Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 4 (6.4.1936)
- Date
- 1936-04-06
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seille » Grmriniloblalt der Deuts rb-Isr ir lit isrhen Gemein «I e Nummer 4 I .rrm K r n i t z f r O.-clicsterkonxert Em Israelitischen Tempel -Iii. dir l>.i Im- ' Imi Itu ll>i 1 i.> i uti Ml Sa lc. /II vii-ta i Kit- ()rthe»ter <les ■.ii-\!il.u «|>.eile iiii..'! «U-r I e >»t<»tji]$ t (> i.n i>«*.'r.£ .-J4-. \. M! . Tbl ftli juli-ihen Kultarlrun!>•- ilniiir «les lieileralniu*ikim Istielftisdieii leninel.. U-ni/eii « ii (üj uns iicIm-ii »einem künstlerischen (»ehalt iiiiri.ii'iK.i wert »«dl uicl >!*■—t-iiiil. il.il! es zwei llant- .i-r lüdi-ihen Künstlern (iidejreuheil l»-»t. in grülilem iiin-nifiii I i;:i wii zu Irrte». Dafür MitlUni «ir dem H.t'-.i im!«:••••:! leren «l.in!s'..ar ~»-: Nu «ler S|>itze «les :i.tm -i- -u.U.I «Ii«- ilreiimi Original \ icr-l-iil/i^e Suite 'ri^.Äeinii-Hwr ki>mji«Hifi»leh Rwbert I \l ii I l'e f - II ar t - nili iler in i|i«'«<-ru "Werke niilit allein seimsouveräne k i i-l. soii lern anili -eine Iieben-w ürdidfe und interessante Von iii'i): in -iw.-i-l. I) i er-le Salz Ouvertüre i; -.ii im i ri w i ' i.i'ii l;ii Mio l>e!ierr»t!it. der;i i ii ri.il.ii iii'r duiih il.is klaii'i-il*«'»)!-. innere I lieina. - dkm Stii-i'.liijijinii'll und Jen llörnerli zu;,eilii-iti und ki-ik "/ii|iaikeri'l<' Kirnüle krönte ilas Wik!». .*.»» h»'-oiid*rs in seinem Mittelteile sehr gefiel. An «lein Krl»!'; Italien nelt>-u ilem Sii.ii|»fier d«-f -< i-lxull ausdeutende Ijtri'geui imi .1 is in i'l.n Teilen s«h«'>n spielende Orthester Teillithej \nleil. Du* Mittet'- uuil K<-riistiit-k des AIh-iiiIs '|i,I' -.i-i K e e t b «V«. e u »*. Yhdiiikouz.ert mit unserer Hertha K .i Ii ii als ^nli-tlii. I - i\;ir ihr \b-<hied-ko|rt/«-i i für llaniliiir-r. iki ■ re»«h it/le kün«lleriii ni einigen W othen verliillt. um in Flrasi-ljh-ii eine tieue Heimal mll ein neiij's- \\ irkunir-feld /u ■:e muthtr'uns .len Ab»«hied wahrli<h schwer, denn p den S»b>|>art des un-terliluhen Werkes, des sriiHten linkiiii/erte. in »rroller Korm. nithl nur mit voller Berr»thirh?r I"- rVthnisthe.n. -«indem auth mit tiefem. Iiei einer in niiüi alltatrliilien rütidrinsseji in den 'jeistisen (.ehalt, im I' rilnniNin rolle und edle IVrsüulithkeit wie.auih sein Bit r'.ieiHi^er llumni treten in diesem Werte klingend in l.rstl einun:. lieiik* ulier sind absolut männlich. Die Künstlerin te -oihre \uf-raj.ie sow^dil vom klunglithen ,i|s auth vmn I Mikliili'-ii -her. f.w ■ Herinn etwas Ivelnagi'U. w.is auth auf Intonation uii'.'iiiisti■» einwirkte, spielte sie -iih sehr bal l . und dal.ied ihrer"(leere, die uath I ler/en-lust snn;; und klaite ini l tollte, kam dank der herrlithen Akustik «■min-!s zu Miller Wilkuii'i". Die zarten kautileneil des lairlieitwklaicren u idilnft /auberi-<h. St ein her ff le-rte ileli -.viittl^>hoiii-theii (•ruin^reh.ill sl.eith itii ersl«-n J utti klar, um dünn -' lit kein, -elir •«'••in iiihI '»«dir sthmii'^sam /u bepl«j I u V i«'!lei*ht »»iireii der Solistin liie und ifa «-tvtas :,V:i'iv deni|ii genehmei :i-ars-n, ahei -ie ^in» mit! I'tiii dann le-jt«- Steiiiber^ lo- und lil^te si«b hinein in i Ii .i 1 ii « - k \ » i iol'.irti-e S\ mphonte pathetj«iue. Man ITH «'II »ie eile- M >^li«lie ■ iiiwen den: dal? »i«' fin tief Kr-' Imii wie ,n den ihn-teilen«!en Min« In Menü; wühieristh »ej. |iiel \ u -filflelL sii all h«- hr in-f ( di. fr ju teil«/ «lel tu. u «Ii. lo, % ii l'r l.l ,T ui fin »n i in jleu'kiasSi -len (.