Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 7 (1931)
- Issue
- 2 (12.2.1931)
- Date
- 1931-02-12
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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,Seite 2 (i c ni e i n d e b I a 11 der Deutsch- Israelitischen Gemeinde .Nummer 2 und die Spußinucher /.ur Kortf ühiiniig ihrer Possen ermuntert haften. Daß R. Jcchcskel trotz al dieser Mängel bei seiner Genicini le.*in der er 5s Jahre Rabbiner war. beliebt war. iicl i acht at Emden' als eine StTale [Gottes für die Gemeinde. \Hffallejn<l i-t. dal? eri gegen aflt? Erwartung über seinen I Inuplgegnei. R. Jonuthau E k b en s th ii t z . sich, verliältiif»niüßig wenig äußert. Allerdings hatte Emden in seihen zahlreichen Pamphleten iiihI Streitschriften mehr als ^eniijr fl»er ihn geschimpft und ihn herabgesetzt. Kine dieser Schriften. Akizat Akrab. in der er besonders scharfe I Äußerungen gegen EvbcnsdiHt/ machte. verursachte ihm einen Prozeß.-dessen Verlauf er fliit großer Anschaulichkeit darstellt!.! Kür den Nachfolger voA Eybciischütz. It. J i / dl a k II ii is ilz. genannt R. Itzikel Hamburger, hat er auch niiht viel (.nies iil> r ifr. Dieser Jjjji'i' auf seine Veranlassung /um ObiM-rabbiner gewählt worilcli. und empfohlen haben ihn. da er /n den Gegnern Mim Eybenkhiitz gehörte. I i-pi iniglich wcdlte Hurwitz gar! nicht nach Altona denn wegen der \ ei folgungen, die erjin Brod auszustehen hatte, uäre-cr mit einem kleinen Rabbinat zufrieden gewesen, nur um nach!Dent-etiland zu komme*.: Der Schwiegervater von Kunitz, habe diesen in llannlyer als Rabbiner unterzubringen gesucht und ihm —| [Emden — eine jährliche Hinte versprochen, wenn sein jj Schwiegersohn in Altona- Rahhincjij würde. Dann aber ijabe Kunitz nicfit seine Parteiftuommen. ans Angst, uinl Geschenken und Gaben seitens, der K>I>enschüt/-Anhäiürer einzubüßen. Kunitz luibe derzeit \on dem Amsterdamer Rabbiner nur gegen'eju bestimmtes Verspreche)! zur Stellungnahme gegen Kvbetwhlilz bestimmen lassen.' Die Rente habe Knuten nicht eih.tltcii. sondern dclr Hannoveraner Rabbinc r zahlte rinn nur eine Trostsumnic. S<» schrfdert Kmden diesen Mann al« bestechlich und ehrgeizig. \orwiirfe. die er auch gegen Ii. Jecheskel- Katzcnellertbogcn erholten hatte. Die Schildern igen und ('haraktensitiriingen Emaeni sind trotz ihrer Subjektivität iiuf-cfilufirc-idh für die Geschichte der I-.poche, die keinen geistreicheren] Darsteller gefunden hat. Wenn -rinden von »einen veftichiedeiicii I )iamanten-Gescliäften erzählt, kästen sjeiner Druckerei gcv!'. :v>: :\ ortl Bild der kulturverhl Manne im \ ordergrunde. der \\-A\A-. lebendiges I Häuser- und ler .wie er selbst am Setzuden. um seine kämpftest vor . de'n, Leser)ein tnisse der Zeit, mit dein Zentrum des geistigen jüdischen l.el>ens »einer Zeit gesunden. Wegen seiner aufschlußreichen Bedeutsamkeit isj] dieses Werk wie kein andere» geeignet, in die Hand clltr heutigen l.eser zu kommen, und ich beabsichtige darum, eine deutsche l'ehcr- »etzüng des Werkes zu \ eransti ilten. vielleicht aucfi eim kritische Ausgabe des hebräischen Textes, da da» Buch »dum lau rere Zeit vergriffen ist. I- 1 ■ r * Die Hibliotliek der Gemeindi BüchersiM^nden von, den-Herren , \lo»e» und Fräulein Maria S erhielt im Januar <l. J. 0 u a s Bing und I s a a c 1 I z in ii u n. Sitzung des Repräsentanten-Kollegiums der Gemeinde. \ n ik e s e ii d die Herren u sitzender. Bauer. (;i rji, i II c i n o n a ii -: . 