Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 1 (26.1.1934)
- Date
- 1934-01-26
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile 4 Gerne in dcblatt der Deutsch- I s r a e I i t i s dl e-n Gemeinde .Nummer I l.ltenf in religiösen Dingen stand et ohne Verständnis gegeiiüln'r. Wiederholt hat er darum angeregt, die Lauen auf. ihr» Pflichten hinzuvceisen, die MiimpfLn und Gleichgültigen aufzurütteln. Wußte er doch. dal" Jas religiöse-Ei neiieruiigfucrk. das i Ii in vorschwebte. ohnc| eine Jugend mit positiv iii Kenntnissen muh Judentum, mit lebendiger Berührung thir poeti»dien-W (dt. »einer Daher aber audi »eint Bräuche i Daukba i id I (innen unmöglich war. eit. ja Beglücktheit, wenn ■r Keime. Aii-iil/e /u neuem Leben. zu einer neuen Zukunft Augen. weil am himthu'tler Kindel kaum Ai bewegt erlud) er int Suklic Großen und Kl'inen iii •»tlidier Gemeinst verspürte.. Wie -leuchteten seiiic [ThoratFest unser lempel die 'Schar fassen' vermochte. Wie dankbar kauden Kiddusdibechcr. wenn . der Laübliutte'skh drängten /u f eind ruckv oll»tcii' jedoch war allemal' jener der alle Mann am Schluß des Said ath-Gottc sdicüsti Barini/w all knahcn /um Alle rhcdigstcu cmporsdi Thorusdirein öffnete und dann mit den Kindern i Ktand. den blick auf die T ho ru rillen gerichtet — allemal ein Gleichnis für sein eigenes Leben, aber auch für das Leben unseres Judentums: gend im Heiligen vereint, die Gen Mniuci I. w eiin mit den t. , (Ich rt obefi ILS W;|l ein Ute en, Ü rationell "vereint, verw ii k'- la-en. (b Jidit «las *Wö'rt. das vvir gesi« (.chciliüdu-r li.illl n «n^;'l „von ' 1 iu| doch so bedeutsam Wirken für di( an» gesehen, vv gen. .sq sorgte er für die Alten, wie für tl die Siethen iiml Schwuchim. vv ie für die für die (Toten. Da» i»l v ielleidlt {das II durdi (•schlecht /u Ge»dil un»ere» llciinm Ilgen(1 war — Akun Ganzen seine r es nur ein Aii4»dtuit1. \\ ie für e der Sdiw erpiink (-einer Ki - ngene|i Leben» ie Jliu- . »o fiir au'di Ai Teil »weile ingeiiutheil stmnä lleiliridi levvs l'crsölilidlkcit: »ö weit ver/wei Wirken audi w,ar. und so \ ii;l W ärme er j««de »clienkle so »ehr.- daß der |"erner»tehende Iii glauben mochte, gerade hier lit Arbeit]— der Gefahr der fanjrenheil i»t dieser Mann nie gliedert in» Gaitzc. strebt! Israels, zur Gemeinschaft., zur ( und die er liebte als einer ihrer jesti'n Söhne. Hier erst empfängt fragen' den ganzen, den vollen Klang. Der < dienen mit ganzer Seele, ihre lest, ihre Bürd das war »ein einziges Ziel» als G e in e i~n d e \ "das er erstrebte. \ ii i v on hier aus ist auih «ein 'Virken für den I e in p e I . »einen lempel. ganz zu ^erstellen. Heinrich levv war ein religjös-liberäler'Jude iin besten Kinne des Worte», ein T-iiisjeitigkeit. parteitic •rlegen. Alle» war hin /i ^KUP' "zfe./.u'nGi emeindc. in der treue»len und opl di>» Wort ..zu di( rix-rei ICH 7 ZII emetude zu trage il p h e r . ■zvidinclei Repräsentant unserer Bewegung. Li wai glüht von der Wahrheit jm»erer Ansdiaiiiing. als de (big-reichster Pionier