Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 4 (11.4.1935)
- Date
- 1935-04-11
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite I-» G e nt e i n d c b 1 a 11 d er Do u (sc h-Is r ae I if isdien Gemeinde Nummer 4 und der \\ <dt pepenübor gelten kann. sondern nur eine.\er- ,1111 w\ ii iiiiip sich selbst-und »einem eigenen Krlcbuis gegenüber. \ll il;i~. tt u» in seinen Werken niemals ganz klar war. telirdc Iiier jcrständlich ilnrili die An. wie er unler uns (eble. und dünn dunli l'nterhaltHngen mit ihm. .Wir verstunden ihn ganz und wuchsen mit ihm zusammen, als wir am Mozac Sdiultlfatn uns unien in der kleinen Schul des Heimes auf den Hoden setzten, um Nigunini /u sinken, und aldann plötzlich Krnst Simon und Ruber ersehienejn. sich hiitci im» hinsct/irn und .sieh mit der ganzen Erlebniskraft diu»»i.li»dier Juden hrinciiistur/tcn in dieses Singen. Da wiiHien wir. ilaM das nicht geschehen war -■- der Aerdacht wäre bei einem anderen unbedingt entstanden um auf jeden I all eine Beziehung zur Jugend zu bekommen, sondern au» einem jugendlichen, lebendigen Herzen heraus. I n<! dieses-Gefühl kam auch zum Ausdruck in den Daiikeswortcti. die Bruno Sommerfeld, als Buber fortfuhr, »^uudi und in denen er ihn als den Jüngsten unter -uns bezeichnete. Angefüllt wurden die luge lies Beisammenseins durch leinen. Vortrage. Aussprachen und leiern. B über gab jeden \fiirgcii einen Bibelkurs über: Abraham in Keuaan. Iiier zeigte er. wie mau. map man zur TKpra stehen wie. in.in will, .imdem ..I rnstiielinien" des Werkes und des vorhandenen , Textes, lPrichpi11itr. wie er entstanden ist. als W erk eine Beziehung "findet zur Thora, als zu' dem. was Unser I eben bisher liestNiiinf hat. W ir lernten hier Abraham, sein Sein und seine .Zeit-sein Werden und seine l mpchung verstehen. Der I loliciumkt dieses Kurses wlir der letzte Teil. al".die "Akeda hchandetl wurde und Buber vom Sinn de» jüdisdien Opfers sprach. Krnst Simon gab einen Kur» iilx-r ein hebräisches Gedicht ton Bialik und einmal einen'Gcsdiichtskurs. der den kur» ton Dr. f ritz paluberger hlvcT Lrkuiulen z.ur KmanzipatioJi ergänzte. In diesem wurde tor allem gezeigt, wie der Geschieht*- fj»1—tlidiselbst zu seinen Anschauungen über seine Zeit koiirmr. Gerade liierliei wurde klar, dal! der eigentliche ."sinn dieser Kurse hauptsächlich in der Krtverbiiüg einer gewi»»eu Methodik liegen konnte. I nd dafür war der Gc- .-•liid'i'-i..i - I r..-t Simon : .»du ftcruiiil. - Professor Bon.Ii hiih eine Arbeitsgemeinschaft über: Pädagogische Grundlagen. Hier sowie in einec^Xussprathe über eine Kritik der jüdischen Bumlc. der ein kurzes Heferat ton Krnst Simon zugrunde lug. wurde tor allem Kritik peübt tili der Buinli -arbeit in der hentipen Zeit. Man sprach über die Kührcrfrage, über die Kruge, ob der Bund Massenbcwepuup »i iii' müsse oder Auswahl »ein tilirfe oder müsse, ohne nat ü rlich zu einer i.üsifng zu kommen. DikIi zeipte es »idi. dal! uudi hier keine wesentlichen Gegensätze bestehen. Aulfer- ■ Ii-iii -ab Professor k ii Ii I ii r um i t s c. h eine Arheii»gemeinjStbufl über Gi-gcnw urtskuiidc. j -. ' ".' l)i. Mienile waren .orträpen über Gegenwartskunde pewidmet. Dr. Biodnitz Spruch über die Airfpahjcu de» Hilf«'- und \nfbaiiwerks. Adler-Rudel ausführlidi über die materielle und peistipe I ape des Ostjlldeiltllins. K. I.j-eb e u » t e i u üImt \llfpal» 11 de» l'a Iii»! i na-A u Iba lies und Dr. \. 