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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1934-04-19 · 4 (19.4.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
10 (1934)
Issue
4 (19.4.1934)
Date
1934-04-19
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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/ -Seite 8 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer X Die starke B;iirtiitifrkott bietet eine gute Konjunktur für alle Industriezweige, die -Baustoffe. Werkzeuge, Möbel Hnd sonstige für Wohnungen und andere Bauten notwendige Dinge Herstellen. — Andere idjdnstrielle Möglichkeiten l>e. stehen hinsichtlich der Verwertung von Londesprodiilcten. beispielsweise liersteJIung von. nriithtsäfteh, Marmelade. Grotte Hoffnungen ~i-;/t man darauf, dall infolge der Kntwicklimg des Hafens in Haifa die Besdiaffung der Rohstoffe erleichtert iiml verbilligt wird. t)ie Kinfuhr spielt gegenüber der Ausfuhr bisher nur eine gernige Rolle, im allgemeinen jüdischen Interesse ist /u wünschen. ilaH die Kinwundemng derjenigen, die «ich im Handel betätiget) wollen, Wesentlich geringer al--diejenige der Arbeiter. Handwerker und Land wirte sc-in möge. Vielleicht al>er wird ein Teil der jüdischen Bevölkerung-auch als Vermittler für den Handel /wisdieii Osten und Westen in Betracht.kommen Der kern de- Palästinawerkf i>t die I audw irtschafl. Mau sollte sich nicht, wie dies leider die Regel ist. zunächst in den Stödten aufhalten, sondern unmittelbar nach der Ankunft \on Haifa oder Jaffa Tel-Awiw aus die Dorfer und die- Siedlungen besichtigen. Man braucht nicht mehr.' wie zur Zeit der eisten Kolonisation, tagelang Ritte zu unternehmen. Mit dem Autobus oder dem. Prrvatauto. das mau bei geschickter \ ereiiiharuug billig haben kann, hat man auf .iii-iM/eichnelen Autos1r:ißeti,-*i»d denen auch <iie mit schweren l asten heladenen kamelkaraw anen eiidiei ziehen, eine bec|iieine. abw echsfiingsreiche fahrt. Man erblickt primitive. \erkarstete. überaus malerische* Kelspartien mit meist armseligen .Vralienlörfern, ()rangeiifelder auf in der Sonne herrlich leuchtendem rotbraunen Sandboden und wohlgepflegte jüdische Siedlungen.-I nter den-jüdischen Landw irten unterscheidet man den Besitzer des Pardess. des Orangenfelde*, der xöllig individualistisch wirtschaftet, den Chalu/. der auf kollektiver Basis siedelt, und denjenigen, der /war Privateigeirtümer bleibt, -aber seine Produkte Gemeinsam mit den anderen Siedlern auf genossenschaftlicher Grundlage vertreibt oder in ähnlicher Weise Werkzeuge irnd andere Dinge einkauft. — Siedlungen, die im wesentlichen Orangen, neuerdings auch grape fruit und Mandarinen züchten, wechseln ab mit anderen, in denen Getreide und Gemüse, in geringerem Malle auch europäische Krichte, gedeihen, l'lierull sieht UM kräftige, frohe Menschen. Erfreulich wirkt die grolle fohl der Kinder, die hier ki»r|>erlich und seelisch gesund aufw adisen. Hervorragende Siedlerarbeit ist geleistet im Lmektal (der Ebene Jesreel). W ir besuchten auf unserer Fahrt durch diese« Gebiet .zunächst die landwirtschaftliche Schule fiir junge Mädchen in Nahalal. ferner das mit modernsten Einrichtungen ausgestattete Krankenhaus der Arheiiterkrankenkasse, die ausschließlich \on den Arbeitern unterhalte:! wird Wir sahen mehrere Kol lekti \ sied I Hilgen, darunter auch Beth Mph.i. mit den von den ( halii/im selbst