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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1933-03-17 · 2 (17.3.1933) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
9 (1933)
Issue
2 (17.3.1933)
Date
1933-03-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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GEMEINDEBLATT der T>cutsch-Israelifischcn Gemeinde zu Hamburg Das Gemeindeblatt eridtelnl In Abständen von 5 Wochen und wird den Mitgliedern der Deultch-liraelltltchen Gemeinde tu Hamburg kostenlos zugestellt. / Anzeigenpreis 5 0 Pf. per 6 gespaltene Nonp.-Zelle / Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. Nathan, für den Inseratenteil: L. Knudsen. beide in Hamburg Drude. Verlag und Geschäftsstelle: M Lefsmann. AÖC-Strafce 57. ABC-Hof. / Fernsprecher: ^aVjmelnummer 340737. Nummer 1 Hamburg, 1 7. März 1933 9. Jahrgang Der Volkstrauertag m zu Berlin; wurde in den Gotteshäusern unserer Gemeinde bereits am Sabbath. dem II. d. M., in würdiger Weise gefeiert; Abordnungen des Vaterländischen Bundes jüdischer Frontsoldaten waren in der Gcmeindesynagogc Bornplutz. im Israelitischen Tempel und in der Neuen Dammtor-Sy nagoge anwesend^ Die I lerren Oberrabbiner Dr. S p i t / e r. Rabbiner Dr. Italie'ner und Rabbiner Dr. Hol /er gedachten in ehrender Weise der Kriegsgefnllenen und ihrer opferTOilon Hingabe für Volk und Vaterland. Bef der Feier vor dem Gefallenendenkmal in Ohlsdorf 'am 12. d. M. Meli d«(r Front'soldatciihtind <I■■ r«4i eine Abordnung nach einer 1 Ansprache seines Voirsiandsmrtglicds D. Dublon einen Ki.m/ niederlegen. Die gleiche Ehrung erwies den jüdischen Kriegsgefallenen' in traditioneller Wahrung ritterlicher Gesinnung der Volksmirid Deutsche Kriegsgräbcrfiirsori;c auf dem . k rie^erebreid riedlnife der Gemeinde. - Der Vaterländische Bund jüdischer Frontsoldaten übergab am 6. v. welcher \ ertreter eh M. in einer eindrucksvollen Leier, sSenats, der Bürgerschaft, der städtischen erschienen waren Soldaten hernusgeg sehen KriegsgcfalU und der-Reichsbchtrdeti sowie des'Reithswcbrininistt'riunis J is \nii dem Reichsbund jüdischer Frönt' >enc Gedenkbuch zu Ehren der jiidfni'ii den \ertretern dieser-Behörden. Nach einem Orgelvbrspicl ergriff iler Vorsitzende des Bundes. Herr Dr. I rias, das Wort zu einet Gedenkrede auf die Kriegsgefallenen des deutschen Heeres, zu'deren ehrendem Gedächtnis die V crjsunynliiug sich \on ihren Sitzen erhol». Am Schlul! dieser Ansprache legte er das Geelciikhueh sowie eine von Herrn Ivv Ein l.cvy auf Büttenpapier geschriebene Urkunde, mit den Niinieu der •Mio jüdischen kriegsgefallenen Hamburgs in die I lande tles Vertreters tjes Senats, des lli-rrnT Senators Plnte-n. Itierr Senator Philen nahm beide Gaben mit der \ crsiehVrtillg entgegen, dal! dftt» Senat dieses Buch -mit seinem schmerzlichen und doch so stolzen Inhalt als wertvolles Dokument der Hamburger Geschichte in seine Obhut nehmen werde. .Seine besondere Genugtuung sprach er darüber aus. dal! bei dieser Feier sämtliche Hamburger Kriegerorganisation Mi \ertreteii ■feien: er hoffe, dal! diese Einheitsfront auch in Zukunft erhalten bleibe. Mit Entrüstung lehne der Senat die V rrfolguug.Tausender und aber Tausender guter Deutscher ab. Er rerachte Rassen- und Glaubenshaß und betrachte die deutschen Juden als einen Bestandteil des deutschen Volke-s und als ein wirklich weitvolles Kultnrelement. Der Frontsoldat solle den Deutschen ein 'deutsches Leben vorleben, e n Muster ati Pflichterfüllung, an Achtung gegenüber dem Staa sein und pttsifiv und Frucht-, bringend am Aufbau des Vaterlandes mitwirken. Er schtofl mit den Worten: Das deutsche olk und das deutsche \aterlaml über alle-! Hierauf sprach der Geschäfts Ni Ii rcr des Rcichshitutlcs der jüdischen Frontseildatcti. Herr 1 )r. Ludwig freund (Berlin), über das ,Thema ..Fpmtgencrät iott und \ .Hei land" in Ausführungen, die \on < er zahlrciel en Versammlung wiederholt unterbrochen wurden. Mit dem Al>- L eietv aus. über wie nichtjüdische von spontanem Beif I )eiiiMhlandlifdc sich einhellig i y Beginn