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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-06-23 · 5 (23.6.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
5 (23.6.1932)
Date
1932-06-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ÜEME der Trpufsch-lsraclifischen Gemeinde zu Hamburg BLATT Das Gemelndeblatt erscheint In Abstanden von 3 Wochen und ^trd den Mltgll SO Pf. per 6 gespaltene Nonp.-Zelle / Verantwortlich fOr Druck. Verlag und Geschäftsstelle: M ederh der Deutsch-Israelitischen Gemeinde tu Haml >urg kosten! ieii redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N.M.Nathan, für den " Lebmann, ABC-Srraae 57. ABC-Hof. / Fernsprecher: 'Sammtinummer os zugestellt. / Anzeigenpreis Inseratenteil: L Knudsen. beide In Hamburg. 5407 37. ' Nummer 5 Hamburg, 13. Juni 1932 8. Jahrgang Personalien und Kleine Mitteilungen wegen Raummangels in nächster Nummer! Erwin Landau - Warum Religionsunterricht! der Menschen Mangel in der Eine ernste Betrachtung. Geistige Veru'Kräng iiiui Verwilderuni dieser Gegenwart und daraus entstehende Jugenderziehung hissen es wichtig erscheine i,"einige prinzr pielle Bemerkungen' zu der [•'rage „Religionsunterricht** /.u luadieii. — W er weil?, dal! eine grnlie Zahl jüdischer Kinder überhaupt keinen jüdischen KeliginiisiintcrrichU geniel'i ii und dal! bei einem anderen Teil sidi die 1,1 lern mit dem Religiunsuiiterridit begnügen, der an den 'Staojtsschulen erteilt wird, wird verstehe«, dal! in diesen Dingen sehr viel versäumt wird. . ' Nidit von irgendeinem jüdisch-politischen Standpunkt aus soll diese Angelegenheit behandelt werden Und nidit zugunsten eitler bestimmten religiösen Richtung. (Hindern lediglich mit der einzigen Tendenz: ReLigionsu n t e rjr i cli t ist' w idi t i g I Es muli gesagt werden, dal! jüdisdier l\t ligionsunterridil nidit Luxus ist, dal! er nidit nur. als Zugabt: zum Unterricht der -weltlidien Schulen zu gelten lial oder ' bei Knaben u thr ist Religit Iingiger Ted der u denen von 1) e m ncbi nur als Yorbereitilng zur Rurmizwa. \ ieliimhr ist Religions unterridit ein gauk selbständiger und utiabli Jugenderziehung. In diesen /.eilen setzender Propaganda unerhört Stil t ut ger all das,was clein Mensdien im Religiösen .wertvoll ist, muli ganz besonders Wert darin die Jugend vor diesem G i I t einer' Irrlehre dagegen i m m u n zu machen. .Im Religionsunterricht soll die Jugend i Nu ^Religiösen unseres \ ü t e r g I a u b e u i nidit nur das Verständnis und damit die I lieferten beigebraeht werden, sondern der gleidier Zeit aus dem Religiösen heraus e ii mit tmii ■ tun! wird gegen nid Gottglaufijen I gelegt Werden, zu schützen und idit nur in dem belehrt, soll ihr ebe zum I ebett Jugend sind zu jie Begriffe von Moral und Ethik zu vermitteln und nie it zuletzt der, im Gottglajuben liegende Auto r i t ii t s diesem Autoritütsgcdanken beruht das Dirke, and die Familie ist die Grundlage Staates]-- . . Wohl keine Volksgruppe i>t so schwere in Im ii w estlidiei dien und unterall steh! die \\ ie aber kann Anfeindungen ausgesetzt wie wir Juden. Ii Dciiisdikiml. in Osteuropa und audi in manchen anderen Li Kultur ist der Antisemitismus zum politi sdiaftlidien Kampffaktor geworden. Le Judenheit im Kumpf gegen ihre Umwelt. - eine Jugend in diesen Kampf eintreten, wein sie nicht weil!, womit sie kämpfen soll:' Wir, die wir in .Leben stehen wissen, dal! es sdivver ist, in diesem Kampf nil Erfolg zu be stehen. Sdiwer,besonders für diejenigen Küstzeug der inneren l eberzeugiiiig und < sehen'sind. Darum ist es l'ilidit allerg dafür zu sorgen, d;Jl schon die Kinder in flühcr Jugend mit I be ähigt, spater im dem vertraut genn dit werden, was sie Lebeu auf rechte] Ki mpfej zu sein. Nicht nur durd körperliche Ertüchtigung wird jüdische Jugend stark gern; cht fjir diesen Kampf die Kraft, die 'ui s aus unserer R e 1 i g Erkenntnis, dal! diu jahrtaitseiidalteu