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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1932-01-25 · 1 (25.1.1932) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
8 (1932)
Issue
1 (25.1.1932)
Date
1932-01-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu flamburg Dos Gemelndeblatt erscheint In Abständen von SWochen und wird den Mitgliedern der Deutsch-Israeiltlschcn Gemeinde zu Hamburg kottenlos zugestellt. / Anzeigenpreis 50 Pf. per 0 gespaltene Nonp.-Zelle / Verantwortlich fflr dan redaktionellen Teil: Syndikus Or. N.M.Nathan, für den InserMenteJl L Knudsen. beide In Homburg. Drude. Verlag und Geschäftsstelle: M.Leemann. ABC-Vrabe 57. AßC-Hpf. / Fernsprecher: Sammelnumm-r 34 07 37 Nummer 1 Hamburg, 15. Januar 1932 8. Jahrgang Die Bibliothek und Lesehalle der Gemeinde hat in der Zeit vom Mai |«30 bis Dezember 1931 einen J>e- (leuteiHlen Schritt corwäits getan und kann mit Genugtuung ihre erfolgreiche Entwicklung verzeichnen! . I Die Zahlen der nalehstchenden, Statistik sind sprechende Beweise eines gesteigerten Interesselierm Publikum, deren Bedeutung l»ei einem Vergleich mit den Zahlen des ersten Berichtes«) noch mehr ersichtlich wird. Die Statistik ergibt folgendes Bild: 1930 Mai . Juni Juri . . August September Oktober November 1 )czeinher f93l Januar Fehrunr Mär/ . .1 ..... "n April . . . . . . Ii». Mai .......23 Juni . . . . . . . 29 Juli . .] . . . . 30 August . ..\". >(». September . . . ,!.. 23 Oktober . . . '. J . 26 November . . . .' . 50 Dezember...... >o 932 S09 949 331 I2ÖI 1212 1247 %5 963 123m 1387 U1H Entleibet 327 338 373' '•'319 S4-> "II 3S3 .' 703 . 713 f>33 331 12* Jl 666 399 ' 710 (>(>3 73(> 043 V7n S30 Gegenüber der Inanspruchnahme der Bibliothek im Jahre 1020 und den ersten vier Monaten tles Jahres 1030 ergibt sich für-die Monate Mai bis De bei den Besuchern und \o Jahre 1031 erhöht sich der so </, gegenüber dem Jahre zahl um läge belauft sich Treuliche Tatsache ist, von begleitet. Man kann jetzt sprechen, dal! (bis Puhliku Tatsache, die sich langsam vorwiegend aus .der Qu;i ersehen. An/erster Stelle kommt deutsche wie die hebrüisijh Autoren sind Schulom Mocher Sfarim, Max Brod tember 193Ö. ein Mehr \ou (>o 95 t "0 % beim Leihverkehr. — im Prozentsalz sogar auf BS'z! bzw. 1020. Die Diirchschnittsbesiuhei - ittf rund 40 Personen. Dieseererner sehr [wichtigen Erscheinung' in einem gewissen Sinne davon Ii wählerisch geworden ist, eine von selbst ergeben hat. -Dns'jst ität der geforderten Bücher zu ie Belletristik, sowohl die •. "L nter den meist gelesenen .Ajsch. Schalom .Mechern, Mendele 1 George Filiert. Antun Fleg.-Kranzos. Kompeit, Jacob Loewenberg. Jacob W assermann. Arnold und Stefan Zweig zu nennen. Dieser Teil der Literatur steht stark im Zeidien der jeweiligen Mode und wird von Schlagern beherrsdit. So war es seinerzeit Arnold Zweig mit. seinem Streit um den Sergeanten Grischa, um den sich das Publikum riß. Jetzt beherrscht desu Lesermarkt Sdiälom Asch mit seinen: ..Petersburg. Warschau, Moskau". Je drei Exemplare dieser Büdier genügen nicht, um nie Nachfrage zu stillen. Line ganze Reihe von Vormerkungen bestätigt die Psychose der MotlesUrhtige i. ») Siehe Gemeindeblatt 1)92« Nr. 12. 