Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Journal
- Gemeindeblatt der Deutsch-Israelitischen Gemeinde zu Hamburg
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 11 (10.11.1930)
- Date
- 1930-11-10
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Gemerndeblatt der Deutsch - Israelitischen Gemeinde. Nummer 11 Kalendarium für die Zeit vom S. Nooemver bis 13. Dezember 1930. S! ov. Cfhcfd) man «OB. O'hefdi matt «ov. Hl* lern «ov. M14-- lern Tc,. Sic- Irni So. i» 18 1*1 ■■ 25 23 3 30 10 7 17 'Mo. 10 19 17 28 24 4 1 n - 8 18 Ti. 11 20 IS 27 25 5 2 12 9 19 Mi. 12 21 10 28 26. 6 3 13 10 20 Do. 13 22 2" 2» 27 7 4 14 11 21 Fr. 11 23 21 1 i 26. 8 5 15) 12 22 . So. 15 24 , 09 2) 20 9‘ 6 18 13 23:) «0». (»ttcfrti wan ViOÜ. Nil*: lern «ov. Vielem T-;. Kis- Ictu Tc;. «io lern -ca' ‘vjj ') n'scn :) mnn ]’3*na -aci Gottesdienstliche Anzeigen. Synagogen-Derband. Lchabbos und Festlage folgd. Liocheni. i [ morgens.! mittags! abds. morg. mitt. 21 Ofj-.' > Sr i 1 3 i . 6" 4 1 7 s-! 1 3-! 5 4 k> rj tR. 4 7 >' : 1 3' i 5 i 4 t 7 >13:4 -\ 4 » .. X. t! 7 > 1 :. 4 7r’ 4 Israelitischer Tempel-Derband. Freitag, abends «> ,.. in der Aula der Lberrcaljchule Hegcr.'.>;e :!,5. Elke Hegcitieg. Sonnabend, morgens 9'^.. Tempel, Poolstrasse. Predigten, Rabbiner Tr. Ir gl ie ne r : Freilag, 21. Siovcm- . r uns Dezember/ Neue Dammtor-Synagoge. lUU’ Sä'abbos und Feniage iolgd. L.r»aieni. morgens - mittags! abds. morg. mitt >.< il. iK' 4 ' v : 4‘ 5I: - 4 1 j 4 -)' , * -5'• 7" 4 2 '. Su.' :i t 1 " - 1 " .5 7‘' 4 : - - 1 r-- 4 . -1'. 4! 3. I.!v! 0 4 4 -! 4 1 Predigt. -: Jugcndgottesdienjt. ’i'itiiihet ihelegenbeit vorübergehen sollte . . . Tie Bemerkung Mri iuiii itngeiügl werden, dag der Kanlorpart ausserordentlich ,>eglü»!r ist,.der Chor trägt wohl die grösste Schwierigkeit in desn Iberie. darum gerade hebt sich die Einfachheit ^ber Solostimme '.:iu m .r'r^ulicher von den Höhepunkten ab. Ter architektonische Au«bau iäslt bei jeder Wendung besonders ins Auge. — Tas dritte Stück zeigt dorniger als. Lhasa». „Eines, ki attoh hu I.)• ru-ii" b-ilder zwischen den Stücken im Sammelband eine wahr, Ciiij.. 'üerade oieie kleinen und ernsten Stücke des Machn7,.--eetianaen ein ausserordentliches Feingefühl in der musi- :.tiiaüe,i Darstellung, cs sollte sich wirklich nur der Allerreisstc darin ivriiiduii. Hier.in Sit. 3t bringt körniger ein klassisches 'Borbild-, wie io etwas mit einigen Freiheiten gestaltet werden mti mciitorlicfjc Einfachheit setzt in Erstaunen." vri|l:;riuf zur Begründung eines Deutschen Bibel-Archivs!>»U'e n vor Ittirzein, unterstützt von einer ganzen Reihe namhafter Pcr'önl.chkeiii.-. der Wissenschaft, unter ihnen auch Prof. Tr. Ern it T i ■ i i r c t.. die Professoren HansBollmer und (0. Wahl. Direktor der Hamburger Staats- und Unioersitäts- Biblieai-.Di erlassen. Tieses Archiv soll das gesamte Material nbtr die etul'che Bibel in Wort,- Schrift und Kunst, zunächst für di.- eon 1200 bis 1522, zuiammentragen, um so die Grundlage zu -chiiifen nicht nur für die (heschichte der deutschen Bibel i:n engeren 'Sinne, sondern auch für die Erforschung der „nationalen Aneignung per Bibel" und ihres Einflusses auf das Werden oer deutschen Schriftsprache und auf die deutsche Kunst. Für uns Hamburger Juden von besonderem 2ntere»e ist, dag in 'Aussicht genommen ist. das Bibelarchiv in irgendeiner Form der hiesigen Staats- und Universitäts-Bibliothek anzugliedern. Tas ift. insofern ein glücklicher Gedanke» weil die Bibliothek dank der SammlertLtigkeit des Johann Melchior Göze, des bekannten Gegners Hessings, und anderer Sammler reicher als manches ähnliche