Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 5 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite IJ G c m f i n d!■ I) I a t) der Deutsch - -1 s r a e 1 i 1 i s r h c n C o m f i 11 d c Nummer 5 VotnTTleini tlcs Jüdischen r'raiienl>uiides in Wyk Kühr Die nächste kurperiode in dem lle'im des Jüdischen Frauenbundes in WykjFöhr dauert vom U Mai l>is 25. Juni l"V>. Anhikddunpi-ii sind rechtzeitig an dici Geschäftsstelle des 1raiicniuindes. Bcrlin-Charlottenburg, Kaotstraße l>s. zu richten. Weihe des neuen Kinelcrtagesheims der AJJ. Vor einer größeren Öffentlichkeit wurde am 27. v. M. das neue Heim der Agudas Jisrnel Jugendgruppe in der Wcrdcrstraße ls eröffne! Das Haus. <las in einem Garten, von Grün .unigebc n. steht, bietet dem kindertagesheini helle, sonnige It.iinne und gibt' den kiinleni. die es aufsuchen, und den Jiugcndgruppen der Agudas Jisroel die Möglichkeit, in Spiel un l trbeit .den.l ag und die Stunden der Freizeit zu verbringen Das Hehn wurde der Öffentlichkeit mit einer Feier übergi-bcn. in der für die Agudas Jisroel Herr Dr. Julius Möller- Altona die Gäste begrüßte und[ vor allem Herrn Oberrabbiner Dr. Garlebsen willkommen hieß.- Kür die Jugcadgruppcn sprach Herr B. J. Jacobson Worte, aus denen die tiefe Kmpfindiing für die Verpflichtung zur gestellten Aufgal>e kl.mir. Herrn ( >hcrrabbitier Dr. C a r I e h a c h spürte jetler die große Freude und innere Bewegung an. .daß er als eine seiner ersten Amtshandlungen in Hamburg iii diesem Hause Worte der Weihe sprechen durfte. Für die Gemeinde übe-r- I brachte der erste Vorsitzende. Herr Rechtsanwalt David, die Gl kick wünsche. Seine Worte galten dem Klal-Gedartken und <ler ' geiiieindeverhundeiic-ii Arbeit der Agudas Jisroel in Hainburg. Die Grüße der Ksra-Bündesleitung übermittelte Herr HerlM-rt Sonn. Kr versuchte,-in wenijgeh Wnjrtcn eine .'phjih»sophische (.i 'imdlcgong jüdischer'Arltcit auizittleiiten. IL-rr Dr. t arl I' lörs- Tt e i in zeigte, webh große Vrbeij das fKindertagesheim in ulen letzten Jahren für die jüdische Gesamtheit «Hamburgs geleistet hat, und wie unter der Leitung Min Fräulein Regina Cohn in dem innen schönen Heim diese Arbeit fortgeführt werden soll. Die Feier wurde umrahmt von- Chorgesüngen des Cliors der Alton kt Synagoge unter Leitung von Herrn Meint ( o Ii ii 'und Sologesängen von - Herrn .Julius Cohn, dem fKäntor der Synagoge Gluck sjraßc. Iber der Feier lag der Jubeil junger Menschen, eine neue .Statte für ihr "Heim ge- 1 fluiden zu nahen. Aus dem Verein selbständiger jüdischer Handwerker und \ Gewerbetreibender ' Die Mitteilung über die Zusammensetzung* des \ereinsvors «anlies in der, letzten Niiniiner des Geineintleblattes ist zu lieritht igen: der Vorstand besteht zur /eit aus den Herren: Bernhard Hei nein um," M. Hail^, VV. Graclz. 