«•^■■«•ns.it/^u •refalle. \n\i\ llü-lern bis ZU ti (■i'ji»itti r.stitfin alle Sjtärki.-.'iratle darbiete - es ntaje wahr ~«•;pi- .il>i-r wi«- kliie.'l da'» alles, welihl' l.eid«-i|sdiaft. weldi«; i!' .:k« it. Drunintik. wibhes Rlühi n und wtdih lM>raus«heiidc iknn^' ki-iii Wim der: «I.iR. ..iMiisikantisth«'" Dirigenten, w k? \>'i-ili »,)' niil "sti-inber-: f-t die»«— Werk /u ihnui l iebin tsihb'ii Stejinber-r ilinrierte i:r«d?arti%. er-enthiisiasmiertc Ihne., «bis "Orthe-ter und — »i«h. Wie unp'zw linken und .et Klan-r /. K. der zweite Satz mit seltnem sprixlen KiinfrteUTakt «ler -on-t ecratlezii wie ein mathematisth«1«! lern anmutet! Sa\h dem i:rtfrt*if<*iMh*n Ausklanjr \echurrte l'nfdtkiim in Sfille, um dann srineft Dank -^titii 1 dnr«h [teil Applaus. «Kindern — «ler Weih«- de- Ortes entspretheml diinh -leuitaiie» Krheben zu bekunden. ' 'I i'jnpVI -talilim dehn pHeiueu ' CUjmi'iiiff« .iiisd .'I etniw- Akjusii Kleine Mitteilungen I d <■ - Oite-' Der Icitimr d«'s Kultiir- «lii -ein Mteiul klar geworden -ei'n. «lull Yerane-er Art heilte^, ahl besten, am allerbesten im •tatilinileii -olltmi. IVnn -ie bedeuten uns heut«' m«dir \kt dm W eihe. oifer. wie es dei l iihrer unserer (uvnei nj!r .iiisdl iitkte. eine A »iiilill ha-kotlesch. Der iijud bietet «U'ii herrlrthst«:!! Rahmen; eine wuiulert olle t.k. er lii-rl in iiiitstitfer (»e^entl. vivh umleren Vorteilen— patiz zrtjsthweifrt>n. I ml ■ranz besonders sollte <la« näthsle grolle koii'eii mit K'ritest B|nrb*s Awodat hakodesflu der Vertouuii^ Ie, Sfibbal-VormiUa!rs^oltes<li«Mistes, im Tem|)el stattlimlen und nithl in einem. Haume. in <l«'nt vielleitht am Taire vollier und am Taite nachher sretanzt wird." Ilaumsthwieriirkeiti-n für den be-onder» grtillen Klanfrkprper sind, wie der ArjhiteUl de- Hauses mitteilt, mit priiHler l.<-ithttfrkeit rn belieben. W ir bitten die Lei tum; dos Kulturbundes, diesen W nn»(h si.-ler erii-tliih zu erwägen. Vom Theater des Jüdischen Kulturbundes Der Jüdische Kulturbund Hamburgr frastierte am J>.. _'4. utitl J"v v. M in Beut heu. (Heiwitz und Kali bor mit Molnars Lastspiel: Spiel im Sdhtofl, Das diarntante W«'rk, das vor weni-r-.Mi Jahren"den Spielplan sämtlicher Bülnun Imv herrschte. Fantl rausdjiemlen \.r\n\z. Da» PuMikum der Busverkauften Häuser, amüsierte qidl k«istli«ti und foRrle «lern Stink wie der Aufführun* mit pesbunntesfa'm Interesse. Die llervorrul«' am Sihlu»»«1 pulten allen I )a r'»tellei n. Max K h r 1 i e Ii . <I«T den A'lina lv spielte. . Liselotte Cohn. Kurt Appel, (^irl Heinz Jaffe, JiiIIhs Jy o h I e r, Kritz Melch-ior und Kurt Schindler, hithl zuletzt auth unsernt erneut bcwahit«'n Dr. Maus .B u x ha n m. l)«-r Krlplp war so prol?, dal? die künstb-r zu einem neuen Gastspiel uvladcii w'Ufdeil, in webheni si«> yoiaii--iihtliih <lie knniodie dei- Irrungen zur Darstcllujig bringei werden. Die llambnrper ETstaiiffihrunp fantl Sonnahentl, «h'ii \. d. M. «tau und wurde von dem ausverkauften Hause mit pro Rem Beilall aufgenommen Während in «len ersten beiden Akten Kritz M «* I c Ii i o r sich hervortat, zeithnete sidi ini letzten- \kt insbesondi'ie Max K h r I i e h 'aus. Man hatte seine Kn-ude au der W antllunpsfühipkeit Lieselotte ("oh ns und an der uu'iistfi Milien Wärm«', die wieder uiisern Julius- Kubier Bllsjtej«ine<e. Di<> W iederholunpen erfolpeh Dönnerstap. den 16. un.l Soiinab« n«l, «len is. April: die letztere Vorstellung beginn! Wegen de [jahliathansgungx _'ti.45 I hr. '* Dr. Rernliard Kahn 60 Jahre alt lle'rr Dr.. Bernhard" Kahn der europäische Direktor «l«f< Ameriean Joint Distrihution C.immiltee voll« ud.