Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 5 (25.5.1934)
- Date
- 1934-05-25
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 5 ilt-t rayr ist unter Zugrunde-Iegung von 0.55 'Jt)i je Person timl Jahr errechnet worden in der Annahme, daß die jüdische Bevölkerung Hamburgs im Jahre 1954 rund 17900 Seelen zählt Nach einer eingehenden Erörterung genehmigte-das Kollegium einen von Dr. Locwenbe'rg als Vertreter des Vorsiaii(le> begründeten Antrag auf Schaffung einer Einrichtung beim Jugendamt der Gemeinde, welche ztlgleich als Sehn Kindergarten und Sonderhort dienen soll: der Antrag war im Jugendamt von Krau Dr. Meyer-Wedeil vorbereitet worden und wurde in der Erörterung insbesondere von ihr wäratsfens befürwortet. Die neue Hinrichtung soll zum I. Juli d. J. ins Leben treten: die Kosten wurden vom Kollegium mit 2400 ■JtU für das zweite Halbjahr 1954 'bell iiiigt. In nichtöffentlicher Sitzung wählte das Kollegium in den Vorstand der Mädchenschule die Herren Dr. Gustav l.e\ ic n und Dr. Man« Liebeschütz. — Vor Killtritt in die Pagesordnung hatte der von einer Palästina reise zurückgekehrte Herr Dr. Pinner dem Kollegium die Grüße der Heilen \\ eißberg und Dr. Kalmus übermittelt, die .früher fange Jahre der Gemeindeverwaltung angehört haben. . . ' W i ■ \_ A~* ' .. I .; I* - In eler Sitzung des Delegiertenkollegiums vom IT. d. M. gedachte der Vorsitzende .Offen bürg mit ehrenden Wunen der verstorbenen. Früheren Delegierten Moritz >.. W o I f f und Dr. Lippmaiin Seh les i n g e r. Der Vorstand teilte mit. daß er beschlossen habe, der Reichs/.entralc f. Sch. in Berlin auch weiterhin monatlich 150 X)t zu bewilligen. Kür Reparaturen an der Synagoge Bornpiatz und der Mikw-a werden außer dendn dem Etat vorgesehenen 1900 XU weitere 55oo y})( verlangt. Der Vorstand macht Mitteilung von dem Verkauf d>r Svnagoge Kolilhöfen. bei welchem die Gemeinde die Interessen des Synagogenverli.iiulegebührend berücksichtigt hal>e. In einer Besprechung über die» Anstellung.eines zweiten Oberkautors, wird der Vorstand ermächtigt, alle Schritte zu Unternehmen, um eine erstklassige Kraft zugewinnen. Die iin Sanierungsgebiet gelegene Gemeindesynagoge Kohlhöfen und das hinter ihr gelegene. MazzothrBäckereigchäuelcsind an den Staat verkauft worden. Die Auflassung hat am 2~. \. M. stattgefunden: der Häumungstcrniin ste-ht noch nicht endgültig, fest. Einen ausführlichen .Vufsulz über die Synagoge Kohlhöfen bringen wir in einer späteren Nummer. - - . i i. T- ■ * \m 22. \. NLncrschicd nach längerer Krankheit Herr Dr. Jonas Storch. Der Heimgegangene war jahrelang-Mitglied der Kommission für das YVohlfahrtswe.scn der Gemeinde, der W seine ärztliche Erfahrung stets bereitwilligst zur'Verfügung stellte -und für ihre Tätigkeit auf hygienischem Gebiete manche wertvollen Ratschläge gegeben hat. Ganz besonders hat Herr Dr. Storch sich verdient gemacht um die Entwicklung des Kindererholiingsheimes Wilhelminenhöhe, dessen Blüte ihm zu einem Wesentlichen Teilemitzudanken ist. und um das Krankenhaus der Gemeinde, dessen geburtshilfliche Abteilung er vine Beihe von Jahren geleitet hat. ' . | .}•; t . - "i* _ ■ "; In der Nacht zum I. d. M. starb in Luzern Herr Moritz S. Wolff. Der verdienstvojlen Tätigkeit dieses bescheidenen Mbnnes als Mitglied des Delegierten-Kollegiums des Syn-i a: ogeif-V erbanch-s. in der Henry Jones-Loge und der Arbeit für das Heilige Land -ei hiermit mit aufrichtiger Dankbarkeit gedacht. ' I * \m 2. d. M. verschied nach kurzer Unpäßlichkeit Erau Lina Alexander, geb. Jaffc. die Gattin des in unserer Geinde unvergessenen Jacob Alexander. Die Heimgegangene lange Jahre dem Vorstände des fflegeheints der Gern lu m ihlr inde angehört, in dessen Namen Herr Dr. Haus Levien bei ihrer Bestattung herzliche Worte des Dankes dmete. Dem Gedächtnis des am 4. \. M. verstorbenen Hausvaters Daniel-W ormser-Hauses Albert Halberstadt galt eine scilichte. aber eindrucksvoll^ Feier, die am 29. v. M. in der S\nagoge Steindanim stattfand. Rabbiner Bambergen- W andsbek schiklerte den