Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 4 (1.4.1931)
- Date
- 1931-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer X Dr. \\ ohlgemuth: ll.it Dr. Kalimushal in'der vorigen Sitzung gesagt, daß au jeder Schule i'inr eine Biditung vtertrcten »ei. .Damit könnt« idi nicht einvevrstanden »ein. inüUte vielmehr \ im hingen. «LiH die \\ üie-che <lei lllternschnfl überall iK-rüeksidijigt Herden. Dr. Kalmus. Herr Dr. Krün ti o I hat mil Recht erklärt, dar! < iBPofTFUfl gewesen se'i. einen Aistair.l zu schaffen. Herr Dr. Acht richtig '\er-tandeii: "idi lu bc nur gesagt, dal! mein ijreiui lc Ulrfl iih wünschen, dal Imhlung verlTcten';»ciii so dler Gerechtigkeit im I r.npäd I in richtig, damit ein Kind niilit ri andern Sinne unterrichtet il>ei nicht durchgeführt. Wesentlich i>t iJundorte \oti kin lernjüdisch! i- Kollegium sollte-damit /uli einigermaßen ert räglicheii H ii Ii I g c in u t Ii hat midii mir an jeder Schule nur {(■ine Da» halte ich ans Griijndcii igogisdien Gesichtspunkte»« bald in dem einen, bald in wird.* Der Grundsatz ist iiier auch mir. d.ili u I nterridit erhalten, und le-nen sohl.' Peine. Uli hoffe. I ii! der l nterrichl wirklich'jüdisch i»t. Ith kritisiere ihn niilit. weil i<ii ihn nicht kennet. \ aber ich halie Bcdeükeij ^•■uiii .die Ali-tedbiug lilx-ralvfl I eh rk riifle und hui II sie Kiluii. wcn'u'.ieh »ehe. wedeln- \iischu innigen ein Mann wüt l'.ibhiucr Dr. I* r i n / vertritt, [fei; vor 'kurzem in diesem Sti il gesprochen hat. Die Gemeinde sollte den ReligioOsl nuten idil den kiiltii»\erbäuden (ibci I i»»e-n. Ith möchte nicht dti/u theilrugen. I ii! in iinsener Einheitsgcmeindc Auffjr»kunge-ii gelehrt wci.len, die mit dem Judentum nicht i-lciitil i/iert Verden können. Dr. Loovvenbcrg w ider»pricht llt ija Pein.e. Die ()hersdiut1ip»örile i»ti es. die dert ReliJ gionsjunterrjchl erteilon läßt: sie aber kennt nur die Gemeinde- und nicht die Kultiisve rliände. .Vieh Herrn Dr \\ (i Ii 1 ge m ii t Ii » Au-idil müßte an jeder1- Sdnile cir koasorAativeir und ein liberaler l nterridit I eingerichte weilen. - Da» wäreaber f ür die Stiiatssdiulen etwas I ndeuk- Uuv-. Da/u kommt, dal! der l nterridit dodi im wesjentl liehen Für Kinder I iReraler-Krejie erteil! wird. »i> dall es /u ccfstHienj wäre, wenn liUetifW Lehrkräfte in »tiirkeri'in Mille mit ihm beauftragt würflcii Aber der I nterridit soll »o geführt werden« dal? alle ihn erteilen und alle ihtr besiiciiefi können. Dr. „Marx, fdi »die die Dinge \on einer hohi-ren \\ irte .in» an. Der l nterridit in den höheren Scholen trifft v ielfach Schüler, diekciitte jüdischen Bindungen Ii ihcn uu I /um ersten Mal diirdi den' llcligioiisuntei rieht. jii:li»<h beeinflußt «erden. Dajs [ist jiiir midi das Wesentlidie. Herr Dr. I'r i n / . über den Herr Peine sidigeäußeri hat: versteht es jedenfalls, au jedem Sahhat Ii 120 iiliige Menschen, die teilweise, schon! außerhalb des Judenlunl» »teheu., /um Judentum /n riiek/ufuli reu. Dr. Meyer. Di r I nterridit i»l dodi auch für Kinder konservativer kreise ■jed.idit. . Da Kin ler aber auch uif die Lebensfiihrung ihrer Lehmir achten. Ix,-»tehl die- Gclailn. dar! ein Widerspruch /» i-<hen dem I bei nh ui»e- und der; I vh rei »elrafl "entsteht!. - I ):i» wäre für die Kinder uidil tragbar. Der Vorsitzende, Den Bedenken der koil-erv eh - krei»e. gegenüber |liberalen l.'tdirkrafteil »leht die Mi'jglidikeil gegenübei. I d il? tibei 111• Klrei-e die kon»ervaitiven Lehrkräfte' abhdiiien. Miniem i»l .null in Miiserm /n»unimeiih ing der Begriff der ( l, lim lu\ie uidii eindeutig. Jedenl ill» hat mir jüngst i'in komjen atil er I! ibbiner bestätigt, dal! liberale 'J.ehi er mit I ikt untetrkhten. Die koti»erv ,it i\ en liedner tragen ihre bedenken um »iiii ein |{o»ci v H /u »dniflen. I.i»»eu Sie es "d.ilJei alu'r an<h bi-weuden|< Pein«". Ks handelt] »idi mlit um ein Be»ervat. »onderil im un»ere l-elwr/eui^ung. I>a idi den über,den 1 nterridit nidit kontrollieren kann, bin idi für die I eberli".iguug de» l nterridit» an ifie kulliix- >erl»an.le: du» würde, die Krägiijiiulenlig liisen. \fiei die BeauTti iguug lou Lehrkränen, weftche auf dem Sttiud- IMiiikte der.'|iride»l intisthen Bibel-kritik »ttdien und tlamil lie \\l an liy VVur/.el de- ]tt lenliinilegen. muH i»li ibMhn.eH. Dr. Loi-wenberg. \\ ii danken Herrn Peine. Iii! er iln»erü gulen Willen ineikennt. Vber wir verliitten tili» ein LiUhe» l rieil übel die l.e|irkräfle. denen w il lltl»er Netitiiuen schenken. Iliei wird /iersdiLigeu. wa» v»ir ■lüh- »elig aiilgebain haben. Uidiligeii v\äre e» iber. dal! diejenigen, die mit den Lehrkräften nidit -einverstanden sind. Ine Killer von lern I nterridit li»|>eii»ie, eu la»»en. jnth'r Kinder? die mit 14 Jahren selb»!1/ii etitschcfii'leii »•il. jmi -i<b in» au dem I nterridit uiihl I il lud \\ i /u •rjj i i ulfteu im» jediMifall» älje D.imil Schliem bemühen. ie f-.rürlorun-r. h'iuehinen. (lesdi ufc-in- \uf da» I i ifi ii le enl»cin Ii |p»i .i i.-.. iidjjeii des- \orstatlde» der-Talmud I öl i •i dakoflegiutii zu einer Vorbe ■|>I <-< Ii für die Wahl eines Mitgliedes des Vorstandes der Schale au Stelle de» sat/.ungsgemäl! aiissdieideuden Herrn Dr. /nnl/ den \ o r » i t / e n (I e n und die Herren Dr. M arx und P e ine.. . Ith Aiürag de« \'or»tande» aal Bewilligung eines Betrages bi» zu »000 Jllt für ein Jahr zwecks Bestellung eines besoldeten Sparkommissars. Der Antrag des Vorstandes, die Stellung eines besoldeten Sparkommissars zu schaffen, wird damit begründet, daß ein eliremuntlidics Mitglied.de» Vorstirndes die für einen solchen Posten erforderliche Zeit nicht aufwenden könne. Dr. Friinkel. Idi freue müh. daß unsere Anregung beim Vorstand« auf fruduburen Boden gefallen ist. hätte aber geglaubt, daß ein Mitglied des Vorstandes unter Befreiung will allen sonstigen! Arbeiten da- Amt eines Sparkomniii - übelnehmen könnte. SiivmiIiI wegen der finanziellen il» Hegen der technischen Seite des Problems beantrage i<h Verweisung an den flaushaftsajissduiß. Dr. Wohlgemuth. Die Sache liegt uiis allen am ller/.eu. Aber die Arbeit müßte elirenamtlidi geleistet» .werden. Audi idi bin für I eher-. Weisung an einen Ausschuß, aber an einen nuif für diesen besonderen Zweck zu bildenden Ausschuß. . Dr. Plaut. Idi schließe mich dem an. Idi habe schon in der let/teu Sitzung des Kollegiums gesagt, daß für die Tätigkeit' eines Sparkommissars ein besondere- Mitglied in den Vorständ gewählt werden