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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1936-05-15 · 5 (15.5.1936) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
12 (1936)
Issue
5 (15.5.1936)
Date
1936-05-15
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Nummer 5 G e m e i n (I e I» I a 1 ( der De u t s ch -1 s r a e I i t i s c h en!<J e m e i h d « Seile 13 sie in Ausw irkun in engster Gemeinschaft mii gäbe sei. den Behinderten Arlieii zu I« sdiafttidi Wie auch seelisdi I •«-f r i*-t i i tr« Mehrzahl <ler jüdischen Arbeitgeber, «I<• Ii ihren Betrieh eine Belastung durstelle; nur klar machen, daß «Irr geeignet! Arbeit eine» Krüppels voll gerade Behinderte in<lh Kehlen einer jüilisdien sie müsse in Vcrhindun Behinderten, geschaffen Zügen ilie Aufgalten W ansehe Aufdruck; il jüdischen Stelle}! imrac le,r /eitlüule hcgrüinlH worden; sie arbeite der Kc idisji ei t rt-t ung. Ihre Aulidiuffcu, die sie wirll.eider glaube dir? jedijr Behinderte lür in.in müsse sidi aber \ i lieilspl.il/ uudl die e r I i g gestalte, I) i clnelj lief reut werden müKlcii, sei das VrüppelfUrsorgii so sehr /u beklagen;; mil der Organisation der jüilisdien »erden. Der Redner uniriH in großen Der Koltllen Fürsorge und gab dem siili ilie Zusammenarbeit mit allen d mehr /um Wohle aller behinderten Glaubensgenossen festigen möge. Nach der Reidtsgchrcihtrehjenr Zählung von 1925/26 gehe es in' Deutschland an l">no jüdische Behinderte, die-in ihrer Süiiijvsalsgeim-insthaft Vereinig! »er, den: denn sie alle haben «las glfidlC Znd: die besse re Lebens-- gi-lnltiiug. Dieseherbei/u In Ii i eii. habe die Selbst Iii ff e£ iflippe Hl nullelUllcriiumiiieii, sei aber, rlien weil ihr ( . i n ndgt-d i nko iniili kein Gcine'ingut.geworden sei. mIm-i h'rbdae im einzelnen DOdl nicht hinausgekommen. j >n- \ tis\< ,uelei uinr *ei kein' wesentlich helfender I iktiu: i sie sei körperbehinderten nur dann möglich, wenn sie \{Minö$eubesitzen inlcr Angc-v hörige oder freunde eine' Büirgsdluft in dein' I in w .in.leii,; laiiije übernehmen. So beiRe es für die. jiblisiben Behinderten zusammenzustellen in bester (.eiueiiis.imkert, nnht iinrT nTii l.eid leichter tragen, und »ich in Gegenseitigkeit u'iif richten «tu kminen. sondern auch, um gemeinsam eine befriedigende LtibenVigestaltuhg /u em-idien. -.-'Die Vcrtretei dci jHdisdie.il Institutionen sprachen ihre Anteilnahme an diu Best reim mj .n der körperbehinderten aus und gaben ebenfalls «h in H iin-die n.iyfi bester Zusammenarbeit Aiisdrjuk. " Generalversammlung > des Hilfsvereins der Juden in Deutschland Am ■><>. v. M. hielt der llilfsverein seine GcMlOralvcrsamnilpng Berlin ab. Zu Beginn gedachte der Vorsitzende Herr ..»lux M. Marburg der im letzten Jahre verstorbenen Mitarbeiter und Körilcrc-r des I lillsvereins. besonders der- Herren Arthur Goklsdimklt, Bert hohl Israel, Generalkonsul Dr. lleinridi'A rnliobl und Alfred Anders. I i gab sodami einen I ehcrhlick über ilie allgemeine Tätigkeit des Vereins im Jahre "IV»5. Infolge der Entwicklung der let/ten Jahre sei es die Il.iuptaiifgnhc des Hilfsvereins geworden,1 in der ganzen Welt Matten ausfindig zu madicn. au denen urbeitsw illigM-.