11 i i •» ( Ii Ii e r p über den \ ersuch. einer Kiliojdnüiig in Deutschland. Iiier kamen die Gegensätze zwischen den Bünden zioni-tisdier und thjutsdi-jüdischcr Richtung natürlich schärfer zum Ausdruck, und es zeipte sich, w ie t iel liniere Bereitschaft vduzu pebört, um iiberpurte iisch über Dinge milsprecheii zu können, die ja nun wirklidi die.panze Jugend (liiere—iereii und kein Parteiinteresse darstellen. Besonders da» 1.1.Jun-tcinsdie. Referat war als (.ruiullape für eine solche offene, peincinsatne Beraiuup panz iorziiglidi pi:e4jr«irt. Hr' versuchte darzulegen, dal! der Zionismus entstunden -ei in dem Augenblick, als die peistipe Kxistenz de. Judentumden Juden frapwürdip geworden" »ei. und ^/eiglc' ton dieser Grundlage aus die schwierigster! heute 11.11I1 ungelösten Probleme i1i;s Aufbaues in Palästina, (lau/ schonungslos, ohne jede potitisdie | ni billig, zeipte er die Schwächen und >diw i. ripkeilen des Aufbaues, tor allem Ii. kultureller und religiöser ßezudiiiupi Bei diesen sdiwicrip- -leii T rapen konnte dii" pauze jüdische Jupend-initbernien und Sl^liiinp lieh UHU. VV/'iin da» am ersten Abend luidi in.in resöos pel.inp und Krnst Si im in <•» für nötip hielt, am Sdilii»»e jnuerlidi errepi die nodi fehlende innere Kin- »l. Illing zu riipfii. ».> zeipte dodi der folpeuil<>, Abend, dal' eine »olihe Ausspruche müplkh war und dal! »ein Appell Krfolp halle. Ausdrmk de» uenpew ouh^nen (iemeinsdiaflspi-fnhls tv.ii'en \or all. in .Ii-- f eiern. \ 011 dem I leitapabeml. an dem Kin besonderes Kapile fand, pewidmet werden, lehrte uns. wie wir ('nippen Lieder lernen Ruber aus seiner neuen Psalinenübersctzunp torlas und Karl A d 1 e r mit uns sanp. über den Onep Sdiabbath. der ton den Bünden mit eigenen Liedern pestaltet wurde und in dessen Mittelpunkt wiederum ein Beridit Bubers stand.1 bis ziir Abschiedsfeier, die spontan gefordert1 w'urde uiul| nun dem Humor freie Bahn liel!. waren es wirklidi Stunden.« in denen man aufgeschlossen versudile. gemeinsam.jüdisches Leben zu gestalten. muH einem Kur», der füglich siati- Direktor Karl Adler (Stuttgart) bst singen, wie wir mit unseren sollen und wie wir feiern damit und tu.it Sprechjdiörcn ansgestalten können. Ks gelang ihm. die- Menschen völlig aufzulockern, sd dal! sie wirklidi mit iiupeheurer-Bepeislerunp dabeiwaren und mitmachten. Für eHL_4nderes aber ist der Anklang, den der Kurs fand, symptomatisch. Idi glaube nicht, dal! auch nur ein fünftel ton dem. was wir in diesem'Kurs lernten, wirklich praktisch terwertbar istl Wir haben in unseren Gruppen in allen Bünden ja leider par keine Zeit dazu, wirkliche Singkultur zu treiben. Aber eins zeipte sich: die Kühler der Bünde waren einfach dankbar dafür, dal! sie einmal gewissermaßen eu zu beschäftigen, s- und Lernarbeit s sich überall, dal' Verpflichtung zum e 11 I Di legal die Möglichkeit hatten, sich mit UlUj die* außerhalb ihrer direkten Er/.ichunf tagen. Gerade in der letzten Zeit zeipte > der Drang und chis Gefühl der inneren l ernen die .jüdischer Menschen panz einWitig darauf fest im Zusammenhat] Grundlug mit immer einen deV in >diulbihluii Bildung und ineini'in Ausgleich di der Lelirhäüsei prache über die legte, und da» ergibt mehr sich verringernden bedauerlichen Rückgang der allgemeine! neren . f uiidiertheit. Die forderiiup nach in der Arbeil der Bünde .und in dem B wurde dann auch tor allem in der All Situation der Bünde aufgestellt. * 4 Der erste Kur» ist vorüber, die jüdische Jugend erwartet und (ordert den zweiten. Ausklaup und I rpebnis aber dieses Kurses ist vielleicht das. *itas Buber zum Schluß seines Bibelkurses sapte: ..Der Unterschied zwischen Judentum und fh i.lentsim vur stets der. dal!, das Heidentum das Bestehende, die Natur, nicht nur bejahte, sondern h e i I i p^' sprach, das Judentum aber alles Vorhandehe. ton Gott Geschaffene nur als Ausgangspunkt nahm, als Aufgabe, c s zu hei ji gen. Möge heilte die jüdische Jupend diesen .jüdisc hen' Weg gehen, auch dann, wenn sie das Gesetz in seiner Gesamtheit oder in einzelnen Teilen ablehnt." \\ 11 koii Ilten 1111» nur »diw 1 abschieden. ip'elid ton Martin Buber Verlane t optländisdie Gardincnfubrik (konfektionierte Stores und Bettdecken) sucht einen Vcrtreier für Hamburg, lusknnft erteilt Krau Seckel. 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