ausgegrabenen Ruinen-einer alten Synagoge. Der Weg-führte dann zdm Ruthenberg-Werk, das. am föisummenscbliiH des Jordan- . schon jenseits des Jordans gelegen, ganz Palästina mit Elektrizität fersorjrt- Wir fuhren, entlang dem' Tiheriussee. dessen ttansjordanische Seite von Bergen eingefaflt ist. nacll* I iberias und weiter nach ( apernaiim. liier bewunderten wir die großartigen Ruinen <Vr in hellenistischer Zeit am «ntiken Tempelstil»ierbauten'Synagoge. In Serpentinen führt der Weg durch das galiläische Gebirge nach dem herrlich gelegenen Safed, an dessen berühmter Hochschule Joseph ( am. der Verfasser des Schulchan Aruch, wirkte. Dann ging es bergab nach Akko, dem Nachbarort Haifas, der noch lieute vollkommen arabisches Gepräge zeigt. Das Emektal ist eines der Glanzpunkte der zionistischen Kolonisation. .Vor kaum mehr als einem Jahrzehnt war es eine ekle Sumpfgegend und daher ein schlimmer Malaria- 'herd. Besonders reizvoll muß die Landschaft im Frühjahr sein, wenn alles mit Blumen besät ist. Sehenswert siml auch die älteren, von den Baronen Hirsch und Rothschild errichteten Kolonien, insbesondere die in der Nähe von Tel-Awiw gelegenen Petach. likwah. Kcchohoth und Rischon 1' Zion. In diesen Orten, heute schon kleinen Städten, wohnendie auf den umliegenden Orangenfanneii beschäftigten \erwalter und Landarbeiter. Inder Nähe \on .Recholxith befindet sicfi das neue, der Jerusalepnet I niyersität angegliederte, demnächst einzuw eiheiide lauilw irtschaltlich-cfic-mische Institut, das Wei/mami leiten wird. (Fortsetzung folgt.) Kalendarium für die Zeit vom 22. April bis 26. Mai 1934 April llar April llar Mai Mar Mal llar Mal Siwan So. 22 7 29 14 6 21 13 28 20 6") Mo. 23 8 30 15 7 22 14 29 21 7') Di. 24 9 1 16 8 23 15 I5) 22 8 Mi. 2> 10 2 17 9 24 lti 2 23 9 Do. 26 1t 3 181) 10 25 17 3") 24 10 Fr. 27 12 4 19" 11 26 18 4«) 25 11 So. 2K 13") "> 20') 12 27') Ii* 5Y) 20 12") April llar Mai llar Mal llar Mal Siwan Mal Slwan ') 'i p~\o 'O^vip nnx *) mim i"b 3) n pns -max ') -im rfl p-iD -armn j-otao -Tipm ') tnm itkt ') rtbun nr 'i:) naina 'i fno ") nvr\2v v -n pis -kvi'. Gottesdienstliche Anzeigen Synagogen-Verband In der Zeit vom Schabbos und Festtage folget.Wochent, Vorabl morgens mittags abds. morg. mitt. 21.—27. April ' / 6'1 8'5 1 (i 8" 6''' 7 Js. April-4 Mai 7«° 6" 815 1 6 8M' 6,s n su 5— Ii! Mai 7« 6'5 8'5 1 6 8M - 6'1 7*° 12.—18. Mai 8 yir. 8i5 1 6 Ii"5 6" 8 1". Mai 3 «" 811 1 6 9'» — 1 — imnat? 9i. 6,s 8 1 6 9" 9" 6" 8 Israelitischer Tempelverband Freitagabend 7: S o n n ir b e n d 111 o r g e 11 9M tbeads w ie in den Synagogen. M o 11 t a g,s a I Donners a g s. m i| r g e 11 s T'-j. Neue Dammtor-Synagoge In der Zeit vom Schabbos und Festtage folgd.Wochent. Vorabl morgens mittags abds. morg. mitt. 21.— 27. April 7u 830 740 8" 645 7 28. April-4. Mai 7» 8'° ') 7" 8M GM y»o 5„—Ii; Mai 7" 8Su 4« «) 8" g»0 yso 12.—18. Mai 8 8>0 8" 9" gso 8 19. Mai 8 g30 1 91» — y. — ntsnat? _ *s 91. 8*° ') 1 9" 9" 6" 8 ') Predigt. *) Jugendgottesdienst. Anzeigenleiter- L. Knudsen. Hamburg — D. A. IV. Vj. 5000 nutouermietung Julias Freundlich Bossdor Ist ra ße 1 Telephon 5591 85 Eleg. 4u. 6 altz. Wagen für alle Gelegenhelten BOCHER-PERLIYIANN verzogen v. Grindelallee 44. III. nach Branmsaiiee 121 - Tel. 448415 Beachten Sie - die heutige Beilage des „Hamburger Familienblatt

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