inuerlialb des Gc«amtjudcntum Hamfili rgr r Tempel während ihfs vorigen Ja den» »ich erwiesen hat. lud dod| immer-blieb I i levv «ich bewußt, "daj? die vom [Tempel verlreteni /emMinü nur die eine Seile jeidis b-rcligiöscr Betrachtung»! r Liii> ii und H'iligu an«- dnrdien er* unser hrMii.nl int idi Cfterf weise darstellte, initiier blieb er heit. des'Judentums willen zur tiher bemüht, um d ijdcrcn Seite mit Ta Wurde Brucken zu schlagen. A iidleicht waren es Bilder »einer Jugendzeit - das Bild »eines frotninjeif. in Traditionellen wurzelnden \atet». zumal - . die die»er \ersöhtui«tien Haltung unbAvu.ßt-leiteten. Aber auch nach anderer Richtung mögen Kindheit Hungen für ihn bestimmend gewesen »ein. Heiitfid Hatte in seiner l'o»ener Heimat «(en alten jüdi«dieii der K h i I la. i|er jüdischen Gemeinde, im besten Worte« keitlien gelernt: einer mit •dein anderen bekan traut, «-iiici-mii dein Dem Judeli der (.roß« keit ''vielfach verloren gegangen. .inderen in l'jrcnd in •«ladt ist dieses Gefii Leid vcrhinidi ■ nur gainz äußere Momente, de ihn mit der Gemeinde •ikliüpfeii. Einer dem anderen fitenid. gleichgültig. ml hl meisten I ii"n "anderen haflen. war der Verklärte u im iisgesetzt b -mühtj j it III bei riitinef Lev v Begriil Sil De «e.<| it. ver- "t r t >emciii»uuideiu anderen, aber nicht .Wandel /ii l'flege der gof tesdie nst|i«heii \ erlifiidenheit. \]ü uieindcgcsange». religiöse IJeleluli ng für Krwath»ein Jngennliche in Xorträgen und ArlU>itsgenieinsdiu(n-ri war elwas|voii dem. wa» ihm vor»lhwc-bte. vva» ihm afis^eizuns. gleidisam +d« Keimzc hibf»nclige. t()rganismus finm rid entvv [ekeln] sollte. ~4 - I t Li. Vfo*. \ I y. i ii Hur He ersdiieii. au« de gi«>»eii C*emeinsihalt aliei ohne äußeren Rahmen, ohne gcbin Ii erschien, darum erhob der lleillllincl Tag «eine Stimme zum Bau eine« eine» neuen lempel» innerhalb de» eis. de» Be/iiks jüdisdier Menschen. Ii ii lc Ziel zu cTreidieii. ist ihm dank tlei ömit gewe»eti. Jener Augenbliik. i vor (twa /wei Jahren dieser neue lempel sei her/Bestimmung übergeben werden durfte., war der Höhepunkt, war die Krönung »eine» religiösen Lelwnsw:erkes. Ks; entprieht daher nur dein (iebol »ddichte»ter Dankbarkeit., wenn |r Vorstand de» l»i ai liti»dien lempel-N erbandes be- Weil dieses alles eignete Bäume \ergc> gegangene seit Jahr n e ii e n T e in p e I s jü [tischen \\ (dm v ici t I )ieses hohe, langer»«- ( .»ade der \ ÖrÄ<'hun{ ie Gestipdei Lebenden TTorstethenirste all d filossen hat. forlan jenen Saal. der. iiifuiittidbar am .Her- Ft___Viii heiligsten gelegen, wie kaum, ein anderer Baum diese« Hauses der ernsten Aufbauarbeit de« Alltags dient, ..II einr i cfi - I . e v v - S a a I" zu nennen'. Hier »oll im Sinne de» \ er- »torbenen auf heiligem Boden zielbewußt gelernt und gelehrt werden. Hier »ollen Lehrende und Lernende immer wieder dankbar erfahren, (hiß c» für den rechten luden kein ichni» höheres Ziel geben kann als du» /u verwirklichen, was Heinlind Jürieh Levv uns vorgelebt hat. ..zii dienen und zu