Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 3 (25.4.1933)
- Date
- 1933-04-25
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seile <■ Gemeindeblatt der D e o t s c h -1 s r a e 1 i t i s c h e n Gemeinde .Nummer S fast noch \t>lli.L' brach liegendes Gubje-1 eler Erforschung der Verhältnis: c der jüdischen Gemeinden beschritten: seine Arbeiten s ml vielfadi maßgebend f$r ganz nein- Wege der Wirksamkeit der Gemeinden. Die \er \\ aiscnan Stelle Herrn Ose fortgezoge' die Dcputt I (ie-bict »ültung des llamburgisciujn Deutsch-lsraclitisehi-ii Institutes wühlte in ihrer Sitzung vom Jfi. Februar les \cr8torbcnjc.n Herrn Leopold M. Durlache-r r I-'riedländer und an Sjlelle des von Hamburg Ii Herrn Jacob Hirsch Herrn Krnsl Kallin.es in ion <les Waisenhauses. -: le Aus den Schulen An di T. Mär/ dorffer die- Fixamen hielten: i Elektro« l.e\y lju Margen sie furtel (J «cknnda i . - f Kurt ( (lerlia rtf Werner I .lihiin I.e Michael J ii it< Iii- Obers i'kunda ri -II I rmann I ans Seh Norbert \ Talmud Tora Schale (Oherrc-aisdiulc) fanden um r Vorsitz des Herrn Oberschulrats Dr. Ober- Reifeprüfung (Abiturium) und die Prüfung für tatt. Sämtliche Prüflinge haben das ■standen. — Das Zeugnis der Hochschulreife erjprt Blankenstein (Gärtner) - Erwin Bürger nteur") — Klias .Clin rasch (Ingenieur) — Walter Julius Meyer (Elektroingenieur) — Maier n (Mediziner) —.Karl Schor (Mediziner) —> Ma\ ristt. — Das Zeugnis der Reife für die Onerier Uberrealsdiule erhielten: Friedrich Auerbach hen Siegmund Colin — Wilhelm Otto Cohn Janiel — Walter Gotthohl — Max Koppel — >it - Bertil Lehmann — Oho Lehmann — Jo- . Benjamin Meiseies - Manfred Meyerj — rlniajnn - Richard Philipp — Leonhard Plaut] — Rawct Max Redner -- Markus Schreihjer| — am Di i-ier Ii gang <1< (fbersc km i T. Psaln imeiis einrieb Html der S.hul jahn Lehrerin MHtnige» »gen bu urimspic I ratschen i-istunpe- H bscTjieds meidend mahnte, chore jMeno Waiden olkowskl. Leo Wolilgcmuth Mäjlchensehule der GemeLnch °. Miirz die Schülerinnen. \ olksschnlzupes da reife verließen m rabschiedete in eitler welche sie. nach /uriuk-, beziehentlich Erlangung der Nach dem Vortrage: les s durch einen Clior von Schülerinnen widmbte Schul Vorstandes dessen Vorsitzender, II »rr wy, den Schülerinnen ein Wort des Abschiede» luhn.ung und, gedachte dann der während lies dach langem und schwerein Leiden--verstorbenen ran Sara Israel, für deren Persönlichkeit und esef er warme und würdige Worte fand. Diiiin ite Bilder;ui der SchuKeineincle vorüber, Irin in hebräischen Versen. Darstellungen aus ejein und fremdsprachlichen Unterricht, an „denen {die der Schule klar erkennbar wurden. Ncich einem orte des Direktors Dr. Jonas, in welchem er n die Schülerinnen zur Haltung und Zurückhält in;, klang die-Feier in einem Abschicdslicdc dcsScljul- AI,m Aus Vei einen und Verbänden r. Für di r \ orst hülgebi äunie zi alten il über J> Jahre alten jüdischen Erwerbslosen {hat nid der Gemeinde vor kurzem in de* früheren nh- Her Talmud Tora Schule in den kohlhöh i. r Verfügung gestellt, in welchen die Frw crhslösvn liglich dii Nachmittage bis zum Abend verbringen. Sie \erre Aul renheiten sefbit und erhalten .täglich inen bei iheidenen Imbiß. Sie haben sich in jüngster [Zeit /•ii einer \rbcitspemrinschaft znsadlmcngcschlossen. in dein »rdei-n»vferti n Bestreben, auch von sich aus das Mögliche sjcfiaft \e Vertreter i jjolin.-alle \f crbsliMC jüdischen rterte di i l ir) Arbeitsgenieinz|ur Lindl riifng ihrer Notlage zu tun. Dies Instaltete Mir einigen* Zeit eine Besprechung mit jüdischer Körperschaften im Gcmcindehpusc -. Dpr Referent des Abends, ein jüdischer] Er- (i schilderte die grofle -Notlage-, in der sich! die jj.i werbslo-en Groß-Hamburgs 'befinden, unel er- Möglichkeiten, ihre trostlose Lagezu verbessern." H-ii Erwerbslosen Beschäftigung und Einkünfte zu teile \<>t .jller Ar< ier* ei'it rschaffl n. schlug er die Gründung einer Abfalj\erwertuingsin welcher die jüctisehen Erwerbslosen Abfälle feie Papier. Lumpen, Haschen usw. sammeln und könnten. Bodenrummel aller Art könne voii cr- «|rerbslo$fit Handwerkern sachgemäß aufpearbeitet und ver- Weiterhin könnten die Erwerbslosen kleinere Botengänge aller Art. Zettelverteilimgen. kauft Weide transpoi e. Adressen Mhrciben, VcrvicLfältigungen usw.'erledigen.; Die jüdischen Vereine und Organisationen