeannette-Ettlinger-Heim — llolheini a. T. Verein für erholungsbedürftige jüdische K i Ilde r K. V. auch Erwachsene und Kim er von 4 FSH idcrlieim wurde im Heimes i-t. Schulzn gewähren', len K rii Ii ja Ii rs- und 6 Ja Ii leu \ nä in ie. Rachitis, Vtrati ugsojgane, Herzneu rose, inkheiten. Heilverreidier Kost Höhen- ■n Garten am \\ ald- Heizujug, HieHendes Das Rupliael-Je-anuette-Kttlinger-che Ki Jahre 1909 gegründet. Zweck und Ziel de; kimlern einen Kur- und Erhol ungsoufenth. In den letzten fünf Jahren fanden in I lerbstmonaien Aufnahme. Zur Aufnahme gelangen thronische Erkrankungen der lermr Rekonvaleszenten nach akuten Ki, I.ihren: neben reichlicher und ahwcchslung: sonne. Liegekur und med i z i)i i sehe Bäder. Das Heim liegt in einem großen schattig runde, am Kuße <les Kapellenberge-, hat \\a--er. offene und gedeckte beizbaflfe l.iegehalleu. I Auf Wunsch wird Schulunterricht erteilt. Im Winter ist das Heim besonders für schulmüde Kimler der gegebene Aufenthalt: Heilgymnastik uml Sonnenbäder fördern das Wohlbefinden. Die Kimler werden allwöchentlich vom Ar/t untersucht, gewogen uml igeme-.-en. Die Zunahme i-t ipi Durdi-dinitt 3—4, öfters auch 6—t? Pf uml, das Wach-tuni I— 2 CHI. Jüdische Kinderheils.tätte — Bad {Kreuznach I rter den Heimen, die <ier Aufnahme fkuruml erholungsbedürftiger Kinder dienen, nimmt die Jüdische Kinderheilstätte Bad Kreuznach eine durch Lage, innere) Ausgestaltung und Führung bevorzugte Stellung ein. Sic wurde 1920 aus Privatbesitz käuflich erworben, ihre Verwaltung übernahm ein gleichzeitig gegründeter Verein, der den Namen „Jüdische Kinderheil-tätte Bad Kreuznach" erhielt und seinen Sitz in Köln hat. Die Heilstätte nimmt wählend deganzen Jahres jüdische schwächliche und erholungsbedürftige Kinder auf. in-besomlere solche mit Skrofulöse, .-(lymphatische Djathe-e). Blutarmut, Rachitis, Heiz-, Knochen- und Gelenkleiden und dergleichen. Das Heim, da- Raum für <X) Kinder bietet, liegt ab-eits vom Staub und Lärm der Straße, oberhalb der Nahe, auf einem Felsen, dein sogenannten Sonnenhügel. am Eingänge zum Salinenta) zwischen Kreuznach und Münster am Stein, mit weitem Rundblick auf die> bewaldeten Naheberge Iiis zum Kheingrafeiistein. Wie, im Grundriß uml äußeren Stil des Hauses alles Anstaltsmfiflige glücklich vermieden i-l. so zeigen knch die Anordnung der Inncnrüiimc und ihre Einrichtung eine durchaus persönliche, auf einen frohen uml heiteren Ton abgc-limmte Noie. Keine dicht belegten Schlafsäle, sondern große, Aufnahmen (3): Archiv htaphael-JeaneUe- Fitllnf-ersihes Kinderheim Hn/heim u. TL Heim des Indischen Frauenbundes Wyk auf Führ Die Umgebung der Kinderheilstülte in Kreuznach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.