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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1935-11-26 · 12 (26.11.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
11 (1935)
Issue
12 (26.11.1935)
Date
1935-11-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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GEMEINDEBLATT \ ' ' \ [>••->■• der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Geinclndcblatt erscheint In Aliständen von 4 Wölben /' Bezugspreis l.tt M halbjiihrllcli / Anzeigenpreis il l'f. per *gcsp. Millimeter-/' ilr Verlag und Geschäftsstelle: M. Lciamann, AiM'-SIrnuc .»7, ABC-Hof / Fernspreeher: S4 *7 71 / Verantwortlich Tür den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. N a t h a.n , Hamburg .1 -r ■ , - Nummer 12 Hambui-R, 26. November 1935 11. lahrgang ERNST LOEWENBERG' Aus jüdischer Seele - Ncdf jüdische Lyrik ilteti nberg Jt-r Kam anony tmse" seine fzeil cr- (I die fragen, nie. „Aus jüdischer Seele" nannte Jakob Loewi Gedichte, die zuerst anfangs der 90er Jahre in Slöt'Ucrs und Ahlwardls als „Lieder eines Semiten schienen waren und später um die Gedichte „Zu I halladeskcn „(iestidten" vermehrt' wurden. Aua IjüdUcher Soelet hör leb staunem Als sei es Hoehtnut, der dies Wort sich wi Und ist nur eines wunden Herzens Klngen! Kin Sehr«! nin Iteeht aus einer Mensche iiscelc Ks war Üije Mille Sehnsucht des alternden Dichters nach einer friedvolleren Zeit, wenn er bei'dem letzten Erscheinen diesen Gedichten 'den allgemeineren Titel „Kämpfen und Bauen" gab, wobei er aber auch dem Wunsche seines Verlegers entsprach. Ahnte er die kommende; Zeil, als er den letzten No'vellenband LjDtt •jelbe Fleck" nannte? I!. Blättern wir heule in den (iedichlbändeil der letzten Jahrzehnte, so linden wir bei den Dichtern jüdischer' Herkunft wohl auch Gedichte, die jüdisches Schicksal und jüdische Stoffe formen, aber sie bleiben vereinzeil. sind nur eine Quelle ihres weltweiten Menschentums, zumeist verbunden der Jugendzeit, den Kitern; der Heimat! Hei Krnsl Lissa uer nimmt die I" römmigkeit "ft eine preußisch', prolcslantische, bei Wer fei und Bro'd eine österreichischkatholische Färbung an. Nur Klse Lasker-SchGler striv in ihren „Hebräischen liullmlin" in den eigenartigen, iinen ihn ipjrache v< jüdischer Menschen in biblischer Zeit und in ihrem Leben. Hugo Zuck e rmann; der Dichter de s noch heute viel gesiingenjeii Liedes ..Drüben am Wiesenrand hocken zwei Dohlen", verband mit seiner liefen Liebe, tili' Heimat eine glühende Sehn1 lieht nach jüdischer Knieueruiig So sieht am Ende seiner i.Vedichte" (1915) sein Verinächlnisl au die Juden Österreichs „uikkahäer 5675", wie am Anfang dieses,Bandes die jüdischen Gedichte „Mein Volk" heißen?). 