könne, was nach der Verfassung der Gemeinde zulässig ist. — Das Kollegium sjimntt'dein Antrage D r, \\ u b I - g e ni ii t Ii lind' D r. Plaut zu. w ii Ii Ii in den Ausschuß die Herren I) r. P .1 a u t . I) r. I r i a s und |) r. \\ o Ii I g tk in u t Ii und ersiidit den Vorstand ^einerseits den Vpsschufi /u. besthicken. ~~ II. Antrag d<s Vorstandes aul Bewilligung der ffir den Monat April erforderlidien Mittel. Der Vorstand teilt mit. daß infolge der Erkrankung des Hei rn D r. To n n e jn w a I d und einer Vakanz im Vörstofide der Gemeinde die Fertig Stellung de- Haushaltsplans für da» am f. April beginnende Geschäftsjahr nicht möglich war, ""'I beantragt zwecks ungehinderter Fortführung:der Geschäfte die Zustimmung des Kollegiums zur Zahlung der April-Gehälter und -Pensionen nach Maßgabe der \ ertrüge und Verbindlichkeiten der Gemeinde und ihrer Anstalten, sowie zur Zahlung der in den Kommissionen und Anstalten im Monal April erfor h rlidien, Beträge; Beitragszahlungen an Vereine und Körperschaften sowie'- nicht für einen bestimmten Zeitpunkt billige Zjihlungeu sollen in diesem Monat unterbleiben. Der Bcdurlj für den Monat April wird vom M'orstartde mit 65 981,81 Jlii aiigegcdieii. Da es sich, v\ ie»der \ o r » i I z e ii d e betont, bei dem Antrage des Vorstandes darum handelt, die rechtliche Grundlage für dem Vorstände vom Kollegium ujuch nidit bew iiiigte Ausgaben zu schaffen, wird der Antrüg Johne Erörterung einstimmig angenommen. — Ebenso genehmigt das Kollegium auf deb .Antrag des Vorstandes ohne' Erörterung; den Betrag von 84» XH für Maler- und Tapezierarheiten. die infolge früher bewilligter baulicher. \ crändei Hilgen im Grundstück Beiieckestraße <> 'erforderlich gewomen' sind. Dein Grundsücks-Vussduiß bleibt eine Nachprüfung des Kostenanschlages nach dem Antrage de- Anrstandes vorbehalten. IJ. Antrug Dr. Kalmus und Genossen den Von-itandlder (•enieiude zu bitten, »u nv er/ügl ich in den vom ( )bc r rabbi neide- 'Synagogenyerl>andes her.vo(rgerufeneii KonlÜKt mit der Allonaer (iemeinde ein/iigi;eiliMi. ijuinil weiterer Schaden "*tüi das Ansehen sler Gemeinde iir .h r Oetfeutlldikc-il verbatet v>ird". Dr. Wohlgemulh. Der Aor»larfi< di r Gemeinde! hat bereits lie fniliutice ergriffen. Gp. teru. den "17.- d. M.. ha) eine Sitzung de- Vorstandes uiileil '.uziehuiig d«-» Büro» unseres Kollegiuin- und des VorstaüdeS des Sv Illingen \erb indes stattgefunden. In dieser Sitzung de- Vor- ,Standes hat der Vorstand des Svuagojrenverbaudes erklärt, die Angetegenheil innerhalb 1+ Tagen liereinigej) )/u »ollen. Ich beantrage daher die Angel'egeuheit heule naht /u besprechend - Dr. Kalmus, bh höre zu meiner Ereüfle. dal) der Vorstand der (>enu-inde »icti belebmit der Angelegenheit bei ißt bat. Das war auch nötig. Denn sie is| von großer Bedeutung und wird in weilen Kreisen, die /wiisdieu der Gemein:lc uu I dem Synagogcwverlmnd nichi iitilerscneiclc'ii. ils ein Konllikl zwischen Jeu'Gemeinden Himburg und Alton.i hetrochteti Daher hat die Aegelegenheil auch' schon dem Vnseheh der («"meinde Schaden zugefügt, und die Gemeinde muß jetzt vei-udien. »ie ans der Welt /u schallen. Die Zuständigkeit»! rage i-t Iiir die Gemeinde zu bejahen. — Dr.