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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-09-29 · 8 (29.9.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
8 (29.9.1932)
Date
1932-09-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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. T BLATT Ar deutsch'Israelitischen Gemeinde zu Hamburg Du Gemelndeblarj ericheint In Abstanden von 3 Wochen and wird den Mitgliedern der Deutsch-Israelitischen Gemeinde tu Hamburg kostenlos zugestellt. / Anzeigenpreis 50 Pf. per ogespnltene Nonp.-Zelle / Verantwortlich für den redakllonellen Teil: Syndikus Dr. N. M. Nathan, für den Inseratenteil: L. Knudsen. beide In Hamburg. Druck. Verlag und Geschäftsstelle: M. Lefemann. ABOSlraoe 57. ABC-Hof. / Fernsprecher: Sammelnummer 340737. Nummer 8 Hamburg, 29. September 1932 8.Jahrgang DIE OPFERUNG ISAKS Kein Abschnitt wäre, wie der \<<n I «Ijrtdes Ncujäh kommt. Gott will sein einziges Kind [sah /um gehorcht. Drei Tage wandern Vater nml Sohn nebeneinander. Kaum ein Wort fällt. nn"> m*iv •o'ri sie gingen beide zusammen. So kommen sie /ur jOpferstatl. Der \ater baut den Altar, schichtet das Holz, bindet sein Kind. Schon, hat das Messer ge> ückt zum Letzten-, Eiirchtbaicn. da vernimmt er deu Huf eine« der Bibel, der so der Erklärte ler Opferung l'^ak~. de i in im ^zweite sXestes in den Synagogen zur Yerlesun den Abraham prüfen. Kr fordert Von ihn Opfer zu bringen. Abraham / Von Rabbiner Dr. Bruno liulirnvr 1. Mos*. 22, t —19 bedürftig wi'iin wir nicht eines guten Führers sicher wann Führer ist Itfiührandt. «Irr .unstet Mit he \lci-ler. hat er sich Uli die bildliche Darstellung di r Opfert gewagt. Wenn irgendein Nicht jude. so hat RemhlM rade uns Juden etwas /u geben, l ast dreißig Jahn; «.";-, ja im. Amsterdam« Gottesboten I bind nicht aus Knaben und tue denn nun weiß' göltest ii rchtig bi neu einzigen Sohn Str 'ikc deine nach 'dem ihm nichts. Mi. daß du und elei.-' mir nicht ■l il ve rweigert hast. — Das Kim ist gerettet. Soweit ider wesentliche Inhalt dtfr Erzählung, kein Bericht i der Bibel, der das religiöse Empfinden'' mehr bewegt hätte, der in religiöser Dichtung mehr verherrlicht wäre, keiner, der dem Juden auf seiner W anderung durch die Jahrtausende mehr Kraft, mehr Begeisterung gespendet hätte. Kein Berich! der Bibel aber .null, der soviel bezweifelt, sqviel gedeutet worden wäre. Gott will den Abraham prüfen — bedarf der Allwissende solcher Mittel? l-t das Frömmigkeit: Abraham.willens, ans Gehorsam gegen Gott sein eigenes Kind zu schlachten, Isak willens, sith wortlos hinzugeben? Atmet die ganze Erzählung nicht einen (ii ist, der uns bei aller Ehrfurcht doch gleichzeitig mit dem Gefühl erfüllt: wir verstehen einen Gott nicht, der solche Opfer heischt, wir verstehen Menschen niiht, die zu solchen Taten fähig sind!' Wenn wir im folgenden zu dem biblischen Bericht Stel- lung nehmen, so geschieht es nicht, um eine Losung der uufyS_geworfciien Kragen.zu geben, in dem Sinne etwa, wie man ''ein Rechcnexempel löst. 'Das ist nicht 'die Aufgabe der Religion. Unsere Aufgabe sei es, etwas von,der Tiefe aufzuzeigen, die jene Erzählung erfüllt,das Geheimnis ahnen zu lassen, das hinter den biblischen Gestalten steht, und so gleichzeitig abgestollen und doch unwiderstehlich angezogen etwas von jener Au_c acht uns in die Brust zu senken, die nur die Nähe des Götlli hen zu geben xermäg. Es wäre Vennes ien, an solche Aufgabe heranzutreten. viertel gewohnt öffneten Angel), mit geöffneter ™ e waren aber . nicht .stolzen (iestuUefl seilen Männer. epur die schworuiHtij heit .der 1 rain-n. ihren" malerischen dem et\)as um d und Farbenpracht i.lfl loschen Heimat ■> Xordvit gch|rp«ht. zu ihn -ihlelien. \ i kalten haben lesseile. Ks war iuln; iic>ch die- «jüdische, Scv le, da» f remdartige, Gehaila iisvi)(le der jüdischen Itciii i<>n. t\\»is ihn. den Nichtjiuleti, ihn, den Miller des Geheimji s-efs. unwiderstehlich anzog Uud war Jude die rhu das Jutlcnsdiüd al:. c|ei! inmitten -ein ihn' nicht yersl hallte und Die~e i /w c imal DK b.lks lldl hat .-, Judrntni't geinjMr noch Es Mir die j iiclirI nicht Hchönie mit fewäll- Sontit er sp.ih dem War's nicht Membraii Its. c| L •rstti ler \\elt \ erfolgten. ml es it' tiefe li Buch: Uenilii andt lr# Büches \\ tibi, lerfol; lt. (ms tc! ■denen, iiniilde / saks Opferung on Iteiiiliramlt. (."Uteri Piunkotln k. Mlliii-li. n l jenes hatte-. Lichtes. Ms er da.s die einsam. Bibe| vom I Li u sameii. von der eigenes Slhieksal l , w ur endlich dieglej< Liebe zu dem' heilig!« der Bibel, da: und das \olk miteinander verband. Es gibt e*in Gemälde von lle ijuhraüdi: eine I ran sitzend, vor dir kniend ein ' Kiudj Beide .blicken auf ein BticBl", es ist das Buch; die Bi|>c't. Ein Glanz, ein stilles' Leuchten' liegt auf dem Gesjich't de'r | Erat], auf dem Antlitz des' Kindes. Es ge ht aus von dem Birth. Es ist ein W iderschein in seinem iler/en antzündet ,i In ii zermürbt, arm wie ein Bettler starb', befand sich in Seinem Nachlaß nichts alsiscine Kleider, sein Mulergcriil und eine Bibel. Mit dicker Bibel in der Hand hat er den l.cbf'iisk'aiirpf gekämpft und ist Sieger geblieben -auch darin dem Judentum verwandt, Uemlu.indt hat, wie gesagt, zweimal versucht, die Erzählung v»n der Opferung Isaks im Bilde festzuhalten. Das erste i~l ein Geniahle, das zweite ist eine Radierung. Beide Darstellungen verdanken, w ie so viele. Werke des Meisters., ihr Entstehen Süßerem Erleben. Das erste schuf er kurz nach seiner ■Verheiratung mit Saskia, seiner ersten Iran. Es ist dir Xrjt der Jugend, die Zeit des Glücket». Aber das Gluck wird getrübt. Ein Sohn wird geboren, er stirbt nach „wenigen Monaten.

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