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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-04-01 · 4 (1.4.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
4 (1.4.1931)
Date
1931-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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GEMEINDEBLATT der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg , Das Gemeindeblatt ersehelr 50 Pf. per 6 gespaltene Druck. den 10. eines Jeden Monats und wird den Mitgliedern der Deuisrh-Israelltischen Gemeinde zu Hamburg kostenlos zugestellt/ Anzeigenpreis Nonp.-Zeile / Verantwortlich für den redaktionellen Teil: Syndikus Dr. N. M. N a t ha . für den Inseratenteil: L. Kn.id.en, beide In Hamburg, trlag und Gesdiä'tssteile: M. Lehmann. ABC-Hof. AtiC-Straac 57. / Fernsprecher: Sarnmelnummer C 4 Dammtor 0737 Nummer 4 Hamburg, 1. April 1931 7. Jahrgang Da; seiner Sit Ri'priiseiitan en-Kollegium der Gemeinde hat 1) n r g an Stelle des vom .1. v. M. Herrn Nathan H. Offen. lie Oettinger /um Mitg|icdc Wahl ablehnenden Herrn Herbert des Vorstandes der Gemeinde gewählt. Herr Off e Mitglied der Kra b i t c n k s s e m fit tili rg hat bereits seit längerer Zeit als n Ii a u s f ii r s o r g e und der I) c p o - er Stiftungen' der Gemeinde im Dienste der Gemeinde gestanden: dem Reprüscntanten- Knllcgiiun hat er bis /um Jahre l'J'O angehört Irii S\nagogen-Verband hekl 'idet Herr Offen b d r g seit mehreren Jahren ipas Amt <les Vorsitzenden des Delejriertenrtollegiiims. Herr O f f e n b u Senat verliehenen 1' Volkes";, er gehörte, ersten, denen sie v g ist seit Japuar 1927 Inhalier der vom nkette „Kür treue Arbeit im Dienste des wie w ir seinerzeit j berichteten, zu den Wehen wurde. erl Erklärung Die Deutsch-Israelitische Gemeinde steht als eine religiöse Gemeinschaft jenseits jeden politischen Kampfes. Dieser muH den Organisationen und Einrichtungen überlassen bleiben, die. von den deutschen Juden hier/u seit langem geschaffen sind und den Kampf unermüdlich und mit Nachdruck führen. Sie gibt aber den Empfindungen weiter Kreise Ausdruck, indem sie in wachsender Sorge und mit eindringlichem Ernst darauf hinweist, daß die furchtbaren Verbrechen der letzten Tage die Früchte jener zügellosen und rohen Verhetzung sind, wie sie durch Beschimpfungen, Verleumdung und tortgesetzte Herabsetzung aller-. Einrichtungen bisher insbesondere gegen die jüdischen .Menschen in Deutschland gerichtet gewesen und in letzter Zeit immer mehr gegen alle wirklichen oder vermeintlichen Gegner und den Staat selbst hemmungslos in Anwendung gebracht worden ist. Sie weiß, daß Regierung und Behörden wie alle in Frage kommenden Instanzen unserer Stadt stets alles getan haben und tun, um den öffentlichen Frieden für alle zu gewährleisten. Sie eijwartet aber, daß Stadt und Behörden wie die Parteien und alle rechtlich Denkenden dieser zügellosen Verleumdungshetze mit allem Nachdruck Einhalt gebieten. Vorstand und Repräsentanten-Kollegiuni der Deutsch- Israelitischen Gemeinde. lürgs'r "iffentl jüdischen llichung der Der Centrai-Verein ■ deutscher Staatdyirg»' Glaubens E. V.-Berlin bittet uns tun Vcrör nachstehenden Mitteilung: I ' Das Präsidium des Central verzins hat aus Anlaß der jüngsten judenfeindlichen Fxzesse die politische Lage und ihre Auswirkungen auf die Situation lies deutschen Judentums in einer besonderen Sitzung erörtert: Fs gibt der Höf fr, innig Ausdrikk, elalt Bluttaten''wie die in Haneburg und l'r.