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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-04-01 · 4 (1.4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
4 (1.4.1931)
Date
1931-04-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde .Nummer 4 terra) die Maßnra ijir feine- Verständnis, man möchte beinahe sagen, ihre künstlerische Erfassung des Bibel«urlc-. Die ("hassidim singen <la> Ilohelied allwödtcnt Beginn de- Sahhaths. Die Sabbathbrqul soll mit deij Braut ge-ängen Sdiir Haschirimbegrüßt pr *Vt3& 'D Vbsatz 2'i sagi^Dei der Amor werilen. oder. Sabbath' -ei dei zwischen Golt nml Stifter ilalier mit den klängen des l.icdo mit Gort wachsen soll. .. Kiii-Imnl drohte die Gefahr. daH man da Gebrauch im profanen Fehlen -einegowe .V ie MS Liebes- 1-rael". BRSere \ erbui denhetl Motu Ilten (n.irakterwar. Inman -eine. Kinverleibh.n aussprach. der deutschen jud< nheit i verlustig machen könnte. Warnend sagt der Talmud:4) •■So jemand einen V*rs des Hohenliedes sprich,!? als ivüre eein -diliditer San?, bringt l nglüdc in die Welt, ifan i gürt« sich die Thon .mit einem TraujergeWand. tritt vor C ott un spricht: Herr der Welt, deine kimler behandeln in Ith u i< ein ILu fctilied. wit welchem Spötter -ich vergnüget." I) w ii ja auch der Grand, weshalb das Budi lange ern -tritten in dir heiligen Sjdiriften Heute drph'l inner Ii.ill> der deutschen Jiiilcnhcit (In entgegengesetzte Gefahr. daH da- Hohelied mehr uiid mehr vergessen, wird, wo es doch als Bildner .unserer Seide eine besonders große Bedeutung hat. Da sollte man den Ver- •»ifili hiebt scheuen, -eine \ ejfesuas: im Gotteshaus;- würdiger' iiiil eindrucksvolle! /u gestalten. Nur so wird esich wieder in Ohr und Her/ der Beter einsingen und Ihnen zu einem I.obeii-bc-it/ werden. Ks wird manchem dann als « nie beglttckende Krkeuiitnizum Bewußtsein kommen.was II ihhi Akih'i in jenen herrlichen Worten über da- Hohelied ausgesprochen hat. (laß ..die ganze Welt nidit den dag. da d illohelie I gegebejn ward, aufzuwiegen vermag, dem:-alle idi vor c4i Schriften; sind VI ler hl« i I i j heilig. s t tr S <h iri II a - di i r i m a b e r d Die Pefcach-Hagadah des Uri Feibisch ben Isaak Eisik Halevi Von t>t. n. m. Nathan In der Nummer 17 de- ..I Ininliurger FuniilienMiitte-' vom Jti. April IOJluilw ich zum ersten Male auf den T'hora- Schreiber I ri Feibi-di bei< Isaak Halevi hingewiesen, der um die Mitte des 1*8. Jahrhundertin den drei Gemeinden Hamburg-. Altona und Wand-bek tätig war. h I dabei bemerkt, daß man über ihn nichts weiteres wisse, auch -eine Cjrab-tätte nidit keime... Nur zwei Werke 'von, ihm. Frzeügni--e -einer k n n-t ler't igen Hand, seien bekannt, daeine ein Mohclbudi. das aus dem Be-it/e der Kirnia J. kaitffmanur'rahkflirl a. M. gerade damals in da- Kigentum dellebrew I uinn ( »Hege in t inciönali übergegangen war. duandere Weik eine I Yßadi-Hagadah. ilxgr die hier Näheremitgeteilt werden soll. Die llagadnh befindet -ich jjclzf im Figculum iler llatii- /burger Staats- und I nivcr-itüt-4Bibliothck. die sie seinerzeit niil den übrigen Schätzt*!! def verstorbenen Hamburger Bächen renn de- Dr. II. B. Fe» y ecworlien hat. und trägt die Bezeichnen; ( od. M-. Levv JJ. Sie hat Folio-Format, ist auf IVrg mieiii ge-di rieben und arsdimntkvoll in l.eder mit reichem Gold-dimuck gebundc-ii enthält l(> ganzseitige und •M> kleine Miniaturen! in Gold und Farben und viele Initialen.'voki denen eiiige'A» eilige uudi farbig au-geführt sind. In der Schrift herrscht durchweg die schwarze Farbe vor. nur an einer Stelle, nämlich am Schlüsse de- Tischgebetes nadi aschkeuasischem Kita-, auf welches der sefardischc lext folgt, i-t der Segen-jspriHh über den Wein mit roter Tinte geschrieben. Die Siht dtzüge -iad in dem Text der llagadah die allgiimeiii üblidic QuadratschrilI. die Kommentare und die Anweisungen füi den Sedergebenden — letztere, in hebräi-< her. I (le'itschcl und poi't-tig ic-i-< her Sprache — in Raschischrlft. Bee'n'lot winde da- Werk nach den Angaben- •Iblatl im J.ijire IT"iI : -eiiu-n -e de- Chad Gudjo-Lied'.