1930 Nr?) Der regelmäßige Aus heit des Leiters geschlossen 3) Diesen Monat fand keiten statt. ■bedienst war wegen Ahwesenl'nizug in die neuen Ränmlichi Die ch a s s j d i s ch e l.itet.itarj <|iuber, llorodelAv, Llodii dieser Literatur, dfl au 1«! ist Lücken » egen ifer in den tuütcr Nanjlfcn dl .t I I e n der Jl gc-nd lie von dem Publikum und nird. irderungeii mit R.it K Kit il e r b ii ih e r tili il WC.T- Ut> wird gern gelesen! Der Beitand * ii ii cl für sieh /war reich genug ist. i erscheinungen auf, die inoincutini Lage schwer zu beseitigen sin I. j Die vielen A r lvc i t s g v in eli u erfordern eine reichhaltige Lhenito aus wirtschaftlichen Gründest schwer anzuschalten im um so mehr in den Bibliotheken gebucht und gefordert Die Bibliothek sic-ht all diesen Auf Tat zur Seite. Auch J u gen dum den viel mehr als früher verlang», Neben der Belletristikwird Sic rutur belesen lllerzl.: Nordau. Slikl ltup])iui, dann kommt die Titeratur h lerne \• t:.i.I llauni. deutsch uii Soziologie und Nationalökonomie. Wehr. .Mehr als sonst wai in dielse i) Ii i I o s o ph i s di e Literatur in \ llirsfh. Hermann (Tonen, I'ranz tu Mendelssohn, Maimonides, Mou- N Kusari-ii. a.i. Insbesondere t.iliuu kontinentale-. Dezisoren und lic spou* geschlagen, ebenso auch die llandbüc kföpHdien* usw. Besomlcrs her\iirz für die G e s dt i ch t e der Juden um wissenschaftliche Literatur (Gruelz Josephu«', Haie* y, \W-il*. Karpeles, I ii» K:(istein u. a.), tlas sidi in letzter Zeil Inleres.so Iiir die jüdische Ge-sdiidi<-l wesentliche Steigerung eil.ihren bei ( Vorträge, die der Leiter tler lübliol iek'Prof..T)r. Mar!."on im Auftrage' d<vs \ girstaiides dej- GeniHnde Kall und d^o durch ilie Fülle des stofflichen Inhaltes t|pr Hörerschaft'\ viel Ahrcguhg bringen. Die Bibliothek, die uielfaell audi 1 z i o ii i s t | s.d, e ■low, Jabothis-k y." H ühp «Jer j ü.d is ch e n I r » I hebräisch, Mel! u \iitiseniitisinus .im Zeit die fv I f g-in spiudi gendmmen •enzweig. Is.iuk Hl bneh^n, jc-huda II I i s <h e Literatur. B en, werden Vielfach ler. Wörterbücher. I ilieben i»l das Inte die dartrit verbun Dubnow. Zuiiz. (iei 1 . Winter und \S un •che. bemerkbar macht iteratur dürfte noch i \\ ledei inj nähme t u 5 - jS Ii •uer. jtfcli ibeli.idi- IIZ'V lene :cr. I lörer schuft du er Das eine der rlei hell Z. e i t s di r i f t e ii und Zeitungen la-*uctit und. entwiikejl sich allmählich zum geistigen Mittelpunkt der Gemeinde, ins besondere seil.im April J. die iietien. schönen und giii siigt^legenetl Rfiumikhk/'ilen bezogen worden sind. »Die damit verbundene Erweilerung hat slick aufdas beste beu ihrt und ist auch vöh iww ' lesenden und leihendei« Pnbli irtni sehr begrUHl worden. Da*Interesse an der Biblolhek hat sich seither bedeutend gehoben. — Der Kreis der Betiurzei -et/t sidi aas allen BerufSgcltas.se,n uhd AUerss.chichten zusamnien. die. Jugend.. Schüler der Lora Realschule und der Mädchenschule. Miide:ilc:i. K Itule und Lehrlinge, die intellektuellen kreise-, \\ is sdiaftler, Rechtsanwälte und Habliim-r unserer und der N bargemeindeit benutzen sie oft und gem. Auch n ich wärts, nach Bremen. I.iiiicdc und Hoslock, sowie aad I .1 Un ml Ulf entch-, ,iu>i fy nid die r Tschechoslowake i. DltCfl \\ ien und zahlreichen deutschen auBerdeutseheii Städten, hat t!ie "Bibliothek bereits Bii ausgeliehen. \nderseits1 hat .die Bibliothek in zahlreichen Fällen Rabbinern und Studenten aiis den Bibliotheken der Berliner Jüdischen Gemeinde und des Berliner Rabbiner Seminars sowie aus der Frankfurter Stadtbibliotbjek Büch beschafft. — Auch nichtjüdisdie Gelehrte w ie Prof. Pa >tor Windfuhr, Prof. Dr. Schade/Profi Dr. Litcitke u. oi beiiut|zcn die Bibliothek. . ' Wie sehr sich die Bibliothek der Sympathie der Öffentlich keit erfreut, geht uns den häufigen Ip p r n d e n Ler vor, die :hr zugewandt werden und tlie beweisen, dal! m< ndier -idi bemüht, wenigsieiis einen. kleinen Beitrag zu ilrt cni Aul tau zu leisten. Diesen Spenden im \ erein mit der Beschaff ing niaucher Neuerscheinung, 'w'eldie der da/ik ihren weitgehenden Verbindti Bibliothek immer nloch igen möglidi ist, ist

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