Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 11 (13.11.1936)
- Date
- 1936-11-13
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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%au m Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitisrhen Gemeinde Nummer 11 bringe ifas () h c I -Theater audi hebräisch geschriebene Stücke /in Vullüliriiug. die <>tt durch kolljektivtb-aniaturg'ie entstanden mii.I. Besonders interessant sei ilie Tatsache, dal? sieh die Stucke, di:- in Palästina gespielt wcrdcii. -i hr häufig mit dem Gctlutprohlem befassen. Da* moderne Zeitstück, «Iiis /» den l.reignissen der Gegenwart Stellung 11 im 1 it. felilo, hingegen fänden die £r*diei Illingen de» gegenwärtigen palästinensischen 1 ein m» Kommentar und Kritik in der Kleinkunstbühne M .1 - t .1 1 e. —jSehw ierig lagen die I >inge auf »lein Gebiete d<T Mu»ik. Da» BtHfitrftiis n ull Mu»ik iirnl musikalischen Darbietungen *cj sehr stark, es gebe aber keine staatlichen Subventionen wie in «111 leren Ländern, die zur l iilcrhultuns einer eigenen Oper Olli seien. .jlldi»ell als der gesehen Ml 1*11.1 Iii 1 ~v.it- ■reu r eiaes eigenen philharmonischen Dsthesters iiiicrlälllieli katnincrmii-ik und l.aicifmu*ik fähden starke- Pflege. das \ iilk»Ke<l. da* in Palästina entstehe, könne \ ielleu.lt •r»ie und stärkste \11-dr11ck eigenständiger Kultur aiiw erden. Ziisammeiifa-scvml stellUeler Redner fc»t. dal? tina.ein >ehr lebendige* und edihs Bemühen um künst- Dinge 1111I auch eine »ehr starke künstlerische Almo- 1 » e 11!i 1IIH 's ( ..1 izen .' h n Gastspiel der Kleinkunstbühne des Berliner kulturbundes Wenn der Name des künsticri -1 Ii <"ti Leiters verpflichtet, müssen wir es Max Ihr Iii Ii ehrlich: bekennen: der grolle I rfotg de» Vbeiiels w ar-sein Verdienst, sein schönster krfolg .iiier. dal? er nn*eren Kultnibiiiidmitgliedem Munden wohltuen ler I rl ri-chung schenkte. e"Kleinknnsthühne zeigte die um \\ ill\ Unsen und Max I h 1 lir Ii verfaßte Revue-Vorhang auf. die bereits in Berlin mit -ehr groKeni Krfolgc aufgeführt wurde. Die Re.irie lag in den Händen I liilich» der anlVrdem als Ansager und Schauspieler den Haupterfolg fiir sjHi buchen konnte. /» cjundzw anzig Bildet rollten vor den Augen des Publikums ab. Die von Bosen komponierte und unter der Leitung Min \\ . Ii .1 e r » rafmungsv/ill vorgetragene Musik baute von Bihl zu Bild eine Blinke Ulfd trug wesentlich zu der au*gezeicbncten Stiinniiiii-jj \Im ikIs bei. I )ü;- zeigte »ich scboti daran, dal! das Publikum \|i|il in» »t.iridis dem Bhv tlimus der Musik unter\varr. ih.iii»|)if lei is<be Kah-igkeiten bewies auill r ritz 1 e Ii Ji 11 e r. besonder* in der mit' starkem Beifall aufseien \l i»k n»x. ae. Grollen Belall erntete au eil Idith Ii e i 111 e r mit entzückend virgetr.igciie-ii. ( Ii an» >n»; II ef '/Und I 1 ie 15 a d e 11 gefielen in ihren «lein l'ahmi'tl 11t .iii_'e(V iRten akriibalisdien I an/eil Auch Ruth L 1* h.il i'f r|i ünid I. V\ e 1 » 1 11 e r »eien lobend ei w .ihm. - a k!einkiu'»t in eim-.ni grollen Saale /ur Wirkung 1 »"II. muH »ie er*tkln»*ig »ein. l-hrlieli* Bühne war e», da- Sek icdie Wirkung, die in der Hauptsache durch »eiire1 /1 1 '.