--. vor Kascniscnrilt. lieclKiot w iircle] seines Schöpfers auf dem Titel \aineu nennt ei er-t am ^ihlii--i' dein I exl de- I lufieiln <le-. Dieses im Gegen-titz zu den eige'ntlidu-n Illustrationen Schwarz jrehalteiie Titelblatt ein Druck:" — träg'. in c Mille den I ileltexl. di r in deni-dier L'eber-etz.ung folgend •maßen wriedeigegcbr-n -ei: ..llagadoh für Pcffadi mit dem Ko.mmenlar rjg«« -js nid einem Konimentar non 'Q bv und 4l Sanhedriu Ulla schonen Bildein. wie sii bisher nicht gedruckt wurde, mit Amsterdamer Lettern."' Dann folgen zur Kennzxtiehnnng der VbfasSiiBgszeii diesechs Worte des Bilielverse- ">. \ln-. h>. i n.o n^ffl a'aSn Oln si-tpdestjen durch größere Schrift herx oigelnibenen sechs. Budi-tabeitl OINiTIE den Zahlenwert ">">ll gleidi IT"»l crg^dien. Hechts von dem I iteltexte befindet -idi eine liildlidie Dar-lelIuilg: Moses mit den steinernen Tafeln' und -einem St.ilVe. linkxon dein Texte ein Bild de- I lolienprie-ler- Aaron in -einem Hohl prie-lerpewaad nii l in Au-übung -eine- Vintes. So erinnert itus I iletlil ill an'd.a-jeiiige deoliengen Hinten Mohelbudies. nui weldlem nelien dem p-alinodiereudeii König Davifl "il«-icti I ill- Aaron un I Moeses r.u -eben >in I. Die Reih* der Illustrationen beginnt mit I- MI liatureu. weloie den lext der üblichen Fiiileilnng defj Sehlliturgie begleiten. Der Sedergcbeude "erscheinl immer in i 'ein fe-1- Ikhen Kittel, -eine Kopllie leekiing aber und die Ivb iduug der Frau i-t auf den einzelnen Bildern xer-diie len. Dann folgten im \n-dilul! au den.eigentlichen lext der llagadah. folgen die vii foitlauiend begleitet wiri roii - den Kommentaren Iii ganz-eilige Bilder, alle umrahmt von dem elilspr II igadah- oder Bilielt»-xl lim folgenden I lo Uli Miniaturen im folgenden a-dl: i. die fHnf-Weisen inBne' Bei ik. Die Weisen iieiii in .eiiien. I'radilgemadi. Der Fußboden i-l Kostbare Vorhänge liaugen von h:dieif_,Säu|eu In (•elehrten sitzen in Sewln. In einem Büchergi blickt man die gebundenen Folianten delalni den Rüchen der Fiuhände sind die Bezeichnungen der ein/einen I jaklate fu Gold-dirilt deutlldl erkenlll),iI. Zwei 'Schüler treten ein. um die Lehrer zuiil Gfclietc zu rulen. hinter ihnen erscheint ein Diener mit brenn Fackel. Durdi die geöffnete Für werden Moni Sterte sichtbar: J. die vier Kindv-r. vnn denen die llagadah -pridit. W Iii. ein I'radilgemadi. in de—en Hintergründe weiter: Itäume sichtbai werden, mit einein W and-piegel und einem Kill stark -diabloneiiliäiti \ in und ein und diendeii I einige den sich gelälell. I *l>. Die -teil ernil-: aul •niler ii in I ieder m - am! •Il- L'ie ■mein Baiune am -diildertl Abraihm, die fkhlepnc der I üre (U-s im Sufah sichtbar, ben die-e- Hau-, orient.ili-die- /eil aJ kostba reu \l u-ikin-l ruinenl. Bild: ler.idi. der Vater Abraham-, knien- Samen (•ölzenbilil. da- SonuOi Mon (iötzen darstellt* die drei *l ugvl Mtnillum Hilter risefae sitzend, genau wie die Bibel i harn trägt ihnen ajaf.-ein-Diener lolgt -eineko'-tbareu Mantel- Iragemk In Hintergründe: -teilenden I Luises Vin \n die-ein Bilde fällt be-ouder-*auf i /um il aal dem Bilde auch ein etil! -idi befindet: Laban- /.u-nnimcnlrcIfen mit J ikiHi nach (JessAJ FIlKht: jpsef iiiil der I'ahn zu -einem mich Aegypten reisenden * \ nler Jakob. : Jo-el -it/t. da- II inpl mit der Krone ge- -diinüikl. im. -edi—päiuiigen Wagen. Daer-te der l'fe nie wird von einem Heiter geleitet, den l'lerden voran geht ein weiterer Diener. Dein Wagen folgen Krieger mit gezückte«'Schwerterii> In der hernc winldie Itei-ege-ell-ih ilt Jakobsichtbar. \ Ganz zuletzt er -i'll>-t. in einem der Wörde eines - Patriarchen 'entsprechenden Celahit: die von Israel gebauten VorratsstüttCIl l'itom un:1 liamses, hart un W ,i— er gelegen. Line steinerne Brücke lührt miCine Halle. ILimburgs Hafen-urs yorbild?; iMe Auffindung de- Knaben Mo-e. Die loibler Pharaos ist begleitet vnn zwei Mägden, von denen die eine eben den Knaben jandem Wa-ser geholt hat. in dein die Körper mehrerer kleiner knahen sichtbar werden. Die andere Mag L hält einen Schirm über da- Haupt der Prinzessin; [ . | , Mo-e-und AaVou vor IMiarao. dei mit cb?r kröne auf deiii Haupte und ib-ni Szeptc-l in (ler Hand auf erhöhtem lkröne -il/t. umuebeii von -einen Magiern. ' Auf dem l'eppidl. anf dem der Thron ruht, die Schlangen, unter ihnen Moses Schlange durch 'ihre Größe ileuflrch erkennbar: a) in zehn . Miniaturen die Darstellung der zehn Plagen: - ' . ' der Auszug an- Aegypten. Vhran schreitet! Mose- und Aaron.dlinen folgen hoch zu Boll ein Fahnenträger, dann uneiyllidie Menge Volkes, das aus dem geöffneten Stadt-

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