Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 1 (11.1.1935)
- Date
- 1935-01-11
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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1 . - Nu in in«" r J Gemeindeblatt der I> e u t s «• h - I s r a e litis <b e n Gemeinde Seitr •? a, neben I!.- Jon ith. n ajirio1? mx ">''= M! »4. Dahier \ «■ liifTi-iitIii-lit I "6s. datierte Auing eine Bestiii ign n:_r i ercins: eine l'berse Lvhenschütz. shMu G r ii ri w ii Id. a. K. Du, n. O. S. uN.i t/leil Texte Von Mittwodi. dem [\ \ori\ imn enthält wie Jus vorlietrtcelic^hck' ler Siit/uii^cii des Biknr-( hnuliinzung des gleichfalls ton Zitaten duuh t uiuli liiei k nun nniuluti. Dr. Hans Lic besc/i iit i: homas Mann und die Bibel') Wenn man die Geschichte der Bibel in den Kunstwerken der abendländischen Kultur überblickt, so erscheint ilne huffende K Iii Ii iim sinnfälligsten im Bereich der bilden- •n Kiin>te: liier silid große, Symbolhafte Leistungen ein gengeset/ter Lpochcit «Iiirill einig, dal? sie das biblische khen tragen, während sie im übrigen in voller. Krciheit ic ffiiii/■«• Welt ihrer Schöpfer ausclrHcken. Bei dem #er Selb ri fit ii m aber, (Ins aus der Bibel In w Beinen die Möglich! I mig .in das ()rrginal in ii II sich dcssclh riginul. Die miicbti Ii ddli.iiier (In i (Ii die i idere Ausdruckswehj empfingen, tul gen, dall (in>l*"e und Wirkungskraft 111 i en ierv(iri;iiiL i'lten enger liegreilZl /n sein: die Bin- Ideibi fester. Der nachdichtende Kühstn VVirkiinfgsaiiitcJs bedienen wie das je Pbantasic*nhr«'.gtiug. die Maler und Notwendigkeit der I msetznng in «fine "(iri. Man kann las! r .Veusdiöpfuiig X<>ii Stärke aldiingen'. mit der d«:r Wille zur religiösen \erlüjiriduilg von der I r.scbrifl her neu in ihr gestaltet w.u. Bei (liefen .lll^einleiliell A or,in-.sel/Mn-( n scheint ei mei kiirdig um dein Sinn einer ßiticldichtuitg zu -lelicn. die honiiis M;i ii n /hui \erfiisser hat. Vergegenwärtigen wir is die starken und einfachen Eindrücke.. die die Lektüre 4lier Itoin.ine in jedem -einer Leser erweckt: es ist innere (dl. die der Dichter[zeigt: sie,ist viel schärfer (fCM'lini lind •iillidni n.idige/eidiiiet. als unser Erkennen und Reden es iiiknIiI hüllen: ahojrThomas und Antonie BiNhlciihroock «I inuh Toni» Kröger Html -einen Juge iidge lühm-n -imi •der für si<h und int ihren Beziehung«"!! so -ehr Menschen iserer \ähe. (kill die Begegnung mit ihnen, zu einem ieileici kennen wird. Aber dadurch, d.ill dieser Vorgang in is Ganze des eigenen Daseinseinen höheren Grad von Beiilllheit bringt, wird es deutlich; die kun-i Thomas Mujnris il nithI ihr faid/icl in «l«'r photographi-di treuen N«i«Ii- Idung \on Liu/e Hielten der h-benden Umwelt. Vielmehr I es so. diill jene Gestalten, .qere.Ui' Art und Beziehungen is so unlic imlidi bekannt' niunuieu. als einprägsame Scmde dastehen, in »lenen eine Ausdeutung degesamten •benverdiente! i-t. Wenn-wir (ras Werk unsere- Dichters i ansehen» ist es schon weniger paradox, «kill der l.piker •s bürgerlichen Mim Sehen /um Nachtlichter der Bibel würde, ir wollen midi im Iosc>|ibsrotnun W'ides aufsuchen, diolpe.