Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 3 (19.3.1937)
- Date
- 1937-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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s it.- (2 G e m e i n <l «• l> I a 11 der D ru Isrh -Israelit i*>heh C c m c i n d »• Nlimitier 3 DEM JÜDISCHEN KULTURBUND kon/rrt 1 > ikou/ci* -Ii - I cuipi rch «Iii- \ ort r.-i-folgc neu Vüs-ebnill audein Schaffen zeitgenössi-iher KoiiipuntMeu aut dem Gel such, da- Publikum mit machen, verdient voll«- A den kon/ertahcud nicht wird, so geschieht i - -im Iii gestaütung. I>itmIht nu ll i-r-i reckende Vorlr ig-fwlgi .in die Aufnahmefähig« ,cli-r \ wrtrugsstlicke —- iL »jel Iiliii ui-ifi«.-r Musik bot. Der \erneuzeitlilheii Werken bekannt zii. lerkcnnung. Wi-iln diese indes für an/ une'iigc-chrniikt ausjresproche;i ifliluk -iiif die anfechtbare.I'rogramiii- ,il- /wci Stunden »hoc Pause sich stellt--. ühermaHigc Anforderungen > 11 rii.t-l die bunte Mannigfaltigkeit Nelieneinander Verschiedener Siilrl, irten. Jie t »gleich hei t ihn T Qualitäten —eher verw'irrend als klärend w i*;kie Im iil>riir» I >irigeaten des ( hors. Genfs «le geiiKif reichen AIk-ihI un< Mnlii- und Arbeit nicht 1 I n ii-li- »teilte iii-iii den Kr .1 mlieiilichkcit des -taitlii ( hure* i-t noch grüHer. i-t sehr , u lullen, die I nnriMiilicit Miel dings nicht immer-gewahr* sdi-uie Stimmen, die »ich .i -fi-ii die Damen 11 c u s i «lie I ferren D o Ii r i n e r i * \1erstes W erk hörte weiliung de* Tempel» (I'»' -.volle \lu kim.wii. |)en So 1 uiierw ei»e. denH* hier Ii ■ Willen d«"* Komponisten W ei iIcb in n--rii. " I 11:1 I den IJt. Psalm in de Komposition, «he keine sii/t. rab Gelegenheit, ili« d. - Oherkaiitnr- J. J. Pe Dieser Sohn di'« Krankh Juili-dien Gemeinde Ber besitzt eine sehr gepfteg grotlem Äohlklanj! und g i-l -eine Geschmackssich A i'f/errun.'i'ii in ihn die Arien sti iHent dir W iedergubc n ii l 11 aglo» de,n I li'thcpu n Rlagelicttle» lies Jeremias des Tempelrhors Innweckte liC te — \i>n zwei. sonderen Inleressi livi Namen nbge alier geh hrt <l«-ni verdienstvollen las. Dank für den lehr- und lic exakte Kin-tu-licrung. deren, nch genug einzuschätzen sind; Mit g -einer Lr/iehting-arbeit fest: die len. im Kurte iinpt.i-.iiit wirkenden eworden. amh die Diszipliniertheit ]);<■ /er-t-.ning Jeru-alei Darbietungen konnte I Sauger und kiin-tlcr nur S.ii/ etwa« ülierkiin-tclti'i »dien W'ei-e \(in | c vi .i l'-.ilm '»". i inrr .»dilithtei »ler. i'lw.i- -priiden Mn-ik er »Jen Solopart »an_. — fei mit diu 1. P-.il'n in -I im Konzertabend silier? Der ( luir v-erfilct titter einige »ehr «Ii -uli-ti-ih gut bewährten. I oben I i el. II ii r w i t / .und M ii I I e r nml hl I ischl genannt, m.iti gas von kor nitzer /in I inii k]ninponierte fe»t liehe und weiheoparl sang ein Sopran: veru unileriittunliedingt — sduin mufi «Iuii — einr Männerstimme eingesetzt folgten I elillas gesdiem von Lampel Ventajnung von de Maas. Lampeis I »hell k-ünstlerischjen.-Qualitäten 1" - .;riil!e:kiin-t <li-s Sblisten <le< Alit hds, s s i cjh o «t i t s c lr. kennenzulernen, rter kantiirunil selbst Kantor ijer in i-i tin Sänger von Format. Kr f. vorzHgfirfi gi'-dhulte «f>timnif von roRer JNärnie. Besonders-zu rühmen leit.dic ihn vor Uehertreibungen un<l en heb•äi-<h«-n Gesängen beWährtc und <lie oll bringen ,liuH l neingesithränktes Lob ver¬ Arie au- M c adje I ssnh n s Jrlli.as st erreichte er. mit dem Vortrage des indem selten gehörten Oratorium: v/m pre--ionv-ti«ihe-. mii Rissen'form f.i IM I I e r. In den folgenden —.«how it-ih '-»-inen hinlien Hang als best|itlgen: in d»;r von J'o s p e im und .ml Wirkung IVearlieileten jiidi- .1 i w - k v : | tvasi'haiilor gixlaul. im Kotiipo-itiou miii Mcisel. und in vi>H Kopf, in ilf-ssen I l.i-ihk i« .