'Hallen wir nicht überhaupt verlernt, Gedtchli zu lesen? Im Strome des Lebens ging das Gefühl, dall auch der', einzelne Mensch das ganze Wellall in sich Irage, ein Mikrokosmos eigener Kxisteuz sei, verloren. So hallen wir zum Gedicht nicht die innere Bereitschaft. Weil uns zum Drama die Grundlage! lebendiger .Gemeinschaft fehlte, konnte es nur Widerhall linden in der Dar Stellung großer Künstler. Nur das breite, immer mehr zerfließende Zeitbild des ze es Wendel sich; zu stellen, und Welt leilzühs Nun in der einanderreilil. wir aus der zi Morgen bauen gekommen. -Z als die innert ein Gedient tri menschliche (■ebetbüchjern allers der ersc aufwühlt. Wie Zeit der Not. wo das Schicksal unser Lebeji au'swo wir mehr djenh je im Letzten allein sind. v\o rtrümmerten Well von Gestern eine neue für das müssen, ist uns die Fähigkeit zum Gedicht wieder UM Lesen langer Bücher fehlt uns weniger die Zeit Uihe. Wie ein'Malin- und Weckruf aber kann uns Ifen. Aus dem Mitleiden des Dichters spüren wir Nähe. Wir verstehen jetzt, heim Lesen kurzen Bhylhmcn ihrer phan- (asievollen Sprache vom Blut Tin1? 3SH1? D1D Ki'zn rP3 X'nn onna c":jn woai diu? nton *j :abvnr\ xb -pvm Igenössischeri Hornaus faild den Weg zu uns; denn an den Vereinzellen Leser, ohne ilin'aul sich allein er jgibt ihm.die Illusion, an der Gemeinschaft der wie aus der gr< 1|iütterndelSchre ein [ jede^ \ raen sörid) tem J^unarioen &etti 'iBret Unb, tie avn\ unt im (£lent (Tut, Dringe in, ihr J}au?, v2e tu einen Oiacften |tcf)|l, fleite ihn Unt enr,iebe tieb nid)t tem, te-r teine? ^Icifdiee ift. I^aia 58.7 X>en J)uino,er;u befäwpfen X'atf Obtad) nt erhalten dritter mit Schweiler ut f leiten llut in allen lütifcbep WeimMnülnifti?aefüb *,u. er weifen,;u erhalten mit ut Rät fein ' J$ ufnabc ]:. 0 if 1 i'cb e n 2t> i n r e r h 11 f c. Uten Qnal der Märtyrer des Mittel i zu Göll drang, der uns hoch heute, h uns vor die l'ngcwißhcil der Zukunft gestellt, findet der Dichter den. Zugang zu (mtl. gellt den Weg seines Vol. kes, das in der hymnischen Zwiesprache mit Gott sein künstlerisch Bedeutungsvollstes schul. Wir hören - die Stimme spricht. Karl Wollskehl bat. in dem schmalen Bändchen der Schocken-Bücherei „Die Stimme spricht" ims von diesem Begegnen eines neu aufbrechenden Menschen njit Gott Zeugnis gelebt Immer wieder .grellen wir zu den streingen Rhythmen, die dem I renuileSlcfan Georges eignen <) dürft teil Stimme sein, . das Volk'zo rütteln Das Samkorn, tief in jedes Herz "versenkt Her Ann du) Schlafrig-ren. noch wach zu schütteln . Wcgnadel sein, die .unser Steiler lenkt: \V.:ir' ich nls.Anruf„Vorbild, ■y Opfer groll. Datl wir aufbrechen rniilltcn wie die Schollen Im l.eii/.strnin, noch" vereist und sehon' durc.hkciml, Gin Oratio uns eine ... Als Mahner zlu neuem Aufbruch, als Künder ichicksalsätarken Wullens, dein innen Aultrag, der uns geworden. Gehör'ZU leihen./ gehorsam zu sein, stellt der Hehler vor uns. Hier ist einmalig, die Zeilen ülierdaucritd, das Geschehen dieser Jahre gestaltet. I tu ') Beer-HoTmann kleidet seine Hof innerlich jüdische Lyrik in dramatische Form. Jaakobs Traum. Der junge David. Anders traf die Zeil die wurzelt, weil sie selbst nocl kämpften. Halle Manfred St i sommerlichen Land gesungen. Die Sommer Blaken nicht i Hat die Welt. In ihrem Sein U Kehleudert im > •eil. Sie waren - nicht so fest ver-. um ihren Standpunkt im Leben •r in a n n früher vom Sommer und heule leidet er wie so viele von uns. lehr, tfinen niidcnst Sinn wir zucken ilie Mutter ' fort . . .

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