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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1937-03-19 · 3 (19.3.1937) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
13 (1937)
Issue
3 (19.3.1937)
Date
1937-03-19
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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<i i'ni <■ i n i! <■ Ii I a M der I) e u t - t Ii - I - r n e I i » i - i °h r n dein rinde > ile II hii alle jüdischen Schüler und Schülerinnen die Ostern die Schule verlassen! Diese Tage, an denen ihr die Entscheidung für die Gestaltung von euchwerden einen Beruf in Schute verlaßt, sind Tage der eures Lebens. Die wenigsten Deutschland ausübe i können. und darum bedeutet die Berufswehl zugleich eine Entscheidung nmal gehen wollt, in dem ihr wollen euch die Erwägungen für Jas Land, in das ihr spater e eure künftige Heimat sucht. Wir vor Augen fuhren, die für das Larid unserer EntscreidiVngen, für Palästina, sprechen. Gewiß ist der Weg nach Palästina nicht der leich esle. Für Palästina ist ein Leben'der korpe rlichen, Arbeit, das Eindringen in die hebräische Sprache, in d e Kultur unseres Volkes notwendig. Unsere Heimat können wir nur dann neu aufbauen, wenn wir mit bewußtem Bekenrtnis zum judischen /olke Arbeiter und Bauern werden, wenn wir die Berufe ergreifen, welche die Grundlagen einer gesunden Gesellschaft bilden u td uns so fest im Lände verwurzeln, daß fjremde Mächte uns inmöglich mehr daraus verdrängen können! Auch in Deutschiard fanden die luden eine aufstrebende Wirlschaft, die sie aufnahm und an deren Entwicklung sie teilhatten. Vieles Länder in Üebersee stehen heute auf der Stufe der Entwicklung, auf der. Deutschland vor 125 Jahren stand, als m<n den Juden die Burgerrechte gab Aber sö, wie das deutsche [Volk sich zu einer Nation entwickelte, welche volksfremde Teile nicht dulden will, so werden auch diese Volker einst diejenigen ausstroßen, die fremder Abstammung sind. Wir habön in "Deutschland erlebt, daß diese Entwicklung unabhängig ist von der|Bereitschaft der Juden, sich zu assimilieren. Was sie auch aufgegeben haben von ihrsm Volksbewußtsein, ihrer e-igenen Kultur, ihrem Selbstbestimmungsrecht, es-ist ihnen doch nicht gelungen, ganz mit dem andeien Volks, korper zu verschmelzen. In Palästina kämpfen Menschbn unserer Bewegung um die Existenz des Jischuw. Aber dieser Kampf gilt nicht nur der verhältnismäßig kleinen Zahl von Juden in Palästina, er gilt dem ganzen jüdischen Volke — auch uns.. Es geht um das. einzige Land, das Juden aus eigener Kra<t aufbauen md in welchem sie. ihre Fähigkeiten zu voller Leistung entfalten können. Dort wird der Grund gelegt für ein menschenwürdiges Leben ohne innere und äußere Unterdrückung. Sucht nicht nur einen Unterschlupf! Sucht ein sinnvolles Leben, in dem ihr nicht nur für eure Exilstenz arbeitet, sondern für die Gesamtheit wirkt. Das Bewußtsein, für das gesamte in der Gola leidende Volk einen Ausweg zu eroffnen, gibt unserem Leben den Sinn, an einem großen Werke mitschaffen zu können. Landwirtschaft und -Handwerk sind die Grundlagen unseres Aufbaus in Palästina. Wir Juden, die wir jahrzehntelang nicht körperlich gearbeitet haben, müssen uns erst langsam an die körperliche Anstrengung gewöhnen und uns gründlich fürdas Leben in Erez Israel vorbereiten. Diese Vorberöitungszeit stellt an euch so große Anforderungen, daß der einzelne ihnen nicht gewachsen wäre. Nur gemeinsames Arbeiten ünd Lernen weckt die Energie, bis zum Ziele durchzuhalten Im Kameradschaftsleben wird die Erziehung vollendet werden, die Menschen zu engem Zusammenleben befähigt. Der Weg nach Palästina ist nicht allen offen, aber die, die sich für ein Leben körperlicher Arbeit entschieden haben, können ihn gehen. Die Vorbereitung hier ist eine Probe für euch. Viele fühlen sich vorher zu schwach — wenige sind schwach geblieben, die die Probe gewagt haben, wachsen doch das Selbstbewußtsein und' die Kraft mit den Anstrengungen, die man auf_ sich nimmt. , Wir wollen euch die Vorbereitung für das Leben in-Palästina ermöglichen. Durchdenkt die Entscheidung, die Ihr 'heute zu lullen Habt! Sie ist bedeutsam für euch, für alle.'Juden, für die kommenden Generationen Das Schicksal unseres Landes und unserer Gemeinschaft liegt in eurer Hand. Beratet euch mit uns über alles, was euch zweifelhaft erscheint Wir wollen mit euch sprechen, «nr wollen euch zur Seite stehen — rjach den Grundsätzen unserer Bewegung, getragen von dem Willen, euch den Weg zu fruchtbarer Arbeiten ein freies, erfülltes Leben zu bahnen Träger Mittler i JUDISCHE JUGENDHILFE E V. in der J u g e n d - A I. i j a , Berl:n-Cr>arlottenburg, Kantstraße 158 ••-*.;] HECHALUZ DEUTSCHER LANDESVERBAND en-Hachschara. Berlin W 1 5, Meinekesträße 10 An alle Eltern und Jugenderzieher! ' ' ' :' - *,".