Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 9 (1933)
- Issue
- 3 (25.4.1933)
- Date
- 1933-04-25
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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näHeTKn -jü: GEMEINÜEBLATT aer Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Da» Gcmelndeblait erscheint In Absländen Ton 5 Wochen und wird den Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg kostenlos zugestellt / Anzeigenpreis 50 Pf. per 6 gespaltene Nonp.-Zeile / Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. Nathan, für den Inseratenteil: L. Knudsen. beide In Hamburg. Druck. Verlag und Geschäftsstelle: M Leomann. ABC-Straae 57, ABC-Hof. / Fernsprecher: Sammelnummer 540737. Nummer 3 Hamburg, 15. April 1933 . 9. Jahrgang Die aus Anlaß rler gegenwärtigen Lage eingerichtete Beratungsstelle des Ccntral-Verein. dos Frontsoldatenbundes, der Zionistischen Vereinigung und des Hilfsvereike der deutschen Judeiii befindet sich vom 28. April an Beneckestraße 2. Sic ist werktäglich von 10—4 Uhr geöffnet Bin Kindeihilfstag rindet in diesem Jahre am 1*3. und 14. Mai statt. Auf; Grund einer Vereinbarung /.wischen der Leitung der fVrbejitsgemeinsdia(t Kinderhilfstag und dem Jugendamt der Comeinde nehmen wir in diesem Jahre nn dem Kinderhilfstag nicht teil. % Zum Tode von Dr. Ludwig Frankel Die Trauer um! den am 15. v* M. sö plöt/lith dahiugeschiejlenen Vorsitzenden «es Repriiseiitaiiten-Kollegiums der Gemeinde Dr. Lludw ig Krankel vereinigle am IT. \. M. eine grolle Schar seiner Freunde, Verehrer und Bertifsgenossen' zu einer Ahsthiedsfeier. in welcher nach Rabbiner Dr. Italiener, der in Anschluß an ein Prophetenwoft' die eftl Persönlichkeit des Dahingeschiedenen rühmte, und1 »einen Mitarbeiter. Rechtsanwalt Dr. Fritz t'tthen, namens des I! präsc niuntf u-kollegiums der Gemeinde dessen Mitglied Di Krnst lloeweuhcrg sprach. .Vorstund iund P.epräsentanleii-Koilegium tler Gemeinde veranstalteten am 2. tl. M. eine »chlithte Trauerfejer zu Ehren des Heimgegangenen, zu welcher außer anderejn Verwandten sein Sohn und einer seiner Brüder erschienen. Nach einem einleitenden I la rmoniuim ort rag von Oberkail!«!1 mich namens des \orstnrnles der Gc sitzender Herr Alfred Ltevy, nach ihm oel sitzende des Rcjiräsc ntauti'n-kollegiumevy. Mit'der Rezitation eines c| mplc rachamim durch Q >erkanlor Kornitzcr klang die Feier akis. Wir lassen hier die Reden der Herren Dr. I.ocwenixig. Alfred Le'vj und Alexander Levj im Worflaut folgen; Ludwig Kotlegit Kühmnc Juristen Dtfferci an die und lein Gegn'eriersterren. Stark und fest aber ka'rnpljlecr für'dnsnls richtig Erkannte. Unfaßbar blieb ihm immer, «laß auch p«ditische t Irerlegungen innerhalb unserer Arbeit mitspielen könnten. Dieser bescheidene Mann kannte nur die'.Sache, der er < iente. Als \or wenigen Jahren das Kollegium einen neuen Wr-- itzendcfl' wählen mußte, war .es '.selKstversliiiiillich. daß * Frankel es wurde. Aorstirnd und Ripiäsen'ianteiim haben erfahren, «lall Verhandlung^ii unter der . dieses gütigen Menschen, dieses scharfsinnigen immer die Arbeit förderten. Jede, lauf keimende / wag er bemüht; zu behebiMi, iiiinit führte er ti is ■achIwhi Aufgabe. Seine Nähe wirkte beruhigend' cend, t'v'i , •rh'd und dankerfüllt stehen'wir an diesem Sar{ Fjihj0»4iehlagt(die I i b e r a I <• G r n p p et im K«dtiueti treuen I reilud. Kr war hu*, dir Vir er»fc\or Jahren in. die Gemeindearlreit ka neu. der immer lelfer und Berater. Wir fühlten, «laß Wir wenn- :m Rate l eihefc und laiuhen Abendrhaben, wir ufil ihm u Jorgen durthgesprocheii. Als sletei let das W old UlVralisriiiis ~ere gemein-*' beglückender i bleibt uns-. 'eriiorV Mann wie Ludwig Kränkt! kennen- . zu haben. "WCnu wir alle, wenn.'die" ghnz'e jüdisiee le eiiiinn Manne » je ihn» danken w HL nli (Ins .nur - in »einem Sinuc' wjrkeii.. Was Goethe iMn, iKilde i'Ihhis-'eiinualg säg1_. .keim/ei«hnej .auch das VV*8«'H - j: '.