Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 11 (23.10.1935)
- Date
- 1935-10-23
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S t. Ifcibhiiter Dr. ll Liturgie. 1 .iteraju r IM fuinT/k.ilil. Donn|( " Drj Leo R othscl de] Judentum». Ii 1 f-ttligic. 'JohnsalH'« C. e Kein de jb l»11 der D e Dt «e h -1 s rae I i t i seb e n Gemelid« Nu in in er 11 I Act r. Einführung und Geschichte, •ritagsr.'lstägig, John in die jüdlisdile Beschränkte Teilsallee 54. I') Uir. i I il . i it fulu-nng in die Grundbegriffe »duänkte Teilnebinerzahl. DicnstogF. 54. Ji." i Uhr. l,.Vi 1 Ii Prof. Dr.I.M, im Zeitalter jo. November br..Walter B, Donuersjtii li.Dr.Hans I. I ■>. I- 14. Dr. Wi Di> is. m 10. fiakriMa» 'nlnil in deu (lemeindehäuscrn Itothcnbaumcliautf^ und .lohnsallcc VI sowie im-Sekretariat erhältlich. Tri I ■ ■aaarfctaTlaflllUIII P'M ernte Stande der Arheitssreim-in-cli;it"l«-ii und der Vortrh II. Biblisches iiclniii^iii ilifiiic f lür-heim. Hebräische Grammatik mii Lev;- unil Snrudiübungjen. Mittwochs'. stügig.iLogenheim, IS I hr. T T * ' J :n Di. Leo Rot&schild. Einführung in die. hebräjsdic Spfadie-. I extiibungen zur Judentnm»kunde. Besch tau kl e!. jlnchmcr/ahl. Mittw ochs, stägig, johusallee 341 2<)'t l \\f. Ii. •. TM! i tu III. Judentum and Judenheit in der Weltgeschichte irfko iv. R< figiöse Swömungcn im Judentum der EittsjehiHig dei Christentums. <>. und iiikI 4. Dezi nilH'r. John-aJIce 54. JO't Uhr. r '■ " \ß* ich( r. Juden undlGricchen in AleXanflria. StSgig. Johnsallee 54. 20'i L'lir. Beginn: 7. November. . 1 '• •beschütz. Da» Judentum in der ki Ii.iicn und bürgerlichen Well des Hochimd Spätm ulti>r>. Sfontags. .-Stägig; Logenheim. 20'i l hr. Itesinn: ♦.Xevember. 1 Rabbiner Dr. Hol /'•■ i . Die Juden in Preußen in» IT li&jjahrhunde'ri. ' Vom Grollen Kurfürsten bis t rie (h in Gießen. Dienstags, stäsig. Logeiiheim. 20't Besinn: ">. November". Theodor llerzl. sein Leben und nags. Utäuig. Logenheim. 2ft'i I hr. Besinn: JI. Oktober. I.jO / ,5U i"- irdlttel- :.n' v und Iridi Ihr. Ii» >\"! seine r n n - f >■ I )1 . Dil- Stellung* der deutschem neuen < .esctzgebiing. Arbeitsgemeinschaft 15: Dr. Werner < Juden itj der über Wirtschaft*-, arbeils- und so/ialretbtlidte Tage* fragen. 'Doniie£»tagf-. 1+tSgitr. Johusallee 54. .20ri Chr. Besinn: T. November.' IV. Jüdische Reils ionsphilosopliic . . 1 * 16. Direktor A.SiijiT, Auder Geschichte der jiidifchrin ReligiODSphil^sojdm-i Id. und ~M>. November und -|4. De /einher, johnsallcc 54. JW'i I hr. l JS/r. t V. Philosophie 17. Waller So I mit/.. Spinozas philosophische Auseinandersetzung mit dein Judentum. Mit Lektüre angewählter Abschnitte. M»ntag«,-Sf«gig.".I{eimhuderstraße 70. 20'i I hr. Besinn: 1». November. I.jO JtX - ' -. ■ \ \ \ I. Kunstbetrachtanj^ t'rof. F. Adler. Versuch _einer Geschmacksbildunjr auf theoretischer , ur(d zeichnerisch-analytischer Grundlapc-. Mit Führungen. Mittwochs. Stägig. lleimhuderstraße "0, 20' i I hr. ■ Besinn: ii. Oktober. 1, " M IL M ii/1 1 e r - H a r t m a n n . Leben und Schaffen der führenden romantischen Komponisten. Dienstags, Stägig, Hcimhnderstraße "0, 20' i Uhr.. Besinn: 22. Oktober. L5fl fUt VII. Natuilehre 2n. Dr. O. Sc h i f f m a n n . Entwicklunfr ih r wichtigstenl biologischen-Theorien. Montags, -stägfg. IleimhudcrstraHe 70, 2ffii Uhr. Besinn: 21. Oktober. 1.50«/f Für Januar 1056 sind A'rbeitsgemeinsdiaften und Vortragsreriien über folgende Themen vorgesehen: Der Prophet Micha — Jinda und die. Weltmächte im Zeitalter des Propheten Jeremia — -Gemara-Lerngemeinsdiaft für Anfüllger, Ivebr. ["ext — Einführung in den Talmud an Hand deutsdicr [Cbersetzunigen — Hauptprobleme der jüdischen Gesdiidite im Zeitaltej» der Assimilation — Hebräische .Schrift — Eihfiibriing'in die Philosophie. " l'Hl"l-M.p .^.llllMIl iM'l .vi 1' i _' : i ' in—i ii .eihen kann n»entjteitlieh besaeW wenlen: im •übrigen ist «... . nähme nur dea Inhabern von Karten gestattet. l».