Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 7 (27.6.1935)
- Date
- 1935-06-27
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 7 G e in c i n d e I) I a t t d <• r l) »■ u 1 s h - I s r n e I i t i s c h c n GeMtl iHe Seife 1 flf. /os. / acoiBSe .\. - Hugo Adlers ßalak und Bilam "{•Die Sdirift erzählt (4. Mos. JJ _'4i': ßaluk. <Iit Sohn ZIppors. König \iiii Moab. riel den l|c iilnisihiii Seher Biluiu. .Sidni Beors, «lall rr 1 da- \olk Uiuel verfluche. ..Denn, ich weifi. inreji du" segnest, ist gesegnet. v*ein..du'.lludist, -wiidl vcrllucht." Monhs Sitherlu-u. so meint «ein König, sei nii.ilI bedingt durdi den Seien, der ulfer seinem eigenen \olki gesprochen werdet'* si"il hange all von dem woblgexielien rfudie. den mau gegen den liedroliliilien (■«•gner schleudert Bila.ni i-l liereit. seine Künste in kiüliglithciu Au/trag spielen /II lassen. Doch wiederholt lallt Gull ihn ~< 11|<■ ( )liniii.kIiI Spüren. Der lieidni-die Selker öflnil seinen Mund /um il.uiln — Worte der Segnung «'iil-trümen seinen Kippen. In drei fadier Sdian kiiuilet er gleidinishalt IsrtU'ls Weil und CliTik und Sdiuk-al. /<• uentliranui sdmkt Bulak itm heim zu seineu Göttern. Unmöglich isl ..künstlerischer" I schöner und w irk tiiii^ /ii. m"Iii Ihn Unigiisses kann es \V i> r t. Aufgabt nur sein, mit senufn handeln, da II es und unserem Vers Sähe als rei Musikhistorisch Ar heitsethos gerat gezw Hilgen hallen loriuin auf dii «las . kuappc. kraftvolle Bibel w ort tu mformung und spiaihlidier \ erhi:<'it<TUiig i ligsiollcr zu gtvMalten. "Wohl JüHl es Den rf es der Auslegung, aber des |MH'tisdicn' mit l u^ entbehren, denn es ist (;l n i | r nes Künstlers .ml Atemzuge nennen all II a Ii d e I ') /II werden, dal! fesselnde tle« Mitteln da Heil deutlich landi' xpredi« Kupi-iln gelöst. Betr.idii.uns Stoffe iler B \on seihst di rUpen Wi d das '( >i .poi inm ein« hiebt«- hiiilur -uh h W . in unserem Sinne kann c- «.irt der Sthtifl >n ZU Im zu unserem Kerken I US" Viller Jiat diesi- Aufzeigt.' vvehfi wurdi'.i- Ii'I den r-oodiditeru au fr iirtirl sitll dac \\ nrl (fragen n wir Bibel und. Musik in «-im-lii sind gevv uhijil. dann.in erster. Reiht Aller es darfnidil iiliersehen lüuhVrlich wie innerlich ilitle". lange lievor Handel sich ihm hu Anlange Ides IS. Juhrhipmle lis zuwandte. ..l im spezifische Schöpfung der römischen »iegenieloiin.ithin. Iiatte es ursprünglich den Zvkctk. die verlockenden Heize der wi ll , liiheii Kunst mit ihren eigenen Mitteln zu schlugen, sie im iBetsaul devoten Absichten dienstbar zu, lu.ulieii. 'l Aul.ins-, 'vertonte mau das -di|idilr Bilx'lwijrl derui.'st.ill. daH es in zwei pröBeren, Abschnitten die Ifrtl'iligl einralrUnte. Spinnt drängten die heroischen Stolle der Bibel die Orütprienlioue ponisten allmählich nahe au das C■» 1 ■ i< t s/enisdlen. itpclrnhalten Schaffens heran: daraus einsprang di-i Ivpns ,|cdramatischen ()rntoriuatis. dessen Sihjw ei punk l'in den grollelt C hören liest. Auf dieser Linie schilt Handel z. B. die üii« V e ia l a il teil Oratorien Samson. Said. Judas Mac i abaii-, Jcullth und unter anderen s^,;j|(.