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Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg · 1931-01-12 · 1 (12.1.1931) · p. [Seite]

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Journal
Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
Volume
7 (1931)
Issue
1 (12.1.1931)
Date
1931-01-12
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Genttindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Nummer I Verstorbenen. Welcher, sdion früh auf eigene Füße gestellt, »ich nein Dasein erst schwer erkämpfen mußte, seine Wohl- Uittirkeit und Hilfsbereitschaft gegen seine Mitmenschen, keinen eiserncii Fleiß und seine Weitsicht in kaufmännischen Angelegenheiten. Herr Emil Heck scher sprach dann in ergreifender Weise von. der vorbildlichen Art des verblichenen f reundes, von seiner vornehmen freundschaftliehen Gesinnung.' die er jedem entgegenbrachte, der sich ihm näherte. Nie habe er jemand, der ihn bat, Hilfe und "I"r|»-~t vertagt, Zulet/t sprach Herr Henry 'C h a s s e I für die iltiiug der Neuen Duinmtor-Synagoge ein Wort des an den loten für seine stete Mühewaltung; der Nahne Hugo knobloch würde Unvergessen bleiben. frelfwäl Dnfnke Das Repräsentanten-Kollegium Ihat Herrn Dr. Wilhelm Bodenlicinicr an Stelle des Herrn Dr. Kalmus, dessen Amtspnt tfbgelBj|fen war, zum Mitgliede des Vorstandes der Talmud Tora Realschule gewählt. [ I I * 1i ]■ : ■ i : 1 Schwester Edil Hccksc-hcr, die während einer langen Reihe voa Jahren das Amt einer Gemeindeschwester versehen hat. vollendete am 20. Oktnlier dir "0. Lebensjahr. Vorstand und die Kommission für das Wohlfahrtswesen der Gemeinde nahen aus diesem1 Anlaß der verdienten - I rin, die aiuh jetzt noch im Stillen für das Wohl ihrer Mitmenschen wirkt, ein herzliches Glückwunschschreiben über- - iiidl und ihr für ihre langjährigen selbstlosen Dienste an tief Willen der .Gemeinde erneut ihren Dank ausgesprochen. I '■ If :; '- ■ I' *l ] - I - S ii 95. Lebensjahr vollendete am 8. November Herr .["-(•(> Ii Mathiason. \\ ir wünschen auch an dieser irem ehrwürdigen Greisje, der die Glückwünsche des Vorstandes cler Gemeinde eigenhändig. beantwortet hat. i nfcfn ferneren schönen Lebensabend, j ] . *l ■ Kabbiner Dr. Gaesar Seligmann vollendete am 14. v. M. sein "Ö.j Lebensjahr. Der Jubilar, der seit dem 1. April 1902 i I rank fürt a. Mj eine allseitig anerkannte segensreiche; lühgkeil aii-idit. wirkte vor seiner l'ebersiedlung nach I i.inkliirt seit hs') hier in Hamburg am Israelitischen Fettpft. *m> er „durch seine Vertrautheit mit den Ströii i i/en und Bedürfnissen iler Zeit auf der einen und unter pietätvoller Anlehnung an das historisch Gewordene .inf der anderen Seite die i empelgemeinde und ihre Jugend iiin sich zn.""schären und durch seine außergewöhnlich hinreiBeii<lc'U Reden'und vermöge seiner hervorragenden LehrhcljiHligung das Interesse am Gottesdienst unter den Gebildeten iind Gebildetsten der Lilieralen wachzuhalten und /ii erwecken wußte?"1) Dem Jubilar, dessen auch hierorts viele-in Dankbarkeit .und Verehrung gedenken, isei auch an dieHer Melle der herzlichste Glückwunsch unserer Gemeinde ausgesprochen. . " ' P ' * Iil ' Herr Dr. Lipnian Schlesinger, ehemals Lehrer .an der Fatfeiud fori Realschule, völlendjete am' 19. v. M. sein- 70. 1 ebensjali r. Es ist unnötig darauf hinzuweisen, welche ienste der Jubilar;um die Heranbildung-der hiesigen jüdischen Jugend sich während seirjer langen Lehrtätigkeit erworben hat. Auch seine selbstlose Tätigkeit als Mit- -lie.l des Delegierten-Kollegiums des .Synagogeinerbandes l»l allgemein bekannt. "Die Yerehjrnng .weiter Kreise begleitet den Jiibilar bei seinem Einjtritt in das achte Jahrzehnt »eines Lebens. Kintrit Herr Rabbiner Dr. Joseph Cohn, der seit seinem I eliertiitt in eleu Ruhestand iin Hamburg lebt, feierte am Ii i/teii läge des ( h^imkkafesjes in seltener geistiger und körperlicher frische seinen SO. Geburtstag. Den innigen V\iiii.(hen. welche seine zahlreichen Kinder und Enkel. Kreün le und Verehrer dem bescheidenen, um die jüclisdie isf*enschuft verdienten Manne aussprachen, hat sich auch aeri Vorstand der Gemeinde in einem herzlich gehaltenen Sclireibert angeschlossen.; I - *ti ■"!•! .'