-<fu genialen Kinfällc ei/ieit wurde. Namentlich in der ..ino-leili a.i!c'e.irSei:elen". im \littel|»iuikl «h s Abends -lelien- <len ( >l jn'll.i-s>>eiie j,i-le eiit«uilil: :er I infall den anderen. Die I nheitidie bew i.•»»•!!. webli k-i-tliilier Humor geboten wurde. Humor' »t.ind überhaupt im Mittelpunkt der Rewie inid be- JÜDISCHER KULTURBUND HAMBURG ViONVENTGARTEN, THEATERSAAL MITTWOCH, 25. NOVEMBER 20.15 Uhr EINZIGER (letzter) ABEND vor ihrer Übersiedlung nach Amerika 8wr" - ' I . > BßätriCG Freudenthal- Waghafter 1 > * mit völlig neuem Programm: Kleine bunie Lieder aus der großen Welt Am Flügel: Leo Schönbach Preise:. 3.-. 2.30, 1.60. 1.10 RM., Jugendliche —.40 RM. herrsdite Conference. Worte. Bikler. Musik und |iin/e — kurz, dieser Abend bot erstklassige Kunst der heiteren Muse und eiilspraeh des \\ iin-dieu der Kullurbiiiidinit^lit-iler. Aus dem Erfolg <les Abends kann die l.eitun(T des Kulturbundes die Lehre ziehen, dall seine Mitglieder soldie Abi-nde. «Iiiihnen Gelegenheil (teben, her/1 ich zu Lüben, Freudig beeriiBen..^ wenn nur-das Gebotene wirklidi erstklassig'ist. H . //. * Franz Molnär: Grofie Liebe Das bereits in Berlin mit grötttena Beifall nnfgefSilrfe Stink' hat nun nueh bei uns seineu Kioz.ug gekillten — es nennte, w iii yorausauseben war. ein voller brfntg fiir den \ erlasser. die Regie, die Darsteller. Molnär. «ler Ungar, der ja Mjm Französischen Gesellschaftssttick herkommt, hat. .wie in »seinen übrigen Arbeiten der letzten' Jahre, »eine Ironie, den üarkasrausldes überlegenen Spötters, nicht'abgestreift, aber seinen Kigjiren mehr Herz aufgegclien — zu dem haltunggebietenden ränglas de». Skeptikers tritt (-ine leimte Bewegtheit, die imrch ein leises /ulken <ler Mundwinkel diskrfel an- [grdecitel wird. Diese Miseiun'ir französischer Somhalahce, mit <ler kleine, eine wenig überzuckerte Perlen der Lebens- und l.iebe»d'1 lahrunj: ins. Publikum rollen, ungarischer l ubekümmerjtbeH und eines mitfühlenden jüdischen Herzens hat ein ganz ib.irmantes lidi finde ki-in Wort, <las besser pafite) konversationsstück entstehen lassen, dusi spritzifc und elegant von den Hauptdarstellern gelebt, ein paar höchst amüsante Stunden schenkt, ein l tihes<li\vert»ein. ein Aiilatmeii. eiji latlgnadiw ii Lende» Lächeln. Die von ILiiis Bu xba u nt sauber und-eiiHlfucksvoFI gl** führte Rerie bricht überall spürbar durch — es war sicher niiht leicht« die einheimischen kralle den beiden prominenten («asten anzupassen —, dus aber ist ihm durchaus geluilgen. I nterstützt würde er durch die ansprechenden Bühnenbtltler Alfred Müllers, dessen sonnemlurdifhitcde 4)je|e alle Sehusiuht nach \ orl 1 iililin^-l.ereii in Modliuu' uadirüfl. (iänz e>ht aber i»l Jennv S c h a f f e r - B «• r :i » I e i 11 al» l\\zellenz. Sei waren »ie wirklich, die :llleii. cwi:r jungen Steru-k 1 enz-< )rdensjdamen der osterreidiisdien Aristokratie, lemperamentvoll, jrüli^'. spöttisch alles Men»(hli(he begreifend ui|d dmli streng aiif'l.tikelte haltend, hingerissen und Iii 111 eiHeiul. du nht rieben, klup. L'eru ein wenig Vorsehung spielend, sich und andere nie L'anz ernsf-nehmeilde. herzen»w.ai nie (ii a ude-Da Ines. unter l ächeln diese etwa» »piclei i»ihe. anmutige wienerische *\Veh- Imut verbürgend. De'r Berliner Gast gib) eine glänzende Studie, die niiht immer dankbare Bolle der Patrone»»!