| |cli\ V e n d r I » - o Ii n - B i i Ii " Iii v seinen Klias Das epische [•cgciihild dazu ist jene I'oi im des Oratoriums in der die llntldltlllg an die Person des i'.r/ahleis jrehuuih u ist: il.idunh 'vv ird in di'll. Arien ifilu de sclulüsiiialliseii Au-driuks und dei dltjlitiK llliijrlidi. Beide I ypen lienul/eu. Il't'iele K'iltfultiing gedanklichen Bt'tn Bibel. Diesen \\ eg ist hat er ilur gegeniil|>i*r Als Adler l<*V» ging, srifi er iinlei Tip oralorieiihaft (beschick formui alter vorwiegend poi'l .sdte NeiulMittl|ig(Mt nach >\ Bi ■ ilen di v\ ufttiU'i Killer mdii gegangeH, tun riiher.en Werken verlassen. iIm*'Ausarbeitung seines ii.dak liettan euer Xi(*ls4*t/llllg .ml den ursprüiljflilln I' Kii>slalttlllg zHriiik. wob jedoih um Stiteieniente s|iäterer Kpudp-u hinein. <ht darum, irgendeine' l'asalzoper /i. (halfen, um eiiieiu kun^llielieuden l'u lill k u in ein .istlieli sdieu Ansprüchen senüsemles. aliendl u I lendes Welk /u bieten. Kr erfaßt seine Aufgabe durchaus eivieherisdi. Kill den Kreisnissen der Zeit aiifsesdilossciicr Jude, begnanel mit hi'iheii kniistlei ischen I ahiskeiten. erfahren im miisika lisdieu Handwerk. I Stiles, untdririioiat ei ging ihm |a Ii. K u r Ii i l i i 'I Vitt l.lüttes. •t A. Bin * t Ii . Gl sctiichtt' iter Mu-ik itituieit dut'di Sdlöpfllllgen gröllfliifli «■s auf Seide Weise, uns ' Juden "von ■1 ■* ' 1 ' ■' r. G. F.Händel, in Sr.4/tUX| lies Jlitfiue-ikiuv II ■ 4>1 * ■ ( rllttlj» wendet ^iUd briülj'r. I na lialak und ,B v «il!U u b e |r - }l«»s p'it / W 4? i g Sprecher. Strei<,he.i .und Kl.iviei Der 44. ijsallll -oll die.'lial.ik Dil KlMli|Hlllisj spradlt' über 1 \V 011' iiaher/ulo 1 Ige-n. Kin jliili»d|«.'r Kaii-th 1 (-sihüllert und ergrifT«-n au sein« (danlieni(i koni|>oniert ej in ernster /ei.t sein <»p.. IT- 1:11. biblische S/ii ( .m. dir S( hril Iii Im i i 1.1-aus Im Soli: geluisditen ( In'ir. w 11 lisdltj dali nach ie im bildi-ihi'u I und Uli.Uli Vrllr 1 III 1'lsleli 1( Me b« hande Segeil lind KIikIi in ih r' i M'sdl idl Kilie AulFführilus in «h l Jti. Vlai> dem Vorabend des I nähere liekanUI««fi'al 1 mit die der .Musik \dh |s. die die fenfen erlonlert. liegen 111 iiihen Sni/if diiiik. ' Sit; vi'träf!n mih i jiidlsdieii Kolii|Hiliisl« -uh im drei- und viersiininHgl .uider .ib.' Hin|irirgsaiii und hu dem olr geradezu /u iniital« U ohlk linkend und Farbig ist 1 linearen Salzweise, die sidl ke . plion 1111 gefall), wenn auili l« v Balliieii der kaden/ierenden klänge an 11 i »|ii 1111g lul)' j■:«11 .( Iiai'akierisiis(h«v Bh\tllMlen s<liehen rüstig vorwii'rl-ii ofi des SpretiiHrs .lind diiidi Hiu.sj lidu 'ilthalleneii |v risthcMI ' -dies Aüsniaieli kling ih ersten jl»s< hl leih II. ■il ei tu: Aull« ld.