-Sinn'lind BedeHttillg liniere''; J.eben»'i*J-" Lud* ig J.riiiikel der Tri tiuph »1< AI.Ff ED LEW: Leon kornit/c*r s tncinde dessen \ or stelherlretende \ «h Herr Alexander I DR. ERNSTLO£WENBERG: |- üjuu^r. nimmt der IXeutskh-. Von Ludwig Krunkel, dem Freunde um das Rfe j> r ä sc ti.taii t c n - K o'l 1 e.gi u in Israelitischen GeirJpinclc trauernd Abschied. Noch können wir uns nicht vorstellen, dall wir künftig.ohne ihn arbeiten müssen. Seit l'/2(l gehörte er dem Kollegium an. lind an allen großen Geracinileaufgab.....die in diesen Jahren de» w tiniseud< «s/cseo i' mit ruh und in iii Aufbaues und der elenden Anteil. Ai ja Ine und der In dieser Tage war jüdischen (ieineim das Ganze, Imme Lebens über die ( Kragen einer Geliicipdewrwnltung Lebens iunserer de utschen Heimat. Krise /,n lösen waren, nahm er entsCflci- - dem drehenden Verfall der Nachkriegslat|onSZen Iiis in den lähmenden Druck uiierinüdlich tätig zum Wohle iin-(n i e. Aber niemals verlor er den 'Blick auf sah er die Probleme jiidi-cli-religiö-en ren/en der Gemeinde hinaiis, immer die. im (iesamtbezirk des Mein Diitta un ser a Kollegii w orden. Was er angrifft leistete er. aus dem Indien Veranlwbrtiingsbfjwulftsciii seirier grollen Menschlichkeit, die uns allen als Vorbild gegenwärtig bleiben wird; Ks,gab für ihn keine Kleinigkeit., die er beiseite»geschoben halle. Was er einmal übernommen hatte.;' führte er durch mit Einsatz seiner ganzen Kraft. Wohl spürte er in der letzten Zeit, daß er sich schpnen müßte. Aber in seiner Gewissenhaftigkeit gab er nichts auf, solange; man seine Mitarbeit für nötig hielt. In einer jüdischen Gemeinde gab es für ihn wohll'nteisÄiedcj der W eltanschauung, Gegensätze im Sachlichen. In der Weite seiner adeligen Gesinnung konnte er auch den ihr Beil Vorstnil Loge, di frühere^ Philipp", Herrn ' Mein gebung Meli einen WVeg giug-vn. ie Aufgaben des .religiösen Reiliini|ii~iHili(l'ien. ' sehr geehrten I). '»II <f fraiierfeiej- "iiild w ir ■- I Iii Hein fieser in m - v r» eine" /eil nr t ber diese f eier J laJIt Iii u Juden vor eine ^t* r ii f.u n (![ gl *il nicht «IdrdigeiniHhl. i'iyn (ii.lier.S-tt' sie noch bricht erlebt. 4iabeu.' Dhfjf eseri.^ilrge.gcdjührl-ili; (IresVf Muii'le ued ft sim|r w b : iVf ffiiHt r'r'l'i üj uug W meit.srr auf'nirs..ii.uhc^ui wir iwih f»V , id Wilsen alle», was iu uji»i Vn Kriiff*ai'sujiiil. '4a ihrer.-.\<|i l'iubin r 'getan luiben, in ifer Ki'ijfii«*ruii;> an da.» j^h.t! alle'■ Leid, da t. in Ruhe um ger ( berlegung <la*<,u run.j^.u^ du d»«r Kloffnung,. d<»ß ini»er \ a he VfVl.k und liui ilnfj die den das der .\\ < i eg-gerjijirie |i i BesoniMrnfii'üt.^lm kl i i ungefährdet die Schw ereJifie-ei' I ^ti.ulM^p . \iu: il'ÄI ziir JierulL Damen und lli rre.n (linden, auf dein W r Freund, rJcri \ or»iizi jule dt'» ms unserer Gemeinde, unerwartet In dieser Stunde, die seinem Ged ichttiis gewidni nlbieten wir uiisern leilnahm»\ollen GruB erneiii *e-uiel St, e durch h rankheit am ErscheineM verhind reichen in herzliihein -Mileinplin'deii »einen und seil er Brüdern iu fllgrineilheit ili en dtaen. diedtM'-C ieuieindi" Jind den 4 9.zuin ÄtisiIrnjcE gebretcht haben, i 1 le unserer .Vadibar,g<'ineinde \lton r Schriftleititno der"Jiidi»ih-Iibera Mitgliede unseres Vorstandes »owie^dem früheren Vor'sJlzCBcIl Ifrcd l.issi'r. k ■ Damen und Herren! .W'a»'"in d unserer Gemeinde, Todesnachricht niedLrgeschiiebeii wunh.; 11. . -. . ■ . Stjlllilfe MIMftili \\"eldler ■ w n 1 Ts 11% ihd,:. und « i -le.W ort.' U ni Können BT \ äter ^re-,. Will--til M ki» ül Thl s>tiinde gebietet, r lV| 11,d . da» >- dl «' if'-fj 11 d e 11 iiuieji. 11/ iji den f\ Orii" Arbei'j. |r».i Beprä»,eiilH'ntc-H4 xiun I ode ereilt' p'n (ialtiii und einzigen Sohne« lluhd, W ir daoken nieindebeliörden he»oudere ih'Iu i.' der Sieinthal- ' •n Zeitung, dem IcrTU llei in,um e»e» koMegiinn».* .'—>•. ei»len klllld- . unter de 11 +xindruck e»agl w 1 nl. Oer daß