15. Isuac.sen, G. Stoppelmau. S. Horuitz. M. Lminsou. IJ. Berendsohii. J. fischbeiu. II Hartmann und II. knrugohL Die. Geschäftsstelle des Vereins wird 'dauernd in Anspruch genommen, und zwar, bandelt es sieh um Beratungen über Niederlassungen, Teilhaber- und Darleiins-Gesiiche und Kalle von Jiigend- ' l>erreuHilgen. Mit besonderer I reu-U' begrüßt es der \erein. daß der Sohn seines verstorbenen Begründers, Herrn Leina rd Berlin, seine Prüfung als Miiure-rgeselte iiiiil drei weitere l.chrl.iiuc ihre Prüfung al» Malergesellen bestanden Anläßlich t des Sch Ii Ischl u-<ses li.iben dein |\erein ungehörige Meister in den Ligntingsprüf Uiigcn der Beratungsstelle mitgewirkt: zui.'iuudzwanzi-jfjunge Mensthejn wurden in . Lehrwerkstätten, und zwar vierzehn in der Schlosserei- und a<ht in der I ischlercilehrw ei-k-tatte . u niergebracht.> Die mit dem Verein in ständiger Verbindung stehende- Berufsberutungsstclle ver- Jf mitteile im April hieben Mädchen- und zwanzig kiiaben-l.ehrj stellen, außerdem fünf kiiah«-u-\ololiturstellen. f.inigen <ler jungen Lehrlinge bewilligt.- der Verein Lehrlingsallsrüstungen. I An den Verein ist eine Wäscbefabrik. die eine vollständige Flu rieht ung mit sc-chs elektrischen Spczialmaschinen besitzt, herangetreten, die für den Außendienst einen Teilhaber sucht. Interessenten belieben sich an clic- Geschäftsstelle des Vereins. Bc-iii-ckestrufte J. wochentags fl —1> und IS—JOThr zu wenden. i . * - l-.röffinnig des neuen Studienjahrs in der jüdischen Lehrerbildungsanstalt Berlin Am 27. v. M. wurde dis neue Studienjahr dc-r Jüdischen l^hFerbilcluiigs ins! dt B«-rlin in (Gegenwart dc-s Präsidenten des Preußischen Landesverbandes jiidischt'r Gemeinden Kammerperichtsrat LR. Wulff eröffnet. Dc-r Dezernent des Landesverbandes Rabbiner Dr Ga Iii ner begrüßte die- Studierenden und w ies auf.eine--für die weitere I ntw ickbrngder Anstalt höchst bedeutsame neue Tatsache hin: der Herr Minister habedie AifJhahme der erMcn Lehrerprüfung für die erste- Stufe der Anstalt genehmigt und einen Staatskommissar zur Durchführung dec Prüfling bestellt. Der Redner betonte die große Verantwortung, die auf den künftigen Lehrern und, Lehrerinnen ruhen werde, und sprach die Hoffnung aus. daß sie die junge Generation in ein neues leben führen, das zwar hart und schwer nein w ürde, aber voll innerer Wttrde und Befl icdigung. Anschlie ßend sprach der Leite r der Anstalt Dr. Fritz Ba mibe rge r über die zur Zeit hesotielers dringlichen Probleme der^ jüdischen Schulpraxis, an deren Lösnng auch die Lehierhildiingsanstall mitzuhelfen habe. Sie arbeite nach den Prinzipien der Pädagogischen Akademien und habe diebesondere Aufgabe, dii-se auf die. Ausbildung in den jüdischen f ächern und die Verbindung de-s Jüdischen mit dem Allgemeine» anzuwenden. Das große. Preddem aller Lehrerbildung, die richtige gegen- .seilige- Aüfeinandi-rabstimmung von Theorie und Praxis, sei auch ihr gestellt. I riter diesem Gesichtspunkt behandelte Dr. Bamberger ausführlich den hebräischen Unterricht, die KiluM- Und I esebuehfrage-, die Abschluß- und Aufbauklasseii. die über ttie Schule hiiiaiisvve-isende sozialpüdagogisehc Aufgabe dc-s Lebrerl und andere wichtige Fragen und legte dar. wie sie und in Weichem l mfange sie in der &JAfühlenden Arbeit der Lehrerbildungsanstalt zu erschciinen hätten. Die Anstalt umfaßt zur Zeit — entsprecfiend der dreijährigen Ausbildung — drei lA'hrgäuge. * Zur Rettung jüdischen Kulturgutes Herr Dr. Abraham Schwadron von de-r Hebräischen Universität in Jerusalem