Menschen und den gläubigen, froniiii-n Jüdi n, der der Heimgegangene war, und seine Fürsorge für die Synagose Agudas Esauw. deren V erw altung-c r angehörte. Herr Henry ( bassel widmete dem tot«n Freunde Worte dankbarer Erinnerung lür seine hingebende tägjich aufs neue pflichterfüllte Tätigkeit im Duniel- Worniser-HaiisO. durch die er erst - in Erfüllung eines Wortes, das bei seiner Eröffnung Itabb. Dr. Nobel s. \. sprach — diesem die eigentliche, die rechte Weihe- (jegdwll habe. Auch des Wirkens des Heimgegangenen in ele-iuTbeiseeheim <ler I liimburg-Aincrika-l.inie gedächte (ier Redner. An die Beden sehloll sich das von Herrn David Hirsch ergreifend vo»getragene elmole rachamim. Dei deie-i wedmten die Herren Babb. Dr. Hölzer. Alfted jfc-Y.V. R.-A. B. David. J. Heck sch er. Offen')» u r'g. J. M o scs . J. B el i eh . S. II o r w i t z und J. S ii ß k i n el . \ e i triter der HapnS sowie zahlreiche Mitglieder der Synagoge SteindaiiHii und Freunde des Toten hei, it. * Herr David Ff!■<»■■■■ vollendete am 20. v. M. sein TO. Lebensjahr.' Herr Frisckmaiin darf sieh rühmen, in Am i -langen Reihe von jähren in der HenrA Jones-Loge, i.u elem jüdischen jugendv cre-in. in dein bokalkoiriitec de-s Hilfsvereins eler deutschen Jude-n und in ier Kommission lür die Frjemdenpflegej eler Gemeinde und nicht zuletzt in seinen Ämtern als V|itglied <les Beprüse iitniiten-Kidlcgiums und spater des Vorstandes <h-r Gemeinde dem allgemeinen Wühle "in einem Maßejredicnt zu haben, welches ihm den dauernden Dunk eler llaiuliurger Judenlieit sichert. Herr Kurt Pickert. der seil mehreren Jahren am Israeli - tisehe-n Te-mpel;V e-rband als Organist wirkte, hat dieses Amt niedergelegt. Aus diesem Anlaß fand nach Schluß des Sabbath-V eirinitlag-Ciotteselieiiste-s am -2s. v. M. im Sitzungszimmer des Tempels in Gegenwart seines Vorstandes lind \ ei w altiiiigsaussehusscs-.ow ie der Mitglieder des ( hoi s eine schlichte Absdiiedsfeier statt. Babb. Dr. Italiener und- -Oberknntnr L. K o r n i t z. e r dankten Herrn Pickert für seine hingebende- und einfühlende lätigkeit in herzlichen Winten, auf die der. scheidende Künstler ebenso herzlich erwiderte. Der Verein jüdisches Museum K..V. zu,Breslau verunstaltet vom 15. el. M. bis 24. n. VI.'die erste- Ausstellung von Werken jüdischer Künstler in Deutschland aus Vergangenheit und Gegenwart. Es kommen im besonderen Werke von Malern. Graphikern und Bildhauern zur Schau. In ihr wird zifm eisten Male in Deiitsehland ein.geschlossenes Bild jüdischen Kunstsehaffeiis im Laufeder letzten hundert Jahre ror Augen geführt. Persönlichkeiten wie Israels, l iebe imunn. Chagall'und viele andere-, die bisher nur im Rühmen lies allgemeine-li Kunstlebe :is gekannt und beurteilt wurden, erseheim-n nun im Zusammenhange ihrer Zugehörigkeit zum Judentum Zugleich entfaltet sjeb Iiier ein reiches Entwiektuiig-ehild der \ ten Stilarten. dar jüdischen Iiier auf sie 1 zugänglich. Ei Führungen na Anfragen, e Grschüftstelle Breslau 6. Stric Die Ausbil find Hortnerin Pensionspreis Im Internat unter Beifügui Sehulabgangs/e sehaftlichcn A wohlfahrtssteil Frauenbund, 1 erschiedeneii zeitlieh oder persönlich he-stimm- Da die-se Aijsstelliing über Breslau hinaus in Welt ganz Deutschlands von Interesse ist. sei ingewiesen. Sie ist täglich von- II —18 Ihr "tritt 25 Pfg. Schüler 10'Pfg. Sonnaltend frei, h besonderer Vereinbarung, ie sieh auf die Ausstellung be-ziehen. au ehedes Ve-reiis. z. II. He-r.rn Felix Perle, gauerstraße 2. - 1 I * lungsstätte 1 für jüdische Kindergärtnerinnen nen begann ihren Lehrgang Mitte Mai. Der icträgt 50 y})l. das Schulgeld 25 7?>, monatlieh, sind noch einige Plätzefrei. Annleldungeii g eines selbstgeschriebenen Lebenslattfes, des 'ugnisses und des Nachweise-s der liausvvirtiisbildung und Betätigung bei der Zentralp der deutschen Joden oder dem Jüdischen erlin-( harlottenburg 2. Kantstr. 15«. t Wir habet und bitten < um Mitteil im i. -- Vi'i«endung für Gartenmöbe-I ji nigen. welche solche abzugeben w Deutsch-Israelitische Gemeinde. iiisehi Ii? (