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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1934-02-26 · 2 (26.2.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
10 (1934)
Issue
2 (26.2.1934)
Date
1934-02-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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GEMEINDEBLATT der 'Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Gcmelndeblatt erscheint In Abständen von 5 Wochen und wird den Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg kostenlos zugestellt. 2 2 Pf. per 7 gespaltene Millimeter-Zelle / Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. Nathan. Hamburg Druck. Verlag und Geschäftsstelle: M Lefemonn. AhC-Strafee 57. ABC-Hof. / Fernsprecher: Sammelnummer 540737. Anzeigenpreis Nummer 1 Hamburg, 26. Februar 1934 10. Jahrgang IB zu er-5eminar Berlin STIMME In ER ZEIT Rabbiner Dr. Leo Haeck■ Berlin: dafl er den 'Begriff de-iC fntlcmun und d Zurückhaltung Ist ii<f Mcn-di Mm I(alttinj sei der Mensch, der von Wenn den Menschen ein Schicksal trifft; so bleibt ihm anderen gehen könne, ohne bemerkt zu'wert) i. luhtH li<viiiniiit habe", dieser <-tiii iii ImiiIiilcr Ntadt Iii» /um pfneft. wodurch fr <l tun«;. Alle Haltung und nichts hat dabei in Schicksal; begegnen kann; die Unimihi G+ntlemun gesagt»Wi] f-'ilt ebenso und vn-Ucidu noch kommt aneinem Secdiscbein.. hervor, weniger mit ihr gemein als das. was mehr \<»n der l.adv. Nicht' bemerkt werden. bisweilen sich ihren Hainen beilegt, jertes Äußerliche. Kunst lim Ii > Iitlif. das durch eine hergestellte Gemessenheit doch mit eine innere Schwäche /u verbürgen'.sucht. Wahre Haltung ist immer Offenbarung eineseelischen Besitzes, sie i-t der Ausdruck der inneren Festigkeit und Würde. Kaum etwas i (•cntleinnti fad das bedeute) u idc rsprath ili r d genannte gesetlsdi der Menschen um immer nur von' a #j Sittliches gew il! se die Antwort der S'elf. daallein führt zur Haltung. irum mehr als jene-, einst -n häufige. -Daftliehe.Streben,'das 'tjetl Flui/ im Kreise It auch die Meinung und die Richtung reu i ni|ilin'_ Seiner selbst durch ein -ich -elb-i eine Antwort gellen können. Der Anfang al diese Fähigkeit, I hören Und sich /u dem es ein \\ ert gehört zu werden. Bedürfnisse und nl ii. /nicht, -it|l ver-lecken. sondern: ilie gebotene /niucjvhalttiug. 'diese wahre Schlichtheit and-Echtheit bewähren. Wenn, um ein Beispiel an/iifiiliren. jüdische Männer und/ Frauen meinen] ihre Stunden der Au«-pauuou.g und Erholung so haben >t■■ solTrjn', daß sie auffallen müssen, oder dort, wo sie dann -tili oder laut hinaii-gcw ic-en 'Werden. «I Hin haben sie damit dargetan. daß -io jedenfalls /Ii denen die der .englische Köllig al- (>entlemen. ii zeichnete. licht gehören. Ladies beer Haltung i-t darum die Zurückhaltung. >ei sich und in such /u bleiben, sieb /n sehen-. Der haltiingslose Men-<b i-i der; •ines Lebens ist, von anderen gesehen und dem da- Geltungsbedürfnis die seelischen dilicßlich die seelisthert Kräfte verdrängt ' \ ielfeicbl kann heute 1 Besonderes gegeben werde geübt v» iril. -o.nianiiie ihr einander und ihre Kinder und entdecken, .daß -ie. die nrcli die /. ii in t k ha 11 ii ii g noch ein I. .Vielleicht entdecken, wenn sie I leih), entdecken M und einen Kreis -ii lange Alen-chei und. Mode wart sind. ') I \l« nschel Mm 11./n hat. \ on dem englischen König Keitum! wird erzählt, Ans der f \ -Zejtun«. Nr. 5 vom t Kollmar 1931. Erklärung des Vorstandes der Gemeinde Der Präsident aer RegcbsvertrejUing der Deutschen Juden. Herr Rabbiner Dr. Leo Ha eck,. erinnert ans deutsche Jtiden in dem vorstehenden Aub>nt/e eindringlich an.,unsere l'llicht. ^urückhaluriig zu üben. ..Wahre Haltung ist immer Offenbarung eines -eli-chon Besitzes, sie i-i der lusdruck der inneren Festigkeit und Würde." Der Vorstand der Gemeinde weil! sich eins "mit der überwiegenden Mehrheit ihrer Mitglieder, wenn er Molche Zurückhaltung in menschlicher Würde von jedem Hamburger Juden erwartet; wenn er abrückt von Veranstaltungen, welche die Selbstzucht, die die Zeit von jedem von uns verlangt, vermissen lassen. Entschließung des Jüdischen Frauenbundes 15s sind aus verschiedenen Orten Mitteilungen an lins gegangen, dafl jüdische Organisationen und Vereine Festlichkeiten veranstaltet haben, welche in starkem Gegensatz zu dem Sinne unserer Zeit und der Schwere unseres jüdischen Erlebens stehen. Ks sind auch dauernde Einrichtungen getroffen worden, deren Tendenz'völlig dem -widerspricht, was der deutschen Judenheit in Vorträgen, Büchern, Kanzelreden und Mahnungen aller Art nahegebracht wird. Dje in der ij. I )elogierieu-\ I t.nteiibuiulein Berlin \er-ami durch' mit großen* Ernst zum! weite Kreise durch solches \erli schaftlicher Vorteil irgend eine) Entschuldigung für die -Fördert au- Gründen der SelliStochjtüi^ , W ir bitten auch die' jüdl-chc Führer, für ihre Fröhlichkeit Formen /n suchen. trsammluns inn und Frau im Freunden ih r Meinung sein imstande des jüdische^ eilen Frauen wollen hieru-drmk bringen, dal! -ich hon verje'tztl fühlen. W irtjüdi-chen Stelle ist keine von l nteruehmiingcit. die, ies-er unterbleiben. Ilgeflcl und vor allem ihre nflvolle und verinnerljehte Erklärung des Beirats dei^Reichsvertretung der deutschen Juden Die All und Wei-e. in dei nun heil in der letzter) Zeit, vielfach Setzungen geführt worden sind, Reichsvertretung der deutschen klqrung: rhalh der deutschen Judenlierjüdische Aufeinander-- peranlaflt den Beirat der judo.lt Die Reichsvertretiing der cIcMttschw^dtrfleii beruht uuf der rber/eitgiing, daß die Gegenwart übei*>ulles Trennende im Weltanschaulichen hinweg in der praktischen Arbeit die geschlossene -Einheit des deutschen Judentums gebietet. Mag diese ili sich auch mich SO stark gegliedert -ein. keine Richtung darf hoffen, durch rü^t-icht-ln-e \ertretuiig einseitiger GrutHlsätze und Ijitereeitien auch nur soviel zu. gewinnen, wie Zerspaltung dedeuteaben Judentumder Gesamtheit.

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