- iiic Art der /eidiiiuiig min Menschen.und Sitiiutibneii; die Imjires'sionismu.s gh"ichgast;tzl in diesen Gestalten, die in ihren t wird und di'll Geholt de- (inu/en der K .elien-( in i'rfsl deflitiine i an oft mit it. und die .1 esprüdien Ii stimmt. Wie is| eiiiiii iiilö^lid) r«T /eitenrei ne -<> His (iefühl des aUS tsgedriiektj wekhi gung. «lall er jene: ner knnsitediliik jebuissen ansgebil im Kiiist -diuf rient. «leren Au rollen Kunstschöftfi Ilgen \teil und BiIdeen Slliou von «licM'r ai «■woeti. die Welt .«Iit Bibel .111in den l.eser heranzubringen, d.dl dieser ■er Nühe Sehens iM'kulH!'" Oder .inder- Mittel -tiindeii dem Didtter /ur \er- Stptte aus der mensthlitben I r/eit mit pestalten konnte, die an Gegi-nwarts- «.•t war' Dieser Verbindung muh Ji«'t/t. Hin einmal di«' wisscnsfhafl vrtin Ulte'n rabangen eine [verSttnkenc" Welt um und kleinen Alltagsgerätcn, mit wieder ans Tageslicht gefördert liapea. müologischc"!! Forschuhj; ist die \..lk~ pdf des gegeji\>äi:tjigen Orients als gfczogen worden, und (latnit war lijger Stolf für -eine Wirklichkeit twa im Roniail. die Heilen. Vlwällirc de- W iitsdial'tslebeus Um! | >euiungsinittel litjran- I In ni.i- Mann eil?" ^ewijdi-- ■> thilderutigcui gegcwR-h, 'mit denen Laban die sich selbst diarakterirt. um ziiisehen. w.is ein Didiler aus dem ardiäologisdieu l^ohstolf machen kann. Ganz ähnlich steht es mit der Szene, der gc"schildert wird, wie die Brüder Xirtlächst einmal ') TliomiiH M a n Ii . .loscpli und seine Brillier. 1. Iii«" lic-eliielileii iiiknti». Hirtin ItSS. l.XIV niiil Uli s. ■>. Her jonitT JoRepb. ßpriifl M, :u~ s. Fi» c Ii er ■ Verlu«, Bqrlln. ihren Vusthlag .|iil ^|o-e|>h den fremfleii k.inileiiteii geg •■- aber .ilpeti'dtl il.i«.-|c||«:n wolleii. dann .dier die (■« filii NjTineiden Minililiu. ilurdi dieses Inn den 1 i lodebe ibichtigten Sk lavi'nvc'rkaatV ler I|erl«iiii-kini(l( neb«*ii I rfaliratigsi| ie -eine B« uns so. i und Jo-e|ih Idee, in der Jadeilprolilr Jaakob er-d .und i-t dod Beztehu iigeti mit der er il eine groBe I iii ihm zu allzusehr -l.ind un:: i nli \ im \ ii'f nnniittelli.irci-er Ar mit cleni.gegenWÜrli^eii Ji rabzi'tdrücken. A Didiler eine./Wi »er ii«' /in \ erfiigli ng. lullt hat.JIH't I homas Mann «eifie I /)i-.ininiengi eint .ml \ ielen "n dkrd zu ih n Viichstc'ii - gläubiger Mi n igu'r. Jo-eph i-l it'4ü((tvr BildUn lie-er ( ••■ist.) rkflil »IIIei helil M'iis. die j^ersföfiin^ d,er n.iti well. Diesi nsnigkeit u m nei naiider gi'riit /in 11 Ii - ii sei IUI loser Quelle d.i- Leben -iiiiniiil.mit « «• n - den biblisj(h«tn I mrifl -«-im i b«'id(Mi Hauptgesfalten JafUin» -o möchten wir glaiibcvi djti lirmig' über Juden 1 li.it. /n -i .e-t.ilien ,\erdi(h l«;l: ite.U .ils ein. »dm ,idi('r Mei- Mächligk'eil des ■ (•el ii h |s fn" -ei ien und die. Stiirke seines (•eisiejj. ii in der Welt steht, durchaus •r Krbe'der jaakcibsgalM'nl die.' r gestalte«! werden, und ton idi das Problem seinejungitll ichen Beziehung zur l'in- , [ \ {ttgung w ird mit aller psydi«»l«>gis<h«"ii < .< diildert. de» Li'sern nalicgebracliti .iln i dii -i , .1 nej iiitnder gereiht«*!) I in/«'ll>«r(>l)achitintt«|nX-j \ ielen. -teilen sorg II n Ii I I in/eJeindri «kc/u erzeugen v (I - tmIlten, um liangs .'.Jndi tliesem Wer den Nordel rliilid de -diildert. in I il.l.l ill I iihlba t W erden /u I bleiben. Aber M.iiin .in ihrem (Irl. um in imebi als ( seiil"' sonder n (lesialt «{iite pejiiiiug /u bieten. Wir be; der s\ mbolsdiaffeiiden D.isems i i' l'li irier .en. dii lial -ii »o viele lebeltiUifr sie -diliel'en sitlj /|iilcs I elM'iis/usammenlegnen ai?