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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-06-12 · 6 (12.6.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
6 (12.6.1936)
Date
1936-06-12
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nummer f> G e m »■ i n cl »• l> I a 1t der D e u t s c h -1 s r a e 1 i < i s c h «■ n G ei e i r> d « Seite t Ehrenvorsitzenden jticg. Und dieses Lbrenamjt wurde eigens dir ihn geschal 1. ,i. .l.i keine schon vorhandene Khrung für ilin hoch genug gewesen wäre. Kr war hervorragend beteiligt) an ■den zur Ba.lfour-D<•kl.ir.ition führenden Verhandlungen, de-r' Gründung der Jew ifdi Agency urid der l'itiverkitiit Jerusalem. Kr war Vorsitzender des Ausschusses für Mimlerneilsrechtc .Dehn Völkerbund in Genf, er surfte alter auch, für seinenotleidenden polnischen Landsleote. Sokolow beherrschte heben Hebräisch urid Jidelisdi sechs weitere Sprüchen in Wort und Schrift, ü!>erset/te ller/ls Werke Ins Hebräische und redigierte .die „Well" und den ..llaoUnn". Kr verfuttte die ..Geschichte des Zionismus" iin<[ vielgele senc jiddische Novelleiibamle. Die Iraner um Sokedow ist allgemein. .Nicht nur die zionistischen Organisationen aller weit erlielien Kundgebungen, auch ajle deutsehen Gemeinden und Ge's.untorguuis.itioneu gaben der Trauer in Veröffentlichungen beredten Ausdruck, und Minister, Kinunzmünner. die [fahrenden Mannen Knglands. im Mutterlande und in Palästina zeigten ihre Teilnahme. In London wurde er unter der Beteiligung von £ehntatisenden zur letzten Ruhe gebracht,'Chief Rabbi Dr. II <■ rt / und ( haim W e i /. in a u Ii riefen ihm die let/ten Grüße nach. * Audi Hamburgs Juden erinnern sich Söttolowa mich sehr gut aus drm Zionistcnkongrel! im Jahre I9t0f in allen Ve-r- Mimrhfungea.und Sitzungen gedachten sie. in «Uesen l agen des Toten in ehrendster Weise. i Oberrabbiner Dr. Carlebach in München .Von den zahlreichen Vortrügen und Verantdaltuugeh, *Keiiiis in den let/ten Monaten in München besehiedeu waren, sehreilit Dr. Ludwig ¥ e n cht» a n g e r in Nimmer io/i'j3t> der Baverigehen Krae-Iitisehen Gemeinde-Zeitung. IiuIh-ii auf viele die . Stunden, in denen I le-rr ()herrahhim-r Joseph C'«rlel>adi spruili, <len nachhaltigsten und tiefsten hindruck gemacht. Ahl Sabb.it- Nuchmittag [j'V'W *WR -• M;ii — 'rat Bahhiucr Caiiehaeh zu nächst vor die Mündiener jüdische Jugend und wußte.sie in der Stoffwahl und in der Artseines Vortrages /u fesseln und zu begeistern. Abschließend an den Gesang des kurzen Psalm* 131 und au den Tora-Vers ..Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"') erklärte er <las Schrift«oit lebendig, gegenwartsnah Und eleu Jugendlichen greifbar und einprägsam. Die Midrasch- Lchrkurse für Jugenelführer hatten tvpisehe Texte zum'Gegeustand: trotz der Schwierigkeiten, in ein paar nodi so instruktiven Standen einen Begriff vom"Wesen der midraschisrfaeu Sehrilterklärung zu geben, wurde hier Interesse erweckt und gelehrt, wie man einem ungeschälten, nicht homogenen kreise einen wichtigen Zweig jüdischen I erneudarbieten kann. Vieh Milchen wirklich beseelten exemplarischen kurseil wird jeder Teilnehmer] seine Midra<ih-Sfellcn. dio ihm in Sihteihmaschineuabschritt übergeben wurden, mit den Urtexten zu Verglertheu und weiterzukommen Miehen. — Prachtvoll war der Sonntagabend-Vortrag im überfüllten) Wiseumsa'al „Väte.r und Söhne". Das Gcncrutinuf nprnhlcm. die ewiie Korrektur der Sünden der Väter durch die Geschlechterfolge war d.is weitläufige' Thema, das Carlebadi wie ein groller K.inzelredner — hiureißeml und mit hcuniletisehem-'Sihmuek iiu> dein reidien jüdischen Gedankengut" und der Geschichte- — behandelte. Du: Mehlige war das berühmte- Scfilul'wort des Propheten Maleadii: ..Wohlan, ich sende euch Mija den Künder. bevor Mein Tag. d--r grOpV und furchtbare, kommt,. daß er umkehren lasse- > der Vater Herz zu den Söhnten der Söhne- Herz zu ihren Väjc-rn -jsonst komme ich und schlage das Land mit dem Hann."