-: am 't. d. M. sein 60. Lelieusjuhr. Herr Dr. Kahn ist «ler europai-iln-ii Judenheit als Lt'iter «ler grullzüpipen Hilfsarlie.it «les Joint Ix-kannt, däe^bLs IV53 abewiepend im Dienste, «ler Nöte des osteuropai'sThVn Judentums stand. Seit W>S leitet «-r in Paris die europäische \rlx-il <!«■» Joint. Die Juden peutsdiwnds bahJen an ihm in <h"i. letzten -ihwt-ren Jahren ein eil besonders wertvollen und wichtigen Yreumf gehabt, der inshesontleSe in jedem lupenitlicti dem l«ei der Bi-idi-vertreturtp bestehenden Zentral- ausstnuU der Jiidri) iii Deuts«hlaiid lür Hilfe i'iihI Aufbau mit -einer ri'iihen Krfahrunp ninl seiner ganzen proften Perstiltluhkeil zur Verfügung stantl un«l aiuh heute muh steht. Gastprediyt im Israetitisrhen Tempel Herr Rabbiner Dr. ( j-:ir Seligmann, der von ('»»fJ bis WM. dem Jahre seiner bVenfang nach Krankfurt a. M.. am Israelitistheu Tempel -.'«-vv irkt hat,'weilt in «len nüchtsteti "Tauen in. I fambiirr. Ib-rr Dr. SeljgnMtnn ist Vorsitzende^ «ler Veit- -einigung «l' i lilterafen Kabliiner Detitschlan«ls un«l lleratispelter des sogenannten EinJieits-Gel»etlMiches, «las er im AuTtra-re des liberalen kultüs-Viiss«nil^s.»s dt's Preußischen l.aixlesverbniule» jüdisthei (iemeinilen bearheitet hat. In treuer Anhünglithkeil aa-seine ehemalige Wirkungsstätte, «lie er auth bereits bei Kinweihung «les neuen l«'inp<ds bekuii«h't hat. hat Herr Dr. Stdirmann -i«h bereit erklärt, gelegentlich »eim-s Aiifenthaltesnm Ti*mpel eine Gastlpredigl zu hallen, un«l zwar T reitag. «len 17. ■). M.. innerhalb <les Freitagaliend-Gottestüenstes, S»-ine zahlreithen Frennde nnd ehemafigjen Sdiüler werden si«ü pewü freuen, ihn wieder einmal zu Hören. Auf besonderen Wunsch weisen wir auth an «lieser Stelle auf die (iastpredigt bin.- t * Abschicdsfcicr Herr Wilt> Ritter, der in einer langen Reihe von Jahren an allen Fcsltaßcn .in der ^>nacnije des Altenhauses der Gemeinde ehrenamtlich als Vurbeler lun- Cictfe. ist am 22. v. Mnach Palästina ubergesiedelt. Aus Anlaß seines Scheidens *Iand laiis vorher in der Synaßojie des.Altenhauses nath Schluü des Sabbathmorc;en- 4ott*»dUcttStei eine schlichte Abschiedsleicr stall.- Herr R.-A. David richtete hurbei in seiner hipenschaft als Vorsitzender des Vorstandes des Altenhausi s eine Ansprache an IK'rrn RiUer. in der er dertuScheideaden den herzlichen iJank 'der Vcrwaltuni« des Altenhauscs lür seine Täfi£keit aussprach und in treflenden Worten Ibrrn Ritters Wirken als ehrenamtlicher..Vyrbelcr ssurdi^te. AU äuüeres Zeichen ihrer Anerkennung widmete die Verwaltung de» Altc-nhauses Herrn Kittes ein Geschenk, das ihn auch in der Ferne, noch an sein hiesiges Wirken erinnern-»olf In unserem Rericht über die Fünfzigiahrfcicr des Altenhauses der Gemeinde wurde bedaaerheherweisc .nicht erwähnt. daB Herr Gottfried Möller in dem Kestgoltcsckenst chrenamllich als Vorbetcr iongierte. wie er das schon wiederholt a,n Sabbathen und Festtagen, insbesondere auch an den Jomim nauroim getan hat. Das Versehe* sei hiermit'ausdrücklich berichtigt. Fndlich sei noch nachgetragen, dab der V.rwallung des AlUnhauses auch Herr Philipp Louis Bauer als Vorsitzender und seine Gattin Clara gib O I I e n d o r I I angehört haben und daB als Arzt des Altenhauses, und zwar seit seiner Begründung, Herr Prot. Dr. S. Korach tätig ist. der im Behindemngslalle von Herrn Dr. A. Wollt vertreten wird, und als Zahnarzt Herr Dr. Julius Baer. - Besthäfflg. jüdische Handwerker und Gewerbefreibende!