- * i Fräulein Anna Neustadt, die langjährige Mitarbeiterin und Vertraute der heimgegangenen ehemaligen Schulvorsteherin Fräulein Mary M a r p a sL Tollendete am 50. v. M. inknr|>erlichcr |un I geistiger Frische ihr siebzigstes 'i Jiisti/r n Dr. L. B I a u-Franjkfurt a. M. in.der Dezembei mnimin les Frankfurter Gameindeblatts. * . I ebensiahr. Fräulein Neustadt ist eine jener seltenen Lehrerpersönlichkeiten, die ihr Ideal darin erblicken, ihrem Vorbilde nachzueifern und es ilun gleichzutuii. Wer daher weiß, was Marv Marcus der weiblichen Jugend unserer Gemeinde war. Vermag auch zu ermessen, was Anna Neilstadt ihr gewesen ist. I m von vielen nur eines hervorzuheben: noch heute erzählen ihrer Schülerinnen davon, wie fesselnd Fräulein Neustedts Reiseschilderungen waren und wie sie den Literatur-l nterricht zu beleben verstand. Möge cler Jubilarin, die in der von ihr mithegrüiidel.cn Mary- M a r c ii s - S t i f t ii n g das Erbe ihrer Meisterin in geradezu vorbildlicher und erhebender Weise pflegt, ein heiterer Leliensabend — auch dieser im Sinne der- Heiterkeit der Lebensauffassung, die Mary Marcus auszeichnete — beschieden sein, verschont \oii dem Danke ihrer zahlreichen Schülerinnen, nicht zulet/t auch von dem Danke der (.emeinde. den diese ihr anläßlich ihres .Ehrentages ui herzlichster Weise ausgesprochen hat. \ ' ■ '• * '" ' Sein 25jähriges Jubiläum als Vorsitzender unsere! r Nachbargemeindc Wandsbek konnte am 12. November Herr B. Beith begehen. Die Gcmeiiidckollcgien,ließen in ihrer Sitzung am gleichen Tage dein Jubilar durch Herrn Rabbiner B a in b e r g e r die Glückwünsche der Gemeinde aussprechen. Dieser hob das Interesse hervor, das der Jubilar seit seiner Wahl für die Gemeinde * bekundet habc>. Er habe diese in ihrer Blütezeit geleitet und bewähre sich auch in Zeilen der Not als ein Manp der Treue. Seine reichen Erfahrungen habe er stets im Rate cler Gemeinde zu ihrem Wohle verwertet und die Erhaltung des Friedens gefördert. Herr Rabbiner Bamberger überreichte dem Vorsitzenden namens der Mitglieder der Kollegien ein silbernes Tablett mit Widmung, l ie f gerührt dankte der Jubilar für die unerwartete Ehrung., I * Goldene Hockzelt. Die Eheleute Isid o r M a r k u s und Johanna, geb. Grünberg. feierten am 27. v. M. .ihre goldene Hochzeit. Herr Rabb. Dr. Italiener überbrachte dem Jubelpaare 'mit der f.hejuhiläumsmedaille die Glückwünsche des Senats und des Vorstandes der Gemeinde. * r Oberkaiitor Joachim Dreiblatt ist mit Ende vorigen . Jahres in den wohlverdienten Ruhestand getreten. 46 Jahrelang hat er als Naclifolger des unvergeßlichen Ohcrkantois Wertheimer ^»x"t in den Gemeiiidcsy nagogen Elbstraße-. Kohlhöfen und Bornplatz seines heiligen Amtes gewaltet. Musikalische Begabung und umfassende Kenntnis der neueren Synagogalmusik befähigten ihn zum Ausbau des Synagogencheus und znr Pflege des Genieiiidegcsaiigcs. So manche Synngogeiifeief. deren musikalische Leitung ihm anvertraut war. insbesondere die- Feier zur Einführung des Herrn Obcrrabbiners Dr. Spitzer, für welche er die Parti» tur für das Orchester ausarbeitete, gab Zeugnis für seine hohe Liebe zu seinem Beruf. Möge dem bescheidenen, verdienten Manne, cler -ich auch in hingebender Weise sozial betätigt hat. ein (schöner Lebensabend beschieden sein; ,133? DHCVI HKO 13? Kleine Mitteilungen. Die Franz-Rosenzweig-Gi-eläe-htiiis-Stiltung l.it am JS. November, der ersten Wiederkehr von Roscjizweigs 1 odestage.. ihre Tätigkeit aufgenommen. Mc,-hr als ">(1 Exemplare cler Buber-Rosenzweigscbeii IVntateuch-f'ebersetzüng in cler Ausgabe, die vor kurzem von der Gtroßloge U.O.B.B, für Deutschland leraüstaltet wurde, wuideii den jugendlichen Ehepaaren zugestellt, die im Sterbejahre 'des Heimgegangenen de n Bund fürs Leben geschlossen haben. L1 •.- ■ '* ' 1 Die- Bibliothek cler Gemeinde erhielt im Laufe der Monate November und Dezember 1930 Bücherspenden ton den Herren Ernst Brager — Prof. D,r. J. L. Landau- Johannesburg. Süd-Afrika — Art Ii u r Lankkr o h (Stammbaum der Familie'Färbst ein) — Prof. Dr. Isaak M a r k o n — Hermann Philipp — .Steril heim — R i ch a r d W o r t s hi a n n - Cleveland U. S. A.. ferner von r ran J'n I i u s P h i I i p p und der D e u t s ch - j ü d i s ch e n Jugend zu Hamburg. — Den gütigen Spendern sei auch an dieser Stelle herzlichst gedankt.

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