- i»t brillant kltiTchgeführt. Kbenbürtig »teli! ihr f'rieilel Münzer Vinn Kölner, k 1111M rl im in Ii Ini t<T zur, Settel die als allere S<hwes|i-i, al« Betreiu*rin des l, nhier veranlasieii Nestkiiken». al» vor- BnsreckBencie flausWaltffihrerin. die »i<b nur leider in »<'elis«beu Angelegenheiten ..verrechnet"*;, her vorragend war. In der Abk(hie<|s»zene . fand «ie w ahrhaft erschütlertide Töne und ein fein abgetönte-) Spiel. d:(S'durch die Sparsamkeit der Gesten, zu llenen die- Rolle in allen Madien nur zu leiebl verführt, bekondeis angenehm wirkte. In der Tat. <ler Abend lohnt »«hon pieser bi'iden abgerundeten Leistungen wegen beide Damen Mini kfin»t)ei innen hohen R.nr.re» Marie-Luise Bruch, in.' |'-r z'weifHlos eine starke Berabung steckt, k im in der Rolle Bit jüngesen Schwester nicht recht zur ktiljfaltung l'ine LAlH-nletirerin , ein Mädchen, das schon mit Mi Jahren von llau»e ausi ückl. um Kibttdiva zji werden, das. kurz vor njer I lie steheni. dies,- Manöver ein paar Jahre später wie lerbnlti hat dich gewifl I empe-r im.ut. Gefithl, \erve. Iliiyon w ir aber leider nlizqwentg zu spüren - die- .Vbsdiiedsszem-, die dudi reich Ii 11.meierte Gelühl»au»briichc ztllSKt, »ah diese nur bei der ältjeren Schwester. Erna Co Ii n - Lo r|e|n z war die I lof rätin I mmeline «loch meh .\ p p e I in s betont dumme!ad ie I '.'ab der Pute, was »ie auch sein »oll. lausbesorserin den Humor und «Iiidemuiitre LinfStU <h-r Leirt' nun GruiMl. fiihos iler K Klan» B ri kraft, mit meistern w 111 Iis — dem Jungen'ginn ht mau dc-n Mut und die denen er sc-in und seiner jungen l'tau Schicksal II —. Fritz M e I c Ii i o rils 4> udw vi war ein biHeben zu Irocken und farblos — ein Sieker im Degenfecnlen hat wohl prenfgäneerjskhes. Der llnusliesorercr lag bei Kurt [besten Händen — sein wichtiptuerischer. pfiffiger, In-n-liesorgier'Wach- und Haus-Mann war eine kleinehübsche ( liaraklersjudie — Alles in altem: ein anregender, reizender 1 beaterabebd. der. im'Dreitakt: Stück. Regle. Darstelluutr h.irliuiiiisch arisklinirt Bnuut E nml.fßrrfinfl ';> ,'*'' Drasaaturgische Zentralstelle des Reichsverbandes Bei dein] Reidisverbund der Jüdischen Kulturbünde is| eine dramaturgikche Zentralstelle errichtet worden, die sich der Besch iffliug jüdischen Aiifl'ühruirjsmalerials. seiner L'eliersc-tzuilg im I Bearbptung widmen soll, Ständige' Mitarbeite r dieser Stelle sindjdie Herren "Dr. ( Ii. Borodiaifski (ilebräisdi)i leo Hirsch (Jiddisch) und Dr. Hermanfl S i 11 s h e i in e r iilramatischje Weltliteratnr). Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden fort laufend/den jüdischen Kulturbünden in Deutschland du reit Uebefsendttog aufführungsreifer Stücke unterbreitet. .1