-ausw anderungsberctle und1 -fähige Judeil eine Zukiii.lt linden können, vor allem durch die ständige Sammlung und \\ c ifcrlciliing 'genauer Infoi ni.ilioueh. Dabei vertrete der Hillsverein den Standpunkt, dal! die; \n»- wänderung nach den ineist übervölkerten, jedenfalls nidit aufnahmefähigen und i niiht uuln.iliniew illigen euro|>ÜKsdien Ländern nur selten' undliii Ausnahmefällen zn verantworten« dagegen nadi den dünn 'bevölkerten iihejiiseeisdien 1 .Ummern, die /war schwierig, wenn .null nidit so hnirmiiigsliis wie nadi Europa ist, mit allen geeigneten Mitteln /u unterstützen sei. In den überseeisdien Landern ergaben sidi gewisse Mögjidi- Kelten für Gewerbetreibende. Handwerker, qualifizierte- \rbeiter. I laiispersonal, Landwirte und La nda rbeiter. Kille rer sei nötig. So, habe iihsvertretung in dieser Schulbildung müsse den n. Es müsse lerner du-, r jiklisdie Knaben nusi. ' Audi die Ausbildung rileu. las Ausw aiiderun^spro- .i lilie Heimstätte /u eriiditeu. dürfe' keine Majorität in Pilliistina, rütteln. Mit lledit widersetze sid> die Judenlieit. jeiler t.esc»!/» .geh'iUtg iu l'aläsliu,.!, die einer uidiljüilisdien. Majorität im Lande ermöglidie. den Auf IIa II der I Heimstätte /ii ünterbiftilen. Dil- Araber hatten durdl ilie W iedei e i sdil ii^lffi n^r -des LuntlcS' lelienswidltiee \ortrile. keine politisdic Verhet/llug werde auf die Dauer verhindern I Juden trotz aller Milivcrs'tä llurmoitie sidi lieraii'ddlile di leb -'griinilliiiie Ausbildung iler AneiWäncle der Hillsverein die Bemühungen der Iii Hinsidit sehr liegrüttt. Sdinn die spateren Erforilernissen Retlinnng Ituj für geworben werden, dufttwieder Ii r reidiend l.idirstellen gösdtanen werdei der Krau dürfe nidit vernachlässigt we Der Redner legte dann dar. daß i blem der Juden in I )eu|sdiland als ein Teil des gesaint jüdischen Aiiswanderunirsproblems in Ost- und Mitteleuropa zu betraditfli sei Die HaltlHIg der Juden in Deutschland werde liir' ilie Juden iler übri."en Lander beispielgebend sein. Die Parteien und Gruppen des deutschen Judentums niBHten daher in <ler Wamlerungsffage einen einheitlichen Standpunkt einnclimeri. Mail, darf die Vrbeiten der! jüdischen W anilefungspolitik, sa^'te der Bedner. nicht als bloßes I inherirre'n l»etradihfn. Die Wanderung nach rMchtpaiüstihensischen IJiml.erjn ist niiiit nur wegen der lieschräiikterj Vufnahmefähigk^it l'alüstinas notwendig, sie ist' uudl ein Mittel zur l mge-taltiiiii; und BeasetPungk.der jüdischen l uge für den Aufholt Palästinas indirekt rjhalb Palästinas und \0n größter Bedeutung. . im einzelnen habe eine jüdische Wujlderiingspolitjk folgende Grundsätze zu beachten: In den überseeischen Ländern müsse ilie Zusammenballniig der Einwanderer in den Hauptstädten vermieden und ihre gleichmäßige Verteilung über du«*ganze Land angestrebt werden. Der llilfs\erein lege,den größten Wert darauf, dal! die Linwanderer 4j»J|-vori jeder politischen Betätigung fern halten und auf die Schaffung einer neuen Existenz koiizent rieren. Die Auswanderung nach Palästina, die vom Palästina-Amt betreut wird, und die Auswanderung nadi l ebersee. ilie der Hillsverein leitet, müßten .einander harmonisch ergänzen. Wepler für die- ,W andei iings|)nlitik der Juden, noch lür andere jüdisdic Kragen könne das mechanische Eilt>-Kifty-Prinzip eine Lösung bringen. Nur falls man für «las Durdidfnken und ilie Führung in iliesi-n schweren Kragen wirklich erstklassige, durdi Begabung II ml Charakter qualis feierte Renschen findet, ohne Voreingenommenheit ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit, könnten die vielen Probleme richtig