-e r Israi'ls ' i'iiigi'scholh'ii wjr«1. sv Hakige zu llaniiovei am! Ii'iiiii'i, verinitli'lle uns du Iii Werk. Werl und Sclümlleil abführuitg «'in«;- Beriilsdiri- I i v iilli udetlli kontia|ninklßululbe Sdiule de» Mein IIf inst, | im h. Siharl hi ln ii- II Satz die SliniHieii von « in irli^ sind die'Moliv«-. sie Jor- 1 jsther ' \ era 1 In a 11 ns lier'«us h.irmonisdie I.rgebiii»-«ler in-Mi-i- 111 schreienden KakollRl laodei 11 du ausgi-ireti ljelk omilriül S«°miedetl und All Ii' I al billig geb«i,ten wi rden. reiln'U das dt imatis(h«' t n - 1 nlei bi (»dien jjllrdl di«' W-oi tr kalisdies Keyitativ. Melodiöse rlidii's GenieHen d«'i im BilieK i lh ii. sie erst'l/en wohllni-nd iler Bilderrbinh expressiptiel« h u ."simii's di r heiligen WUrf*. War du U11111 '««iialt diu' Aus. S « Ii i> 1 s'e Ii .iiilge-dilossen. rÜ W ui t und (•« fühl zu ha t Kr vertieft«*das y.'er«tän'dhls\ Hin weis aul di«- Aiisch.i^ru'ug lie Magie ubleht^i W ..hl -ind fti1. drill tlll'Usdllilhl II WuTti inl'i'.rlidnsi -«tia Si'qilH'll/eJI erlin» v» ori« iniprf'ssioniMi niMtiidie \tisd I »'iie- 111 Ii 11111 -«-Ii des Kabbiner». Di Kr legle dar. wie in Adh'l- W ,monis(hem Ausgieidi k_oniun n der biblisdien Szi-ue durdi di 1 des IrtilentiUHS. davon ji'h«:i :Segen'imi<I l liwh w'iiksain« Kr anvertraut, aber sie -md aidll Sebund< 11 au I loku«pok iis nadi Art atitiket /aiibirer und S.h um. . Wort in Krtilllung gehi\ DajudeniHIN als lia^ei tle» I iihte-. den Krkeniitnis Oittte«. :diihlet nidil die Kiiisferiu* ji'iii'i .MÜiiile. .die gi heiinnisvolle Kraft«' «lunh Wuit udi-i .durdi lieiopler zu bändig« n vv {ihnen.-Ks gibt keinen Kbidi Im II« uh«' «er Muttie. Die I . de- IH Ii dies. ..Wenn ihr di<> (.! dei Segen zuteil, wenn nidil ilriidc il« 1 .liisprathe wiirdi'ld srollei Krgrjirfeuheil hiiigi-nom^i -dllull durdi die m.ithlv<i ihn- 44 a u'ii rillen« Ituf s''"i Besch w tirer. dlosigkeit und sidlölihiil. I la riiiu.li i>' mit dem (mlllichl'U •w igeiil das -ind die \ orbediiu irngen. I.iniii .rni Segens- . -I I las«'!' ile- >«'geiis pitei 11 lie. ( aitti'» erfüllt, wird enih er I' ftldjl." I nler 'lein Kili- /weile lell des Welke« nplt- und fand k.röu«'hdtrn A|b- 1 Innung •<«1«-~ 1111\i 1111 -1igt*ti" l'-alnis 44. i KupidtiHfist>'r Jnhii M , Begleiler eliieii I >Unk und [.ob fur die mit - und sidier gii'leitet.e Airffüfi oiclie-tei irtiil di r jüilisdt« leis|uHg's|ähigi'/(>riippcli. diu Hannover als Sprecher und t'.i vvi> am Klavier wiik-ani l inol iiimluug erhielt di« Aullühtui Sii|i>ten de- \beud-: Alu« •\ iHlj Im (.Hilm a 11 11 Berlin Hannover ( I . ihm 1.-'Ihnen besoii eifi tlefülll ih r 'Weile.- und lag tbl tid. der alsll'uillisl um! Jjt. verdient au rr-ter Sti lle /ndlidlefll Klo.MI vnrbereitete hg. Das iüdisdte Sireidlcni|i-dile l hui I b«'W le-en sidi al» •11 -Uli -Rudolf A 111I e 1 - hanl B «' r k o w i t / ■ I lautiolli-teu, Die k u n-l I« 1 i-itie ,\li. g durch die l.c'isruugvii «i«'t Sc ii w .11/- Kidn (Sopi.1111. Bürlloul und Israi'l A I t •■ 1 - Ii is ist e- Ziiyusdireib'eii, JaH ilIeuheil*die '/.ildri iifu n Zu- K.tti 11 hielt.. Der anwesende |l<>rt*r von Vlifiiug bis Kiidi,111 Komponist «litrffe mit Bt'lrijetiigiiiig le-!-tt Ih n. dal*' dir weil gelungene (Viiflühruirg allen Hörern ein küii»ller.isch g schlösse Ulis, etil t, jüdische- Kilebnis veitnitielt hatte. Wann werden wir1 dje-vs -(hniir W e 1 k 111. 11 .1 111 b ir 1 hören * ' ., %itvf^t4 ffw iw^tum Slmhvitmit\4^^^ - Bank- und Postscheckkonto vgl. Seite 1 dieser-Nummer.