11 o r e w l t z . Mittwoch, den 3. Februar Wffl, abends 81, I hr. im Sitzuug»»aale def» Kollegium». lad Damen J i .» - e i \or- I % r. . F r ä n k c I, G r a e t z . I s a a c s e n . Dr. K;lIm Iis. 11. e v v . Dr. I ii e w e u I> e rg . D r. M a r \ . D r. Meiyel, Di. M e y e r - Weil eil I. Dr. Plaut. Reich, n p pel m a n n . j) r. I rlias.lDr. W o Ii I g e in u t h. \ o in V'O r s t a n d e der 4«.e m e i n d e die I lerren Wfred levv. Heinrich levv. Ileckscher. Di. II «-rzfje I jj, D r. N a I h a n. j K n Iis m n I il i g t die Herren Nathan und Peine. I. Itiirowalil lür das Jahr Vni. Nach einigen geschäftliifii u und persönlichen Mitteilungen des nach eifiejr Krkläriing des Herrn Dr. M icfi iiiefit an der Biirowahl beteiligen würden. seine I' cid ein ea fiele liei ili r letzten Biirowahl nicfit <fieper gut tU-'.i v v> leilergevi cemacht werden II <■ i ii e ni i n zu Voisil zeiiilen Ii/«: Schl-iftfjilirern für das Jahr l'J^I ählt. \ oi sit/enden a r x . daß er ii n I und begangene» l nrecht doch solle, werden die Herren n . Dr. W o h I E e m il t Ii J. Das Protokoll der Sitzung vom 50. Novenibei 1°ä(> wird für den öffentlichen Teil der Sitzung genehmigt: gleichzeitig bewilligt das Kollegium aus formalen Gründen erneut den Betrag von 2144 '.RH für Umbauten in dein gemeindeeigenen Grundstück Beneckestralle 6 und erteilt ebenfalls ansy formellen Gründen nochmals dein Notstände der Gemeinde Entlastung für das Rechnungsjahr l'>2"/5<>. 5. Festsetzung der Gemeindesteuerquote rtnd Genehmigung der Gemeindesteuerordnung für das Gcnicindesteiicrjahr 1931/32. Der Vorstand beantragt Frhöhang der Gemeindesteuer von ((I auf 12 Prozent der Reichseinkoniineu- ' steiler: die' Gemeindesteuerordnung ■ weicht von ihren Vorgängerinnen nur unwesentlich al>. V o r » t a n d s k o in ni i s s a r Heckscher. ]Die t!rhöhiing des Genie inde»teuer»atze» von MI auf 12 Prozent wird sidi erstmalig bei der im Oktober d. J. fälligen Rate auswirken. Kür die am 10. April und 10. Juli d. J. fälligen Ratet!'bleibt der Satz von 10 Piozent in Gültigkeit. Zahlenmäßig bieten •sich für die Aufstellung de-» Haushaltsplan» für April l'l^l : bis März IJ>32 folgende I iiter'lagen: Iii der Zeit vom 10. Juli bis 10. Oktober ,l«30, dem I. Quartal des nur neun Monate umfassenden Geschäll-- jalires sind au Steuern eingegangen 2>lXKKl .'