Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 5 (25.5.1934)
- Date
- 1934-05-25
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 5 eine Spende von Frau Albert Wo! ff anläßlich der Barmizwoh ihres Enkels Werner Schiff /.um Andenken an iIiroii verewigten Gatten Albert Wulff: eine Spende wni Herrn und Krau M.'Iritzer zur Ablösung der Danksagungen für die ihnen anläßlich ilirer goldenen Hochzeit-erwiesenen Aufmerksamkeiten; eine Spende von Herrn und Frau Dr. A. Veis zugunsten der Jüdischen Mittelstandshilfe anläßlich der Barmizwoh ihres Sohnes Heinz-: eine Spende für das Pflegeheim der Gemeinde von Herrn und Frau M. F. anläßlich des Tu. Geburtstages des Herrn Martin I. e v i e n. -, eine Spende miii Herrn Hermann Kugel mann für die Talmud Tora Schule, zur Ablösung der Danksagungen für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich keines 7(1. Geburtstage--: rinc Spende von Herrn Samuel Behrend und Frau. geb. Heß leih-, für Wohlfahrtszv» ecke zur Ablösung der Danksagungen für die ihnen anläßlich ihrer goldenen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten: eine Spende für Wohlfahrts/wecke der Gemeinde von Herrn I.Martin Levien zur Ablösung der Danksagungen für die ihm anläßlich seines TO. Geburtstage« erwiesenen [Aufmerksamkeiten: eine Spende von Herrn Dr. J. D. ß u k s ch n e. w s k i für die Schwestern-Vereinigung des Krankenhauses der Gemeinde zur Ablösung der Danksagangen für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme lieim Heimgänge seiner Frau Valentine Fea: eine Spende von Frau M. S ch n a b e 1 für das Mädchenwaisenliaiis Pauliuenstift zur Ablösung der Danksagungen (iir Beileidsbezeugungen beim Heimgänge' ihres Bruders I lerrn John Weil: , eine Spende für WohlfSitirtszwecke der Gemeinde von Herrn Julius R Osenberg anläßlich der Barmizwoh feie r seines Sohnes Hellmuth: eine Spende \on Fram Sara Aron, geb. Wertheiiner, für Wohlfahrtszwecke zur Ablösung der Danksagungen für die Aufmerksamkeiten anläßlich ihres 70. Gehaltstages: tjno Spende für .«las Wohlfahrtswesen der Gemeinde von Herrn und Krau Willi P o 1 a ck zur Ablösung der Danks.igutigen für die ihnen zur Barmizwoh ihres Sohnes Fdu erwiesenen Aufmerksamkeiten: eine S|>ende von Frau Johanna Cohen Wwe. für das Waisenlians Paulinenstift zur Ablösung der Danksagungen für die ihr anläßlich ihres 7t». Geburtstages erwiesenen .Vnfmerk-jamkeiten: ' . (ine Spende von Frau Nußbaum anläßlich der Jahrzeit für «den sei. Vater für Kinderverschickung. . Verbindlichen Dank. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Beerdigungen auf dem Friedhofe in Ohlsdorf März 1954 Li-. .M>ircus, Lina, geb. Lirwenstein. Wwe.. Schäfeikampsallee 29; 70 J. < Wolfsberg, Willy. Tierarzt. Lüneburg. Schiefigrabeu- Mraße 5; 62 j. 4. Kallniann. Mathilde, geb. Grönheim, Wwe.. - Hansastrafie 55; 71 J. v 2. Saloinonsen, Sojihie, geb. Horwitz, Wwe., Schlankrcve 9; -. 86 J; 6. Mieles, Karl Emst, Otto-Speckter-Strafle. I; 1"5 J. Pick. Adolf. Kaufmann, Isestraße 115': 57. J. ~. Thorner. Siegmund, Kaufmann. Kielortallee 22: 77 J. B Tar rasch, Julie, geb. Hildesheimer. Wwe., Bogenstr. 54: "I- 11. Loewentjial. Rudolf, Kaufmann. Stoeckhardtstr. 45: 77 J. 12. Happ. Lina Lene. geb. 'Lewiii, Wwe., Probsteierstr. 55: 67 J. . |5. Lasch. Auguste; geb. Stark. W we., K Ieniingstr. 8; 72 J. Weil, John. Kaufmann. Kellinghusenstr. 14: 50 J. 16. | Alexander. Hulda, verw. Levy. geb. Stempel, Peine: 74 J. IGreif. Ester-Alte, eeb. Schmerlen W we.. Dammtorstr. 15; 65 J. i 16. ( ahn, David. "Kaufmann. Jarrestr.' 45i 72 ].' , ls. Eber, Eva,'geb. Bleier. Wwe., Rothenbaumchaussee 165; 69 J. - -; -'21. Liepmaiui. Rebecca Mathilde, geb. Kusel, Wwe., Schladilerstr. 46: 86 J. . 2\ Indman. Alt;r, 26. Popper, Rosa 2S. Nachiini, Ai 50. Behrens.Ka I 4. I.evy, IIed\ leben: 65 J. 13. Straus, Hain 14. 