- Holland Einzelerscheinungen bleiben werden, wenn der Staat seine Machtmittel mit aller Energie einsetzt. Attentate, Leberfülle. Fricelhofsschändungen. Beschimpf linken ungeheuerlichster Art gegen Juden und Judentum sind die Folgen einer von nationalsozialistisch-.mliMmitischer Seite systematisch betriebenen Presse- und V'ersammllingstütigkcit. die mit politischer'Propaganda nichts mehr zu tun hat. Es gilt jetzt, die grolle Öffentlichkeit auf die Ergebnisse dieser maßlosen. Hetze in besonders eindringlicher Form hinzuweisen und sie aufzurütteln. - Schritte bei den Zentralbehörden im1 Reidi und in den Ländern, W'achrütlelung der Ocffcntlichkcit durch eine Reihe von Kundgebungen. Einleitung einer dieweite erfassenden Autkläriings'ikliiin über lie sth.inilt griffe und Roheiten der Jadcnhct/e sin I zunächst genommen. . teil Kreide -in l i-l.e., in Aussicht Das Hohelied im Gottesdienst unserer Synagogen Von Oberrabbiner Dr. Jos. Carlehach Bekanntlich wird Schirl In der fünf Megillaus verle-t>o. uöUpfungen, t/lie das Lied ntit mannigfach. Frühlingsstimmaii wehen das Ganze. I reife immer wieder, den Gf derselbe Goth'der der Nitur bil im am Pc-ßucblV'' Die Ansplelungc lenr Festje Verl und Frnhlingsh iringt genau u ie l:t- Fest Linken zum Reu ii Frneuerung sehen •r Mute Vers ,.d iehtc" in Aegypten gegebtsi. Inhalt 'von den So heißt es auch Menschen, auch unserem \ olke einen I eirz der \ gewähren wird. Durch den Wagen vergleiche ich dich, Gt weis auf die Erlösung all Tiefcrblickcndcn 'der .ganze bannungen" Israel« redet.') Das Hohelied \-\ eiie ZusaTOincnfassung tier es spricht über das Geheimnis der.Väter, hunnung Israels unter rjlie Völker und - »eiiuJ t freiimg. 3) ■ Die Art. wie es im (j>otte-dicu»1 gelesen vijl elings wenig'der Würde des Ruthes 'gemäß. L kspricht es leise \or sich hin. statt dal! es ölT getragen- und dadurch mit gebührendem Nad Verständnis gebracht wird. .Noch der I i.ikt.ut stellt alle Megillaus mit per Fsiherrolic in ftleid ordnot an. dal! man \or-ihrefr Verleshns den St spricht nbia xipo ^y-, ><> I nlsieinc Uli I \ ei - Minden, sind I dien duithi Aeliit ni ßtsora. tiaß I. lXlM.fi den iferstehung in Pharaos' Elija aus \\ dna in seinen Nuten zirin D'Tt rpl!t rtra« offenbar ist der öffentliche \ gesetzt worden, weil man nie In im mäßig auf Pergament geschrieben scfien und östlichen Gcmt-ind lesiing in Lebting getroffen. Das lUvitativ. in dem c*s Mull dein Inhalt entsprecl fließt das Lied in tlen einfachen weichen. .1111 häi kommenden , Ncgiliäus dahin Nur an wenigen der-ruhige Ablauf durch dit brochen und ifnmei in äußert iden)lieb bezeichne Wenn Kap. Mal ..mein weaslo das Bitte „sage hingedehnt, nächtlichem rlangt <es atrcii nur tlt'sh tlb hr die Rolle besaß. In eich/eilig ein llin- <\ ie für den v ier »Vcritu Snliiit ivjizen I böru; Über, die verntlliche Reist allerer einzelne utlich \or- Iruck zum sul r'ilil 14. jj Linie Uli I reo -siiiuch tftril Rabbi 4'>.i. Ganz itifier Brauch Mil'^cli I all ilittctinöiisi- •n aWl lud»- itli iHfVth tlie Sori . esiingen w ii'{l. ist iid. eetmReii. ■ Im I Vers 4 die Hl König" nennt. Wort ^bin mir dodt, wo in Kap.- 3, \ers I ,upc I räum (Iiirch Sokef hinaus.' In 'er (.e in ueiihem iligc'meinen lij-teli \or- 'Steilen ist elteneren ron/tithen durch-' nder Vveise. zum ersli-n in' Kadroo I die bange Revt ia int tlen Geliebten ubelt. tlie«e StelW \ers 7 wir« ii MC das »da ul gel durch den gleichen Akzent in k.i|i~ si. Vers <) gluten der unglücklichen Liebe zweimal iii hinnusgesehmettert. Wenn die freudige Lebt riebe Schönheit der jungen Gattin in kap. 4. \eis | den soll, jauchzt das „"jjn. siehe da!" in Aslo Himmel: tlie Restliwörifng der löchter JefUSU den StiiTiu c|er Seele durch Kadnto weaslo Dargo tewir. wie cnellidi eli»v Feierlichkeit de tages in Kap. "i, Vers-I,sich ih Sarko segaul nta t ') Aus: J. Ca r 1 e b a eh .'lj)as Hohelied. I i a ijik I u 11- Hermon-Verlug. ») Machsor Vitri S. V)4. ') Vergl. Eisenstein o'Jnjrsl BPSn isiks ^^l in Anist trecken aus n n/r ich frei, lie Fc-uersihriT Herbheit schling 'über rrTnalt wereresth zum e-nis deutel s.ow iedirnh I rpchzeits- Leberall M

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