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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-05-08 · 5 (8.5.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
5 (8.5.1931)
Date
1931-05-08
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer Dr. Mryrr-Wedell. Audi ich haltenur eine Kommission für möglich, welche durch ihre Zusammenarbeit einen Überblick über die,gesamte« Gcmeiiidebetriebe gewinnen und organisatorisch und vermittelnd arbeiten müRte. Aufgabe dieser Kommission wiirc auch die Organisation gemeinsamen Kinkalifs für alle gemeindlichen Kiiiridiluiigeu. Dr. Plaut -eht-tt-ßt sieh lie-en AusführHiigen>an. Kr denkt an getrennte tiberholungcn :1er Anstalten und an Vu-tspradicn über die Beobachtungen der .Vussdiuß-.Vlitjdieeier. Kr rechnet mit der Möglichkeit der F in-puriiiig an Personal und der Verwendung de- Personals an mehreren Stellen. Dr. Kalmus. Wir wollen versuchen, den bestell Mann liir unsere Aufgabe zu liekciiiimen. Zur Frage der Kompetenz des Sparknu'iniissurs bemerke ich. dal! meine Freunde sieh auf eliktaton-ihc Üeehtede« Sparkommi--ars nicht einlassen würden, null nicht auf gewisse Krmüchliglingcii. Dagegen könnte der Kommissur sidi mit den .zuständigen Mitgliedern unseres kofjcgiunis in Verbindung setzen. Ith gebe den \orzug einer •fn/elneij Persönlidikcij. die bei der bevorstehenden BeiMliinir de- Ilaushaltsplanes -tliou mitwirken müßte. Dr. Krankel spricht sieh liir eine Kommission ans, weil die Arludt rüi einen ein/elnen zuviel sei. — Dr. Wohlgemulh erläutert d.imiii ihm gcbf.iuchtc \\ ort „diktatorisch". Die Gcmpiiideanslalteii müßten -idi beispielsweise einer Anordnung lugen, wenn für sämtliche" Anstalten eine gemeinsame' Na-ihcn-i beschlossen werde oder/.wenn für ihren tätlichen Bedarl eiir bestimmtet Betrag festgestellt werde. — Der Vprsdtzennc. Wir halx-n bereits in dem llairshnltsausschuß einen SpdraussdinR. Kr ist am-'wenigsten populär, weil er ge'gen die \\ iin-dic der Interessenten sparen muH. Denkt man.»lier|*dioii an einen besonderen Sparkommissar. so muH die ein den Sitzungen de- Vor- Kiu Bücherrevisor kann uns- <hon ceine einzige Person seilt »landeteilzunehmen hätte niilil dienen, weil Iiier kon-lruktive und keine revidierende Vrln-it gefei-tcl werden soll.' Da-j Budget-Recht kann der Sparkonrilio ir Uligar nuht ticiiiufii. denn w ir haben dieses II echt, aller null die VeTanlwjtrtiljig Mir der /ukiinft und dürfen die F inan/eu ' iler Gemein<|c nicht in den Abgrund lieilx-n lassen. Nach weiteren Bemerk fingen der Heilen Le\y, welcher für die U ihl. einer Krall Iii kn Sparniis-cliiiß eintritt. Dr. I\auf. Dr. Kalmus. Dr. Meyer 1111 i Nathan wird in getrennter Vhstimmung beschlossen: Das Kollegium beschließt die I' iusii/ung eines \i|ssthiis-e- /in Feststellung und Durchführung von Sparmaßnahmen (Spnrkomiiy-sion) liir zwei Jahre. Diese kumini--ion bc-ti hl aueinem koinniis-ari-eh in den Vorstund der Gemeinde' /u entsend«-!!den Mitgliede de- Kollegiums ' "sp.i 1 koniim i-- 11 1 1111I zwei weiteren' Mitgliedern de- Kollegium». Die koiiiiiii--i<ni Ii.il die .Aufgabe, die Oigaui-atioiicii und he Miss11»i•: 1 der Verwaltung und aller Institutionen der (reineindcj /u koiilrolliereu und. soweit I in-pai iingcü nicht sofiirt möglich -ind. Vorschläge für Kinspariingen /u machen. hi-U -Mii len bedüifen alle l'eparat 11 reu. Neiianschaiffiingen. \eueinstellungen usw. ele-r Zustimmung der Kommission..