/'W. im 2. Quartal vom 10. Oktober 1*30 hl« 10. Januar l'*5l l"(K)0 Xtt. für -.las 5. Quartal wollen-wie.'mit dem gleichen Betrage rechnen 175 000 Mi. ergibt als Gesamteingang 605 (MMI JIM. De» Voranschlag für das laufende, neun Monate zählende (.eschäftsjahr rechnete mit Steuereinnahmen von bOutboOjfW und einem Kehlbetrage von ()T(MKl '.Uli. Das Geschättsjahl wird also wohl mit dein en edineten |- elilbetrag. vielleiclil mit einer etwas geringeren Summe in der Nähe von 50000 Reichsmark abschließen. Bisher war -zwar der Vorstand der \n»uhl'. daß einer Krhöming des Steuersatzes nicht das Wort geredet werden solle. Aber angesichts de» bereits sicheren Kelilbetrage» und der weit ül>cr Erwarten, katastrophalen Entwicklung de» W irtschafls-Dcpre-sion wäre es nicht mehr zu verantworten, e» bei dem vorjährigen Steuersätze von 10 Prozent zu belassen. In sämtlichen Großgeiiieinden Deutschland» sind die Steuersätze höher, in den Provinz- und gar in den kieingenieiiKleii Kind 40 und >0 Prozent' keine Seilenlieil. Die Kiniiahnierechnung für das neue Geschäftsjahr April 1951 bis März-1932 ist aufzubauen auf einen SteiitM-*' eingang für zwei Quartale vdn insgesamt zweimal 175 ooo Reichsmark, also höchstens "i5o ooo .■/?)/ und einem \ füi die zwei letzten Quartale. Bei selbst optimistischer Schätzung kommen Vorstand und Haushaltsausschufl zu dem Ergebnis, daß mit einem weiteren Rückgang der Steuereinnahmen von 25 bis 30 Prozent'gerechnet werden muH. Das bedeutet gegen 4 Quartale von je 175000 $)l 700000 Reichsmark im Höchstfall 500 000 .RH für «las ganze (li-- meindesteuerjahr 1931 '■>!. also für zwei Quartale 250 000 Reichsmark. W ir hätten sodann einen Voranschlag auf der G rund läge von 550 (MX) 'Jhi und 250 (KM) [RH 600 000 JlH j aufzustellen, also auf Grundlage des gleichen Betrages für ein vbdl.es Jahr, den wir für % Jahr verwendet haben. Die beweglichen Klagen über Drosselungen aller nicht zwangsläufigen Posten, besonders in der W ohlfnhrtsarbcit und im Jugendamt sind dem Repräsentaiiten-Kojlegiivu gegenwärtig. Kine weitere Kin-chräiil; in i wild | und im neuen Etat gtbirdert wcrdei müssen. '• in >il>er die :sozialen Aufgaben der (ieineiude niiht untergeben zu lassen, w ird der Vorstand bei Kinbriiiguiig des Budgets beantragen, die nicht feststehenden Ausgaben für Wohlfahrt. Jugendpflege usw. nur für (> Monate zu bewilligen, um sodann füi das zweite Halbjahr des .Geschäftsjahres über die Beschaffung weitere* Mittel zu beraten. Ks geht aber nicht an. mit Sonder-.M ißmihnicn zu rechnen, wenn nicht zumindest ler Fehlbetrag des laufenden Geschäftsjahres von 90080 :RH. von dem ich eingangs meiner Darlegung sprach, gedeckt wiird. Diese Deckung Wird erreicht durch die Steuererhöhjiug von 10 auf 12 Prozent, die statt der erwähnten "500 000 :RH 600OOO .RH erbringen Soll. V oii lein Mehlbetrage von 100000 38M sollen 50000 Reichsmark für die Deckung des f ehlbetrages verwendet werden. Die- Erhöhung des Steuersatzes von 10 auf 12 Pro- zent erscheint deipnach für eine geordnete I-inanzw iitschalt unumgänglich nötig, und der Vorstand bittet das Kollegium, »einem Antrage zu entsprechen. Der Haushaltsplan wird nach Festsetzung des Steuersatzes möglichst schnell fertiggestellt und dem Repräsentanten-Kolleginm vorgelegt werden.