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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1933-08-04 · 6 (4.8.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
9 (1933)
Issue
6 (4.8.1933)
Date
1933-08-04
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seit* * (. c tu c i n d e h l n t t der Del» ts rN-l * r 4 e Ii t i s ** ■ (I c m c i n d c Nummer Ii f I'JOOJm 1SX MT 71E3K V.. 3 'n "jtir mnn ava maxi Sprechen wirst du an ienem Tage: idi danke dir, Gott, doh du mir zürntest: dein Zorn kehrt um und du tröstest midi , /<e*a/a 12,1 r\ j f.eidi nli Ii Isrnelk J.i wt-llt-itfil durlch wir uchIi darüber liinin-.i Inn und sagen: jrö'filiififs l.i-idi i. mit/ule idru. il.iemp- I.iinlri al» mihilel/te I?« — t i iiiliui Iii;. ..Mein llnitsj verließ ich-o kl.iui i.i (.oll seihst diirm den Mund il< - l*r«|»li«*t«*fi. ..hu in I i lir habe ich \ersi<>ßeii. inHeiiidc<shaiid gegeben den »K*r/grtiHiteii";l. Welches aber ,nuh immer der Sejelcnwcu —«J i•—.- — nierkw ii i-»lisri n Menschen ipeijk«'seit sein mnu. IIa* eine »stein li -t: ihr- Leiden nnil mehr noch nls dieses, eine alle» leiden überwindende innere kriifl Inn die /ii;;«' seines .AnI-! lit/euvbo tnt. Du» i»t .l,n iiin sir» wesentlich, weil ].(' rem i u darin einem seiner früheren \ qrgünger. -drin Picipheten I I i ,i . Iii«hl unähnlich durch »eine (•( »Ulli nicht minder lu l üN dui dl1• i11 W i'u l .nif dir kommenden (ies^hlechter gewirkt hat. Wenn der Gnoii S aja d i a sogar ein Abbild U|ie»er («eMail in jenen rätselhaften lc\ten mihi ..leidenden kttecht Gottes.'" \« jeder/nrini|en ulaublc (vgl. iii-l><rs<>ndeii |e»n|.i »- webbe uns die -,. 1 ro>t«(chrifl Jcsajas"' «ahn haK. "»"'»hir^rt si«h in einer solchen \niiahme lläfigig d.iv.ni. oli sie exegetisch /ut reffend i-l die fnfichjbarc Krkenn'tnis. da* jene Verklärung! aufhe . miab nler Inith.t •- I eidvn». rufen rrligiöse'ii /ii verwarn Per Ln on- IMld ti de in »tfienib.ir sinnlos«-!! l.rsc*elieii einen ~tet/len Sinn ij-e» innen \<■ riit.i:;. io verliert doch das l'roliteni de« i\i.Mellen Leiden« durch solche Lösung, welche» i In n mir \ - ist daher der IZeir der welche den religiösen ' .(iehall ijiesjer Text«' au»tn:uhl. auf Jr i aiM i .1 /iipuk/ufiilireii is|. l-i es .iiier das Geheimnis der lichkeif. dal? sie unedle» Leiden in edli•» null dem »chcni&ar sinnlosen Geschehe tffe/tlf ittiliv »i nun I.i l e Lösung i»I. niih+ '-eiiien Stachel. ittirchaüSj icrstüiidlith. daß die Prophetie siih in nationalen Katastrophe und uninitttelliar nach ihr , w iederliolt mit den I ordern ngen des religiösen Imfiv idnalistuu» .in», rn.iiuleivii-.i-j/eir hallt;, und daß die reljuiiise l'rohle- Btatik der I in/elpeisimliihki it. sofern sie nicht Iviie im I ein n de» \ «• r i" in i u ans der eiui'iu n uei-tiuen Siluation de» l'röpfii'teii lirrxorjrinu. soudi-m min außen .in ihn heran- Ilrii'j. sichi-auf die Dauer nidit /iiriicikueisen ließ. J e ch o ski I "1 tli'H in der Tal das schon in. den Tauen J e rj'e m i a < r|>! .mir Holinwiirt. welches man sejjiu-r Prophetie entueiretihie.lt: ..die \ ater-halM-n »aure I rauhen ueuesseiK denlk indem aher »ind 'die /ahne davon »imiipf $yw iinlcn"'"'. nicht unhetu ut tei: im (ircenleil: wenn in diiesem \orwnrf i^och von fal!i und ild nnil Sil Ii nr; pan/er (•riirratirmrii die Rede ist n srfcver Antwort liuwiißl den ein/einen Mr'nsct Sc ii i k—.i I in» Anjre: .. die Seele, dir siin liut. die •' »tt rln n.' _ der Scdin -soll nicht die Sc! uld des;rstrja'uen und der \ iiter nicht die des Sohne .. U'.li i Mclisch ist aU »elliständijre Persönlichkeit •r.int v» url Iich. etilen de« Sohnes dii-si i- Iti uiun: "sinn w-ie il.i» |.( fii r siiii' l>t keni iincerdientes Leiden, vvii' es das für die Scliidd de« \alers wäre. Nach den ulei(hen hat «I.i— individuelle Teich I (iluc/eit w u rde. reliuiiden der ficineinschaft. eine Problematik ch indiv iijiirllen Leidens uibt es elx-ilsow eniu wie es eine Prolilrnialrk des .Leidens ülierhaiipl -du. wi lcfn's vielfrelir mit Sotwendrukeil ans der ucittluhcHi Grrrchtifrkeit herkorueht. Mit .linieren Worten: »o wichtig es für die ■ laß liier im Rahmen di r Prophetie die Lordernn '■mm Irwliviiliiaiismiis grundsätzlich anerkannt winde, das prophetisilii' Weltbild wurde durch diese I nrderimu in ki'inrr W eis, erschüttert. I lat .doch'derselbe Pruphe|t seihen inutlosc-n /i ilui iiosscn da'» -i nieiiiscfialiliche Schicksal, da» IShicksul des \ olkes. in einer Weise pedeHtet. we" che da» indic iduelh- I i idi n-probleni M'il|iir i zurücktreten Ii ßt. Ich .■li nke da!* i vor allem an jene j urundiose \ i»ion .ein (h-n FotenfTrla ini ii. über die der (lei»l kam' l. »o daß »ie ..lebenilijr vc urdrri und sich aofridiu teil auf ihren l'üßen. eine sehr pridle Schar. I.i aber »pradi /u mir: Meii»(henkinddiese •lietne. i»l da» Uan/e Hau» l»rael! Siehe un»ere ( ichciuc. ue»cfivv uudeil ist si(' ».tuen: »lud dahin . BfitTi ' i l)ie»i Be/rkhminu von l In '!.»i 't/UIIU von I? ii b e r - R I .fechi »kel I»-. i IV |. , (lariini wei»»aue ulipl Je»cija in ">> verdankt ii / u <• i p.!» Jll. ,:i '> ff. I hiß - sprich ich der /ii ihnen: dann wenh l ihr erkennen, daß ich der KwiU1' bi"- wenil ich euch hervorhole au» euren (.räbern ",:(. liier tritt jene I rkrafl /ula^e. vvehhe .1 IIf dein Roden der prophcji,scheij W eltan»(hc.......u letzten I Ilde» alleleiden überwindet: die Krall der uie»»iani»chen Molimin:: Wenn der Midra»di er/ähll. daß der Messia» im »ellien Auueublick ueboren »ei. da der Tempel /er»lorl vvuiile. »o deutet er auf jt*ne inniue A ei ifodilenheit der I leibprophetu und der I ulieibprophelie Diu; welcfie erst, wie »(hon ein Ua nu» (lie»er Ski//e /il veiuen ver»u(hl wurde, die Redeiilüii^ des Leiden» lür da» priipheli-jdie' Weltbild völliu (lfTeillia.l werden liißl.. Nur iitts der TjjTr des l.rlijcrts heraus kann das W ort J e » a j a » (fan/ lieuriTfen wi'iili ir: ..I )ie da w .1 in|<-l 11 im l iu»lern. er»(haueii ein uroße» I idil" '"!. aber .1 Heb da» leiden verinau i'rsl