Institut in Handschriften und in Wiegendrucken auf dem hier in Betracht kommenden Gebiete ist') und nur hier auch sonstiges wissenschaftliches Material zur Verfügung steht. Die Germanisten der hamburgischen Universität unterstützen den Plan, dessen Förderung ebenso von den Hamburger Theologen und Kunsthistorikern erwartet wird. Die Freitagabend-Veranstaltungen des Jugendamtes der Gemeinde, die im vergangenen Winter zahlreichen Zuspruch gefunden haben, wurden Freitag, den 31. v. M., wieder eröffnet. Die Veranstaltungen sind in erster Linie gedacht für alleinstehende jüdische Jugendliche, denen die Möglichkeit gegeben werden soll, den Freitagabend in jüdischer Umgebung zu verbringen, und denen durch die Gestaltung des Abends etwas von der WeihedesSabbaths vermittelt werden soll. Das Jugendamt der (Gemeinde versucht, die für Freitagabendseiern'in Betracht kommenden Jugendlichen nach Möglichkeit zu erfassen. Da dies aber immer nur unvollkommen möglich sein wird, bittet das Jugendamt alle Gemeindeangehörigen um ihre -Mitwirkung dadurch, das; sie alleinstehende Jugendliche auf die Veranstaltungen Hinweisen und sie zu ihrem Besuche veranlassen. Insbesondere werden die jüdischen Arbeitgeber gebeten, dies bei ihren eigenen jugendlichen Angestellten zu tun, und hier insbesondere wieder bei ihrem jüdischen Hauspersonal. Tie Veranstaltungen finden statt im Gemeindehause, Johnsallee 5 4, und beginnen abends 8)4 U h r. >1 Einen Teil dieser Schätze konnte man in der Ausstellung kennen lernen, die von der Bibliothek vor acht Jahren anläßlich des 409jährigen Jubiläums der Lutherischen Bibelübersetzung (2l! September 1022) unter dem Namen „Die deutsche Bibelübersetzung vom 15. bis 18. Jahrhundert" veranstaltet wurde und deren instruktiver Katalog insgesamt 121 Nummern umfatzt. fll||||IIIH|l|llll||||MI|||||UI|||||MI|||p JPS Am Donnerstag, dem 30. v. Mts., starb nach langem, schwerem Leiden der ehemalige Lehrer unserer Schule Herr Moses Eisemann ** . /■' IM 62. Lebensjahre. Cr wirkte 32- )ahre lang an unserer Anstalt als ein Schulmann, der durch besondere pädagogische §ähigkeiten, verbunden mit größter Sewissenhaktigkeit und pflichttreue, ausgezeichnet war. Wir werden ihm stets ein dankbares Andenken bewahren. Tortland and LehrerKoilegium der Talmud Tora Bealsdmle. fimllHiiiililliiiilllUiiilllliiiilllliiiilllli ... Im Aufträge des Vorstandes der Gemeinde wird Herr Prof. SN a r k o n > erstmalig in diesem Winterhalbjahr, eine Reihe von Vorlesungen aus dem Gebiete der Wissenschaft und der Religion des Judentums abhalten. Für diese Vorlesungen sind zunächst folgende Themen in Aussicht genommen: 1. Religiöse Strömungen des Judentums zur Zeit der Entstehung des Christentums, 2 Vorlesungen. 2. Urchristentum und seine weitere Entwicklung im Verhältnis zum Judentum. 2 Vorlesungen. 3. Karäertum (Entstehung, Wesen und Geschichte), 3 Vorlesungen. 1. Wipenschaft des Judentums: Geistige und religiöse Strömungen des Judentums im 18. und im Anfänge des lO. Jahrhunderts — Die Begründer der Wissenschaft des Judentums— Tie weitere Entwicklung bis zur (hegenwart, 3 Vorlesungen. 5. Jüdische Kolonisation Palästinas nach der Zerstörung des zweiten Tempels bis;um Entstehen des Zionismus, 2' Vorlesungen. >>. Zion im Gebet und in der Literatur des Judentums, 1 Vorlesung. ' , - 7. Agava des Talmuds und die Midraschim. Tie Vorlesungen finden statt im Eemeindehause Johnsallee 54, und zwar zunächst am 2 4. November, 1. Dezember 1939, 1 2. und 19. Januar 19 31. Sie beginnen abends 8% Uhr, pünktlich. Der Zutritt steht jedermann frei. Vorstand der Deutsch-Israelitischen Gemeinde.