«», auch in \rt de- Diditers. dfr in di Ie; diesem Silinje die tieschifjjite /••idieii jii(Iisthen Wesens /u Beali-Hlll-. der die ^ulsudicil der!, geht in diesem Wi rk Wenn wir ijpn Auf bau Kapitel folge iil>crbli<kei). so. die < .esdielinisse nidi't in'der sich rreighc'ltj haben. Der Jtt n erste Kapitel lies «'r.sten B.hm ■>oo SeitiMi' später /u Beginn Kr£utllttllg zu Werden, «fie iin'lerbrodieii wird, das-.den ersten Band -fml . die aber sie -cid nicht s'd mit t reireslei :ririldigkeiten (ienauigk||il sichtbar inid selbst «Hnbildhatt in der-Tifsfe nicht darauf licsduiinkt. ||ii Jaakobniiil Josephs n\t( e|jt| rzu.hletl: die Vuflösili|g p-n«•-. um ihrer st'lbst vvillen -diil-. eftien Stil ritt w e'iter. beiden Biniile inil .Mille ilepf] illt uns auf. «lall «ler Diditei : Reih/nfolge bietet, in (ler SM'} in? Jo-eph bi lieir-ibl da-; les. um dann er-t wieder gut! Ie- /weiten 'GegiVns£j)uiL der] imi bald ihirch ein Kapitel; Irvater Abraham gilt! lull Geschichten Jaakobeinire-dtobeii:i idit hintereinander er/öhlt. sondern] so. dall /ner Vlannes/cvi< J und danu ih t w e-enllidlf 1; i.ikolibi- /Hin r Boinan nodi I .e-diiditen Vorn. I I-t^i'liürl-s!i ,r.(ihunsland «uil ihren Kolfeen flu liir das \erständnis des Bi -rdi beim LesenLan den eiti/i wir sei 'geführt w erden. 1 lier Ganze dii-ceipenattigen Au hat die iirsachliche Verkmipfung ilirer /eitlidlen folge begrün rbe.Uia seines Buches ni.idn duruilf an, die] Wesenheit. «. men-diliihi- I \ pik heraus/u-ti ihre lierausljisiing aus dem / Sji- -imi vieneiebt nicht \it» vorher oder ' i|a«iiher gesijball •iner anderen ( Jas sjdi in /nirtig. Dielte l'ariillelen Tairiar(heugesdiidite sind ein bau des Bo nails irew'e-eii. V wi -eutlidi Iilitbe-limnien. I )ie f.Tffi .'llisse im I ein Ii und ei /ühlein-wert nicht /lad sonderen D. sein herait-w adi-i i-t nt und dem Viih'lithan im führlidi zu er/ahlen.' Bs i-t' ic- -ehr lohnend.* wenn mau: ien Stellen klar liiadtt. warum: . ö 1111 e u .wir nur ver-iidien. da-" Fbaucs /u dellteu. Der Diditer der KreignissH'. wie <i«- in l«/t ist. nidii /um eigentlichen] i «vollen. Ks kam iiiin nie.brj ■r grollen (»«"Schebnissc'i 1 ihre Heu. Da/ii WuH ihm bisweilen; isnihmc"tthang der '/.ni ilienc;iv. ii.li inil dem. tvas iinmittfhSai wohl diu i mit 'dem fernen.; neration der. I'ätriarcheiyctlg«' ulsthen'«b'n («eneratiiliien der w idi.liges Motix für den Auf--; •ll sji* seinen (•ellall sehr: irl abgren/'il: sondern e- Ii ( .e-diledit nieilerla-sen ■ < .e-diledil - dl nicht für s'idi -ein. I' •Hisf tili r ein Bi I das nie Uschi die I eben, da lidil nuch (;e-et/en. die lt t/1 \ iel Lusl .ini l-,abuli«4ren in d es das Werk einer Weltweis liefen Bew iil'llieil -eil dem lAÖglich gi;W(>rdeu i-t. Die Jaakobsind hier gewijcht.lgj ir«li. dall -ie auseinem be-; •ii und diesein seiner Ligen-! iinlelt sieh um Schicksal die slth ideide ain auf dem I iiiAdineiisdien an ihnen' konk -el werdeil." Aber mich die-e- Ib-t Ziel un-erer Teilnahmen freilich ein kla-si>di(;s, für i Ii in ewigen Bahnen \erwirkh, kosmisch Sind. Ls ist «Mohl •Sem Buch, aber nir 'allem i-t icit. die mit ihrer weifen und p iti h il neiiii/ehliteii Jiihrhiindert die C'eschithtc hat gehlilfeir. reigtlisse auder Jugend undj r<xle Jizchakgegeben w«■ i• I• -ii einniar /111 ii«k - p i' i ii gl. um .(lir;