de-- Schulj mittags. Anmeldung R. W e i I! in a n D. klang die ren Verlauf jüdisch« in r begeisterten * | Worten •singen des deren Geist und di Teilnehmer sprachen. Rcligionsuiitcirichtskursc der Gemeinde ti m L e. r ch e n I e I d Iah res Dom erst.ig. 6, April, "i I In in den l ntcjrrichtsriiiimcn l»i nach-- Iran - Dr. Ludwig Frankel besten Söhne. am int \piii gehonen. di r ist ,iiii l>. d. VI. nach-kiir/er I npälüiehkoil einem Herzschlag! erlegen. Mit seiner Gattin, »cini-n^ Sedine und seiurd Vrtge hörigen trauert die Gemehftle um einen ihrer Dr. Ludwig Lrankel wurde zu IffVnJmrg |s79 als Sohn des Kaufmannes. Martin rränki jahrelang das Amt des Vorsitzenden der Neuen Damnum Synagoge bekleidet hat. Lr trat l'tJO in das Repi äsentn tucn- Kolh-gitim ein. in da- (*r 192? und 1950 w iedei ge-V ajdt wurde und dessen Vorsitzeuder er cor zwei Jahren n.itIi dem \usscheiden von Alfred Lisserwurde. Di. Kränke! »far ein gewissenhafter, überaus rechtlich denkender Mann. .\ou seltener Bescheidenheit und Schlichtheit. Ls \s.n eine | reiiele-. mit ihm Zusammen zu arbeiten, und er wird ,,in .seinem l'l.itze muh häufig vermißt weich u. Lineseinein Gcdätfitiii-.! Mit dem l">. Februar sindHefriln Dr. jur. Ilerinaiin Samson und Hermann Philipp midi Ablauf ihrer Ajntszeil aus dem V orst'nnele- -ilor Genieiiide au-gc schieden. -Herr Philipp, weil seine Wiederwahl in den Vorstand der Gemeinere, itaeh ihrer Verfassung nicht zulässig war. Herr Dir. Sumson> weil er trotz wiederholter an ihn-ergangenen Aulrprderangcit eine Wieilerwahl abgelehnt hatte. Der \ie-l lachen Verdienste-der beiden Herren gedachte /u Beginn der ünVntlidicu Sitzung des Repraseninntcn-Kollegiuths vo Februar dessen Vorsitzender Herr Dr. Frankel; JVae|h i'i.iir,,,, .u | Ii*. Glückw mischen Im Herrn TO. Lebensjahr vollendete, Gestatten Sie. dal! ich 'Iiilipp. führte I der i [et i lieseni Tage se<i Frankel ausj au Ic-rreu Dr. Hermann Samsbn Vorstünde der Gemeindi herzlichsten Dank für ihr Anlaß des Ausscheidens d< lind Hermann Philipp aus dem lieson be iden Persönlichkeiten de n überaus segqusr.eiches W irken in unserer Gemeinde ausspreche. - Herr Dr. Samson ist frühe "Mitglied des Repräsetitauteju-Kol'legiums gewrseu und wnn in den Vorstand der Gemeinde, dein auch sein Vater an-).- .lüirt hatte,Bereits vor einer Reihe von Jahren gewählt. Se»rx juristischer Scharfsinn', seilte meisterhafte Art'in der l iil run^ von Verhandlungen, sein sicheres l rleil. die saehlichi und klare Art iti der Behandlung aller ilim anvertraute Aufgaben, sinel VÖ1I unschätzbarem Werl für unsi-re (, metnde gewesen. Wir seilet sind vielfach Zeugt n gewe-sei . mit wedeher Sicherheit und Klarheit er die- Vorlagen d Vorstandes vertrat, deren iBcgi^ndufig ihm aN KdmmisA vom Vorstand anvertraut war. Daneben zeichnete ihn ein. stet« gleichbleibende l .iebensw HrdigUeit gegen' jedermän aus. Er - stand, wenn es sich um 'Augele'genheiten der Gemeinde lianelelle. für IfchSlI jederzeit zur Verfägung. Vlk \ orsitzi'iuler des VorsjuncieS deit Talmtild Tora Schule hat e-r bei eler Feier, die nnlaSlicfl der Entlassung de>r ersien Vbitürienteiklasse stattfand, verdiente Anerkennung "«t liiiidi-n. Herrn Hermann Philipp war insbesondere «Ii Bildlingsde/ernal \oni Vorstand anxertraut worden. Als ei Vfann vön tyfef allgeraeinclr und jüdischer Bildung, von be sonders \ ielscMtigen geistign'-n Interessen, war-et die, gegei lie-ne Persöflicnkeii für j«;ite-s Dezerpat. dessen Aufgabe darin bestund, jüdische Bildungswcrte mich Vlöglichkeit den Vlitgliederu unserer Gemeinde zu vermitteln. — Diinh seine Initiative wurde die Bibliothek eler Gemeinde, die sieb ständig zunehmender Inanspruchnahme e»rfretit. nach Mcig liehkeit attsgidiaut. Herr Philipp Iba; als Vorsitzender de I ranz-Roseiizwe-ig-Ciedächtijis-Sliftun^ ein umlassc-ndc-s V oi lesjmgswesen eingerichtet, für ilas sieh hei vorragende- Ge lehrte zur Verfügung gestellt Kaben.' Et war auch führem) in eh r f rage der Beschaffung ei-nes eigenen■ IJernu-s für drei \

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