-r Vorsimnl In? sieh vor. iliv Vurzeisiui- '1er Karten zu beanspruchen. Cielltilireu 1. l>er Mitsliedslieitras für dati .labe hetragl ini Milslieilskarte i>1 auell für die Ötefraü gültig .. knsienrreien Teilnahme an sätptticheri im Vorie«OIig*\Tr»cicbi - f aufgel'iilirten VeranstaHunsen. J' J. Für Jusendliehe (Schüler. Lehrlinge und Mitglieder der ITugei' bände) werden Iiis zum KiHle dieses Jahres gültige iantrittskaiK i welehe -zur Teilnahme an sämtlichen vorstehend erwähnt n Veraflstaltangen berechtigen, für den Preis-von % f;t ausseseb) n. Die »ütfdbche Jugend kann Karten auch durch ihre Oi gaiiisatiniif-n beziehen, j . ■ .;. Für Mcbtniitsiieder gelten die bei jedem Kurse eingesetk BintnttMrelcler. Hierfür gelatogetl Körqrkarten; die nur für betreiTeinle Reihe (ieltnng haben, zur Ansgalie. \ l. Minderbemittelte können auf (irund eines «ehrirtticlicn AnJrMl d»*r aueh im Sekretariat aufgenomincn -werden kaiiu, e*ine KrmäiUi. gung erhalten oder in besonderen Fallen vun den (jcbiibrjen befreit werden. Personen, die nicht im Besitze einer Karte sind, können von Veranstaltungen atissesehlo-sen werden. Alle Karlen sind Sekretariat gesen BarzaMaag erhjiltlieli. I5ei rherwaisung (»nizi lieh it.15 ' für Porto und ScBttreihunlfostcn) an unser l>ost>rht die Tcilili.lt ii.lestens 3 '. I ie lind tiereflitiSI ZU" Ii. n ■s Deisehen m kknnlo Hamburg Tu:: s;i werden die Karten jnaeh Kilignng des ffrirases zugesandt. I>er Vorstand behalt sieh vor, ICurse. die keine genügend gr i'ilnehmerzahl aufweisen, wieder abzusetzen. An alle, die dazu in der Lage sind.-ergeht die dringende Itiih einen höheren Iteitrag zu'bezahlen, was wie dankend anerkann wird- — viclfacdi aueh bereits gesehiidil. Kurse mit Kindern Kin geglückter und nndialimeiiMvci ter Yrrsfidi Wir beriebteten in der jüngsten Xtnümer des meindeblattes über deu vom Verbände der jüdis (teineinden SehU'swig-IIolsteins und der Bansestüdtej Wilhcluiitleuhühe voran.-talteien Sehiilerferienkiirs. pa mit diesem Kurse Neuland der jüdisch-sozialen und jüiiisehTp;iilagogiseben Arbeit betreten wurde, dürfte ■.Ü**; der nachstehende Bericht über ihn. di r im Gemeindeblatt für die jüdis<*hen Gemeinden Preuüens veröffentr lieht wurde, interessieren, inshesonderiB als ein llcw'j'is dafür, welche Aufmerksamkeit der Versuch, unsere» Verbandes auidi anderwärts gefunden iiat. Die eigenartige und »tngleichmäKige Verteilung der jüdisdien Bevölkerung hat eine grolle Anzahl unserer Kinder .litt, eine besonders schwierige Lage gebracht: Wir meinen tue Kinder'in den ganz kleinen Orten mit nur wenigen ..jüdisiben Familien. Dort wirkt sidi neben der anormalen Wohjnverteilting die ( lieralter.ung der deiitsdien Juden aus. eine Erscheinung, über die ja auch schon viel geschrieben wonhrn i»t. Wenn".z.B. an einem Orte 58 Juden leben, von denen die meisten über.55 Jahre alt sind — ihre Kinder uhd Fnkel haben die kleine Stadt längst Tcrlapsen — nur zvvei jüngere Fhepaare sind nodi da. die im gan/en drei sdiulpdiditige Kinder haben, »o kann man sidt leidit denken, dal! es diesen Kindern an allem fehlen muH. wa-s ihnen ihre Kindheit verschönt und sie ZU gesunden Meusdien und Juden heranbildet. . " Der jüdische Unterriehl in den kleinen Orten ist besonders schwierig. \on der Anstellung eines 1 e'hreis kann bei der geringen Anzahl keine Hede sein (es gibt Ortimit weit weniger als 38 Seelen): der Be/irksrabbiner hat manchmal einen vollen Tag /u fahren, um verkehrsungiinstig gelegene Orte zu erreidien, und wenn audi der Religionsunterricht voll durchgeführt w ird, so fehlt es doch, an allem, was in der größeren Stadt über das rein L'nterricjitsmäßige hinaus der Jugend geboten werden kann. Oft kennen die Kinder kein jüdisches Milieu, manchmal fehlen aueh das jüdische Haus und die häusliche,.S.ibbatfeier: ein jüdischer Jugendverein ist ihnen völlig unbekannt, jüdische Freunde haben sie nidit. So fehlt die Gelegenheit, das im Unterricht wissensmäßig Frlernte in gefühlsmäßig Friebtes umzuwandeln, und die hohen Werte des |udcntums wurzeln Hiebt im Gefühl dieser Kinder. Und (loch wird ihnen dtirdt die Umwelt täglich znm Bewußtsein ".gebracht, daß sie Juden sind. -K Diese Tatsadten haben sdion wiederholt unsere verantwortlichen Menschen beschäftigt, und man hat darauf gesonnen.wie man den solcherart isolier ten Kindern das Lebjen der Gemeinschaft vermitteln könjfe. Vor einigen Monaten