Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 3 (5.4.1932)
- Date
- 1932-04-05
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Gemelindeblatt der Deiitsch-lsraelitis-chcn Gemeinde Nummer 3 -1- <Ich Kindern ein sehr schnelle- Erfassen des Sprachlichen Fs war erfreulich festzustellen dqß nach ganz kurzer Zeit die Kinder imstande waren, ei ie fräße Zahl Vokabeln und Sätze zu lesen und /u \cr*t-eli?n Die weitere EinfüH unk in das Hehräisjcho erfolgte im übrigen systematisch. v idi Erlernung' der Grund-Elemente der Sprache begann die Bo-chüftigiing mit dem Gehetbich selb-t. die über (hunie-eli iiikI T'nach zu Kehn Ith an arnch un<l Mischnn führte. — Fini anderer Kursn-t tiatte die Ailfg ibel älteren Schülern das! F lernen des traditionellen Toni - Vortrages und der rTi»Tlara und eben*» der synaffoga en- Weisen der Tefiila mit«' besonderer Reriick-ichtifftinff ( er Melodien für die höh Io-ttage zu ermöglichen. Hieraus ersah sich für einzclrt Sdiüler sehon die Möglichkeit in kleinen Gemeindet; n Festtagen kantorale Funktionen) ausüben. Im di:".-cii jungen Mensch;n nl)er'au<h int weiteren Einfang Sicherheit sehen, w den der |" Neuen Dammtnr-Svnapoffc lie I n g e u fl ff o t t c s d i e n s t e xieratnstaltet. bei welchen Vemte.r des. Kantors und de- Tora - Vorlesers von iftnen selbst ausgeübt wurden. — Die en Isen Knaben, die vor ihrer Barini/wa -minien, wurden wieiler in einer anderen Gemeinschaft zhs immencefaRt. um Iiier. eine besondere' ITcir hercitung fürl :lie«en wichtige i' ibsdinitt ihres f.eben; z» erhalten, f Es hat sich .ils sehr, vorteilhaft erwiesen, für diejenigen Kinder, die sich im Fntw ickeltinffsnltcr befinden, einen Kursus eitvznriihten. in welchem zfttnächst. unter Fortlnssuns des Hebräisch}?!, nur biblische und jüdische Geschichte sowie Relisionslelire gelehrt wurden. Hieran anschließend kamen die Kinder 7fr Beschäftigung mitf tnoderner jüdischer Literatur. Besondere Erwähnung] verdienen die \bendkfr.*e. iinur ■ h Iis inwelchen Schüler und Schülerinnen forttresdiriMeneTl ters fvon 15 jaliren an) . zusimtnenkamen. um nicht Hebräisch, sondern auch moderne jüdische Ge-chicht treiben. Gerade diese Cenieinsihnften erwiesen sidi fördernd, däi sie auch Gclcgorvhp über jüdische G e ff e n w h r t u n r t « p r o h I e m e. und über Forderungen cle- Judentum- Bei Kindern wird das IntercfsKe für boten zur \ussprhdie efi - hrn a p e n und G e s sozialen und ethis eine Sache ijichr her v<-r- | einfiel' <lns werden sollte aber nicht Inwirken wolle.n. ohne Ende, i Erw in ddit durch das Gt'fiihl als durch den i\|erstan<l erweckt. D w;arcn Fe-t- und " Feiertage der \nlaR. um in der Senile selbst kla'ssenweise durch, festliche. Gestaltung 'les Unterrichtdie Kinder .mit Sinn'unl Gebräuchen der Feste traut zu machen, d. h. sie nieit hur lehrhaft, sondern-. Kinderseele entsprechend, an-dihulich zu behandeln "wurde zum Beispiel , das f!i 1 n n k k ,i f c < t in den zelnen JCl i-Fen festlich beff in-^en durch Fntzünden lichter ii Irl Verteilung kleiner G.»ben. End ebenso ,<rnl Purimfesf Gelegenheit, di > Kinder zu einem festlichen Beisammensein) zu vereinen. — Frcita^ilM^ndzusnmiWnkünfte wurdchjveranstnltet. be (Jenen durch Belehrung. j\us- -prachc und Gt"sang*der .Geda ike des Sabbaths lebendig jrennchf wurde: j— Zum A b>di I n P' des1 Schul iahres und nus \nlnß des \\ % ea II HP s einige r .Schüler von der Schule Nnd Sorroahcn l. den 19. März, in r er Neuen Dammtor-Svnae ige wieder ein J Ii ffe,n d ff o t t e s d item s 1 statt. p V ieh nHerti kann gesagt v erden, daß das. was erre cht Die-es Znfrieden.sein hcl-ißt dem Frrekht -n verweilen, sondern Denn Jiiffondc rzijehunff ist ein schwerer V Landau. Vorsitzender der Sdnilkommjst; ler 'er Kleine Mitteilungen Delegiert Das h teil njn 24. )i •der Klilath Jn Beiliilfi» von die von Fmb kämnfte Fntsi -fand der Ver den Vorstand Gehälter bei wort des \ c»r Ve rb ra 11 ch weiteren (ni bnndenen Pro Frilrfcrnnf 1k erster T.e4iinjs in k.A-d * j en - Kollesiuin des Svnaeftflea - Verbände!; \f. eine SitzuBi ab. Fs bewilliffte zunJchst fi- und Vffndajh .leschariin-Vereiniffiiii'r |cine tfyi für das t-rsSe TTalbjahr 19^2. wobe.i es wetre beant r itte und von Dr. Möller1 bencliins eines A'irlitiiid-vertrc-te.rs in den Voriniffiinir rtbleluMej •- F s ch w e ff e lu'fra rle idier die Anrbrluffiinff der Unkosten und der er Gewinnunff [koscherer Milch: aus der Alst-, t indsvertretersi ist bemerkenswert, daß'.'der ierc-r Milch «ich seit der Ziilas-unff eines üdi-cheii) Milqhhändler- und der damit .rer- —enkuni ffehojien hat. In mehrstiindiffer nrach da- Kcdlecium die Fraze. oh dirj in besehlosseoen Aenc|extinffen des Statuts, die von dem Vorsitzenden bekannt eeffeben wurden, eemäß einem Antraffe Dr. Möllers jetzt schon dem Oberralibiivr vor.ffcdefft werden sollten, und die zu den Aenderungoi yorlieffendc Resolution der Jüdisch-Traditionellen Verciniffunff. welche die Einbernfong einer Nfitffliederversammlunff zwischen der ersten und zweiten l.esunff'iind eine Acndeninff des Wahlrechts in demokratischc-m Sinne innerhalb des Verbandes fordert. Diese Aendcriinffeii unterscheiden erstmalig' zwischen ordentlichen — ^emeindeanffchöriffen — und außerordentlichen nichtffeineindeanffcnöriffen oder auch einem anderen Kultusverbande anffchöriffen — Mit- 1*1 ledern; anfierdeai erkeemen sie das bisher von mancher Seite bestrittene Finsprnchsrechf der Gemeinde ffeffen Aenderiinffen des Statuts jetzt endlich an. Die vom Verstände der Gemeinde — mit Schreiben vom 10. Mär/. — formulierten Voraussetzungen für die'•..Frmöfflidmiie eines ffedrihlicheii /usanimenarbeitens zwiisdien der Gemeinde uficl dem Synnffoffcn-Verband" forclern dnrübc-r hinaus, daß der Oberräbhiner und die Rcamten des Verbandes der Gemeinde anffehören müssen, und daß Abrechnung und Voran-chlaff des Verbandes ..der Gemeinde als Griindlaffe für die Berücksichtiffiiiiff des Verbandes,in ihrem Voransdilajre vorzulcffen" sind; hinffeffen beansprucht die Gemeinde nach dem ffleichen Schreiben kein Genehmiffiinffsrecht für solche .