— Kollcjgiium beantragt'die Zustimmung de- Vorstandes zu ilif-ein Fie-eblu-sc. .1 ">. Salzuiuicn dc-s Jugendamtes. Der dem Kollegium vuregende Knlwurl l>chaii'Mt im * I die Aufgaben desljugendamtes. inj - _' -•■in \rbc&sgebict. im S ' -eine Zusainiiicn- -etziing. im - 4 seine kommis-ionen und im "> seine Finanzen. I)ie.ji§ h und T ■•ntlialten Schlul'be-timmuiigi 11. Namenle- 111 ler Sitzung \0j11 ls. März zu Punkt ' difs Protei; kiilleH»resrt/ten; Ausschusses berichtet Dr. Me\er-W edeil. l'lH'reütsiinimuiig 'be-tc-hc- .über -amtliche Paragia|fieii des Kiitwiirfsi mir verjünge die jüdische Jugend 6 Vertreter, wirhrend ilei f'ntwiir) nur '■> Vertreter \nr-ehe. Kine Meirhitigsx er-chie leiiheii hcstchcvuiich ilariibei . ob die Vertreter ler Jugeud von dem Kundesaiisschitfl der jüdischen; Jugjendt)rgauisu|tii>ueii zu entseiideu oder auvon dc-fn \ l.u 1 ide-- iHsschiiil einzureichenden^ V\ aMvorkhlägen vom Bepriisen- 1 ihieii-koHegitiin zu wählen sejen". — Der Ausschuß hal e an 'der / 1I1I " di - fallw urfs re-tgehajlc Ii. Neuerdings kerl inge In I [iwfesau-schuß nun > Sit 7tfür die Jugend und zw a mit li'in Rechle der Kutsendirng. Der Au--chuli eiiipfiiile aber au der W.ifil durch das kollegiiim. festzuhalten, (jcnii die- Vertreter der Jogipid müßten nur eine Khre darin sehen, wenn -ie diu rill die Wahl de-- Kollegiums -ich vom \ eiftriuen dei•/gesamten Gemeinde, getrageil wjiBten. K'erne.d si£i \orge-c'h!.igeii - w urdeu. d e in d i e G e - lh ä f I e dc-s J dg: e 11 d .- 11 d e 11 G e m e i 11 d e b g e r i n Sil/ und Stimme1 e a m t e 11 und d e r im Jugendamt elic-n- Der ivm I e - f ii Ii r J 11 g e 11 d p f I e . sl( wie dem Vertrauensärzte dc-r Genie nde zu geben. Vlusschufl sei aber zu der Auffassung ([elvoniineii. dal! 11 die hauptamtliche läligkeit nicht ohne \feitercs'in bezüf ■sitz und Stimme der iicbriKiiutlichen lätigjxchl des Ver- 11 iiieu-arztes glc-ichset/eii s(l|le. —- .Nathan. |!s i-t nicht meiglich. die Zahl der \crtreter der Jugend auf 5 zu begri-nzen. zumal darin eine \ c-i schleehterung geg^-nüber dem irühen-ii Zustande liegt als die Jugend ohiii- Förmliche Salzungsvorschrift (> Sitze im Jugendamt innehatte. Auch sachlich ist es unmöglich, die Zahl auf » zu bcgrOn/en. weil im l.niidesuus-chuß Jugendliche aller iSihaltiepnigi-ii. vertreten sind, religiöse und politische V ereilte. Tiiri|cr. S|M»rtlc*r und Wanderer. Ks ist auch nicht einzusehen, warum die Jugend nicltt. soll delegiereil können, das ist geradezu notwendig angesichts des häufigen W oluiiiugsw echsels von Jugendlichen. Kndlich kommt in de'r glcfceren /ajhl von VertreterU der Jugend auch die* Notw em(iikc-it. für dieschulen t Fasse He Jugend mehr als bisher zu tun. zum klaren Ausdruck. Ich bin dafür, daß den in dem Jugendamt tätigen Beamten das Miminn «hl gegeben -wird.I Dann bin ich aber iiich liir die- Schaffung einc-r besonderen leitenden Stellung im Jugendamt, da Herr Dr. .Nathan |jru überlastet,ist, Dr. Loewenberg. Ith beantrage, der Jilgeiid.cläs Bedit zui Kntsendnng von > Ve'rtretern zu gebeiji. deren Amtsdauer mindestens zwei Jahre beträgt. Ich beliiide mich dabei vielleichf im (>egeiisatz zum