reitet der jüdischen Presse den nachstehenden Aufruf zu: Die Zeitverhällnisse bedinget! die Auflösung zahlreicher Haushalte, insbesondere-, aber nicht ausschließlich, solcher von Auswanderern. Bei diese-r Gelegenheit wird erfahrungsgemäß hur ein relativ kleiner) «eil der beweglichen Habe mitgenommen oder verwendet. Vieles scheinbar wertlose Material wird vernichtet. In Wahrheit befindet sich unter diesem der Vernichtung preisgegebenen Ballast häufig wichtiges jüdisches Kulturgut; insbesondere alte . Handschriften, ■ Briefe und Bilder. '.. ' Die Abteilung für Autognrphen und Porträts der National- und l iiiversitätsbibliothek in Jerusalem (Sammlung Schwadron) sammelt sy stcttiutisdl Handschriften und autngraphischc Schriftstücke (Briefe, Ze-Ite-I. Aufsätze und dergl.) und graphische Porträts (l.ito-, grapfaien, Lichtdrucke. Stiche-, Photos und dergl.) aller auf irgend einem KultttTgcbiete, innerhalb oder außer- .Jlalb dc-s Judentums,' hervorragenden Persönlichkeiten /jüdischer Herkunft. ,Je-der. de-r glaubt, geeignetes Male-riaF zu fiesitzen, wird gebeten, PS entweder direkt Herrn Dr. Schwadron '•oder der Sammcb>ielle für die Hebräische National- und l Ith ersitätsbibliothe-k. Berlin" W l>. Mejnekest rufte 10. zuzusemlen. — Audi um atlgeirieine Rekaunig ibe die->c-r Hillein Bekanntenkreisen' usw. wird drMigend gebeten. Wir machen ferner auf das Gesamtarrhiv der Juden' in Deutschland.. Berlin | N 24. Oraiiienburge-r Straße J'». aufmerksam, welehe-s insbesondere alles auf die Geschichte der Juden in Deutschland bezügliche Material, und zwar nicht nur von Gemeinden, sondern]auch von einzelnen Personen, samme-lt 'und unter Vorbehalt des Ei^entunLsrechtes der Ablieferer ordnet und aufbewahrt] '.J 'I,. ■ ' . - - *. . ... Zwei Jahre Selbsthilfegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland Am I".. und 21, v M.j beging die Selbsthilfegruppe jüdischer korpe-rbehiude-rter in Berlin ihren c-rste-u C'• r(lppeutag. An ihm nahmen teil de-r Leiter des Wohlfahrtsamtes der Jüdischen Gemeinde- Berlin und Vorsitzendedes Verbandes für jüdischsoziale Arbeil, Herr Drj. Lamm, der Vorsitzende der Selbstbilfcgcmciiischaft jüdischer Körpc-rbcsehädigter. Herr, Dr. Perls. Vertretungen der jüdischen kraiikenhilfe und der Ke-iehskriegsopferahte'ilt»tig des RjF. u. a. m. Herr Dr. Perls berichtete über die Selbsthilfeu-emeinschaft und die ihr ange-- schlosseiien CruDpen, Herr L y po I d - Linden sprach über Sinn und Zweck der Selbsthilfe. Nicht Mitleid, so führte er aus. sei angetan, die se-c-lische 'und wirtschaftliche Not der jüdischen Behinderten zu mildern, sondern neben dem eigenen starken W illen auch der aller jüdischer Stellen, we il nur das der Weg sei. Körperbehinderte in* Gemeinsamkeit produktiv zu machen. I.s habe keinen Wert und werde auch nicht gewünscht, mit einer Gabe eine Not nur um einen 'Lag aufzuschieben. Vielmehr müsse man sich tlazu bekennen, ohne- Mitleid, nur mit herzlichem Verstehen für eine grundlegend ändernde Lebensgestaltung der jüdischen Behinderten einzutreten. Danach beriehte-te Herr Hans I. Hey manu ober die Arbeit der beiden Jahre des Best-Ileus der Gemeinschaft. Am 27. März 1934 sei