Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 12 (1936)
- Issue
- 1 (17.1.1936)
- Date
- 1936-01-17
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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der 'Deutsch-Jsrac/ifischcn Gemeinde zu Hamburg ni-I Mlli-hlji 11 i-rsi-lii-lnt in V livtit nHf> II \ im 1 Wiwlu-n Iii- / n i'-11 ri-i I C9 -fit Ii < Iii i :i Ii r I i, Ii laui.l.r,.....-«.It •*■» l'i ,.,*■• ii.ru*:** \l II,.....i Das <*c>mefnrichlatt erscheint in Aliständepi Verlan und (Jesiliäflsstelle: M. I. e s s in i \«n 4 Wnc-hen; Ilrziu-sprels 1.(9 -tlt halbjährlich / Anzc-lgcMiprels ii l'f. per 8ff<N>P» MlUimefe'r»Zell« nn. ARC'-StraBe 57. AIM'-Hof / Ferrmiirr-e-her: 34 •? 71 ■ \ iranlMorlliih für eji-n n-ilaktinHi-lli-n Teil: Syndikus .Dr. N. M. N .1 1 Ii a 11 , Ilaiiihurc Nummer 1 Hamburg, 17. Januar 1936 12. lahrgang Israelitischer Tempel-Verband Sonntag,den 2. Februar 1936,12 Uhr, im Tempel, Oberstr. 120: Rabbiner Dr. B a e* k - Berlin Präsident der Reichsvertretung derj Juden in Deutschland: Die Ideen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. i Der Vortrag ist umrahmt von Chorgesängen. An die lohnsteuerpflichtigen Gemeindeangehörigen (icmciudcstcucrptlic'htige. welch« mit, Rücksicht nuf die Gewährung von Unterhalt an Angehörige Anspruch auf eine Steuerermäßigung zu haben glauben, hallen unter Vorlage ihrer Steuerkarte und unter Benutzung eines bei den Finanzämtern erhältlichen Vordrucks hei <I<-111 nueh der Steiieikarte lu>6 zuständigen Finanzamt /u beantragen, einen Betrag steuerfrei zu belassen. Wenn das Finanzamt dem \n trage entspricht, wird die Deuts« Ii-Israc itische Gr mtindc, an! Antrag die - laufenden (iemeiiidesteuerzahliiiigeii einsprechend ermäßigen. Dem fügen. Antrüge ist die Bisher ist bei der zwischen Veranlagten u mesenilichen: zwischen jeinerseits und worden. Für alle (Je gleichen Steuerzahlterni ine. Auch haben ihre Gemcindes|teucrriiteii allerdings unmittelbar eutriihteii. Es hat Ruh ergänzt« * Einziehung Steh e r karf e bei/uder (iemeindesteuein id .Nurlohnstcuc rplliehtigeii. d. h. im Selbständigen und Arbeitgebern Vrbeitnetiinern underlseils nicht unterschieden mehidesteüijrph'iciitigeu gelten die die Lohnstenerpflichtigen vierteljährlich diese au die (icnieindestcuci stelle - /u iber vielfach gezeigt, dal! ihnen die Entrichtung einer \ierfeljühi-MHieii ' Rate ihrer Gemeindesteuer schwer fällt, während ihnen die Entrichtung je eines Zwölftels in einem Monat leichter fallen würde. Wir beabsichtigen naher, den gemeiiulesieuei pllichtigen Arbeitnehmern die Entrichtung ihrer Gemeindesteuer mit Wirkung vom (.Januar 1916 an dadurch zu erreichtem, dal! wir . alle Arbeitnehmer bitten; sich in gleicher Weise, wie dies auf Grund gesetzlicher Bestimmung bei den Arbeitnehmern der christlichen Bekenntnisse geschieht, auch ihre jüdische Gemeindesteuer bei der Zahlung ihres Gehaltes (Arbeitslohnes) in Abzug bringen zu lassen. ie gemeindesleuerplliilitiueii \rbeitii demnächst zugehenden Schreiben W ir werden daher cl nehmer in einem ihne \rbeitgebrr zu veranlassen. ihnen 'halten ihre Ge- ( Vrbeitftbitten, ihre meindesteuer bei der .Auszahlung ihres (i lohnes) einzubehaltcn unddiiekt andieGemeinde abzuführen. Wir -weisen die gemrindesteuerpflichtigen Arbeitnehmer schon jetzt darauf hin und bitten die jüdischen Arbeitgeber, uns bei der Durchführung dieser Neuerung nach besten Kräften-zu unterstützen. Vorstand der Deutsch^Israelitischen Gemeinde. P'of. Dr. LUDW'lG-MARX - Karlsruhe: Weg nach innen Wir alle wissen;-Wte es heiMc in der Seele 3e$ jüdischen Menschen aussieht. Wir alle tragen diegleiche |\<>\ unseres gemeinsamen Erlebens, und