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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1934-02-26 · 2 (26.2.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
10 (1934)
Issue
2 (26.2.1934)
Date
1934-02-26
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer 2 Mini. Der au! i'.....'i 41 au- Mint iidie folgenden ■milchen irdi rordentliche Etat sieht mir einen Zuschuß vom n des ordentlichen Etats vor. Mir Jahre werden die Zuschüsse an«, dem wesentlich erhöht werden müsset Etat /unii tu'riin IDTst zu weiteren I i »linsen Kinkn/au.sn. I)er Be-sserung'der allgemeinen Wirtschaftslage und ilureli eine konsedielierung der Verhältnisse der jüdischen ßevölkei ung im: sonderen möglich werden wird. Kür l'*'4 konnten elienso wi.- für I1»" die kapitaIverpftichtuntren ans der Bürgschaft.j weli-he die (.eineinde anläßlich de» Tempelballes;:cfei»fct hat; durch Verständigung mit einem Durleh|isgläiibigor auf] die MaTfie der ursprünglich vorgesehenen Rückzahlungen | herabgesetzt werden.-jedoch nur unter der etwaige- ( bi-r»ehü»»ede» Jahr z.uv er» enden. Der \or-tand dankt den Mitgliedern des »ehu»»e-» für ihre Hille beider Vorbereitung de» hi n» und bittet Ja» Repräsentanten-kollcgium um Billigung -l< i ihm1 /ii gründe liegenden Grundsätze. Der Vorsitzendedankt Dr. I'innor für »einen; iisführ-' lullen Bericht. Die Gemeinde i»t ge-zw nIlgen. ' liei je-dt-r Au» jkabe auch >in die Deckung zu denken. Darum hat dri Vor-j »tand vorgeschlagen, die (•cmcindc-Kiukouimcu»lci er aufi I'» Prozent festzusetzen: bei dem Kventua'l-Vermögei istoiiei Zuschlag »oll e» nach Ansicht des Vorstandes au» d|-n dar gelegten Grinden bei Prozent verbleiben. Dr. I r i ,i » : Nach den aufschlußreichen Worten ik'sVor- »tand»ki>inmi»»ar» kann man nicht umhin, sich der Auf Fassung unzu-elilieHi n. dal! es kaum einen anderen Weg gibt, für die»»'» Jahr einen Ktat aufzustehen, als e» hier ge-»che lien ist Ich möchte San/ allgemein betonen, dal! e» reiht ge tau ist wenn maii auf (.rund der Erfahrungen de» Jahre» lvVV da nach allem, was wir in »einem Itchicksalsschwer /u werden drohte inälüg günstig verlaufen i*t. auf Laufe erfahren und ilixh nach ve kon»olidieru ig vertraut. Ks i»t natürlich ebensogut möglich, eine and» lassung zu vertreten: nur fragt es sich, ob »ie Sinn hat. weil über L'nvbrncrsehbares nichts \orausgesagt werden kann Man kann nur von ele-r Erfahrung des Jahres |<)s> it\ »crehen. eine» kri»rii jahre». w ie es in unserer Generation \ n1ir einmalig i»t. Dennoch muH ich bezüglich der Sc '-hinnahmen vor unj Die Steüiereingänee •rechtfertigten! Optinii»- Jahre» I9Y5 der mißten, r kältnls A.ifiefleichl lätzuae können V der Gc-meind< Hin» warnen. .LUe IMeueremgange lies unter keinen l mständen als Grundlage l'»^4 diemn. weil sich die Auswirkung der Ercign •vergangeiu-n Jahre» nicht übersehen lallt. Ks ist berücksichtigen, dal! die Regierung daran denkt, i koinnien»leuei /u senken, und dal? dadurch die K de» Gemeifldesleuer/uschlags von l> auf 10 Prozent »am bleibt. Ich »ehe aber ein. dal! es nicht möglic einen Ktat aufzustellen, wenn man »ich mit lauter der Kinnahmeseite begnügen müßte..Soviel'ich un bin. hat auch der Haushaltsausschul! sich mit ganz derer Sorgfall dieser Kragen angenommen. Auf <l gabenseite haben w-ir im wesentlichen mit Zwangsp tun. Ich glaube, ohned< r Kin/elberatnng vorzngrei inaii im gn>Hen ganzen diesem' Ktat wird zustimmen Dr. G-Ö lüdet/: Ich ergreife das Wort wenige Vh-ieht. zu clesii einzelnen Positionen des Vora'n»ehla [kritisch Stellung zu nehmen, als in dem Wunsche, all remeine Gesichtspunkte übet die Gemeindearbeit vom Standpunkte der jüdischen Volkspartei vorzubringen und einige1 Hinweise über Dinge, die die Kinanzgebamng der Gemeinde betreffen, zu machen. W ir sind un» darüber klar.'dal! der vorliegende Ktat ein Muß-Etat i»t insofern, als die »ehr hohen Betrüge des Ausguhen-Ktnl». die für da» Schulwesen iiimI den Kultus, hc- »timmt »ind. bewiiiigt .werden müsseh. Ks liegt nicht in i/nserer Macht. Änderungen vorzunehmen, die vielleicht der Neugestaltung der Dinge entsprechen würden. Sicherlich ist i » aber bedauerlich, dal! nach Vorwegnähme der erwähnten grollen Apisgabenposten mir noch »ehr wenig Mmol für ifaaritative und kulturelle Zwecke, die sonst heute im) \ lirdeigrUnd stellen, übrig bleiben. Aber man muH mit 'rc-chnen und »ich mit -Notwendigkeiten afofind i»t im ()rgani»ation»-Ausschuß eingehend geprüft ind vorbereitet worden: außerdem bestand im Kinanzaiissthuß für die Behandlung von Eirtzelfragen! volle Gelegenheit. Er konnte »ich an Hand de» Ktatotitw'urfe» »ehr schnell einigen. Der jet/t i|om Vorstände vorgelegte' Ktal entspricht bis auf unwesentliche _ Korrekturen, die wir billigen, selten Be- »chlüssen. I nti-r elcn gegebenen Verhältnissen i»t anzu- [e iinj v ojrderlit llit»aihen •n. Der Ktat nehmen, dal! in unseren Kollegium auf umfangreiche Eiiizeldtskussionen verzichtet wjrd. Da» wird bestimmt seinein Ansehen in der Gemeinde nur dienlich sein. s Ich möchte noch darauf hinweisen. daH die /.u»uinmeii- .irbeit zwischen Vorstand und kollegiuui vertieft werden muH. Die Verfassung der Gemeinde betrachtet das kollegiuui als Teil dc-r Gemeindeverwaltung, 'nicht lediglich als Gremium für Bewilligungen oder als Statte für Diskussionen. Vn fast allen Zweigen der Gemeindeverwaltung ist das Kollegium betenigt. indem es in die Kommissionen zwei Vertreter entsendet und über die Wald der sonstigen kominissioiisinitglii-di-r allein entscheidet. Darin 'liegt'eilte starke KinnuRmöglkhkeil für da» kollegiuui. natürlich nur. wenn »ich dii- Vertreter des Kollegiums ihrer Rechte- und damit auch ihrer Pflichten bewußt sind und auch der Vorstand der Gemeinde da» Seine tut. die Repräsentanten zur verantwortlichen Mitarbeit stärker heranzuziehen. Die gröllte Sorgeerfordert nach der groHe-n Wirtschaftskrise und nach dein für uns Jude-n besonders, kri»envollen Jahre 1953 <|iel inanzlageder Gemeinde. Der Ktat des Vorjahres war noch darauf aufgebaut, daß ein sehr großer l e-hlbetrag durch Inanspruchnahme von Darlehen gedeckt werden »ollti-. Dieser Fehlbetrag ist infolgeele-sunerwartet guten Kingangs an Gemeindesteuern glücklicherweise wesentlidi