2. Cassmo. straße 5 II. 5. Sonza, I -, Beneckestr. 6; 24 J. i, geb. Zacharias. Alwndrothsweg 75; 66 J. If. Kaufmann, Schäferkampsallee 29; 76 J. mann, Arbeiter, Rappstr. 6; 97 J. t'berfiihrungen. g. geb. Friedensohn, Wwe.. nach Äschersa. geb. Schöps, nach Brieg: 5() J. Beerdigungen auf dem, portugiesisch-jüdischen Teile des Begräbnisplatzes. ranziska. geb. Mathiason, Wwe.. Werder- H» J- Kaufmann, Husumerstraße 4: 42 J. niz. eiue| Freude, die Schöpfe, die hiei Liebe und Sor; wert, daß stets d für die Kind Dr. Albert Holländer: Eindrücke von einer Palästinareise (SchinS) fDer erste Tsll des Aufsatzes wurde In der vorigen Nummer des Gemelndelila lies, Seite 6 ff. verntfentllcht.) In Rischon l'Zion besuchte ich einen Kindergarten, Es war Kinder zu sehen: gesunde, schöne, frohe Gew ie überall in Palästina mit der größten rfalt aufgezogen werden. Es ist bouchtensps erste massive Haus einer neuen Siedlung stimmt ist. Eine besondere Sehenswürdigkeit in Rischon l'Zion sind die großen Weinkellereicn, die zweitgrößten der Welt. Hier werden zahlreiche Weinsorten erzeugt.-1 Seltsamerweise gibt man ihnen bisher keine palästinensischen, sondern die ihrem Geschmack entsprechenden europäischen Bezeichnungen. Eine uns iti der Kellerei Freundlichst kredenzte Probe ..Muskat" schmeckte vorzüglich. In Kechoboth ging ich in ein Arbeiterrestaurant, einen einfach gehaltenen, aber überaus reizvollen Raum. Ich kannte auch dort wieder die gesunden, frohen Typen der RoaAim und ( ha|uzini bewundern. Auf dem Weercvon Tel-Awiw nach Rechoboth passiert man die bereits[1870 von der Allianc-e Israelite Universelle errichtete, nur für Knaben bestimmte landwirtschaftliche Schule Mikweh Israel: zu ihr gehört ein Wald von Eukalyptusbäumen dereil angenehmen Duft man bereits bald, nachdem man Tel-Awiw verlassen hat. bemerkt. Mit besonderer Freude sahen wir den Wächter, einen etwa 16jährigen schneidigen Jüngling, durch die Anlagen reiten. Seine besondere Aufgabe ist es. darauf zu achten, daß kein Vieh gestohlen wird. Die Frage, welche Chancen sich der deutschen Einwanderung bieten, ist ja in. den letzten Monaten genügend erörtert worden.' Daher über sie nur kurz, einige persönliche Eindrücke: , Das Land bedarf in erster Linie des Landwirts und des Handarbeiters. 7a\ Wünschen ist. daß ohne gewaltsame Verdrängung durchweg Juden an die Stelle der arabischen Handarbeiter treten. Das gilt in erster Linie für Land-, aber auch für; die Industriearbeiter und Handwerker. ■— Bei der voraussichtlich weiter anhaltenden Baukon junktur wird außer für Bauarbeiter in beschränkterem Maße auch für Architekten und! Ingenieure einstweilen noch Bedarf sein. In Tel-Aw iw glaubt man, daß die Zahl der Einwohner vielleicht nach einem Jahrzehnt schon 500 000 betragen wird. Es erscheint mir zweifelhaft, ob der durch die Ereignisse des letzten Jahres geförderte Zuzug weiter bestehen wird und ob diese optimistischen Schätzungen sich als richtig erweisen werden. Zur Zeit herrscht in den Städten, insbesondere in Tel-Awiw und Haifa. Wohnungsmaiigel. Trotz der fieberhaften Bautätigkeit hat man, wie die Jüdische Rundschau berichtet, jetzt, leider reichlich spät, in Tel-Awiw ein Mietersdoitzgesetz geschaffen. Man wird auch in Haifa und in Jerusalem den gleichen Schritt tun müssen. In der Stadt und wohl noch mehr auf dem Fände muß die'Aussnutzung der Kon junktur die 'Entw icklung Palästinas unbedingt beeinträchtigen. Von der ausgezeichneten Verwaltungsarbeit der leitenden jüdischen Stellen und auch des High ('ommissioner ist zu erhoffen, daß, wie es auch in der Kolonialverwaltung anderer Völker geschehen ist (beispielsweise in Deutsch- Südwest und Kiiuitschou). man eine vernünftige Boden- und Baupolitik durch weitgehende öffentlich-rechtliche Verkaufs- und Belastungsbeschränkiingen fördern wird.