Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 8/9 (9.11.1933)
- Date
- 1933-11-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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GEMEI EBLATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Das Gemeindeblatt erscheint In Abständen von 5 Wochen and wird den Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg kostenlos rugestetlt. / Anzeigenpreis $0 Pf. per 6gespaltene Nonp.-Zelle / Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. Nathan, für den Inseratenteil L. Knudsen. beide In Hamburg. Druck. Verlag und Geschäftsstelle M. Lehmann, AßC-Strabe 57. ABC-Hof. <f Fernsprecher: Sammelnummer 5407 37. Nummer 8/9 Hamburg, 9. November 1933 9. Jahrgang Alfred Levy geboren 2$. Mai 1854, in den Vorstand der Gemeinde gewählt arn 13Januar 1901, zum Vorsitzenden des Votstände»gewählt am 23. Februar 1919; von seinem Amte zurückgetreten am 15. Oktober 1933. Dreimal im Laufe der leljlen Jahre haben seine zahlreichen Verehrer und Freunde Gelegenheil genommen, ihn cor aller Öffentlichkeit zu feiern, im Mai V924 anläßlith der Vollendung seines TU. Lebensjahres, im Februar 1926 anläßlich seines 25jährigen Amtsjubiläums und im Mai 1932 anläßlich seinen Goldenen Ehejubiläums. Und jedesmal rühmten sie an dem verdienten Führer der Gemeinde seine hingebende Pflichterfüllung, sein In teresse an den Menschen, seine Liehe zur Sache, seinen unermüdlichen Fleiß. i Heute aber, da er. dein Alter seinen Tribut zollend, sidi von seinen Ehrenämtern zurückgezogen hat. em/ifinden seine zahlreichen Mitarbeiter mehr als bisher, nie ftr seine Autorität und seine Ehrerbietung heischende E\rscheinung sie alle beherrschte und die verschiedenen ■ 4 Gremien, t/ccfch* in die Arbeit für mie Gemeinde und ihre Einrichtungen iticjh teilen, zu homogenen Körperschaften zusammenfügte. I nd sie. sind sich daher einig mit d<'ti Mitgliedern <l< < \ orstarides und des Repräsentanten-Kollegiums der Geiiteiude in dem Gefühle lebhaften Danlies, ilus die (Gemeinde Herrn Alfred l.eiy schuldet und dem die Geint Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Vorstandes Ausdruck gegeben haben. Möge es Herrn Alfred I lange Reihe ungetrübter l äge 'sieh Ehrung zu erfreuen. Mir sehen, n ie aus dem \\ in meinde und mitT ihr alb thdehehüiden dunh seine ihm d du ci'v rcrsHunt sein, nach eine. dieser verdienten vergönnt sein, zu Tage unsere Ge* Gemeinden des deutschen Vaterlandes zu in ner Blüte sich entujike.lnl einer neuen Blüte, die nächst Gott, auf den wir vertrauen, zu danken sein uird allen den Miinnern und I'nuten, die gleich ihm nnoxa tcx 'msa o-pow in Treue, ohne -Gedanken an sich (Hld ohne Ehrsucht. >i?H hingeben andie Gesamtheit und ihre fufgaben und um h(p strebend sich bemühen. Zum 12, November Mit dem ganzen deutschen Volk sind auch wir Juden als Staatsbürger aufgerufen, zu der auswärtigen Politik der Reichsregierung unsere Stimme abzugeben. Sie wild gefqrdeit für die Gleichberechtigung Deutschlands unter den Völkern, die Versöhnung dei Nationen und die Befriedung der Welt. Trotz-allem, was wir erfahren mußten: Die Stimme der deutschen Juden kann nur ein Ja sein. Reichsvertretung der deutschen Juden Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten übermittelte der Reichsregijerung folgende Stellungnahme: geht um Deutschlands Ehre und Lebensraum, Da übertönt in uns ein Gefühl alles andere: In altsoldatischer Disziplir stehen wir mit unserem deutschen Vaterlande bis zum Letzten, Dr. IL. Löwen st ein '. Hauptmann d. Res. a. D. Btndesvorsitzender