jeder einzelne tr.iLi noch sein eigenes persönlichem S^hkk&af. Upä uns ,i||e bewegt hielte dugroHe Frage; W ie können,! wir einander helfen' Die Realität der alliieren VerftältnisscJ «•ii'd lauge ihtsofetisthe Erörternngeji verbiete^. Ks gehl lieuit^ picht meinum w ilirung des Lrw oilieuen. ' \ erg.iiigenen. sondern um Währung ihl Lebendigen. (ivgenw iirtigeH. DuZU werden alle Möglichkeiten, alle Quellen erslblieflen müssen, produktive s'eeHische Kräfte zu spenden imstande sind, werden mehr denn je den Weg nach innen gehen. Arbeit im Innern |eisteil müssen. Freilich, diese innere Arbeit verlangt Sammlung und /Vit. Und] hier sei gleich eine Hille an die Genreinden und. ()rgaiiisatinueii unsgesprodien: Nehmt nicht alle Abende eurer (ieiileindeinilulieder in V-nsprnctt! I.al't ihnen auch mich Zeit zu eigener- Anhejf, Konzentration; Jnndflulie! Es war im let/ten Winter tu den fe wi r .die \\ ir Fach so. dal! eine \ eiaiistalliing ( der liesien Absicht, dein ji|di< Schwere der'Zeil lunwegztthelfi I bcrsjittigling lag nahe. Wir \\i gleichen» Fehler-verfallen, (tili W liiy'i für ci.is nciiuCBciige Glcichg innen Borgen müssen. I ml noch e Sitte, groffer Menschen zu he' gedehkrii. Gebtirts- und' ludest; willkommene Daten, einer Pietü unser Verhältnis zu den Grotten IÜberweise nicht Mm solchen <i Studien, ilmii \ u lndere drängle, alles in hen Du hl i k n in über* die i. Aber die Gefahr einer Hen nicht wieder in den 'ise-i Mal'lialtcn wird •'auch, w ie-ht zwischen anißen und lies-, es ist eine freundliche uimtcii Zeiten des Jahres /u ge sind der Öffentlichkeit s|)lliJit zu 'genttgeiC' Aber des Geistes hiingl erfreu-- ii He reu Zufälligkeiten ab:. Künstler wirke i auf uns. wandeln uiis-/u Dichter. Denk alft-u Zeilen, /u allen stunden, in1 iIi sind, ihren -Segen Zu einpft^ngeil i'iu'lil.iiigeu. (iemeinsumes |- rieben .senilen mau uns begeistern, heran i r illm-sifilus-ien ii| der Fiu»njnkc'k /Ii mit Hunderten und Tntlnegeisteru, lieruusclH'fli: aber nur. «n» de? i n s a in e u ßetructitling standhält, was in' chii Stille-Torf» wirkt und iiii^ (ic-is| und Seele bereicfierl. |s| uns Besitz und Gewinn. Wir mögen noch so viel wm Maimcniides-nnd Hi.ilik hören: erst wenn wir diesi-n Geistern in ih'i Sli inisi-rer Stubebegegnet sind, einmal Auge in Auge gc-gi'-.nüber■ Werk lebendige Krall, und Schöpfifngstug sc-iu ... pe, '* I )ie iiuHe'ren l tuv uhdlniip'n (•esetze in deii_ lluiishultiinEeli nicht ohne Einfltlfl bleiben aul-.d. .keil nannte. Einsichtige llausfi den letzten Juhren eine Keforn unter dem Zwange der \ c-i-.li.iiHti treten, die \<>n selbst den \\ r: wird sich in Zukunft gar nicht im um materielle Genüsse, sondern >•< hilfe. I nd wenn hier das Gewicht ' enii wir jlilieu rz^isngcil teilen, d.in ii w ird d.|s; nur er la^ kann CiebürSsiag, Insjkh durch die neuen illziriteu werdenl Wewlen i|». was man früher (iesellignten haben hier schem in 'Norgcinoinliicii. Nun wird isse c-nie KntwicklUngJ einutich innen Mubereiiei: es hr um Geselligkeit linndctln, null hier irm sr-c-|isifie .\oiim Materiellen auf das (ieistige iibergelit. siiware clainil ein Gewinn /u vc-r/eichiien, der nicht hoch genug angeschlagen werden Jmn.li. Wir kommen nicht mein zu ..eiiu-nr Löffel Suppe" -zusammen, sondern etwa ZU gcmein&uiner Lektüre der Psalmen, l'nd wir eindecken im ttlcinstcn Kreise-, dal! diese Psaimon eine- Sprache SpredteA; so als ob (leutc einer unserer gröHten lebenden Dichter-von u n ser.n diese Psalmen sind nicfils ände ängstigten dessen Macht öten /ii un- •es als Hilfe spräche. Denn •rufe» eines gc- •i/.ens oder dankerfüllte Lobpreisungen Gottes, rliaben ist übc-r Menschenwc-rk. I nd weil \or