Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-09-15 · 9 (15.9.1936) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
9 (15.9.1936)
Date
1936-09-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/4891256-5444745-5445079--1245-4892358
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

GEMEINDE BLATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg i T! i Ol Dm GefM^iwlcblaU *.*rsch . »•in» Milte -;-:-,-,--- s-den Monats / Its-iuüspri-is: 0,45 J.'it vierteljährlich einschl. B**lcll£cld / Altiribirfcnprcw: IS Pf. für die achti;e*paJlenc 1 ,'erlaS und Geschäftsstelle: M. 1. e 0 rn a n n . Hmbarl 36, AHC-StraBc 57. / 1 . rn-pr. .Ii. r: 31 H7 71 1 II »et, r ktiit Nummer 9 Hamburg, 15. September 1936 1 l. Jahrgang Wie qlcM&A, wU Uofäei*, wU vexUaueu! Tief erschüttert, Weh im Gerzen, schreiten wir über die Schwelle des Nt/uen Jahres. Nicht wegen der Sorgen, mit denen wif in die Zukunft schauen! nicht] wegen der leiblichen Not, die uns bedruckt — Schicksalsschlage sind dazu da,-daß wir ,ie meistern, Sorgen dazu, daß wir durcn.eigene Tat sie überwinden, unsere Kraft stählen' und uns unseres Konne'ns bewußt, werden Sondern' Weh erfüllt uns, weil in unSsder Name Gottes getroffen wird Rabbi Akiba der Märtyrer schrie auf, als seine Stirn verlern wurde, auf der er die Tefillin trug, und die schmerzlichste Klage entrang sich den Juden des Mittelalters, als ihre heiligen Schriften den Flammen überliefert-wurde-i. T ' ' •" , '■ ■ Und darum-bekennen v?ir an der Schwelle des Neuen Jahresiwir sind das-Volfc Gottes, wi< sind die Träger seiner Lehre, vki r die Kunder seiner Wahrhei:. Wir glauben, wir hoffen, wir vertrauen und wir wissen um die W.ahrheit des Prophetenwortes ), da\S, so dunkel die Nacht um uns auch sein mag, ein Morgen kommen wird — :— Und nun wollen wir im kommenden Jahre an unsere Arbeit gehen und unsere Pflicht tun, still, ruhig, sachlich, sch vefgend Ein jeder auf seinem Pdsten, ein jeder an seiner Stelle. Erfüllt von der Heiligkeit einer jeden redlichen Arbeit, we,il es ir, aller Arbeit den Namen Gottes zu heiligen gilt. Erfüllt von dem Werte einer jeden redlichen Arbeit, weil jede redliche Arbeit dem Wohle des Ganzen dient. EjrfülIt von dem Sinn jeder redlichen Arbeit, weil jede redliche Arbeit cjem ganzen Leben erst , inn und Bedeutung gibt. Und wir versprechen einander, alles zu tun, um unserer Jugend aus dem Wirrsal dieser Tage den Weg zu ebnen i t eine, wenn auch noch so schwere, so doch reinere und edlere Zukunft. Und wenn auch hier und anderwärts die Erde unter Jns ejrschuttert ist und uns der Boden unter gen Füßen schwankt, wir glauben, wir hoffen, wir vertrauen und wissen um die Wahrheit des Prophetenwortes-');<j| -prnaj "iok pion vfpjp rvnai ms' t6 int« nom nrovan mraim ima* ernnn T5' Mögen ayeh Bergeweichen und Hügel wanken — meine Liebe weichet nimmer von dir und mein Friedensbund wanket nicht. S.o verheißt es Gott, der-sich deiner' erbarmt. ') Jesaja 21,12 |?) Jesaja B4.10.! , IIIIIIIIPIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIlillllH i)<'in Juden in Deutschland* den' Männertf und Frauen, den Ahm uml Jungen, sprechen nir zum Jahresbeginn untere herzlichen Wünsche >n/s. Neue Aufgaben bringt das lioni tuend c Jahr, neue lieitiihrung ernttrlel es. Von uns ist im Ernsitf der Zeil ein Aufhauen gefordert. tt ir können dessen fällig sein, nur wenn jeder den Platz kenni[ den seine Pflicht ihm weist, nur wenn nir das heranwachsende Geschlecht zu einem \\ eg der Anteil erziehen. Jeder von uns steht in seiner Gemeinde, ohne sie wäre er verlassen. In unserer Gesamtheit sind unsere Gemeinden geeinli ohne ihis wären sie Verloren.