*)- Abrahams und Isaaks Gang nach Moria*) und der Mid rasch dazu waren das zweite Hauptmotiv der groß angelegten und den Gleichgesinnten zu Herzen gehenden llomilie. Wir verehren in Obe-rrabbiner Carlebuch nicht nur den bcdeiriendcn religiösen l-iihre-r, sondern vor allem den wisseus- Ulid gedankenreichen Sdiriftste-IU-r: .seine drei b-tzti-n Auslegungen und Erklärungen biblischer Bücher sind Meisterwerke selbständiger und lebendiger >dirilt«-\egc-scin streng foratreuem Geist: ,,Die dre-i großen Propheten Jes.ij.is, Jirrnia und Jeche-ske>l". ferner die prächtige» Deutung und l'ehertraguug „Das hohe Lied" und zuletzt „Kohelet". Den Veranst.dtern gebührt ,Ulf richtiger Dank ekifür. elal! sie die \lün«heiie-r Vortrüge.des Hamburger OlH-rrubhiucrs ermöglicht haben. 'I 3. Mos. 19. 18. . ' »I Malrachi 3. 2«. »I L Mo.. 22. Hamburger Zionistische'Vereinigung IM UN M- Ki t El Mittwoch, den 17.Juni, 20.30 Uhr, im Gabriel-Rießer-Saale, Oberstr. 1?0 GemeinsarrieKundgebung mitder Jewish Agency, Ortsausschuß Hamburg zu den Ereignissen in Palästina. Herr DR. MICHAEL TRAUB, Berlin, spricht über das Thema: \MPF REZJ ISRAEL Einwanderung und Aufbau '' / ' ■■ , / or- •te Stadtrabbiner Dr. P. Rieger-Stuttgart in den Ruhestand getreten Stadtralibitier Dr. Paul ftiesger-Stutlgart, der v>'" 1*r» I9QH in Hamburg ■HU .lsr,ieliti«du-n . 1 i-iii|h-1 w irkte und dr< seine zu hl reichen >chiile-r' noch heute , Trotz last "^oj.di-ri I rennuiig — in.-du-nkluirer Vert-hrting gedenken.- ist, kurzem in den Muhistand getreten.-' Vits diesem VnluflAjHcfni ihm die-, von ihm se-lb-t bi-_-iiin le'tc-, jetzt im ly JethfgliN stehende Gemeinde-zc-itung liir dieisraelitischen -Ceti Württembergs den nUdtstehenck-n Vbsdvreelsgcnll:' Wie utilitugst amtlich mitgeteilt \\urde. hat der Olierral Stadl rubbiner I )r Paed flic'ger Sei»i"m VnscMfien <'ii>r<-«tii it: 1 und in VV'|irfrigung eh r hervorr.igendeii Verdien-de, die" c-f s«h erworben hat. in dc-u It ühestuiid vei-elzt. wobei RCMn \int theidce.'i'sihc-s M^tglh' f des-t)berral> uiibeiiihrt bleibt. J .-. Die- Worteiiuu, die wn Paul B'jeger au-elie>er Sü'lle- Uilloi m — sie sidleirkeine Vbsch\t\\-w oite sein, sein lern ein daukbai > 'GruB. der die- Liebe und Verehrun^-der Israe'litischeii GeniHhui;(irÖH*St,llttgi(rt: ili »ieh »ehlielll.. .Wir. widleu. entgegen soli-)tig|-l Gepflogenhi-lt, aiuh Hidit den W.e.-rd«g;c.ug Dr. Uiege'r», \ ielen hei vorragenden K ige usc'haf ten nu I seine iihenu .'Vielmehr da nun imim e. ■!w Ii bie le umsp.iniieudes W isseu rühuien liefere wenn wir ragenden Hedueigabe gedenken, «lie-'seiml'ie stunden in.uhti-:- VV'lir<erjdlieril aber d.HiUi. wie u Geleilrsaink^lt heuteschildern. I - i-4 uns tun. zum .VlusJlrhck," Sü briii.:en. w.is Dr.- I!i<-^>:r fur'u Gemeinile bedeutete. Keinem M-itgliede UHsepre-r Gerne keinem Juden in Württemberg bberlnui|>t sagen wir ja i Neues, wenn wir Dr. Hi«-g.er» t iel ■- rund i:r-. weiteste < •«• seiner he|rv<i)ri^leii zu W <-i!i er ^tt'der II ih ende uiistrc-r' leiten den Lebenden /u Herzen sjHiieh. v»ieei >,ul u*ebe-soilde.l*e zu c-igreife-'lulei rhetorischer Gröl-'e steJige>l»-;' m;i fi es galt, von ISrüdern und Schwesteril zu scheiden, die d*s I u-b<N< mit (düeksgütc-in nicht geseu'liet hatte. Immer fand-'P.inl II « das rechte W.ori zur reebteo Stunde Aber "be-i aller Cmphiidsamke-it und MugHihU-tt. f.-i i-l.-n Hlegiingen der Svle nprachlichen Ausdt-uck zu verleihe«. M Paul RiegerHdodl imine-r c-in Kampfer gc-wc-sen..<ler es m i-i m l. sc-in<- \iisehauiingfii 'mit der Schlagkraft des w issensch ittliih gemhlllteil GeistC*men.«<beil zu vertreten und für sc-ine.l eb izeugungea nnerschrartfeen ein/ütreten. Dal! .es |M-i sojeheysl charakteriellen Prägung "dt auch zu harten Kämpfen krttnmett mochte, das -ist nur natürlich. Aber gerade ih "solche.« Flillen. ward, ein Wesenszug Paul Miegi-ioffenbar, der uns ils der bedeutsamste an ihm erseheint und der ihn auch zutiefst geadttli hat: Mochten die Gegensütze noch si> schürf aufeinariderstofle«. moehtei.....eh so h.irte WUrte gefallen s,mii zu letzt, reichte Dr. Bie gier dem Gegner die If.i^i'd. mid V a, utjd Besdiäfligi JOdlsche Handwerker and fiewerbefrelbende!

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