verringert worden. Wir glauben, dal! dazu sehr entscheidend die V^-rnuigi-n-teuer beigetragen hat und daß heute über eleu Wert und die moralische Berechtigung eliese-r Kventiiulste-iu-r. die eine alte- Forderung unserer Fraktion war. nur Doch eine- Meinung besteht. Kür die- Zukunft hat de r Vorstand in stärkerem Matte al» bisher betont. daH die' notwendigen Ausgaben unbedingt durch Steuern aufgebracht werden müssen. Wir billigen diesen Grundsatz und billigen daher auch die-Steueranträge, die zu diesem Ziele notwendig erscheinen. VYir stimmen dem Vorstände auch darin zu1. daH. solange die Gemeinde auf ihrehohen Bürgs<haftsverpf|i(htüngc>n au» dein Tempelbau Rücksicht zu nehmen hat. keine neuen Gemeindeeinrichtungen mit dauernden Kasten geschaffen werden dürfen. m> zweckmäßig auch manche Anregung er- »cheine-n mag. Wir werden uns'dahe.r .in» Verantwortljchkeitsgeliihl gegenüber der (•eineinde von Antragen auf neue Bewiitjgnngen zurückhalten, bitten aber auch die anderen Fraktionen; die gleiche Zurückhaltung zu üben. Wir bitten, die» auch bezüglich ele-r Höhe der Subventionen für Vereinezu tun. Die Beratungen des Finanzausschüsse« waren auch in diesem Punkte vom Willen zur Verständigung und zur Befriedigung aller berechtig! erschcine'ndenj W ansehe getragen. )e-m Vorstände legen wir lür da» kommende Jahr eine Rej uvon Einrichtungen besonders uns Herz, so die Hebräisehjr Sprachschule, Ivvria. ele-re-n wertvolle Leistetniren heute werden unel die aus dein l.ebe-n der icht werden kann, so die- Talfür deren Bestand nach dem Fortfall der »ei besonders hohe Opfer gebracht worden ill^emeiii anerkannt iode nicht mehr fortge mild Tora Schule Staats»iibvention »iiul. Au» dem Kapitel der kulturellen Aufgaben möchte ich die Bibliothek hervorheben, diedringend der Vervollständig irung ihres Büche-rbestnodes bedarf, und die Sportorganisationen: deren We-rt für die Jugeiidfreudigkeil unserer Kinder nicht hoch genug veranschlagt werden kann.' Ich denke ferner nu eleu Verein llachschar.ah. den wichtigsten Heller der Beriifsümsthichtungsarbeit, der diese je-tzt ins Riefen hafte gewachsene Aufgabe »e-it langer Zeit unter größu-n Opfern an Gehl und Kraft gefördert hat. Ich darf die Hoffnung aussprechen, daß, wenn die Finanzlage der Gemeinde es gestattet, die genannten Organtsationctn, dieuns gan/ besonders am lle-r'/cn liegen, besser benHcht werdeh. Im Kapitel Wohlfahrtswesen erwähne ich aikßer der I literstüt'zung der hier lebenden Juden nichtdctitscher Staatsangehörigkeit vor allem die Volksküche der Gemeinde, eine ihrer segensreichsten Einrichtungen. Wir würden es besonders! begrüßen: Wenn infolge Erweckung des WOhltätigkeitssiniic-s gerade diese Institution ihre Leistungen ausbauen und den Preis der Mahlzeiten herabse tzen konnte. Ich uüichte rühmend hervorheben, daß in unserer (a-- meinde die Differenzierung in Ost- und Wcfstjuden nicht, ji-denfalls weniger als irgendwo anders, in Krsclii-inuiig getreten i»t. und die lloffuuiig hussprechen. daß es auch in /ukunlt so »ein w ird. i

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