^enderunffen des Statuts, „die sich auf rein kultuidle Anffedeffenheiten beziehen". Dr. Möller bekämpfte die Bestimmunff. daß die ordentliche Mitgliedschaft von der Gemeinileanffehöriffkeit abhänffiff sein solle, von reliffiösem Gesichtspunkte nus: daffcsen erklärte Hertz. die Statutenänderunff -statuiere keine Zwanffsmitfflied.schaft. sondern beschränke nur die Rechte derjenigen, die der Gemeitide nicht anffehören. Die. Mitfflieelerversammliinff lehnte der ffleiche Redner unter Hinweis auf das Erffebnis der Wahlen und wesen ihrer l'nkontrollierbarkeit ab. Der An- "traff Dr. Möller wurde abselehnt: kdne Nfitffliederversammliinff soll zu ffcffebcncr Zeit sattfinclen. Die Freitaffabcndvcranstaltunffcn de<s Juffendnmtes unter T.eitunff von Schwester Thekla haben mit dem 12. v. M. für diesen Winter ihr Filde creicht. Welche wertvolle Finriditun.ff diese Freitaffnbendfeiern darstellen und welchen Seffc-n sie ffestiftet haben, vernins nur der zu beurteilen, der an ihnen selbsj einmal teilgenommen hat. Allen, die zu ihrem Gelinffcn beiffetrnffen haben, sei für ihre Mttwirkutiff an dieser Stelle verbindlidist ffedankt. Den rednerischen Teil der. Freitaffabencle bestritten haben die Damen und Herren Dr. F. I. n e w e tili e r g . Zeichenlehrer K". Roth s ch i I d . T.ehier F. Meyer. Dr. E. Kalmus. Dr. M. Joel. Che/redakteiir Julian Lehmann. Jul. G.nrlebnch. Fräulein Dr. med. [.von. Siegfried Hecksche-r. Henri. Auerbach. Frau Rabb. LÖWV. Dr. F. Roth s di i 1 d . Dr , A. (V e i s . Dr. N. M.?W than. Carl H i n r i ch s c-n . Lehrer E. St reim. Fräulein Senta Meyer: Zahnarzt W. S a I o m o Ii. Oberkantor Ii. Körnitz e r. Dr. Sam." II e ck : ii nd Dr. M .i v. di c r. James Wieder n w 11 s ch i ' Der Isracditisdic- Stellen vcrmifthinesvcreiri ehrte in -einer Mitffliede'rvc-rsamniluiiff am T. Nlärz das Andenken seines Vorsitzenden und Mitbegründern Michel Jacobs c ti. sowie des Vorstandsmitffliedes Huffo Mainz. Nach dem Täliffkeitsbericht hat der Verein 1931 insgesamt "i2 -abbäthfreie Stellen, hauptsächlich, für Kontoristinnen und Hau-per.-onal. abc'r auch für je eine Ju^endleiterin. /alinarztffelWlfin und für Kindergärtnerinnen, darunter 4 Stellen nach außerhalb, vermittelt. Der Verein hat sich auch um Arbeitsffeleffenheiten. die nidit direkt ans feste VnsteMapgcn anzusprechen sind, mit Erfolg bemüht.' Es hat außerdem die bereits 1930. besonnenen Kurse zur kaufmännischen Ausbildung Erwerbsloser fortgesetzt. Zur Zeit bestehen ein Kurs für Englische Handelskorrespondenz;ow ie je ein Kurs für Stenographie für Fortgeschrittene und für Abfänger. Die Kurse sind durchschnittlidi gut besucht und konnten aufrecht dadurch erhalten werden, daß berufstätige Teilnehmer geringe Beiträge leisten, die zusammen mit einem Zuschuß des Vereins die Möglichkeit geben.' sie der VHgemeinhed zugänglich zu machen. Die Einnahmen (Beitrage. Gemeinde-iibv ention. Kurse) betrugen 1606.S2, ^?>f. die Ausgaben für Kurse 303.03 für sonstige Unkosten 244 65 Tür Gehälter und Inserate 1177.12 4 In der Aus-prachc wurde angeregt, mit dem Bar Kochba wepgen der I ,r . ■