nnuet-ieht» der 'leiMhteitden Vision vuni komiiieiiileii (.olle»rei(h '»einen lel/len Sinn /u enthüllen; Das beweis) die oben bereit» erwähnte - I ru»l»(f 11 i 11. vve'bhe mit elemeii la rer (icwall die \ erbannlen an» Uli lätiuer Trauer emporriß: ..Juble. Knlw ur/elle. '~1 die nidit uebar. '»'3| ♦ . britli in Jubel aus. jaiuh/e. die niiht kreißte. denn mehr — 1 ml der Sohne der l'eriklelen al» der Sidiue der \ eIchvli(lilen. »prichl L'r"'''l. Darin olleubarl »icfi die li^enart de» pro|ihelis«lieli (.eisten, daß die leidviille \ eruauuenlieit uli'i(ll».lin Ulli in d'a» (»lädt der Zukunft Rilieiuufnominell' wird, daß der Auuenbliik. und »ei es der Auueublick "der hö(h»ten 'Ki fiilliinu. sielt nidit ans dorn /u»aimiienhanp des ueslhidit liehen WCnlcn» In• r. 111 -1«• -.t. So einpfänul von der liiessiii '. itischeu Schult her das leiden seine Icl/Ie und hikllsll' \ei kläriiuu. ..Wie ein verlassj-nes Weib. . - : _ ein ueislverhäMiltes. ruft er dich /urii(k"""l das sind Wolle, dir von linsen und Jeremla uesproclu 11 sein knniiteih nun doch Uew innen sie hier einen iii'uen Klanu. Ks ruht über ihnen jener kostIiche.Cda 11/. webben .die Krinneriinu dem veruaiiueiien Grs«helien verleiht: das klinui vielleicftl «"undrrsani. da ja in Wahrheit der Verfasser dei I rosfsiht ilt in snlcfteii Worten niiht von der \ eruaiiueiiheh. sondern von der (ieuenwart sprach, ulei(h als ob'sie scfinn - vi-rutinuen wäre. Aber darin liejtl das Geheimnis'Seiner Pi isunljcfckeil. daß alle GefTrnwarl für ihn öngesithls de« Küliftiueil ins Wesenlose versank. WCnn andere die Gegenwart oder a'-'-r einen bestiuimten Punkt der Veruaiiuonheil "/11111 Aitsuaii^spuiiki ihrer WcTtlirtrachiunp machen, so sah er die W irkliihkei 1 aus der Sphäre d«'s nodi l iiuewordenen. da» Reich des koiiimenden war seine ciuentliihc peistipe' llejhiat. So war seil) W eltliihl in W aIirhei 1 ein iiii »»i,ini»(hc- W eltbiId. Gleiibsam riickwärlsjjewandt. w ie auf einem hohen (ripfel »teheud. »(flaute ('r atif-den W'eu seines Volkes. W'a» ihn /u sokher (leibe einpoiuefülii 1 hafte, war nicht der in die >-W eile perkhtrie"Geist phillisophischen Denkens, es \»ar die Gewalt visionärer Lrurinctiheit und . die Madil lies (daulien». welcfie ihn die Botschaft künden ließ: ..Line-kleine Reuunu lang 1 I habe ich diih verla»»en. alu-r, in uroßem'Lrbanuen hole ich (lieft w ieder ein: al» der (iroll iiber»(h» oll. verbaru idi'mein Anllit/ eine Regung lanu vor-'dir. aber in W ell/eil I luhl \' erbarme-_j(fi midi min dein. »pridil dein Au|-I'''»er. Lr""'t. '1 I. I ">4. I. U, i>.! 1 ">4. _ IT. Die Bibliothek und Lesehalle der Gemeinde hatte auch im Jahre |<»"V »chw 11 nu zu vi jaitre!'»■>_' imu-n weiteren erfreulichen Auf- 'r/eichuen. liitden Jahren 1929-41952 betruuen i'ij'i |(i>o io>j die /.1I1I der Rt smhsla die Zahl der Besucher . . die Zahl der entliehenen Bünde 147 _>s6 \!l V>l 5 J"4 s|?s |J 7(.s l» »4- I ">JI 4 >(M> S |">4 \2 0">_;

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