Jugend not und zu (h ui Ausschifft, der den Entwarf beraten hat. \ber nach meiner Attsidlt'lst die Entsendung von Vertretern des ütkUesaasscnasseii der Jugeiidoigani-atioiieii wichtiger, als die l|iil-eiidung von Vertretern dei Schulen und Anstalten, Die ■ FFrziellc Vertretung der jüdisdien Jugend muß die- Möglichk|rit haben, ihre Ver- Iraueiisleuie zu [delegieren. Die Kestlegimg der Amtsdauer auf 2 Jahnnimtnt .in gleicher We ise Itiick-icht auf die .Notwendigkeit einer gewissen Kontinuität wie auf den häufigen Wechsel de- Wohnsitzes «ler Jugendlichen. Die von eleiu l.aiidesaii--chiiß 'entsandten Vertreter der Jugend brauchen nicht Unbedingt Mitglieder des \'6rstkndcs des Laadesuusschusses zu sein.- Ich glaube mit meiieiu V01-sdiläge dem Jugendamt eiiu-H guten Dienst zu e-i w eisen. - Ich bin Sitdann auch dafür, daß dein leitenden neunten das Stimmrecht im Jugendamt gegben wird. Das ist ibi Augenblick Herr Dr. X a t Ii a 11 : dreiviertel iler Arbeit geht durch seine Hand: dann sedl er nicht bei den Beratungen dabei. sitzen und zusehen, wejiu abgestimmt wird. I'| soll aas Recht mit- /ii-liniinen haben, auch wenn er selbsjt keblcMl Wert auf dieses Stimmrecht legt. - Dr. Marx npiti'rsliit/t die \u-- riihrtiugen der lleiic-n Nathan und Dr. I. o e w c 11 b e r g : denn die' Jugend i-t nicht mein Objekt, sondern sie ist Subje-kt eler Arbeit, und als sulchemuß -ick endlich bUgeseäshetT werden. Die hiesige jüdische Jugend 1 —jtt an-der '(iemc-iinh- Interessiert, und die anderwärts /u beobjiclilemle G^meinde- 11111 ligk'eit kennen wir hier lerf reu ficht [fAcet$e nicht. V\ir müssen uns hüten, p»ydudogisdie Kehler purdl eine- Agitation /|i fördern, der wir ' nahmen »'orI>eugen leöifnen. Im Jugend« Uaiien-Ieute der Jugend sU/en. daher Kntsendnag halten, und diese Vcrtraud Zahl soviel -ein. dafl sie in den einzeln« arbeiten können. Dr. Plaut, tretet durch die ftigend bringt geeignete Personen entsandi we-r.lc-ii. De werden, wenn da- Ilepräseutanten-Kol sihliigeu der Jugendlichen wähJt. wenn kiimiiien wird, daß'das Kollegiuni die be-tätigt. Ich halle auch 3 \ernt-tef für we-scnllieheMi untei der Jugi-nel nur lungeii gibt und ~i in der l ägesein <lu der Jugend zu vertreten. — •ler Korderung de-i Jugend /11 machen und d 1 durch ridVtige M.ißmt missen die \ ermiiß sie das Kt-cht der iisleiile miissen an Viisschiissen iniller V11- I )ic- Nu 11 lie Gefa jiiI das Itecht der Flutsenduue muß iclr nun doch bemerken. d iß n ich den bisherigen BeobachtiiHgen mich nicht genügend Befestigt i-j. um eifl in. kann giiim aus 1 den es auch häufi r mit sich, elaß null vprgebeügl Vorso Kandidaten der Jagend gi-iiiigeud. weil es im verscaictlenel lliehilteu. die fiiteif-sc-ii Dr, Meyer-1 Yedcll.' Gegenüber > SitKe im Jugendamt und lief Kaiidesaitsschuß Recht auf die \orbisltci getragene n'Ansprüche /u haben.- Die J |gen<| hat nicht zu einer ejuheitlidieu Willensbillung gebrladit und bei-pie l-w(-i-e Für ihre Vertretung in dein defin svaatlichen Jugendamt angegliederten Jugen lau--cliuß sich noch nicht iiif einen Vertreter .einigen können, j Auch finanzieller ><h i.U-ji ist |ie laueflicherw eise daraus: e-rWadlsen. -4- Was die Zui ikeiiii'ing des Stimmrechts an die Beamten betrifft, so er- II

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