-.ii D.ts .l'rogramm. oes ( liorenthielt ' Verninung von Nadel —ein imei.riu : Ijgej; Weik. Iiin seiner-phaul.isie. i iml -iiherlich nicht für liturgi-ihe Verwendunj; ged-uht i-t — und zwei Psalmen vonSalomo 15 o - s i (i <apell.il, von denen die Wiedergabe des fiillf.stinM Btigen Sat/esehr gut gelang. Den Abschluß*-des Konzerts bildeten a-eapella-Vorträge <les Wsckonlru von kornitzer, einer aus der Tempel-Liturgie nicht mehr W eg/mlenkendeii Komposition ron unverwiistlidier, immer nieder mitreiKeniier ■Krall, und" zweier meisterhafter Kompositionen afs S:liras ho.Himer von SttBUIel A I na n. An der Orgel waltete IL C. e r i n i als Begleiter des ( liors und des Solisten umsichtig und mit Ge-thiek seines" Amtes. Zwischen den Chorwerken brachte er zwei Soli zum Vortrag! K ege r.s Toccata in d-JRoJI, die er -ehr wirkungsvoll gestaltete, und eine meisterlich komponierte dreistimmige t uge Iiir Orgel von Kornitzer über das rhythmisch ein wehig umgestaltete Thema der I empet-Melodie llakkaul jaudncho, einer Weise, die aus dem Erbgut der vom Tempel in seinen Anfängen Übernommepen seTardi-dien Ge-äugc stammt. Diesem Werke, dessen Wiedergabe unter einem etwas unübersichtlichen .Vortrage litt, möchte man bald -wieder begegnen. — Da- Kon/erL das z.uransten der Jüdischen Hinterhilfe stattfand, hätte einen In—ereil Besuch verdient. t>r. Jurqm-s .4 h r u m o ui l » r h. Oscar Wildes Baabarj ßunbiiri lebt -einer schirachen Gesumllieit wegen auf dem I .iiiile, und -ein Kreiind. <ler elegante Algernon Montford. von Klau- Brill gespielt, muH ihn immer dann, pflegen, wenn die- -er -ich -einen gesellschaftlichen Verpflichtungen in London auf gute Art entziehen wiJJ. Lrust ist der Bruder, um den sich der lustige John Wdrthing; den Kritz Ben scher verkörperte, kümmert, wenn es ihm auf -einem Landsitz /u langweilig wird, wo er ein Mündel /u betreuen hat. In W irklidikeit existieren f reund Bunburv und Brillier Krnst gar nidit. sie sind von den beiden lebenslustigen jungen Leuten als stetbereiter \or- \%an<l erfunden wordea. Der kranke Bunburi führt sein Scheinlehen in der Tat nur -ehr. schattenhaft und stirbt recht Unbeachtet zu seiner Zeit. Der Bruder Krnst aber gewinnt ein redit lebendiges Dasein; die Schilderung seiner vielen Untugenden hat auf <läs kindlidi reizende Mündel Cecilv, d.irge-tellt von Anneliese GeIlhorn, eine starke Wirkung ausgeübt, »o<lal! Algernon Moiitfor<l leichtes Spiel bei ihr hat. aler vorgibt, dieser Bruder Ernst zu sein. Pech.- dal! zur Sellien Stunde auch John VVorthihg in Trauerkleidung mit der Nachricht will dem Ableben dieses Bruders Krn-t eintrifft, dessen Existenz Htm .nicht n.ehr zweckmäßig schien. Die auSer- -ordentlich lustigen \ erw irrungen. die sich hieranergeben, -ov\ ie die Schwierigkeiten, dal! sowohl das Mündel Cecily wie die affektierte Gesellschaftsdame? Gwendoline — in der Darstellung von. Marie Luise Broich — ii (ir einen- Mann nainciis Ernst heiraten wollen. Illingen AnluftX zu viel Heiterkeit. Kommt noch hinzu, dal! die energische Lady BrUcknell Carola Segalls ihre lochtc'r Gwc*ndolllie dem John Woilhing nur gegen'ein genügende- Vorfahrenverzeidinis zur I ran geben will. Leider reicht sein Stammbaum aber nur bis zu einer ILindl.i-che in <ler Gepäckausgabe der .Viktoria-Station in London. I r i-t ein V indelkiud ohne Eltern*, Iiis sidi seine Her- JÜDISCHER KULTURBUND HAMBURG C 0 .N V E N TG ARTEN, THEATER SAAL, 20.15 UHR M A R Z 21 SONNTAG '5. Abonuements -Vorstellung In neuer Ausstattung BUNBURY (Ernst «ein itt alles) Eine triviale Komödie für ernste Leute in 3 Akten von Oscar W ilde - Regie: HANS BUXBAUM Bühnenbild: ALFRED MÜLLER -.' * Darsteller: Die.Damen: Marie-Luise Brueh, Anneliese Cellhorn, Edith Hersslik, Carola Segall Da$ heitere Repertoirestück J,if ,f,'rr'" Kl,r' W'l'fl, Fritz Ilensclier, Klans Brill, Julius Köhler, Kurt Schindler aller Bühnen! reise: 3.50. 1.70. 1.90. IAO RH., Jugendliche usw. ,030 RM.