gelöst werden. Herr Max V\ arburg ging dann «ifd die Lage in Palästina ein. An der den Juden der Welt gegebenen Zusage, in Palästina eine 'diese aus Aufgabe. Da aber PulüMi i.i nehmen köiiüe. in aßt n eines uiiii a ml oll neu, dal! zwischen \ rubel n ' und idnissc und I nruhen langsam eine So empfinde der» I lills\erein für' jeden Juden nicht weg/iidenkeiirkp alle auswandernd die /.ilMiislen die ei Juden aui- Bedeutungder überseeisdien Wandj;ring anerkennen und lür eine auf politik Ucnschcn isilus Wandi ruii lange Siilit arbeitende jiii und Mittel bereitstellen. G Der Bedner erörterte fi-Hner \it und Betleutung der jetzigen Arbeit des Hilfsw-reins. wobei er wiederholte, daß aller Walirscheilllidlkeit nadi niindesteus eitle ebenso grolle .Anznhl \on Auswanderern' aus l^eUtScUailil nadi I i-Iutm.-i- Uusgewa.nderf sei wie nach .'Pulästina. Genaue Statistikenseien iufolge der Verteilung der Auswanderer auf eine'große Anzahl von lühdern imkIi nidit] verlüghaij d)er gjniße Auswatiderutigsilrang vier Juden im vergankeiieiil Jahre habe V'eratllarwulig zu einer weiteren oi ganisatori.sdieti Aeiiderung innerhalb des Hilfsverenis gegeben. . Zu den j bisherigen AuswuwfercrlieratilHgs« stellen in Berlin; lla-mhulrg und Bremen seien zwölf weitere Beratungsstellen geireteiiii der Vorstund auf adit ■Mitglieder erw-eitert, das Korresnoodetizblatt des Vereins unentwegt nvibessert und angesidrts seiner -sleigetideli Biileiitnng für das ein besonderer Ausschuß geschliffen sidi der HilfsvereSii mit iler Zu-- ivimdcrergrüppen. die mit genicundien: so \\ ijrdeij zui -Zeit geeignete len in Argentiilieil ausgesiidit. Mitgaben des Hilfsvereins hob Herr lEniselldung von Sadner-taiide.eu d^r herver, die Einwäpclerunasi idien sollen. 'Bei »in-sei wie bei iletl fsveieins werde auf ifie tätige Hilfe itjonen und llilfskonii'.ees gerechnet, bei! des JfilfsAereillS weitestgehencl Gebiet der Transferf^agen worden. — Audi liefassi '■ Mimmenstellung von Aus sanii-itl Ziele ausw aielern Siedler lür die K'A-koLon . I nter den k. ii ii f I igen W arburg insbesondere «in ilie verschiedenen E> , möglidikeiten ausfindig 'in übrigen \llfgalten des II der ausländisifieii Orjgani' die sdion bisher <lie \ unterstützt hätten. In Di Vertretung zu dankehi d, der Berliner, mit denen d fragen llaiul in Hand arbi 7u deh Auf Ausw and Utsdduild sei \ur alleifi <h-r Beidisnn audi sillen (■emeinileii. Mir allen er II il I s\ cri-in 'in allen W aiiderun-siU" | '• bi n des tergäifigeireii Jahres gehi>rW es aiiiB, erengspro, bereitung geworben wm Hilfsvereins gehe ilahip, Intiiiin.itMinen, zu verseil kle. für .die |>hiie genügende \><y le, zu bekamplen. Die Politik dß« iatsachemlc ni-it nchügen und -neuen •ii. sie nötigenfalls auch zu untertützen. ihnen aber die El tschcidnng über ihl '\ltswuiiuerüngss ziel vollkommen zu überl Der Hillsverein erwalte. <l ganzen Welt in so hodiherzi isseil. dl das jetzt von den Juden in der er Weise gesammelte Geld nnl»J sondern überall da. wo. wirklich landen werden .sollten die (leiden. sondern als Vdrsdttiß. I'ine I rounung zwischen l nierstützungsgeldern und den Summen: die auf geschäftlicher Basis gegeben werden, sei nötig. - einseitige Verwehdüng fin dauernde Arbeitsstätten lür Ausw anderer g konnten, angelegt werde. Wo emöglich sei, . Hilfe dienenden Gelder niiht aU Geschenk seimmmeii wi

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