tragen". ..Dienen und tragen" es sind die höchsten Worte litt-, »erer Gemeinschaft. Kreilich man muß v\ i«»en. w cm man dient, man muß wissen.tVni mau trägt. Ileinridi Levv wallte es. Lr diente Gott »ein Leben laug und trug da» Krbe der Täter, trug e» mit der ganzen Demut, dem gapzi'U Stolz de» aufrechten Juden: dankbar im Glück, stark, gläubig im Leid ein frommer Mensch. Darum war jener Moment am Abend »eine» Sterbetage«, i Ileinridi Levv endgültig von diesem leinpel Abschied symbolischer Bedeutung. Wir »tamlcii innen k mit der irdischen HiUle unseres loten draußen iiulT der Straße. Der Blick hei tief in» Inmvre des lempel»: Die beiden Leuchter brannten, der I horasdirein war] geöffnet, die rhorarollen weiß, im selben Gewand wie in diesei Stande, wie scütisl an den heiligsten Ligen de» Jahre». In jenem .Moment schien e». al» idi der Tote-Redieilsthall ablegen wollte. Bedien«diaft ablegen für. »ein gal.i/e» Leben im Angesichte de.» Heiligtums, als ob er Antwort heischte vom Ewigen. . Antwort vom Lw igen. \ ielleidlt ward ihm die Antwort in jener Stunde, dieselbe, die nach* heiliget LIxM'licferung einem I'roinnien der Vor/eil entgegen«diallte: HT3 31^57 na HT D,,p'1 .Die»er Men»(h liier li.it d"a» erfülltjwas dort im Budie der Bücher mahnend und fordernd geschrieben teilt" hat erfüllt da« Gebot. Gott zii lieben mit g a B ziem zen. hat erfüllt die Eorderuug. ..zu dienen, zu tragen".' Hon antwortet dem loten in »einer Weise. W ir Menschen ler unsrigen. Line Gedenkfeier dir Heinrich Levv halten, heißt, ihm Antwort geben, die einzige Antwort, die seiner -würdig i»t. die Antwort de» Lebens, die erjun» •I dirt: ..Zu dienen, zu tragen." A mell! nabln, voi Augenblid Di^eAor Dr. A. J onds; Heinrich Levy und seine Schule M» idi im April de» Jahre» l'*J4 die Leitung dci Mndchcn- »ch de der Gemeinde übernahm, trat Herr II e i n r i dl Lev v an die Spitze ihre» \or»tandc». dem er bereits vorher au ölt hatte. L» galt damal». zwei Aufgaben zu lösen: die SdilnIe sollte einen positiv jüdischen Charakteij erhallen, im Sin|ne der Wechselwirkttng von «di in W e»en orgiini»n4(tfi i»che l Sie litsdier Knltui und jüdiiißerdem forderten die Zeitumstände eine mgesfaltung der Schule derart daß an die lc de» bLsherigen einheitlichen Höheren Mäddiensdiulinil |v |i» eine \olk»- und eine Realschule zu .treten hätten, deren Bindeglied, deren gemeinsamer l nterbaii die vier Grundch djahre dar»telleu sollten. Die Losung diese! beiden Auf- I en wurde in den Sitzüugen de» SdiuIv(jrstaIldes uiriei-eit( t. IJiMiei hatte dessen Vorsitzender einen ehtsdjiei-' s (.edeijdeii Einfluß auszuüben, und nicht zum wenigsten und Entwicklung der Schule von der Bereitwilligkeit ih das vor»tnudcs zur (JefcdpschufJ Und der Initiative seines »orsitzendi'n ab. Ileinridi Levv hat mit Energie diese» zwar den, dankbare, alx-r auch schwierige Amt verwaltet, er vertiefte sijh sich mit Gründlichkeit in jeden einzelnen l'unku der lagesordnung der Sitzungen, durchdachte jede» Für und hing die Sdiul- \ö. I) Sota |»li.