könnten Briefe und Mitteilungen ab die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft zur Beförderung übergeben. Hierbei dürfe die Arbeitsgemeinschaft nicht unter Tarif arbeiten, um bestehenden Betrieben keine Schmutzkonkurrc'nz zu machen.; Die Aussprache eru irs. dal! alle V B ren. dal! müßten. Anwesenden mit dem Referenten darin einig hu-Ausführungen in die Tat umgesetzt werden rtutXZaniung an. so aan eingegciie-nen oem betrachtet wenden können. Unsere Vorsfa Sojihie HeilHnf, Schlankreye 5) —. Joht Der Frauen-Verein zur Unterstützung von Wöchnerinnen, dessen \orsitz<nde Frau Sophie II e i 1 b u t, Schlankreve 51, ist. bittet uns. wieder einmal auf seine verdienst-' liehe, in der jüdischen öffentbchkeit noch nicht genügend bekannte und gewürdigte Tätigkeit hinzuweisen. Der Verein schreibt uns uj a.: Wir haben gerade in den letzten Monaten vielen Frauen ans guten Familien helfen können und möchten gern, dal! alle die auf die verschw irdene Art unserer Vrbeil aufmerksain werden, welche sie noch nicht kennen. Gerade, weil wir so im stillen wirken, erzählt keine Frau einer anderen \on der Hilfe, die sie erfuhr. Aber jede Frau.- die in dieser schweren Zeit mit Sorge ihrer Niederkunft entgegen sieht, kann sich vertrauensvoll an eine A^rstandsdame wenden. Fs wird nirgend ein Name genannt, jeder Fall wird als Geheimfall gebucht und in keiner Sitzung mit Xaiiien be/eichnet. In besserer Zeit nehmen wir gern eine Rückzahlunp all. so dal die gegebenen Gelder als Darlehen fandsdumen sind: lanna M a r c u s . Bismarckstraüe los — Hen.i.ietie Levy, Isestrafle 119 — Gertrud S ch ö n f e 1 d . Innocentiaslral'e 0 — Elka Goti - hold. Parkallee 47 —'Hedwig Michael. Isestraße 2j ■— Luise- Derenberg. Mittelweg 151 — Martha Flörsheim. Brahmsallee 28. Jede von ihnen ist bereit, sich vertraülidi mit Werdendein Müttern, diesich an sie wenden, zu •besprechen. » Der Israelitische Humanitäre Frauenverein wählte zu seiner Vorsitzenden an Stelle seiner heimgegaugeiien Führc-rin Sidonic- Werner deren vejrtraute Alitarbeiterin Frau Gertrud Katzenstein. Der Verein hielt vor kurzem seine eiste Mitgliederversammlung nach dem Tode SiHonie Werners ab, in welcher über seine verschiedenen Arbeitsgebiete, das Rrholungsheim und die Haüshaltiingsschule in Segeberg, die Fürsorgeabteilung, die Mittelstandsküche und den KindcrgaMen eingehend berichtet wurde. — In einer würdigen Gedenkstunde vereinigten sich die Mitglieder des Humanitären Frauenvereins, ihnen voran Sidonic Werners Mitarbeiterinnen, am 16. März, ihrem ersten Geburtstage nach ihrem Heimgange, im Gabriel-RieHer-Saale. Im Mittelpunkte der Feierstunde stajBd eine proßangelegte Rede von Frau Anni Bauer, die liebevoll dem Wirken Sidonic WcrnciS nachging, ihr vielseitiges, unermüdliches Schaffen schilderte und den Anwesenden ins Bewußtsein rief, was von Sidonic Werners Werk bleiben wird. Den künstlerischen Rahmen der Gedenkstunde schulen Oberkantor Kornitzer und Frau Ilse. Urias:!deii einteilenden Prolog sprach Frau Margot Leimdörfer. Aus dein Jahresbericht des Vereins selbständiger7jüdischer Handwerker und Gewerbetreibender. Der Jahriwbcicjeht wendet sich zuerst dagegen, daß aus Anlaß der wirtschaftlichen Lage manche Mitglieder sich zum Austritt aujrjäem Verein veranlaßt gesehen hätten. Gerade heute sei der Zusammenhalt besonders notwendig, um einerseits den Boykott des jüdischen Handwerkers zu brechen und anderseits in den Kreisen der Glaubensgenossen für den jüdischen Handwerkerstand zu werben. Die Beschäftigung jüdischer Handwerker innerhalb der Gemeinde- und ihrer Institutionen sei zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Auch von Hausmaklcrn und Grundstücksverw altern würde; ele-r jüdische Ilandwerki-r herangezogen. Um die Begründung eler Darlehnskasse, von welcher im Gemeindeblatt in jüngster Zeit wiederholt die Rede war. haben-die Vertreter des Vereins sich innerhalb und außerhalb der Gemeindeverwaltung andauernd bemüht. Gegenstand besonderer Fürsorge des Vereins ist die Heranbildung eines gesunden und puten Nachwuchses. Diesem gilt vor allem die aufopfernde Tätigkeit von Frau Dr. Zadik in ele-r Berufsbcratuiipsstclle. Die .Ausrüstung eler Handw erkslehrlingc mit Kleidung, Berufskleidung lind Werkzeug stellean den Verein große finanzielle Anforderungen, die aus Zuschüssen der Gemeinde und