-■' Wiederum stehen wir an der. Schwelle, eines neuen Schul1 jahres Viele judische Jugendliche stehen mit ihren .Eltern und Lehrern vor der Frage, welchem Berufe sie sich zuwenden sollen. Heute ist 'Berufsausbildung mit Hinblick auf die. spätere Auswanderung eine unabweisbare Notwendigkeit für die meisten. Die jüdischen Organisationen haben die Beschaffung der Lehr-'■ stellen und die geistige und seelische Forderung der schulent lassenen Jjjgend in die Hand genommen ' Wenn heute der.entschiedene Wille und die berechtigte Ab-, sieht zur Berufsausbildung besteht, so gilt es mehr denn je,1 unserer Jiiigend die Werte zu vermitteln, die ihr Rückhali im^ Leben zu rieben vermögen. Sie muß'iernen, ihre Stellung in der Welt und Uhre Pflichten gegen Mensch und Govt zu erkennen" Lernen, ihrjen Platz richtig im judischen Volke zu sehen Lernen, die Aufgabe des juidischen Volkes auf. dieser Welt zu begreifen Lernen, den Sinn des jüdischen Landes und der Hingabe für seihen Au bau zu erkennen. , Die Institutionen des Noar agudati basieren auf dieser Erkenntnis. In den Jahlen der Hachschara .ruchanit w'gufanit — der geistigen und 'lachlichen Ausbildung — in Jeschiwa/ Bei ohinnuch, Mittleren-HVchschara, Lehrwerkstätte, Mädchenseminar und Haushaltschule wird diese wichtige und grundlegende Arbeit geleistet Bildung des Charakters, Schulung des Geistes, Erwerb dir praktischen Berufsjcenntnisse, Ertüchtigung für die. Gesamthelitsaufgabe sind die, Erziehungsziele unserer Hachscharot und Institutionen 'Gerneinschaft der Jugendlichen und erzieherische Arbeit an ihnen wirken zusammen, um unseren Menschen den Weg in ein personliches Berufsleben und in die judische Gesellschaft in Erez Jisrael zugleich zu weisen Der Noar agudati fordert die Eltern und Erzieher, der Jugand auf, die Schulentlassenen ihm anzuvertrauen. Die 'Institutionen d.es Noar aguda)ti stehen der religiösen judischen Jugend Deutschlands offen. Die Arbeit für dfe Tora und die Verwirklichung der Tora irS Erez Jisrael sollen dem Leben des jungen Juden wieder neuen Sinn und ihm selbst gesteigertes Selbst " bewußtsein geben Die Freude am Lernen und die Freude an der Arbeit werden ihm neue Kraft und seelischen Halt verleihet. Eltern! Denkt an die Zukunft Eurer Kinder! Gebt ihnen den allein durch' Lehre und Tradition gewährleisteten jüdischen Rückhalt! Schickt Eure Kinder xu uns! NOAR AGUDATI Bund agudistisch-chaluzischer Jugend Frankfurt a. M , Schwanenst'ra De 1 2 tuisgefülli; wie Rebcii um eine bl», <l.i wir im < •<-m<■ iri.I>-1 >I.i<t des Vereins berichten: Die det FolfTiMHlen Wahlen ersahen ilic niiiiiii /nin \ nr-il/emlen des Vereins, 'qbensti <li<' rl idde fjbrjgen \ i>r-lainl-mil::lie:ler. zu denen (•■■n n der I )ii£r('ii)lgru|>pc«de* Veiem-, zni zutritt. I i-l.itluiiir de- J.ilir« >\ jeder wähl des M« i i n Zeil II. rr Mliv.l I I Di r I lill-\ereil' iler Juden i i I )eti nixch Ii ein ständigem \ ■■ lfm )■ .<• It arlunicl dieser Warnung nur mit iiuhVr-tem .Naibdmtk nnsdilieHeh. Vus flem lex! de* -üdalrik. neb nunmehr voriiejrf, erjribl si< der l.inuiindertHi(t»<l)eslimmnnien. I /II / ■ 11 \\ i I; _ t M i \lllllllll.lll .III I .1 Iii werden da- I .md.Wieder verbissen inii--en. I riiertdiesen I m- Btiiiiilcn u.n um die »tkltefrikani«d»en| *» ie ilie zuständigen I nn «limer jiidi-dien Sirllcn jeden. Mir Au-wandenin;.' midi Südafrika, der niifif «dum vm <le - Kinrieisc? die Genehini.vnnj! zit, zeih« Mlen Vidi Tätigkeit die 1 in» ihe.Hi Iltis «.III.Irl II 1. II. nie¬ bis 1 mli ■Mi Ah der ■w ,i Ii. In ii eitet Je* geil de- US, Ii i Ii - über «rt gelehnt: bei der ta—en in mIiI.huI gibl bekannt: n l'.inw am Um ini:>:rv t/e-, inKerorileirl I übe Si reoge. inwanderer weiden /war assen. Miel, la-l alle hat. IVr iHlfsverein kann -iih iiier -pateren Vuliiiiln a'ns JnkatinesImRK «dpwi'be'H' Hille Am, die ii.iiIi tiein Inkraltlnteii de« neuen ■ I in- •r>pe'setke.s' mr.iiinl gekommen -ind. m iler (,■«■! du. \pi il de« I.,iinle- \ei wie-en /n wenbrt». I Vi i I mi- L'-imar<'l hat ilie Vntw-Nitng erhalten. »Iii] Be-llH«lliHl-« (le-it/emit anllei-tei Strenge «In nli/n I lih I eir. 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