Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 3 (8.3.1934)
- Date
- 1934-03-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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H . " '" [ I Lbiiier-SeniiDar I GEMEIi^ÄBLATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Gemelndeblatt erscheint In Abständen von 5 Wochen und wird den Mitgliedern der Deutsch-lsraelltlschen Gemeinde zu Hamburg kostenlos zugestellt. / Anzelgenpre 21 Pf. per 7 gespaltene Millimeter-Zeile / Verantwortlich für den redaktionellen-T>IL: Syndikus Dr. N. M. Kathan. Hamburg. Drude. Verlag und Geschäftsstelle: M.Lenmann. ABC-Straße 57. AfiC-Hof. / Fernsprecher: Sammelnummer 540737. Nummer 3 Hamburg, 8. März 1934 10. Jahrgang II Der Reichsvertretung der deutschen Juden zum Gruß! Not schmiedet zusammen. Not zwingt, das Einende .1914 erlebten wir über die Grenzen der Stände, über die zu suchen, das Trennende zurückzustellen< Im ersten Kriegsiahr Ländergrenzen und Glaubensunters-hiede hinuteg deutsche Ein- ' i ' . : I heit im Kampf um die Heimat. Heute erleben wir deut schen Juden die Zusammengehörigkeit des deutschen Judentums in gemeinsamem Lqid und gemeinsamem Kampfe um den Lebensraum. Uns alle trtfft das'Schicksal, das über den Einzelnen kommt. Und je fester unsere Verbundenheit mit der deutschen Heimat ist. je stärker unsere L'berzeugung, daß ein neuer Lcbcnsrai m erkämpft werden muß. umso mehr schmerzen die Wunden, die jeder tag uns schlägt. Da rücken wir zusammen, fassen des Mitstreitenden Hand und fragen nicht, aus welchem Lager er kommt. Als selbstdeutschen Juden'eine Führung ward, der wir uns willig anierheute schon Geltungsbedürfnis und Überheblichkeit diese Einheit kein Verständnis. Auch im jüdischep Leben unserer Vaterstadt verständlich empfinden wir es, daß in solcher Zeit deh ordnen. Können die Wunden so schnell vernarben, daß stören? A ' ' ■ Hamburgs Juden haben für solche Bestrebungen spiegelt s'ch der Lebenswille dieser alten Hansestadt, cie. dem Meer zugewandt, stets um c es Großen willen das Kleine übersah, deren Fluß in seinem ruhigeri Lauf versinnbildlicht, wie die kleinen Bäche und Masser sich einen in einem großen Willen. j So fühlen auch die Hamburger Juden diesen Willen zur Bindung. So bekennen wir. uns freudig zur Retchsvertreiung, bejahcn'und stärken die einheitliche Führung. Wer die Versammlungen der großen jüdisdien Organisationen in Hamburg im Laufe dieses Winters besuchte, war erstaunt, wie man überall Meeschen traf, die zum. andern Lager gehörten. Alle haben den Wunsch, sich kernten zu lernen, den Willen, sich zu verständigen, den" Entschluss, zusammenzuhalten.' So hat die Gemeinde, in,der von alters her alle Pichtungen des deutschen Judentums gemeinsam nrbci.cn. einen sie Herrn Dr. Otto Hirsch, den Vorsitzenden des geschäftsschönen Aufklangfür Gemeindeabendc gefunden, ali und die Tätigkeit der Reichsführenden Ausschusses der Retchsvertretiing der deutschen Juden, bat, über die'Aufgaben Vertretung auf dem ersten Gemeindeabend zu sprechen. Die Hamburger Juden ordnen sich ein, in dem festen Willen, für c.nc bessere Zukunft zu kämpfen und zu bauen. GEMEINDEABEND Dienstag, den 1 3. März 11 934; 20' , Uhr pünktlich, Curiohaus, Großer Saal. Mi inisrerialrat a. D. Dr. OttO HifSCh I Die Reichsvertretung der deutschen Juden, ihre Tätigkeit ur)d ihre Aufgaben. Eintritt nur gcfjen Eintrittskarten, die im i tiemeindehaiuie Hothenbaumchaussee 38 koste ilos 'täül. 10-12 Uhr erhältlich find