**Diesem Geiste der Genieinichttfi dienet nir. diesen II illen zur Gemeinseitaft wollen uir pflegen. Möge die Arbeit, die uns alle Perbindet, gesegnet sein. vie fteidisoertretung der Juden in Deutschland Ii n e <• k. ' I // / r s e h. Rabbiner Dr. Jtruiia 11 it I i e /i <• r; Unser Gebetbuch Mrnsiii. (st die g i <• I! sielil sie ,111dl in <lei l'ronketenaksthntit.si' rk"« /« II der (.' Ii .1 n n it Ii. Hanna, ler *dünsten Nnnien <l< imcn.mit lledit. <lt trug ihren N köstlichsten C ler Klriift, In eile« \eu- /ii ilt'iit-iIi r Heiligen hu sie w ar ili«'. die der lliiiiii i l /it \er Im Mittelpunxtc di j.lll|s|;|,ües stellt die Cesl.l die U c;r ii i il <■ tje. einer Schrift. Jene Prau Itepn ulet mit der leihen vermag, nkit froiHiiic I ),ii um lidikeiten. «Iiimit hallen, « as u ir Jm mit uns tragen, rar «Ii s Wortes — Irrsk vernichtet, tiiein.il wenn die .Legend; d il! it. ins Mirr :j:e\» orlen, mil \\ »gen teilte, mit tl iniit die W assc w ir Juden sann wieder /nr Wirklichkeit geworden. K nun ein Zeitalter.,in ilem cm /it können.. IIa C ( t' i i n d et J ii < vordersten lleihc jener ihrer Seele, ihrem ller/lilul «Iii cn lai|gcr deiin ein Julirtanseild j;.tr oft - im w.ilil- , verbrannt und di >l Ii; unser vi e Ii e t Denker lies Altertums civ.ililt. ■ler einen ll.iiulkrattvoll .die ler anileren a|>er die Sdinliiolle i,ni|x>thielt. nliteu ihre Zeitlien nitlit vcrtiisdilen, so dürfen in unserer GeMchidite ist diese Letttrnrlc iihiner ■dt bedroHl sllilelt. /ei!el/l uns enlrissi von einem sei/eil müssen. ' l'reil;di. ii in e i n e in bat low ' I .cKen ßefJirditnng.' il.iH «Iiiviitler dil" /eulieit lief heiligen Ril Ina,, dii-ser e ii t u m s. IVrsüiiresl.ihef s kleiiu;il teil siiiine il nieui.ils > Ii e Ii. J.i. der Jini .\ i nu n e nitlit geedn um, Jic sein l.elieu k.im|ilen. uidil mit kr.iftNtilleii amlrineeudi'ii Wogen »idi hatte /nr Wehr e i n e III stimmt die .1 e:eu.le 11i<Iii. 1ie |)ulilniu «eil uiiirl ml len. il i'Q jeii Jn len .in Ii iuven il-.l .lul aüdi-V Ir v ei l.isdieu. k'Ullile. IjruillhtC er llieili.ils zu In'ueM. |)ie>e /eidieii >iinl g%"fell Ii li-die M.ultle gefeit. ktMii St Ii tili.: kern leiiei. kein Wasser War iiu-l.iu le, W.irrl je imstande sl«iu. den (.ei.st /u ei tiilen. der ilie^i,/eiilieil sidi (restaltet'liai. (Ilesen (ieisl /u |>fle;reii,-fliu in iins«>r<«r Seele lelienili^ Zu eili.tlleii. jlas i^l .lei cl^eiiüidie Stliii der Jn iejtiiire. ..I Iiser (iel.elliiiili'. -u heiHl d.rlier d.is I lu'iu.i, das'idiese /eilen kurz lieliiirnlelti mitten / . ' ' . Wir gehen ani beslei) .ms tun deii siuiiiften Wullen eiiie.v Milniies. tlen die Juden llamluirss inil SM/ /n ile'u l'-n+rigijk /.ilileli. J.ikuli I. ii e « e n Ii e i j: J.ikuli I »ew enliej-J. \f.\\ ufiein . (Jedidii hinterlassen. ■t1a> die l eUTsilirift i^i^t ..D> < Vifle« CelH-tlHldi ". uiiil in dem er il.,nkl>.vreii Mertens I. in.lrintx.iseines . [r......neu Klteridvmsos lest/uhallen sutlit. I > lie-innt mit <le'i W ullen: ..Dies Küdilekl hat/.dkh li<-'i Kenleilrl ' und sthltetR ... . .ein liliik hinein, (Iii hetTtfsl wie l. t. und tle..... Steine triniren aul.'"' ...*.»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.