Leinen unserer Weisen die Grundlagen des Judentums und seine Stärke sind, muli der Jugend durch berufene Lehrer vennitielt werden. I ml das i«t heute mehr denn je eine ernste Forderung! —- — '•■ I d u n k e. . Aul „tiesetz" der Faden geordneten' Angriffen und ie nidit mit dem es Wissens verrn und Erzieher ■ It es zu betrachten. - TaitM itde einen) niedagewesenen Drink, iiftlidie und politische .Note. Wie )ru<k zlisummcnpobrochcn, wie sweg gesucht ii ml gefumien! Noch eineanilere Seite von uns leben heilte unter hervorgerufen durdl wirtjehü mancher ist unter diesem mancher hat den letzten Ai Das aber gibt dem Verzweifelnden Halt und Mütze; das tiefe bewußte Verbundenem mit seinem Glauben, «las religiöse Denken und Empfinden, all die Kräfte, die ihm ans seiner Religion /uwadtseukönnen. Wie ober kann ein' Mensch in den schwersten Augenblicken *id' dieser Kräfte bedienen, wie soll er sich a-ill sie berufen, wenn et von ihnen ii uhls w eil!, w erin er nidit .fipden? Denn empfinden W ie soll ein Mensen in seile bestehen, wenn er die Vi durch sein J n d e s e i n aul leicht die hervorragendste aufgäbe de Unterrichts: das unzeneilih ire Rand, zu eint hat, diese Dinge zu emp- Lönneu, und! auch gelernt sein! len Augenblicken um fidt rielhst lichten nicht kennt,'die ihm erlegt sind? Das aber ist Lisdten Religionsknüpfen. zwischen jüdischen Mensdien und seinem \ äterglaitbi n und damit-die- Pflichten aufzuzeigen, die ihm gegen sidi -i ll>-t und seinen .Mitmenschen auferlegt sind. f Seiil dessen eingedenk, d.il! im MÄhlstrom alltjr Fährnisse unsere Religion die Insel ist. auf der wir Üni zusammenfinden können. Darum sorgt dafür, dal! ihr und eure Kindel, wenn ihr einander sudlet, a|u'di einander lindct>! Die Tätigkeit der Kommission für das Wohlfahrtswesen der Gemeinde Nach dem in der Sitzung tles Repräseiitanten-K<ilh"giiinis •vom 2'y. März d.•!. von Frau A. Hauer erstatteten Beruht. Unserer seit - Jahren nach aller jüdisdier I raditiiin gerührten W ohlfnhrtsarbeit droht ernste Gefahr: Die katastrophale Lntw iekluug der Wirtschaftslage bewirkt eine Steigerung ihrer Aufgäbet!, zugleich eine Lin-diiünkuug der von den Gemeinde-Behörden zur Verfügung gestellten Mittel. In letzter Zeit tritt noch die immer drückendere Sorge hinzu, ob überhaupt für die üllcrnüdtstc Zuknifft die ei forderlichen Mittel flüesig gemacht werden können \ i Der Mangel jeglicher immer weitere kreisender iiungslosigkcit.. Der djers der .bedrückten llahui Bewnfltsein -der Ühznlän| wirken sidi auch auf unser je mehr sie mit eleu vom il lündung kommen und see v ergangenen Jah re reichte sieht auf c-iucr Besseruiig treibt Wohltun rtsempfungei? zur Hoff; \ublick der materiellen Not und besci.nig unserer Pfleglinge, sowie das lichkeit der I lilfsmöglidikeiteii Mitarbeiter aus. um <o sliirkj.-r. neu bei reuten Personen in Ver> isdi mit ihnen empfinden.. Im der zur Verfügung gehende Betrag noch aus. einigetnialltvi den verstärkten Anspriidien gereiht zu werden. Bei stä'rk herabgesetzten! Budget und gleichzeitigem Anwachsen der Zahl der Wohlfahrtsehapfanger null! uns die Arbeit erdrücken. Wahrhaft wirtschaftliche ' W'ohlfahi tspf lege i.sl nur nnjg - lidi. wenn die Mittel der individuellem Lage eines jeden Falles angepaßt wVrden kö inen. Die LiJtw icklühg hat aber ekler, während der letzten Monate dahin gelührl. dal! ditrationelle Einteililjng der.1 In ilikI für sidi knappen Mittel stark ins Hintertreffen gerat. T tisere Fürsorge wird all dings in reichem Malle durdl die weitgehende soziale keit der drei Logen sowie, tittch unsere ständige Zusammenarbeit mit 'dem Israelitioc ieii Humanitären 1 raiienwrein unterstützt: die Verwentl mg sämtlicher zur Verlfiguiig stehenden Mittel wird einheitlich gesiallel. und Doppel* Unterstützungen und Miübt. uch \on Lnteistüt/ungeu werden verhiiedeiii i - Tütigi

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